Call of Duty: Black Ops
Februar 1968, Huong River, Vietnam - "Mayday, Mayday!" - Ich werde in einem Flugzeug wach und bin feucht. Mit letzter Kraft ballere ich mit meiner Pistole aus dem Fenster, ich stehe unter Beschuss. Das Wasser steigt. Ich sinke! Die Tür muss dran glauben, ich klettere aus dem Schlamassel und gerate direkt ins nächste.
Sofort packe ich den Vietcong, der oben auf mich gewartet hat, nehme ihn als menschliches Schutzschild und siehe da... mein Adrenalin scheint mir einen Zeitlupenmoment zu gewähren (nicht unrealistisch, wie ich bekanntlich kürzlich von Jason Statham erfahren durfte). Inklusive Bullet-Time-Kugelflug-Headshot beim letzten verbliebenen Gegner. Ich bin nicht der einzige Überlebende, zwei (K.I.-)Freunde begleiten mich und wir schwimmen, tauchen und schleichen durch die grün-braune Hölle. Immer beobachte ich, wie meine Kollegen geschickt und unbemerkt von hinten feindliche Wachleute überwältigen. Ich selber töte einen schlafenden Vietnamesen, indem ich ihm die Kehle durchschneide. Klingt hart, aber das Gewehr in seinen Armen implizierte mir, dass er nicht minder unzimperlich mit mir umgegangen wäre. Meine Kollegen und ich trennen uns, sprechen einen Treffpunkt ab, um das Camp von mehreren Seiten zu säubern. Einmal schwimme ich vorsichtig voran, als auf einmal ein Fenster aufgeht und ein blutender Körper vor mir ins Wasser klatscht. Gute Arbeit, Jungs! Doch das effiziente Schleichen endet schon bald: Eine Explosion - was folgt sind hitzige Feuergefechte mit ganzen Gegnerhorden. Move & Cover, so wie man es von Call of Duty kennt. Ein großes Geschütz will ausgeschaltet werden, dafür liegt rein zufällig ein Raketenwerfer bereit. Auch auf diese Gesetzmäßigkeit ist im neusten Serienteil also Verlass.
Blut im Visier zeigt mir an, wie stark ich verwundet bin. Die üblichen Munitionsanzeigen, einen Kompass und Wegpunktemarkierungen befinden sich ebenfalls stets im Blick. Wir wandern weiter, sprengen eine verborgene Tunnelöffnung hinter dem Camp. I take a leap of faith... und 'ne Taschenlampe. Unten im Höhlensystem erschieße ich beinahe zwei weitere überlebende Verbündete, die dort herumkauern. Die Lampe hat sich jetzt schon gelohnt. Leider kann ich einen von ihnen dann doch nicht retten, da ein Vietcong aus dem Verborgenen heraus blitzschnell dessen Kehle durchschneidet. Nicht, dass mich das sonderlich berührt hat. Ich kannte den Mann ja gar nicht. Trotzdem nährt so etwas natürlich die Angst um mich selbst. Es ist dunkel, von überall her ertönen gruselige Geräusche und Stimmen... DA! Dieses Mal reagieren meine Kumpel geistesgegenwärtig. Die blutende Leiche des hinterhältigen Angreifers treibt binnen Sekundenbruchteilen in einer großen Pfütze vor sich hin.
Zeitsprung - Es folgt die von der E3 bekannte Szene, die den Spieler nach einem kurzen Gefecht ans Steuer eines Helikopters lässt, den man selber manövrieren darf. Es knallt, es bummt, es behält seine Schlauchlevelstrukturen bei und sieht trotzdem im wahrsten Sinne des Wortes riesig aus. Man darf vom Heli aus sogar Gebäude in Stücke schießen! Am Feuer der explodierenden Bodenfahrzeuge kann man sich kaum satt sehen. Wie gut, dass uns Call of Duty: Black Ops so viele davon auf dem Silbertablett serviert. Anschließend folgt ein Helikopterduell, das für mich leider gescripteter Weise tödlich endet. Trotz dieser kleinen Enttäuschung am Ende - immerhin ist das mit dem Sterben nie sehr erfreulich - hat sich den Ersteindruck weiter verfestigen können, dass Black Ops mit einer weniger dümmlichen Story im Rücken tatsächlich das Potenzial dazu hat, den nichtsdestoweniger intensiv-actionreichen Solomodus von Modern Warfare 2 in seinen Schatten zu stellen.
(Dies war nur ein kleines Update des Vorab-Eindrucks von Call of Duty: Black Ops von der gamescom 2010. Für unsere ausführlichere Vorschau mit weiteren Infos, bitte einmal hier klicken!)
Die Prestige Edition
Ferngesteuerte Autos sind die neuen Nachtsichtgeräte. Zumindest würde man das modischer Weise so sagen, denn ein Funk-Auto im Design der explosiven Mini-Buggys aus Call of Duty: Black Ops wird der Prestige Edition des Spiels beiliegen. Aaaaber damit noch nicht genug, denn es handelt sich dabei um mehr mals nur ein nett anzuschauendes Spielzeug. Der kleine Flitzer verfügt über eine angebaute Videokamera für farbige Bild- und auch Tonaufnahmen.
Die Fernsteuerung des Autos hat eine Reichweite von 200 Fuß, also knapp 70 Metern. Was zum Spannen ausreichen würde. Als Vorjahres-Prestige-Käufer sitzt man dann bald wohl mit Nachtsichtgerät nachts im Busch und lenkt sein kleines Kamera-Auto unter die Röcke schöner Frauen... Regel Nr. 3 im echten Leben also!
Über das putzig-praktische Gefährt hinaus hat die Prestige Edition auch die Inhalte der Hardened Edition zu bieten:
- Black Ops Limited Edition Medaille
- Black Ops Avatar Outfit (wohl nur Xbox 360, vermutlich eher Home-Outfit auf PS3)
- Vier zusätzliche Koop-Maps (Portierungen der Zombie-Karten aus World at War)
- Tinbox im Spezialdesign
Preisangaben sind noch nicht erhoben worden, beide Spezialversionen des Spiels sollen allerdings am 09. November zeitgleich mit dem normalen Hauptspiel in die Läden kommen. Die Sammler-Editionen von Modern Warfare 2 kosteten zum Release in den USA $80 bzw. $150.
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Kommentare (15)
Hugo01
Ich freu mich drauf.
toul81
BEEbox
Kampfwurst2
COD ist ein Phänomen. erst fluchen alle drüber und dann lieben es wieder alle holen es sich zu einem überteuerten Preis und regen sich dann über die Idioten auf die im Multiplayer sind.
*rofl*......genau so ist es *lol*
Kampfwurst2
Ich verstehe das ja selber nicht, vorn paar wochen haben 60% der leute hier gesagt es sei eh wieder dasselbe und sie holen es sich nich oder später, aber jetzt sind alle hellauf begeistert. Ich mags ja jedem gönnen aber ich spiel eh nur die Kampagne da lohnt sich das Game einfach nicht.
MachDichNass
Verstehe das Ferngesteuerte Auto in einem Spiel ab 18J. sowiso nicht, oder ist hier ein über 18J. der damit spielen will??
(natürlich gibts ferngesteuerte autos auch als spiert, jedoch ist dieses ein Kinderkram.)
MachDichNass
Cod ist nicht gleich Cod.
MW2 fand ich sehr eintönig nach ca. 2 Monaten habe ich es nichtmehr gespielt, jedoch bei WorldatWar war das anders.
Ausserdem hoffe ich auf einen guten SP, der von MW2 war die Katastrophe (für mich) + Zombiemod, in dem ich wohl zu 80% meiner Onlinezeit verbracht habe.
Jägerfisch
Kampfwurst2
Hab die Demo von COD MW2 gespielt und es ist einfach MW1. Klar die Inszenierung ist wie immer brachial und bombastisch aber ansonsten flacht es einfach zu sehr ab. Der Zombiemodus tönt natürlich geil und wäre bei mir wohl das einzige das für Langzeitmotivation sorgen würde, aber dafür hab ich L4D2.