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1080° Avalanche

Mittwoch, 29. August 2007
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16:51 Uhr - Der Winter hält Einzug in europäische Gegenden und Nintendo veröffentlicht passend zum Trendsportwinter ein neues Spiel. Diesmal handelt es sich mit 1080° Avalanche um Snowboards. Jetzt im Winter wird das wohl wieder zur größten Trendsportart die es derzeit gibt. Wer sich gut erinnert, kommt darauf, das 1080° Avalanche kein Spiel einer neuen Reihe sondern nur die Fortsetzung eines N64 Titels ist. Der hieß 1080 Snowboarding und konnte zu seinen Zeiten viel Lob und unschlagbar gute Wertungen erhalten. Nun fragen sich natürlich alle in Zeiten von SSX 3, wie stark sich Nintendos Titel selbst schlägt. Einen wichtigen Unterschied kann man schnell feststellen. SSX 3 legt wirklich 100 % wert auf Arcadespaß. Dinge wie Schwerkraft oder andere physikalische Gesetze gibt es in diesem Spiel gar nicht. Nintendo hingegen bringt mit 1080° einen Titel heraus der deutlich mehr auf Simulation ausgelegt ist. Ob die Entwickler das wirklich gut umgesetzt haben? Wir werden sehen.

Typisch für Nintendo zeigt sich die technische Seite mal wieder von ihrer besten Seite. Einem 60 Hertz Modus, dem das Spiel so einiges zu verdanken hat, und einen Speicherbedarf von 3 Blöcken kann man nun wirklich nichts entgegeningen.

Wellenreiten im Schnee?!?

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1080° Avalanche ist also ein Snowboard Spiel. Am besten vergleichen lässt sich der Titel wohl mit Wave Race: Blue Storm, das ebenfalls von Nintendo stammt und einer der Launchtitel des Würfels war. Es kommt mehr auf Schnelligkeit und Sieg an. Die ganzen Tricks und Moves die ihr während eines Rennens vom Stapel lasst, sind nur nettes Beiwerk. Und als ob das nicht schon genug Anspielung auf Wave Race wäre, haben die Entwickler Wave Race Fahrer wie Rob Haywood, Akari Hayami oder Ricky Winterborn ins Spiel integriert. Ein eisiges Rennen auf dem Damm von Aspen Lake darf natürlich auch nicht fehlen. Zwar haben beide Spiele im Grunde etwas mit Wasser zu tun, trotzdem sind sie doch sehr unterschiedlich.

Scheinbar unendliche Multiplayermöglichkeiten!

Wenn ihr das Spiel startet, habt ihr zunächst verschiedene Möglichkeiten mit dem Spiel zu beginnen. Es gibt die Modi "Match Race", "Time Trial", "Gate Challenge" und "Trick Attack". Der "Story-Modus" des Spiels ist im Prinzip ein Match Race. Ihr müsst zunächst in drei verschiedenen Cups Rennen gegen andere Boarder gewinnen. Im ersten Cup (Novice) gilt es 4 Rennen zu gewinnen. Dann folgen Hard (5 Rennen), Expert (6 Rennen) und nach dem Durchspielen dieser drei Cups noch Extreme (7 Rennen). So kommt ihr auf insgesamt 22 Rennen. Diese werden mit der Zeit immer schwerer.Während ihr in den ersten Rennen mal links und rechts lenkt und über kleine Hügelchen springt, erwarten euch gerade im Expert und Extreme Cup wirklich sehr anspruchsvolle Strecken die viel Konzentration von euch erfordern. Die letzte Strecke eines jeden Cups ist ein besonderes Rennen. Ein Rennen gegen die Zeit und im Prinzip auch gegen den Tod. Denn ihr tretet nicht wie in den Rennen zuvor gegen Computer Gegner an, sondern flüchtet vor einer herannahenden Lawine die unmittelbar hinter euch den Hang hinabstürzt. Das sorgt für einen unheimlichen Spannungsschub und macht das Spiel richtig interessant. Der Time Trial Modus ist in so manch anderem Spiel einfach nur nettes Beiwerk zum Hauptprogramm. Diesen Eindruck hat man bei 1080° Avalanche zunächst auch. Allerdings ist dieser Modus für euren weiteren Erfolg im Match Race wichtig. Nur ihr habt ihr nämlich die Gelegenheit bei eurer Abfahrt Münzen einzusammeln, die euch helfen neue Boards für eure Fahrer freizuschalten. Leider kann man nicht alle Münzen auf Anhieb sehen, was heißt das man manche Kurse öfter abfahren muss. Eure Fahrer könnt ihr leider nicht verbessern. So bleibt euch also nur die Möglichkeit euch schnellere oder auch wendigere Boards zu erspielen. Wer statt Bergab Rennen lieber auf Super-G-Rennen (hier "Gate Challenge") steht, kommt in 1080° Avalanche natürlich auch nicht zu kurz. Stürzt euch mit eurem Fahrer auf den gleichen Kursen wie schon im Match Race den Berg runter und durchquert alle Tore. Beim Passieren von Toren und zusätzlichen Checkpoints bekommt ihr Zeitboni. Noch mehr Punkte gibt es, wenn ihr alle Tore einer Zone durchfahrt und dabei fehlerfrei bleibt. Der Trick Attack ist der klassische Trick Modus wo ihr z.B. in Half-Pipes oder auf speziell präparierten Strecken eure besten Moves der Öffentlichkeit demonstriert.

Wie geht es wo lang?

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Die Steuerung ist dabei recht simpel. Mit A füllt ihr eine Sprunganzeige die ihr bei gewünschter Sprungstärke loslasst um so von Absprüngen oder in einer Half-Pipe rechtzeitig an Höhe zu gewinnen. X, Y und B sind für die Grab-Tricks eures Boarders. In Kombination mit einer bestimmten Richtungstaste drehen sich die Boarder oder greifen gezielt ans Board. Wer im Trick Attack Modus kombinieren möchte, springt ab, vollführt den ersten Grab und wartet bis der eigene Fahrer leuchtet. Nun der nächste Trick und die Punkte werden multipliziert. Klingt einfach und ist es auch. Mit Z posieren eure Fahrer elegant auf ihrem Board. Egal ob mit 30 km/h am Start oder mit 90 km/h bei rasender Abfahrt. Zeit für ein bisschen prollen und angeben ist immer. Nun haben sich die Entwickler für die Steuerung eine weitere Sache einfallen lassen. Wenn ihr nach einem Absprung unglücklich aufkommt oder während der Fahrt plötzlich ins Schwanken, gibt es die Möglichkeit euch und euren Fahrer vor einem Sturz zu retten. Bei Bedarf erscheint ein Kreis der sich in eine Richtung dreht (entweder mit oder gegen den Uhrzeigersinn). Kreist ihr mit dem Control-Stick in die gleich Richtung könnt ihr so einen zu großen Zeitverlust vermeiden. Eigentlich eine gute Idee. Doch später passiert es euch bei Unachtsamkeit einfach zu oft, dass ihr stürzt, und dann den Control-Stick zu oft drehen müsst. Das geht irgendwann ganz schön auf die Nerven und in den Daumen.

Kein Online! Und nur wenig LAN!

Ein vernünftiger Mehrspielermodus darf natürlich in solch einem Titel ebenfalls nicht fehlen. So bietet 1080° Avalanche nach Mario Kart Double Dash!! als zweiter PAL-Titel einen LAN-Modus. Das heißt, ihr habt wieder die Möglichkeit mit entsprechender Ausstattung gegen mehr als "nur" 3 Freunde anzutreten. Dann geht es gemeinsam den Berg runter. Leider haben die Entwickler nur öde 6 Strecken für Multiplayer Fans freigegeben. Das ist entschieden zu wenig. Trotzdem sollte man sich den Multiplayer Modus im LAN oder Splittscreenmodus mal anschauen.

EA oder Nintendo? SSX 3 oder 1080° Avalanche?

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Viele werden natürlich fragen welchen Titel sie sich nun kaufen sollten. EA Big's SSX 3 oder Nintendos 1080° Avalanche. Vielen, den es zum Beispiel auf überzeugende Grafik und guten Soundtrack ankommt, muss man da so Leid es einem als Nintendo Fan vielleicht auch tut, SSX 3 empfehlen. Das hat auch so seine Mängel, da EA bis heute die Vorteile der jeweiligen Konsolen nicht richtig nutzt, aber es sieht entschiedene besser aus als 1080°. Zwar sind kleine nette Details wie Hasen oder Rehe in der weißen Landschaft ganz niedlich, aber da endet auch schon die Grafikprozerei. Der Schnee und all die anderen Texturen sind leider bei weitem nicht so schön und geschmeidig wie in EAs Titel. Dazu kommt die Abteilung Soundtechnik. Zwar waren wir schon sehr stolz, mit 1080° Avalanche den ersten Titel mit Lizenztiteln von anderen Interpreten seitens Nintendo in den Händen zu halten, allerdings macht EA in diesem Bezug schon seit Jahren Erfahrung und kann so auch punkten. Trotzdem ist der Sound in 1080° wirklich gelungen und annehmbar. Lautsprecheransagen wie "Avalaaaaaaaaanche" die vor diesen großen "harmlosen" weißen Gefahren warnen sollen oder andere Spielgeräusche sind sehr real und passen ins Spiel.

And the winner is...

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Leider ist 1080° Avalanche nicht das geworden, was wir nach dem tollen N64-Vorgänger erwartet haben. Zahlreiche interessante Videos und Vorberichte ließen eigentlich auf einen echt harten Konkurrenten für SSX 3 hoffen. Leider haben die Entwickler das Spiel viel zu stark auf Rennen ausgelegt. Klar macht das einen Riesenspaß, aber das Tricksystem ist viel zu simpel und einfach nicht mit genug Abwechslung. So geben die Entwickler den von vielen für Nintendo schon reservierten Platz auf dem Genrethron an EA ab. Denn die überzeugen nicht nur durch das tolle Trickssystem. Trotzdem, wer z.B. Wave Race Blue Storm gespielt hat, wird z.B. auch mit 1080° Avalanche viel Spaß haben. Allerdings sind der Match Race und die anderen Modi schnell durchgespielt und somit nur eine kurzweilige Beschäftigung. Hoffnungen ruhten auf dem Multiplayer, bei dem die Entwickler leider auch viel zu wenig beigelegt haben. Eindeutige Referenz auf dem GameCube ist SSX 3, wer es sich beiden leisten kann oder eher auf Produkte aus dem eigenen Hause (Nintendo) steht, greift zu 1080° Avalanche.

...weil ich dieses Spiel einfach lieber spiele als SSX 3. Ich gehöre nicht zu denen die sich die Finger verdrehen können um irgendwelche wahnsinnigen Tricks auf den Bildschirm zu zaubern. Da bleibe ich lieber bei 1080° Avalanche. Da kommt es auf Racing an und ich muss gucken das ich schnell genug die Piste runterase. Schade finde ich, das für den Multiplayer nur so wenig Strecken spielbar sind. Trotzdem verzichte ich zugunsten von schnellen und ruckelfreien Rennen auf SSX 3 und spiele lieber noch eine Runde 1080° Avalanche.

Bewertung

1080° Avalanche gcn

0/10

 

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