Call of Juarez: The Cartel
Bisher dachte ich, es wäre eine gute Entscheidung gewesen, meine Seele an AreaGames zu verkaufen. Allerdings vergisst man schnell, dass jeder verlockende Deal einen Haken hat. Neben Ruhm und Macht muss man eben auch Tests schreiben, diesmal zu Call of Juarez: The Cartel. Old school Western ist passé. Willkommen im Neuen Wilden Westen, Pendejos!
Mit Call of Juarez: The Cartel veröffentlicht Ubisoft den dritten Ableger der Serie und verfrachtet die Cowboys mitten in den mexikanischen Drogenkrieg der Gegenwart. Natürlich dreht sich dabei alles um Gewalt, Sex und Korruption. Ihr seid Mitglied einer Spezialeinheit, die von der Regierung in Washington zusammengestellt wurde, um das Kartell zu zerschlagen, welches einen Bombenanschlag auf eine amerikanische Vollzugsbehörde verübte. Dabei könnt ihr euch für einen der drei Protagonisten Ben McCall, Kim Evan oder Eddie Guerra entscheiden. Jeder von ihnen hat eine eigene Hintergrundgeschichte, die auch während der Missionen zum Tragen kommt. So geht ihr innerhalb eines Auftrages persönlichen Interessen nach und löst Aufgaben, die Erfahrungspunkte bringen und neue Waffen freischalten. Um erfolgreich zu sein dürft ihr euch aber nicht von den Kollegen erwischen lassen.
Die Protagonisten machen dabei einen unsympathischen bis charakterlosen Eindruck und nerven konsequent mit dämlichen Sprüchen, die sie alle paar Sekunden penetrant wiederholen. Ständig muss man sich anhören, dass man ohne seine Kollegen wahrscheinlich schon längst das Zeitliche gesegnet hätte. Prolliges Gerede und pseudo-cooles Geschimpfe ergänzen das stumpfe Niveau. Interessanter Nebeneffekt: Nach dem exostischen Ausflug in die Unterwelt bei Shadows of the Damned und den Schießbuden-Abenteuern in Call of Juarez habe ich das Gefühl, problemlos Spanier in ihrer eigenen Muttersprache beleidigen zu können. Videospiele sind eben doch sehr lehrreich. Die Qualität bei der Synchronisation schwankt stark und wird ihrem Namen eigentlich nicht gerecht. Dazu kommt die absurde Betonung der Sprecher sowie lange Pausen in den Dialogen, welche den Spielfluss zäh wirken lassen. Schaltet man den Untertitel ein, fällt auf, dass dieser manchmal erscheint ohne dass im Spiel überhaupt etwas gesagt wurde. Komischerweise ist man während des Zockens viel mehr damit beschäftigt sich über die merkwürdigen Bugs zu amüsieren als der Story zu folgen, die mich nicht so recht mitreißen konnte.
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Kommentare (15)
toul81
hab es mir gott sei dank nicht mehr gekauft. echt traurig was sie mit call of juarez gemacht haben
Schokotier
wirklich schade, der erste teil war super...
yelloosnow
so geil der trailer auch war.. rip. wenns keine demo gibt oder ein freund besorgt werd ichs wahrscheinlich nie spielen.
Fatzke92
Dachte mir schon das so eine Wertung entstehen wird, wenn nicht sogar schlechter...
Ich war wirklich schockiert als ich die ersten Gameplay-Videos von The Cartel gesehen hab. Spiele gerade erst wieder Teil 2 auf der Xbox durch, welcher zwar nicht an den genialen Erstling herankommt aber trotzdem ein klasse Spiel ist.
itsmethemojo
@oskar habt ihr die kampagne auch im coop getestet? das macht nach meiner erfahrung (bisher 2mal durchgezockt :D ) den eigentlichen reiz aus, allein kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen
salasar
uuuuuuu wie böse... das Dead Island von den gleichen machern ist sorgt nicht gerade für hoffnung :-(
Oskar Krause
@ itsmethemojo
Ja, hab es mit Alex gespielt - das war auch lustiger. Aber das lag mehr an Alex als am Spiel :D
KeksDose
Na wie schön, dass Geschmäcker verschieden sind. Ich hatte Spaß mit dem Game und den Multiplayer und Coopmudus hätte man im Test auch wenigstens erwähnen können. Naja.
itsmethemojo
@oskar
:D kann ich mir vorstellen, man muss es schon spielen wollen bei der anzahl an bugs und der grafik
die kampfherausforderungen sind einfach eine zu geile idee und machen eine ganz herrliche mischung aus vs und coop, hoffe das wird in anderen spielen wieder aufgegriffen
Goblinhead
Ui, traurig. Ich habe den zweiten Teil geliebt. Ist vor allem wegen der Story und den tollen Landschaften (DIE ROCKIES!!) einer meiner Lieblingshooter. Und ich hatte nach anfänglicher Enttäuschung sogar gehofft, dass die Modernisierung funktioniert (siehe Last Man Standing mit Bruce Willis). Schade, das Spiel scheint ja nichtmal Ausleihen wert zu sein...