Donnerstag, 06. März 2008
Coop’s not a mode. Coop’s the game.
Mit diesem griffigen Slogan geht EA seit über einem Jahr auf Tournee, um „Army of Two” (ab sofort AoT) an den Gamer zu ingen. Die Geschichte erzählt die der beiden Soldaten Elliot Salem und Tyson Rios. Auf einer Mission treffen sie auf den Söldner Philip Clyde, der von den Fähigkeiten der beiden so angetan ist, dass er die Jungs in die private Militärorganisation Security and Strategy Corporation, kurz SSC, aufnehmen lässt. Schnell werden die beiden dort heimisch und freuen sich nun über jeden globalen Konflikt, denn dort lässt sich schnell Geld verdienen. Nach einem einführenden Start in Somalia geht es über die Touristenattraktionen Afghanistan und Irak bis ins ferne China. Bisher beispiellos ist die Anleitung, die mit detaillierten Berichten zu allen Missionen nahezu die gesamte Kampagne spoilert. Wer etwas gegen Spoiler hat, sollte daher die Seiten acht und neun der Anleitung auslassen.
Ohne zu spoilern kann gesagt werden, dass die Story nicht weltbewegend ist, aber genug Anreiz gibt, das Ende sehen zu wollen. Die Charaktere sind durchaus sympathisch und interessant, die Gegensätze zwischen Salem und Rios sorgen für die notwendige Spannung im Team, denn Gott behüte, dass es jemals ein harmonisches Team auf den Bildschirm schaffen wird. Grundsätzlich aber behalten beide den Respekt füreinander, auch wenn sie oft unterschiedlicher Ansicht sind. Salem ist eher der materialistische Typ während der erfahrenere Rios auch mal über den Geldbeutel hinaus denkt. Das sorgt für einige witzige Dialoge, in denen sich Salem über Rios lustig macht. Auch nicht schlecht ist die Stelle, an der Salem mitten im Gefecht eine Diskussion über den besten Rapper des WuTangClans anfängt. Auch wenn kaum eine Figur über ihr Klischee hinaus kommt, so macht es doch Spaß, den Charakteren bei ihrer Entwicklung zuzusehen, immerhin spannt die Story des Games satte 15 Jahre. Etwas enttäuschend sind die Antagonisten, die nur spät und dann zögerlich präsentiert werden. Der vollkommene Verzicht auf einen finalen Climax hinterlässt allerdings eine gewisse Leere in der ansonsten ganz passabel präsentierten Geschichte.
Arm off, too
Aber all dies nützt ohnehin nichts, wenn die Action nicht stimmt. AoT ist ein Shooter aus der ThirdPersonSicht. Zu Beginn der Kampagne sucht ihr euch aus, ob ihr Salem oder Rios bewegen wollt, das könnt ihr in den Optionen allerdings jederzeit wieder umstellen. Einen Unterschied macht es nicht, die beiden Kämpfer steuern sich identisch. Dies ist etwas schade und wurde in „Conflict: Denied Ops“ besser gemacht. Um es aber vorweg zu nehmen: Weitere Pluspunkte kann CDO im Vergleich zu AoT nicht mehr sammeln.
Two, was ich dir sage!
Ein Two-torial (sorry) soll euch die Steuerung beiingen, dieses ist allerdings viel zu kurz, um alle Kniffe und Techniken zu erklären. Grundsätzlich erfolgt die Steuerung wie in jedem anderen Shooter mit Hilfe der beiden Analogsticks, links Bewegung, rechts zielen. Dreieck/Y führt eine Rolle durch oder hechtet in Deckung, Kasten/X lädt nach, X/A ist für kontextsensitive Aktionen gut während O/B eben diese wieder abicht. Mit L1/LB könnt ihr die Waffe euer Figur wechseln, mit R1/RB könnt ihr diese mit eurem Partner tauschen. Geschossen und gezielt wird mit den beiden Triggern. Soweit nichts unbekanntes dabei, oder? Interessant wird es erst, wenn das Coop-Feature des Games zum Tragen kommt. Wechseln wie bei CDO könnt ihr die Spielfiguren ingame nicht, aber ihr könnt euren Partner jederzeit anweisen. Dies läuft über das Digikreuz. Die Optionen sind Vorstürmen, Position halten und Folgen, jeweils passiv oder aggressiv. Und euer Partner führt diese Aktionen auch immer aus. Ob er jetzt Deckung suchen oder voll attackieren soll, beides macht er ohne Umschweife. Manchmal ein wenig zu stürmisch. Gebt ihr den Befehl Vorrücken ein, so rückt er vor. Ohne Rücksicht auf Verluste. Da kann eine ganze Armee vor ihm warten, zu keinem Zeitpunkt fällt unserem Mann ein, zu zögern. Wenn er stehen bleiben soll, dann bleibt er stehen. Manchmal mitten auf dem Schlachtfeld, weil grad keine Deckung in Sicht war. Im Singleplayermodus müsst ihr daher immer schön auf zwei Charaktere achten! Der andere tut zwar, was ihr sagt, aber wenn ihr was Dummes oder gar nichts sagt, ist er hoffnungslos verloren.
Das Mittel zum Erfolg ist Aggro bleiben!
Eines der wichtigsten Elemente im Spiel ist die Aggroanzeige. (Jetzt ohne Witz, die heißt wirklich so.) Hierbei geht es darum, welcher euer Helden gerade die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich gezogen hat. Feuert Salem aus allen Rohren auf einen Gegner, so konzentriert sich dieser auf Salem und ignoriert Rios. Das kann Rios nun wiederum nutzen, um sich langsam an den Gegner heran zu schleichen und ihn von hinten aufs Korn zu nehmen. Auf diese Art müssen gepanzerte Gegner oder Geschütztürme erst abgelenkt und dann flankiert werden. Ob ihr jetzt der Künstlichen Intelligenz Anweisung gebt, den Gegner in Schach zu halten oder es selber macht und dann euren Mann losschickt, spielt keine Rolle. Es funktioniert in beiden Fällen sehr gut. Wenn ihr die Gegner extrem lange in Schach halten konntet, könnt ihr sogar den Overkillmodus zuschalten. Wie eine unbesiegbare Übermacht metzeln sich eure Söldner nun in Bullettime durch die Gegner. Der Zeitlupeneffekt tritt auch ein, wenn ihr von Feinden umzingelt seid und euch Rücken-an-Rücken der Überzahl stellt. Der Back-to-Back Modus wird aber vom Spiel automatisch gewählt ohne dass ihr ihn aktiv auslösen könnt.
Erwähnenswert sind außerdem die Möglichkeiten, per Fallschirm zu landen und sowohl den Schirm als auch den Schützen zu steuern (im Falle der PS3 sogar über SixAxis) sowie die Fahrzeuge im Spiel, bei denen einer fährt während der andere schießt. Letzteres ist allerdings seit „Halo“ Standard. Findet ihr Schilde, so kann ein Söldner Deckung geben während der andere sich hinter ihm hält und gezielte Feuerstöße abgibt. Auch die gute alte Räuberleiter findet sich im Spiel wieder. Erleidet einer eurer Helden zu viele Treffer, so muss ihn der andere retten. Auch das ist altbekannt, aber in AoT können beide Partner während dieser Aktion noch weiter schießen. Während Rios also Salem heilt, kann Salem nach wie vor feuern und so Rios die Zeit geben, die er aucht, um ihn zu heilen. Eine tolle Neuerung, die das Game deutlich einfacher macht. Alles in allem haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben, den beiden Helden eine Vielzahl von gemeinsamen Manövern zu spendieren.
Come two where the power is
Bewaffnet sind Rios und Salem mit einer Reihe von Scharfschützengewehren, Raketenwerfern, Pistolen und natürlich Maschinengewehren. Vor und an Schlüsselstellen während der Missionen könnt ihr das Geld, das ihr als Söldner verdient habt, in neue Bewaffnung investieren. Dabei sind die Waffen sehr ausbalanciert, die Überwaffe findet sich nicht im Spiel. Einige sind zwar akkurat, aber schwach, andere sind, naja was wohl, stark aber unpräzise. Auch wie stark eure Feinde auf die Waffen reagieren und wie die Geschosse das Aggrometer beeinflussen will bedacht werden. Wenn ihr die Aufmerksamkeit der Gegner nicht ablenken könnt, funktionieren eure Strategien nicht. Ihr könnt eine Pumpgun unter euer MG schrauben, das senkt aber die Präzision. Schalldämpfer eignen sich gut, um die Feinde zu töten ohne das Aggrometer auf sich zu ziehen, das wird aber leider mit einer verminderten Durchschlagskraft erkauft. Viele Faktoren spielen daher bei der Wahl eine Rolle. Schade, dass man das Gleiche nicht mit der Rüstung gemacht hat. Es gibt zwar drei Versionen, diese schaltet das Spiel aber automatisch frei. Ebenso gibt es verschiedene Masken zu kaufen, diese haben aber keinen Einfluss auf das Spiel an sich und so stellt sich die Frage, warum man 10.000 Flocken für Masken ausgeben soll, die man während des Games ohnehin kaum sehen kann. Ebenso keinen Einfluss auf das Spiel scheinen die Teaminteraktionen zu haben. Ihr könnt mit eurem Partner die Waffe tauschen oder ihm euren Gemütszustand vorführen in Form eines Abklatschers oder Headbutts. Kurz nach dem Tutorial aber könnt ihr diese Optionen vergessen und ihr werdet sie niemals im Spiel vermissen. Setzt ihr sie doch mal ein, weil ihr euch kurz vor Ende erinnert habt, so stellt ihr fest, dass das Ganze zwar witzig aussieht, aber keinen wirklichen Unterschied macht.
Army of Six… moment Mal…
Mit all diesen Waffen und Möglichkeiten ausgestattet bewegt ihr euch nun durch die sechs Missionen, die vom Design natürlich stark auf Coop ausgelegt sind. Will heißen, an vielen Stellen findet ihr Deckung und Möglichkeiten zum Flankieren, sich trennende Wege und dergleichen. Viele Situationen lassen sich daher auch nicht wie in einem herkömmlichen Shooter durch blindes Nach-vorne-Stürmen lösen. Das haben die Entwickler in jedem Fall löblicherweise verhindert. Verlaufen kann man sich dank des GPS auch nicht. Per Druck auf die Select Taste könnt ihr den Navi aktivieren. Er zeigt euch Objekte, Ziele, Schilde, Geschütze und per Pfeil sogar den Weg an, den ihr einschlagen sollt. Sehr hilfreich. Für Leute, die gerne erkunden wahrscheinlich schon eine ganze Spur zu hilfreich.
Two much for you?
Das ist nun eine ganze Menge, das man beachten muss. Wie funktioniert das Ganze nun in der Praxis? Die Antwort ist: Erstaunlich gut. Zunächst mal funktionieren die Fundamente eines jeden Games. Die Steuerung ist exakt und absolut präzise, das Zielen geht leicht von der Hand, die Waffen haben kaum Recoileffekte und das gezielte Töten von Gegnern in mittleren Entfernungen stellt zu keinem Zeitpunkt ein Problem dar. Hervorragend ist auch das Coversystem. Wie bereits in „Kane and Lynch“ suchen Salem und Rios automatisch Deckung hinter Wänden, wenn ihr sie nahe genug heran bewegt. Im Gegensatz zu „Kane and Lynch“ funktioniert es hier auch. Euer Held lehnt sich leicht an die Wand, kann aber ohne Zeitverzögerung sofort wieder abgezogen werden. Per Druck auf den linken Trigger springt er schnell hervor für ein paar schnelle Schüsse. Auch das blinde Feuern, um den Gegner in Schach zu halten lässt sich so kinderleicht ausführen. Dieses dynamische Deckungssystem legt den Grundstein dafür, dass der Rest des Spiels überhaupt noch funktionieren kann. Und das tut er. Flankieren, den Kollegen retten, im richtigen Moment den Gegner anlocken, nur damit der Partner ihm in den Rücken fallen kann: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geht das alles leicht von der Hand und dann macht es einen Heidenspaß. Auch alle anderen Elemente wie die gelegentlichen Fahrten im Hovercraft oder das gegenseitige Leben retten, selbst die aus „Splinter Cell“ bekannte Räuberleiter passen ins Bild. Das GPS verhindert Frust und der Back-to-Back Move ingt echtes Hollywoodfeeling ins Spiel.
Sofern ihr die KI richtig anweist, also nicht mitten in eine gegnerische Armee stürmen lasst, erweist diese sich wie schon erwähnt als erstaunlich hilfreich. Nie macht euer Mann irgendwelche Fehler, bei denen man sich die Haare raufen muss. Nie kostet er euch den Sieg. In dieser Qualität sah man KI ganz selten. Die entsprechende KI der Gegner ist deutlich niedriger. Klar, sie flanken, was das Zeug hält und suchen Deckung, aber oft genug rennen sie anschließend wie ein Hühnerhaufen durch die Gegner, springen hinter der Deckung hervor und ignorieren den nicht aktiv feuernden Söldner nahezu komplett. Das Aggrosystem funktioniert ein bisschen zu gut.
Two-sche
Es ist natürlich nicht alles Gold, was eine gelbe Farbe aufweist. Zum einen sind die Level fast schon zu sehr auf offensichtliche Zusammenarbeit ausgelegt. Zu zufällig erscheint es, wie viele Deckungsmöglichkeiten im Spiel untergeacht sind und wie alle Geschütztürme so aufgestellt sind, dass man sie bequem flankieren kann. An vielen Stellen erscheint die Anzahl der Gegner, die einen attackieren, geradezu lächerlich hoch. Von allen Seiten kommen neue Feinde an. Bei jedem Rückweg werden neue Gegner angeliefert. Das wird ausgeglichen dadurch, dass eure Helden eine perverse Anzahl an Kugeln einstecken können. Panzer hin oder her, aber selbst Granaten und Raketen verpuffen nahezu wirkungslos. Auf dem höheren Schwierigkeitsgrad, der freispielbar ist, relativiert sich das ein wenig. Freilich ändert das alles nichts an einer Sache: Im Prinzip klingt das Zwei-Mann-Konzept cooler als es tatsächlich ist. In der Praxis ballert ein Mann blind durch die Gegend, füllt dadurch die Aggroleiste während der andere außen rum marschiert und alles von der Seite oder hinten erschießt. Das ist auf einen Nenner geacht alles an Taktik, was das Spiel erlaubt. Das heißt nicht, dass das keinen Spaß macht, nur sollte niemand auf die Idee kommen, hier könne er ausgeklügelte Strategiezüge vollführen. Ablenken und flankieren, das ist „Army of Two“.
Auch two, mein Sohn Brutus?
Grafisch ist das Game über weite Strecken leider eher unspektakulär. Die Lokalitäten sind zwar abwechslungsreich, aber das meiste hat man in anderen Games schon gesehen. Mündungsfeuer und Kugelhagel machen nicht besonders viel her, die Charaktere in den Sequenzen sehen etwas nach Plastik aus. Dafür stimmen allerdings die Animationen der beiden Helden. Weich und geschmeidig bewegen sich Rios und Salem durch die Missionen. Auch deren Gesichter sind sehr detailliert, aber leider zu 90% der Zeit von Masken verdeckt. Die Explosionen sind in Ordnung, aber nicht beeindruckend, Sterbeanimationen sind hin und wieder ganz nett anzusehen. Die Umgebung trägt Spuren der Projektile davon, zericht aber in den seltensten Fällen. Minimale Blutspritzer signalisieren Treffer, mehr aber nun wirklich nicht. Eure Feinde zeigen keine Einschusslöcher und bluten rücksichtsvoll wie sie sind nicht auch die Umgebung voll. Gegen Ende des Spiels aber beeindruckt urplötzlich das Wasser, das sehr gut aussieht.
Beim Sound vermissen wir definitiv etwas mehr Heroik. Die Musik bleibt meist etwas im Hintergrund, unterstützt die Action ein wenig, geht dann aber im Dialog der Helden und der allgemeinen Action unter. Zu schwach klingen leider wieder einmal die Waffen. Wann endlich kommt „Black 2“ raus und zeigt uns, wie utal eine kleine Handfeuerwaffe tatsächlich klingt? Dafür ist die Synchronisation überaus gelungen, wenngleich sie in der deutschen Fassung nicht mehr wirklich synchron ist. Deutliche Zeitverschiebungen zwischen Lippenbewegungen und Sprache von mehreren Sekunden trüben das Bild. Die Sprecher aber sind passend ausgewählt und leisten einen hervorragenden Job. Allen voran sind Rios und Salem sehr gut getroffen. Nur die Übersetzung scheint manchmal etwas zu haken. Kann man „He’s a little unstable.“ wirklich mit „Er ist etwas unsicher.“ übersetzen? Jedenfalls sollte man es nicht. Wer das Original bevorzugt, der kann beruhigt sein. EA hat sich entschieden, die englische Version mit auf den Scheiben unterzuingen. Gespeichert wird an fair gesetzten Checkpoints, die Ladezeiten könnten ein wenig kürzer sein, wenn man bedenkt, dass das Game doch eher klein und linear ist. Insgesamt ist die Technik gerade noch im überdurchschnittlichen Bereich, aber keineswegs revolutionär.
Army in Two-Hours durchgespielt?
Der Umfang des Games lässt klar zu wünschen üig. Schlappe sechs Missionen, von denen die erste als halbes Tutorial noch nicht einmal voll zählen kann, beschäftigen kaum länger als sechs Stunden. Wiederspielwert ergibt sich zwar durch den dritten Schwierigkeitsgrad sowie das Waffenarsenal, das man sich durch mehrfaches Durchspielen aufbauen kann. Trotzdem bleibt die Kampagne selbst für heutige Verhältnisse viel zu kurz. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar generell einstellbar, aber AoT bleibt eines der leichteren Spiele. Eure Helden halten viel aus, sind wahre Meisterschützen, können sich bei Gefahr gegenseitig wieder zum Leben erwecken und sie können ihren Tod vortäuschen und sich so komplett heilen. Denn selbstverständlich ist die regenerative Gesundheit wieder mit im Spiel. Letztgenanntes Feature ist sicherlich eines der coolsten des Spiels, seltsam nur, dass die Gegner sofort wissen, wenn ihr wieder aufsteht, obwohl sie euch gar nicht im Blick hatten.
Spielst two mit mir?
Als Coop-Spiel aber ist AoT sowieso besser angedacht mit einem Freund gespielt zu werden. Eine etwas bittere Pille muss dafür aber gleich zu Anfang geschluckt werden. Das Game ist in der PAL Version nicht mit der amerikanischen kompatibel. Das limitiert die Zahl potentieller Verbündeter und ist sehr ärgerlich. Unverständlich außerdem, zeigen doch genug andere Spiele, dass man durchaus mit Amerikanern gute und stabile Verbindungen aufbauen kann. Zum Zeitpunkt des Testes war das Game noch nicht offiziell erhältlich, sodass es sehr schwer war, ein Spiel zum Laufen zu ingen. Das sollte sich in den nächsten Tagen aber ändern. Wie nicht anders zu erwarten macht AoT im echten Coop erst so richtig viel Spaß. Statt „mühselig“ (so schlimm ist es wie dargelegt ja gar nicht) den Partner zu kommandieren kann man so mit einem Menschen zusammen agieren, der selbständig arbeiten kann. So kann man sich auf die Gegner konzentrieren, ohne gleichzeitig auf den Status des Kollegen achten zu müssen. Headset ist dabei allerdings Pflicht, denn ohne permanente Kommunikation mit dem Partner ist das Game nicht spielbar. Der Spielspaß aber steigt exponential an, wenn man zu zweit agieren kann. Dazu gibt es quasi als reinen Bonus noch einige Versusmodi. Hier muss man entweder Leute retten oder eliminieren, alles um noch mehr Geld zu verdienen. Dass man nur auf vier Maps beschränkt ist, ist etwas schade, aber höchst wahrscheinlich wird es noch die eine oder andere Karte zum Runterladen geben.
EA wollten etwas völlig Neues im angeblich stagnierenden Shootergenre kreieren. Naja, ob „Army of Two“ jetzt wirklich etwas komplett Neues bietet, sei dahin gestellt. Aber das Coop-Prinzip macht durchaus einiges her, das Setting ist stimmig und trotz recht komplexer Steuerung ist das Spiel eingängig und gut spielbar. Deckungs- und Zielmechaniken sind astrein umgesetzt und funktionieren zuverlässig. Dazu kommen die coolen Charaktere, mit denen man trotz der etwas seichten Story gut mit fiebern kann. Einen Hauch von Hollywood spürt man jedenfalls.
Als Solospieler kann man schon einiges an Spaß aus AoT rausholen, dank motivierenden Waffensammelns und einer über weite Strecken sehr guten PartnerKI, aber der wahre Spielspaß liegt natürlich online. Fans von Coop-Spielen müssen AoT daher schon fast im Haus haben. Auch wenn dem Game noch der letzte Feinschliff zum absoluten Toptitel fehlt, sei es die verbesserungswürdige Grafik, der viel zu geringe Umfang oder Features, die im Ansatz stecken geblieben sind, aber das, was EA abgeliefert haben, ist grundsolide und jeder Aspekt, den die Entwickler unteringen wollten, funktioniert auch so wie vorgesehen. Das allein hat schon Seltenheitswert. Wer Action sucht, mal wieder einen soliden ThirdPersonShooter aucht oder mit einem Freund die Welt retten will, sie alle sollten AoT dringend mal ansehen.
Kommentare (23)
Ben Man
Daniel Pook
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Bart Wux
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