Apple hebt Preise im Appstore an: Apps jetzt ab 89Cent
Apple hat in den letzten Tagen kommentarlos die Preise für Apps angehoben. Bislang war die Untergrenze für App-Preise bekanntlich 0,79€, jetzt werden 0,89€ fällig. Auch in den anderen Preiskategorien gab es Hochstufugen. So legte Apple zum Beispiel den Preis der Focus-App auf nun 3,59€ fest, vorher kostete sie 2,99€.
Apple informierte die Entwickler mit einer E-Mail über die absofort geltende Preisänderung ihrer Apps. Und verwies sie für weitere Informationen auf die Preis-Matrix im "Manage Your Applications module" in iTunes Connect. Eine Vorwarnung gab es für die App-Entwickler nicht. Das führte bei iTunes zu zahlreichen wütenden User-Kommentaren, denn die fühlten sich über den Tisch gezogen, wenn auf der Homepage einer App noch der alte Preis beworben, im App-Store aber längst der teurere verlangt wurde.
Eine offizielle Stellungnahme von Apple gibt es nicht. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Firma aus Cupertino die Retailpreise an die aktuellen Wechselkurse anpasst. Natürlich dürften sich dabei auch einige Entwickler über ein kleines Plus freuen. Doch hauptsächlich dürfte der etwas schwächer gewordene Euro der Grund sein.
Die neuen App Store-Preise im Vergleich:
- 0,79 Euro -> 0,89 Euro
- 1,59 Euro -> 1,79 Euro
- 2,39 Euro -> 2,69 Euro
- 2,99 Euro -> 3,59 Euro
- 3,99 Euro -> 4,49 Euro
- 4,99 Euro -> 5,49 Euro
- 5,49 Euro -> 5,99 Euro
- 5,99 Euro -> 6,99 Euro
- 6,99 Euro -> 7,99 Euro
- 7,99 Euro -> 8,99 Euro
- 8,99 Euro -> 9,99 Euro
- 9,99 Euro -> 10,99 Euro
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Kommentare (18)
forzaaaaaa
Die sollten gleich 0,99, 1,99, 2,99 usw. nehmen!
Flodo1985
Ja das ist halt die Preispolitik von Apple, die Umrechnungskurse halt
Skyhawk75
Apple kann den Hals nicht voll genug kriegen.
Zum Glück bin ich nie dem Apple Hype erlegen
Saibot
Dieser kleine Anstieg wird wohl so gut wie nichts am Kaufverhalten der Kunden ändern. Auch für den Durchschnittskonsumenten (da würde ich mich z.B. dazuzählen) dürften die höheren Preise wohl kaum sprübar sein. Aber die Masse macht's natürlich.
Fagballs
700 Euro für ein Telefon sind ok, aber 10 cent Preiserhöhung gehen mal überhaupt nicht.
carbon007
Die Preiserhöhung ist völlig gerechtfertigt, ich denke 89 cent sind für ein Produkt was man ggf. täglich benutzt sehr tief angesetzt, da sollte der Entwickler schon mehr entlohnt werden. War ja vor dem ganzen AppStore Ding üblich, auch für kleinere Programme für den PC gerne mal 10€ zu verlangen.
Auch die 30% die an Apple gehen finde ich gerechtfertigt, war zwar noch nie in der Situation, eine App zu entwickeln, jedoch denke ich dass Apple einem Entwickler es da sehr viel leichter macht mit der gegebenen Infrastruktur.
Legion X
We über 600 Euro für ein Handy ausgeben kann, der kann auch locker die neuen Preise für Apps bezahlen. Apple Produkte sind überteuert. Oder was glaubt ihr warum Apple Milliardengewinne scheffelt?
Und da es genug gibt die ein iPhone besitzen kann man auch Millionen von Menschen zusätzlich abkassieren.
Das ist Raubtier-Kapitalismus ausgetragen auf dem Rücken von chinesischen Fabrikarbeitern.
Fagballs
@carbon007
Vor dem ganzen App Store Ding war es üblich, dass man Spiele der gegebenen Qualität als Flashspiele gratis spielen konnte und kleine Tools als Share- oder Freeware verfügbar waren.
Eine Entwicklerlizenz bei Apple kostet Geld, ehe du überhaupt eine App eingereicht hast. Den einzigen Vorteil, den Apple den Entwicklern bietet, ist die Infrastruktur, wobei man genannte Tools auch immer bei sourceforge anbieten konnte. Apps im Store zu finden wird zunehmend schwieriger durch die schiere Masse an Mitbewerbern und eine miese Suchfunktion (such mal Spaßes halber nach "Final Fantasy"). Alles abseits eines gewissen Hauptstroms ist unauffindbar. Im Prinzip lässt sich Apple einfach dafür bezahlen, dass man ein Programm anbieten darf, das auf ein paar hundert Millionen Geräten verwendbar ist. Wobei ich jetzt auch irgendwo gelesen habe, dass sie ihren Anteil auf 40% erhöht haben. Aber wenn von den 10 cent wenigstens (nach Abzug von Märchensteuer) der überwiegende Teil an die Entwickler geht und diese Verteuerung lediglich eine Anpassung an die geänderten Wechselkurse ist (in den USA haben die Apps schon immer 99 US cent gekostet), dann soll es doch ok sein.
Spratz
@Fagballs: Das mit den 40% ist Blödsinn. Und wie das mit dem Blödsinn nunmal ist, verbreitet er sich meist schneller als die Dinge, die stimmen ;) Der Teil, der direkt von Apple abgezogen wird liegt tatsächlich bei um die 40%. Da ist dann allerdings schon die Steuer mit drin, der Anteil von Apple lag schon immer und liegt nun weiterhin bei etwa 30%. Das hat für mich als Entwickler zwei Vorteile: Das Geld, das ich überwiesen bekomme ist bereits mein Netto-Verdienst, weil er bereits versteuert wurde (ich muss mich um nichts mehr kümmern). Zuderm versteuer Apple die Apps in Luxemburg, was für mich ebenfalls von Vorteil ist, da die Steuer dort deutlich niedriger ist als in Deutschland. Für eine 89 Cent App bekomme ich als Entwickler jetzt z.B. 54 Cent, vorher waren es 48 Cent. SInd immerhin über 10% mehr als vorher. Daher kann ich als Enwtickler gut mit dem preisanstieg leben, den Einzelnen trifft es da ja nicht wirklich stark und für die Entwickler (und natürlich Apple auch) hat es Vorteile.
RoOhZilla
Das Problem, mit den Appstore Preisen ist, dass sie nicht auf der Nachfrage der Kunden basieren, sondern von Apple diktiert werden. Gäbe es für die Konsumenten eine Möglichkeit die gekauften Lizenzen untereinander zu tauschen und zu verkaufen, dann würden die Preise auch viel eher den tatsächlichen Wert der Software wiederspiegeln. So werden sie jedoch permanent unterbewertet, da die Software nach dem kauf, ihren Marktwert verliert, obwohl ihr realer Wert sich nicht in Luft auflöst. Das Resultat sind Dumping-Preise, psychologische Platzhalter, die so niedrig sind, dass man sich um so etwas wie den nicht existenten Wiederverkaufswert bzw. Marktwert keinerlei Gedanken macht.
Auf dauer kann diese Preisdiktatur jedoch nur zu einer abfallenden Qualität der Software führen, da die Leute nicht bereit sind für Prämiumqualität zu zahlen, und auf Schlussverkäufe spekulieren. Im Bewusstsein der Leute hat es sich nunmal festgesetzt dass Software einen geringen bzw. keinen Wert besitzt - was letztlich eine selbsterfüllende Prophezeihung ist.