Beyblade - VForce Super Tournament Battle
09:52 Uhr - Manga Kenner wird Beyblade sicher ein Begriff sein. Die gleichnamige Animeserie läuft werktags auf RTL II und handelt vom einem "Kreiselspiel". Mit Beyblade: VForce Super Tournement Battle ist es nun möglich, dies virtuell nachzuspielen. Ob etwas aus dem nicht allzu spannend klingenden Spielprinzip geworden ist, werdet ihr in diesem Test erfahren. Startet ihr das Spiel, und beginnt ein neues Spiel müsst ihr euch einmalig für einen männlichen, oder weiblichen Charakter entscheiden, dem ihr natürlich auch einen Namen geben könnt. Zu guter letzt wählt ihr euch nun einen, von anfangs vier Kreiseln aus. Im sehr japanisch angehauchten Hauptmenü, welches eine Lobby darstellen soll, könnt ihr nun zwischen den Modi Wettkampf, Freikampf, 1SP-Spiel, 4 SP-Spiel, dem Shop, der Galerie, oder den Optionen entscheiden.
An Eintönigkeit kaum zu überbieten
Neben dem Wettkampf Modus könnt ihr im Freikampf gegen einen Beyblader antreten, und so trainieren. Natürlich bekommt ihr hier für einen Sieg keine Prämie. Im 1SP-Spiel gibt es zwei Varianten, Teamkampf und 10 Kämpfe. Beim Teamkampf besteht ein Team aus vier Beybladern auf eurer Seite und ihr tretet gegen vier Beyblader des Computers an. Ihr wählt also vier Spielfiguren und die Spielreihenfolge. Im Wettkampf-Stil wird nun das Match ausgetragen. Verliert also das erste Mitglied des Teams, übernimmt das zweite Teammitglied seinen Platz usw. Die Niederlage des letzten Mitglieds bedeutet die endgültige Niederlage des Teams. In 10 Kämpfe müsst ihr 10 Kämpfe gegen zufällige Spielfiguren austragen, in denen ihr kein Match verlieren dürft. Insgesamt ist der Umfang des gesamtes Spiel wirklich extrem mager und nicht den Preis wert.Im Shop könnt ihr euch mit Beyblader-Teilen zudecken. So könnt ihr aus über hundert Stück, die ihr entweder gewonnen, oder gekauft habt, auswählen. Denn so ein Beyblade besteht aus sechs Bauteilen: Einem Bit Chip, dem Power-Ring, dem Gewicht-Ring, der Kreiselscheibe, die Blade-Basis und dem Starter. Je nachdem, wie gut die Teile sind, können sie die Angriffs-, Verteidigungswerte, oder die Drehgeschwindigkeit verbessern. Komischerweise kann man am Anfang alle Teile direkt kaufen, was den schon so geringen Spielspaß noch etwas verkleinert. Denn wenn man direkt nach wenigen Kämpfen schon den ultimativen Beyblade hat, stellt das Spiel keine große Herausforderung dar. Außerdem könnt ihr ein gekauftes Teil nicht mehr verkaufen, vielmehr müsst ihr es durch ein besseres ersetzen. Insgesamt drei Kreisel könnt ihr bauen.
Auch zu mehreren erschrecklich langweilig
Optisch ist Beyblade wirklich eine große Katastrophe und auf keinen Fall GameCube würdig. Denn das Spiel würde locker auf einer PlayStation 1 laufen. Die sehr unspektakuläre Anime Präsentation mit lächerlichen Effekten, billig aussehenden Beyblades sowie sehr sterilen Arenen ist wirklich peinlich. Zum Glück gerät das Spiel nicht ins Ruckeln, was bei so einer schlechten Optik noch peinlicher wäre. Die Ladezeiten halten sich zum Glück noch im Rahmen, was aber bei der Grafik nicht sonderlich schwer ist. Das Fehlen des 60 Hz-Modus rundet die miserable Grafik ab. Soundtechnisch ist der Titel auch alles andere als gelungen. Der Sound dudelt nämlich sehr unspektakulär im Hintergrund. Die wirklich peinlichen Kommentare des Kommentators werden direkt nach dem ersten Hören wirklich nervig. Eine Dolby Pro Logic II Unterstützung hat das Spiel auch nicht zu bieten (Anmerkung des Redakteurs: Was soll da bitteschön besser aus den Boxen rauskrachen?).Eine Empfehlung für Beyblade: VForce Super Tournement Battle können, und wollen wir nicht aussprechen. Denn das Spiel ist wirklich mies. Das extrem schnell eintönig werdende Gameplay, die stupiden Arenen, die unspektakuläre Grafik, sowie der schlechte Sound geben ihr bestes dazu, dass das Spiel sehr schnell langweilig wird. Man sucht vergebens nach Abwechslung. Einzig Positiv in Erscheinung getreten ist die einfache Steuerung, sowie das Baufeature der Beyblades, wobei das wegen des direkten Kaufs der Top-Bauteile wirklich einzuklammern ist. Sogar Beyblade-Fans sollten Probespielen, alle anderen sollten noch nicht einmal mit dem Gedanken spielen, sich dieses Stück "Software" (darf man das überhaupt so nennen?) zu kaufen. Ein Spiel, wofür die Rohstoffe, die für die Disc aufkommen mussten, zu schade sind.Was hier mit Beyblade gelungen ist, ist einfach nur zum Haare raufen. Was hat die Entwickler überhaupt dazu gerieten, so ein Spiel in Entwicklung zu nehmen? Schon im richtigen Leben ist das Kreiselspiel wenig amüsant und geht einem nach wenigen Minuten auf den Wecker. Sowas noch als Lizenz-Spiel für einen Vollpreis von 60 Euro zu vermarkten ist mehr als dreist. So gut wie garnichts ist positiv in Erscheinung getreten und die negative Seite überwiegt stark. Finger weg davon!
Bewertung
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