Analyst: Casual- hat Coremarkt nicht geschadet
13:50 Uhr - Analyst Doug Creutz von Cowen and Company erfährt nun die Ehre, seine Sicht auf die Spielebranche in den AreaGames-News zum Besten geben zu dürfen, obwohl er nicht Michael Pachter heißt. Interessanter Weise teilt er nämlich die Meinung, dass die Casual-Welle der vergangenen Jahre überhaupt keinen nennenswerten Einflus auf den traditionellen Coremarkt genommen habe. Letzterer habe eher mit sich selbst und vor allem seinen hohen Preisen zu kämpfen gehabt, was sich im vor uns liegenden Jahr 2010 aber wohl schon wieder bessern werde.
Die Worte des Analysten gegenüber EDGE:
- "Wir weisen die Auffassung zurück, dass der Wettbewerb mit nicht-traditionellen Videospieleformaten wie dem iPhone und Social-Gaming einen signifikanten Einfluss auf den traditionellen Konsolenkreislauf gehabt habe. Wir glauben, dass diese neuen Spielemedien einen individuellen, außer Konkurrenz stehenden Teil abseits des Konsolengamings darstellen, welches von den Coregamern dominiert wird."
- "Wir glauben, dass die Schwierigkeiten des aktuellen Zyklus primär vom relativ langsam einsetzenden Aufwind für Microsoft und Sony bestimt wurden, da sie ihre Hardware dickköpfig zu hohen Preisen verkauft haben."
- "Jetzt wo die Preise von Xbox 360 und PlayStation 3 den Massenmarkt erreichen, glauben wir daran, dass sich der Zyklus zugunsten der Publisher neuausrichten wird, die so positioniert sind, dass sie Vorteile daraus ziehen können."
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Kommentare (17)
naund
L1ghT
Kurisu
Doch viele sehen ihr Hobby davon bedroht, dass auch die sogenannten "Core-"Games, die erscheinen, davon betroffen sind.
Die allgemeine "Casualisierung" ist es, die vielen einfach ungemein auf die Nerven geht.
Wenn man ein Game aus einem geliebten Franchise spielt und das auf einmal vieles von dem verliert, was es großartig machte, nur damit auch Casual-Gamer evtl. Gefallen an dem Produkt finden, dann kann ich gut verstehen, wenn einen das frustriert.
Oder vielversprechende Konzepte aufgrund des so nicht-vorhandenen Casual-Appeals einfach umgeworfen werden, damit daraus etwas gemacht wird, was jeder, dem das Game sonst egal wäre, sofort versteht, was zu tun ist.
Wenn der betagte Gamer, der sich eigentlich nie was aus Schwierigkeitsgraden machte und sonst höchstens auf "Normal" spielte und einfach so durch das Game kommen wollte und nicht nach einer großen Herausforderung suchte auf einmal auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gähnend-gelangweilt durch ein Game rennt und sich über die fehlende Challenge beschwert.
Wenn man als "so lala" Shooter-Spieler ein Game neu kauft, das man evtl. (wenn man denn mal iwann gut genug ist) dann mal in einer Liga spielen will, wo es sehr beliebt ist und dann beim ersten Mal und gegen sehr erfahrene Spieler gewinnt; und das vielleicht dann noch haushoch.
DANN gibt es durchaus einen Grund, ein wenig genervt zu sein.
Kurisu
Cuberde
Letzte Generation galten GTA, MoH, CoD, Halo, Smash Bros. etc. noch als solche, aber diese Generation sind diese auf einmal "Core".
Ein Mainstream will sich vom anderen Mainstream abgrenzen...
Kurisu
Es scheint so, als wüsste keiner mehr so wirklich, was der Casual-, der Durschnitts- und der Core-Gamer will und somit wird das alles ein bisschen durchgemixt sodass am Ende irgendwie keiner so richtig glücklich ist.
ich bin wirklich dafür, jedem etwas anzubieten. Aber wenn das eine das andere in irgendeiner Weise "kaputt" macht, dann ist das irgendwie ärgerlich.
Aber würde sich das irgendwann mal so einschaukeln, dass alles cool is, wäre ich persönlich wohl der Markt für alle 3 Sparten.
Das Casual Game für zwischendurch und um mal was mit Casuals zu zocken, das Durchschnittsding wie immer und das Core Game auch hin und wieder mal, wenn ich mich einem Game mal besonders lang (online) widmen will oder mal eine richtige Challange suche.
Natürlich gibt es Beispiele, die es richtig machen, aber leider auch genügend Negativbeispiele.
Punktlandung! Genau das ist passiert!
Die generelle Trennung zwischen "casual" und "hardcore" ist künstlich in dieser Generation geschaffen worden, zum einen vom Mainstream, zum anderen durch die Fachzeitschriften, die das ganze weiter vorangetrieben haben. Eigentlich gibt es sowas wie "casual" und "core" gar nicht, wenn überhaupt gibt es eher Spiele die leicht zugänglich sind und Spiele die schwer zugänglich sind, was nichts mit den obengenannten Begriffen zu tun hat. Jedes Spiel sollte eigentlich leicht zugänglich sein und mit dem Spielfortschritt fordernder werden, nicht von Anfang an einen vergraulen. Vielen "core" gamern ist gar nicht klar, dass SMB, Zelda, Metroid, Pikmin, Mario, Double Dragon, Tetris, Counter Strike, Half Life, GoW, GTA IV etc. eigentlich "casual" und nicht "hardcore" sind.
@Kurisu
Liest du eigentlich was du schreibst?
Kurisu
Und wenigstens hab ich Beispiele, um meinen Standpunkt zu untermauern.
Das "Umbrella Chronicles" Beispiel wäre da.
Das ist, was es ist, weil Capcom meinte, ein RE4-Like Game wäre nicht "casual" genug und die Wii Crowd ist nunmal Casual. Darum machten sie aus RE4-Like einen On-Rails Shooter (für den sich die meisten "Casual"-Gamer eh nich' interessieren).
Und man kann schon sagen, dass es einen Unterschied zwischen Casual und Core Gamer gibt. Nicht nur was die Zugänglichkeit der Spiele angeht, sonderna uch den allgemeinen Schwierigkeitsgrad und die Zeit, die mit dem Spielen verbracht wird.
Es gibt Spieler, die spielen (nahezu) jeden Tag und dann auch gleich mehrere Stunden am Stück und es gibt Spieler, die spielen hie und da mal für ein paar Minuten.
Und es gibt eben auch die Games, die darauf ausgelegt sind.
Es gibt Games, die dafür gemacht wurden, dass man sie ausgiebig und regelmäßig spielt und die auch dann am meisten Spaß machen.
Es gibt aber auch Games, die für das " ab und zu mal"-Spielen gedacht sind. Das wären zum Beispiel Games wie Peggle.
Oder willst du das auch wieder als Bullshit abstempeln?
Das mit Umbrella Chronicles hat nichts mit "core" oder "casual" zu tun, Capcom wollte auf der Wii ein eigenes Franchise etablieren, was ihnen durchaus gelungen ist. Früher gab es auf jeder Konsole Lightgun/ Rail-Shooter, und keiner kam auf die Idee sie für schlechtere oder "casual" spiele zu halten siehe House Of the Dead 2,3 (wurde auf die Wii portiert, und hat sogar eine fortsetzung bekommen), Time Crisis, Virtua Cop, welche zu den besten Spielen auf der Dreamcast gehören.
Das mit der Zeit ist vollkommener blödsinn, jeder von uns hat ein privatleben, und nicht jeder hat genug Zeit sich jeden Tag mehrere Stunden vor die Konsole zu hocken und zu spielen, das macht diese Leute nicht zu "casual" oder "core", das sagt nur aus, dass sie wenig Zeit haben. ich persönlich Spiele gerne neben Lost Odyssey, Bayonetta und Ninja Gaiden, Resident Evil auch sehr gerne Cooking Mama, Gardening Mama, Peggle, Puzzle Bobble, Wario Ware, und diverse Lightgun Shooter, je nach dem wie viel Zeit ich habe und in welcher Verfassung ich bin, ich kenn Leute. Bin ich jetzt core oder casual?
Und ja ich tendiere dazu das als Bullshit abzustempeln, weil es einfach nicht so schwarz-weiss ist wie du es beschreibst, die Welt ist nicht Schwarz-Weiss, die Welt ist grau.