Cars 2
Die menschlichen Vehikel in Cars fanden durch ihre charmanten Charaktere vor allem bei den jüngeren Zuschauern großen Anklang. Doch auch ältere Geschöpfe wurden durch diese eigentümliche und so unbekümmerte Welt verzaubert. Schließlich handelte es sich ja um lebendige Fahrzeuge deren Umwelt völlig selbstverständlich existierte, ohne das ständig die eigentlich ganz offensichtliche Frage vorherrschte, wer das Ganze so ganz ohne Daumen eigentlich erschaffen haben soll. Pixar macht bei Cars 2 dabei etwas erheblich anders, wodurch der gewisse Zauber der Auto-Welt leider ein wenig verloren geht.
John Lasseter ist bekannt für seine Auto-Affinität und wollte schon immer einen Film mit fahrenden Protagonisten machen. Als Pixar-Mitgründer genießt der Herr natürlich einen besonderen Status und bekam deshalb auch die Gelegenheit tatsächlich seinen Traum zu erfüllen. Cars war geboren: Einer der schwächsten, wenn nicht sogar 'der' schwächste Film aus dem Hause Pixar. Doch gerade in die Herzen vieler kleiner Menschen schlichen sich die recht gelungenen Charaktere ein, weshalb Disney auch noch lange nach Veröffentlichung im Kino und Erscheinen auf DVD/Blu-ray durch das Merchandise hohe Einnahmen verzeichnen konnte. Da ist es logisch, dass sich Lasseter letztlich für ein Sequel entschied. Allerdings wollter er dieses mal nicht einfach nur seine Liebe zu Autos unterstreichen, sondern selbige auch gleich noch mit seiner Freude an Spionage-Filmen vereinen. Dabei herausgekommen ist Cars 2, der Agenten-Thriller rund um Lightning McQueen, Hook und Co. Doch allem voran die Handlung:
Lightning McQueen, der schnellste Rennwagen der Welt, konnte zwar nicht sein Piston Cup-Debüt (in Cars) gewinnen, allerdings räumte der schnittige Rennbolide danach ganze vier Gewinnertitel ab. Nach diesem Siegeszug wieder in seiner Heimat, Radiator Springs, angekommen, erwartet ihn vor allem sein bester Freund Hook, der Apschleppwagen, sehnsüchtig. Nachdem sich die beiden einen gemeinsamen Tag gegönnt haben, verschlägt es McQueen ohne Hook in ein schickes Restaurant mit seiner Herzdame. Hook lässt sich jedoch nicht lumpen und schleicht sich ebenfalls zum Date, da er nicht mehr von der Seite seines besten Freundes weichen möchte. In der Bar des Restaurants sieht Hook in einer Fernseh-Talkshow, dass ein neuer Cup ansteht, der von Ölmilliardär Miles Axelroid veranstaltet wird und den neuen Biokraftstoff namens Allinol promoten soll. Der steinreiche Geländewagen ist paradoxerweise nämlich zum Öko-Umwelt-Schützer konvertiert, der die ganzen Fahrzeuge dieser Welt von umweltfreundlicheren Antriebsflüssigkeiten überzeugen möchte. Lighting McQueen sagte seine Teilnahme bereits ab, bis der arrogante Konkurrent Francesco Bernoulli in der besagten Talkshow kein gutes Wort an dem Rennwagen ließ. Schwupp-di-Wupp ist er nach einem empörten Anruf ebenfalls einer der teilnehmenden Weltklasse-Vehikel. Zeitgleich beginnt auch die Spionage-Geschichte, deren Hauptpart Finn McMissile und Holley Shiftwell einnehmen. Die beiden Wagen sind auf der Spur des bösen Professors Dr. Zündapp, der einen noch unbekannten Weltherrschafts-Plan durchführen möchte. Durch diverse, zufällige Umstände und Missverständnisse tappst Hook auf einer Party in den Geheimagenten-Plot und wird von nun an für einen Undercover-Agenten gehalten. Dadurch wird der vermeintliche Nebencharakter zum Hauptdarsteller des Films...
Bei der gesamten Umwelt haben sich dabei allerdings einige Dinge ein klein wenig verändert. Während man sich in Cars schlicht an der Handlung erfreute und offensichtliche Fragen wie, 'Wer hat das eigentlich gebaut?' weder gestellt noch beantwortet wurden, rollt Cars 2 Vieles von der falschen Seite auf. Es gibt jetzt menschenähnliche Toiletten für Autos und die Wagen schlürfen Cocktails an Bars. Die Vermenschlichung wurde einen Schritt weitergeführt, wirkt dadurch aber noch unlogischer und auch unpassender. Gerade die oben bereits als Beispiel genannte Frage des Erbauens tritt bei Cars 2 ungewollt für den Zuschauer ständig in den Mittelpunkt. So fragt man sich auch bei den eigentlich genialen Szenen von Geheimagent McMissile, wer denn nun eigentlich hinter alldem steckt: Wer gibt dem klassischen Wagen die ganzen Gadgets, um einen Kampf zu überstehen? Oder sich von A nach B zu hangeln? Man merkt, dass Pixar entgegen allen vorherigen Filmen, nur an der Oberfläche einer Idee verweilt, die man doch lieber genauer hätte durchdenken müssen. Gerade den kleinen Zuschauern mag das nicht auffallen, die begleitenden Eltern werden hingegen das ein oder andere Mal angesichts der unlogischen Gegebenheiten eher verdutzt dreinschauen.
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Kommentare (6)
Drahcir1710
Pixar ist einfach unglaublich! Sei es die Art der Protagonisten oder das aussehen der Filme!
Seit eurem Podcasts 103, glaub ich, bin ich so unglaublich heiß auf diesen Film!
Ich will ihn mir unbedingt ansehen! Fast alle Pixar Filme waren mit so viel liebe vollgestopft, wie das Brot, welches einem die Mutter immer mit in die Schule gegeben hat.
Ich freu mich einfach nur, wieder einen Pixar Film zusehen! :)
Rush
Heute Nachmittag um 17:30Uhr beginnt die Vorstellung in unserem 3D Kino und ich bin davon überzeugt das es meinem Junior auf seinem Geburtstag gefallen wird. ;)
Scrub
4 Tüten wirken für die ganze Kritik ganz schön viel.
Stalkingwolf
War eben mit meiner Tochter drin.Von 3D, genau wie bei Kung Fu Panda 2, war nicht viel zu sehen. Aber der Film selber war ganz ok. Es gab eine Anspielungen auf diverse Dinge, wovon die kleineren Zuschauer allerdings nicht mitbekommen haben.
Der Flair vom ersten Teil hat natürlich gefehlt. Daher bin ich auch der Meinung, das Pixar keine Fortsetzungen ihrer Filme machen sollte und uns lieber mit neuen Ideen Überraschen sollte.
Robot7
sturmflamme
Seite 2 - Brillianz -> FAIL