Capcom fürchtet Millionenschaden durch Ausfall des PlayStation Networks
Über die anhaltende Downtime des PlayStation Networks nach einer schwerwiegenden Hacker-Attacke sind nicht nur die User des Onlinedienstes frustriert, sondern natürlich auch große Publisher wie Capcom. Deren Senior Vice President, Christian Svensson, äußerte sich nun ziemlich erbost darüber in den Onlineforen des hauseigenen "Capcom-Unity"-Blogs.
"Sven" in den Capcom-Unity Foren:
- "Ich spiele ja auch privat Online an der PlayStation 3 und das kann ich jetzt nicht mehr tun. Wahrscheinlich wurden auch meine persönlichen Daten gestohlen."
- "Außerdem kaufe ich mir gerne Sachen im PlayStation Store und auch das kann ich momentan nicht machen."
- "Als ausführender Verantwortlicher eines Spiele-Unternehmens kommt für mich noch hinzu, dass Capcom der Ausfall des PlayStation Networks Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Dollars an Umsatz kostet, den wir für unser Budget eigentlich eingeplant hatten."
- "Das ist Geld von dem wir abhängig sind, um neue Spiele für unsere Fans auf den Markt bringen zu können."
- "Die Hacker scheinen Sony für irgendwelche gefühlten Ungerechtigkeiten 'bestrafen' zu wollen und in dieser Hinsicht waren sie recht effektiv. Sie bestrafen aber auch Millionen anderer Kunden und Firmen, was jedwede Sympathien für die 'Gründe' ihrer Attacken unmöglich macht."
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Kommentare (14)
TheOutlaw
Fagballs
Außerdem:
"Die Hacker scheinen Sony für irgendwelche gefühlten Ungerechtigkeiten 'bestrafen' zu wollen und in dieser Hinsicht waren sie recht effektiv. Sie bestrafen aber auch Millionen anderer Kunden und Firmen, was jedwede Sympathien für die 'Gründe' ihrer Attacken unmöglich macht."
Das!
DracoCW
Ich stelle mir gerade vor, was passieren würde, wenn man die Hacker, die dafür verantwortlich sind (sagen wir mal, es wären 10 Personen) in Mitten einen Haufen PS3 User packen würde (sagen wir mal 10 Millionen). Wieviele von den 10 Millionen PS3 Nutzern haben wohl Verständnis für die Aktionen der Hacker? Oder anders gefragt, wie viele von den Hackern würden da lebend wieder rauskommen? xD
Michael Moore
Fagballs
> Wieviele von den 10 Millionen PS3 Nutzern haben wohl Verständnis für die Aktionen der Hacker?
Wieviele der Hacker haben wohl Verständnis für meinen Baseballschläger? :D (wollte eigentlich eine Axt mitnehmen, aber man muss ja auch nicht übertreiben)
Steffen261279
2.: Warum geht Capcom Kohle verloren nur weil das PSN down ist? So oft wird Super Street Fighter 2 Turbo HD Remix nun auch wieder nicht verkauft ;)
3.: Tretet Sony halt mal in den Arsch damit die in die Pötte kommen XD
IM Carlos
Antwort: Sicher nicht, weil die Platform sicherer wäre, sondern weil sie, au Grund des kleinen Marktanteil von 5%, kein lohnendes Ziel für Angriffe darstellt.
Jetzt kann man sich als OSX-User überlegen fühlen und eine Verschiebung der MAcht wünschen, aber wäre das wirklich der Weisheit letzter Schluß?
Ich denke, dass XBL noch nicht in dem großen Maße angegriffen wurde wie PSN stellt noch keinen hinreichenden Beweis dar, dass es tatsächlich sicherer ist.
btw. Bei alljährlichen Hacker-Bewerben "pwn2own" sind regelmäßig OSX- und iOS-Geräte die, die als erste gehackt werden.
KING_BAZONG
Michael Moore
Also ich fühle mich sicher mit Windows 7...
Wenn sowas wie bei PSN bei Windows passiert wäre, das wäre ein Desaster für Microsoft, nur mal Theoretisch. Sogar die Massenmedien haben vor kurzem Berichtet das Win7 sicherer ist als die Macs.
Also ich würde mir da keine Verschiebung zu Mac wünschen. ;)
Seit dem XP setzt Microsoft groß auf Sicherheit, natürlich kann man nicht ausschliessen das
Xbox Live auch mal gehackt wird aber ich glaube in diesem Ausmaß wie auf PSN würde das nicht
passieren.
IM Carlos
Mal abgesehen davon dass mich schon interessieren würde worauf Dein "Glaube" beruht kann ich nur sagen: Glauben heißt nicht wissen.
Wenn PSN als lohnendes Ziel wegfallen würde und XBL das einzig verbleibende lohnende Ziel bleiben würde, dann würden sich entsprechende Zeitgenossen schon darauf einschießen. Zumindest DDoS-Attacken und damit ein spürbaren "Down" sollten im Bereich des Möglichen liegen.
Mein Beispiel mit OSX sollte nur zeigen dass ein großer Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit liegen kann. Offene System (PSN bietet zumindest APIs an) sind von Natur aus angreifbarer, als geschlossene Systeme. Allerdings hat sich die Taktik "Security through Obscurity" schon all zu oft als falsch erwiesen. Im Gegenteil Chrome und Android haben gezeigt, dass offene System mittels User-Mithilfe deutlicher sicherer werden, als geschlossene Konkurrenzten. Sowohl Chrome als auch Android blieben so folgerichtig in diesem Jahr bei pwn2own ungehackt.
Vielleicht sollt Sony sich Googels 1337-Programm noch mal etwas genauer anschauen ...