Clive Barker's Jericho
11:01 Uhr - Wikipedia sagt: Clive Barker (* 5. Oktober 1952 in Liverpool, Großbritannien) ist ein bekannter Schriftsteller und Regisseur des Horrorgenres. Soviel dazu. Nunmehr tritt Mr. Barker in die Fußstapfen eines gewissen Tom Clancy und setzt seinen Namen über ein Videospiel. Herausgekommen ist ein TeambasedSurvivalHorrorFirstPersonTacticsShooter (kurz:TSHFPTS). Wir wollen sehen, ob uns ein schaurig schönes Spiel erwartet oder nur der blanke Horror.
Darf ich vorstellen: Jericho
Immer diese Einzelkinder
Eines der größten Probleme ist hierbei das Wechseln der Charaktere. Erstmal findet die Wahl in Echtzeit statt, das Game wird nicht unterochen. Im Kugelhagel ist das leider recht hektisch. Schlimmer aber ist der Effekt, der beim Wechsel eintritt. Er erinnert an eine Mischung aus „Tanz der Teufel“ und „Battlefield“. Euer „Geist“ wabert über den Bildschirm mit einem starken Verwischeffekt, sodass man kaum mitverfolgen kann, wo man gerade ist. Damit einhergehend und in Kombination mit der Tatsache, dass eure Kollegen sich auch wild auf dem Schlachtfeld bewegen ist eine gewisse Orientierungslosigkeit. Nachdem ihr im Körper des nächsten Soldaten seid, müsst ihr erstmal sehen, wo ihr euch befindet und euch anschließend in Richtung des Feindes oder besser noch Richtung Deckung orientieren. Dazu fehlt nicht allzu selten einfach die Zeit. Bevor ihr wisst, was Sache ist, ist auch das nächste Mitglied eurer Truppe hops. Einen Großteil des Games werdet ihr damit zuingen, eure Truppen zu reanimieren. Das gilt üigens alles für den Schwierigkeitsgrad easy. Das Wort sollten die Entwickler noch mal nachschlagen. Es hilft keineswegs, dass im Spiel die Nachnamen der Mitglieder eingeblendet sind, die Leute sich aber teilweise mit Vornamen anreden. So wird manchmal nach Billie verlangt. Da muss man erstmal hinter kommen, dass Billie der Spitzname von Miss Church ist. Das Game wird auch nicht leichter dadurch, dass die Gegner grundsätzlich aus dem Nichts materialisieren. Und zwar können sie dies aus allen erdenklichen Himmelsrichtungen. Ihr seid also nie sicher, ob ihr nicht jeden Moment einen Schlag in den Rücken bekommt. Weiteres Gameplayproblem stellt Kollege Jones dar. Das ist derjenige, der seinen Geist in die Körper der Feinde transferieren kann. Sowohl Kamera wie auch Steuerung in diesen Szenen sind nahe an der Unspielbarkeit. Es dauert sehr lange, bis man damit zurecht kommt. Das Schlimme ist, dass euer Körper gleichzeitig unter Beschuss ist und eure Freunde einen hundsmiserablen Job machen, euch zu schützen.
Selbst ist der Mann
Wie war das gerade, explodierende Gegner? Ja, die Viecher sind nervig, keine Frage. In vielen Spielen gibt es diese Biester und man ist immer froh, wenn man die endlich los ist. Nur, in „Jericho“ werdet ihr sie nicht los. Sie sind der zweite Gegnertyp, den ihr trefft und sie bestreiten fast jeden Kampf gegen euch bis zum Ende. Eine Explosion nimmt jedes Mitglied im Umkreis mit in den Tod. Dann materialisiert wie schon erwähnt einer direkt vor euch und der andere gleich mal im Rücken. Viel Spaß! So viel wegrennen kann man gar nicht. Nein, man kann es wirklich nicht, weil die Level viel zu eng, viel zu schlauchförmig sind, als dass man vernünftig ausweichen könnte. Bereits nach zwei Spielstunden bekommt man krisenähnliche Zustände, wenn man die Viecher auf einen zuhumpeln sieht. Überhaupt gestalten sich die Gegner schnell recht einfallslos. Einfallslos nicht vom Design her, da sind schon einige hübsch-hässliche Gestalten drunter. Einfallslos in ihrer Verwendung. Nach unendlich vielen Kämpfen mit Selbstmordattentätern kommt endlich ein schön großes Viech, das nur durch gezielte Schüsse in die Schwachstellen neben dem Mund getötet werden kann und anstatt den Kampf zu einem Bosskampf zu machen, wird dieser Gegner verheizt und kommt gleich dreimal in Folge und wird auch im späteren Verlauf immer wieder geacht. Das Prinzip ist dabei immer das Gleiche und am Ende wird immer die gleiche QuickTimeSequenz ausgelöst.Gegnerische Intelligenz ist bei solchen Feinden im Grunde schon überflüssig. Wozu aucht ein Sprengstoffattentäter Intelligenz? Auf den Gegner zurennen ist alles, was er können muss, noch dazu, wenn er Gewehrkugeln gleich magazinweise verträgt. Seine Kollegen sind da nicht besser, auf Grund ihrer waffenmäßigen Überlegenheit auchen sie ja auch keine Deckung zu suchen. Jeder Schuss ein Treffer, jeder Treffer ein Toter. Und selbst wenn einer mal drauf geht, da kommen doch gleich mal drei Kollegen aus dem Boden, die identisch aussehen, also warum sich Sorgen machen? Man muss allerdings anmerken, dass der Schwierigkeitsgrad zwar von Null auf Hundert innerhalb des ersten Abschnittes fährt, dann aber konstant bleibt. Wer also den zweiten Abschnitt erfolgreich meistert, kann das Spiel durchspielen. Schwerer wird es nicht mehr.Den größten Horror des Spiels liefern weder die Gegner noch die Kollegen. Dieser präsentiert sich in Form von SchnellZeitEreignissen. Es gibt kaum noch ein Spiel, das nicht von diesem (Entschuldigung) Mist geplagt wird, selbst in göttlichen Titeln wie „God of War“ oder „Heavenly Sword“ muss man sich zähneknirschend durch diese Fingerübungen quälen. Selbst die besten QuickTimeEvents sind nur langweilig und anspruchslos, wenn sie dann auch noch so versaut werden wie in „Jericho“ kann man als Spieler regelrechte Wutausüche kriegen. Zum einen ist die Reaktionszeit viel zu kurz. Sie ist so kurz, dass man manches Mal nicht einmal die auf dem Schirm eingeblendete Taste erkennt, geschweige denn reagieren und sie drücken kann. Dass die Tasten nicht zentral, sondern verschoben und außerdem sehr klein dargestellt sind, hilft nicht. Das Gute am Schlechten ist, dass die Tastenkombinationen immer identisch sind und man die Events so oft hintereinander versuchen kann wie man Nerven hat. Das reicht aber gerade mal, um die Disc vor einem Ende als Wurfgeschoss zu bewahren.
Mehr Blut!!! Das ist…ach ihr wisst schon…
Technisch ist das Game eine kleine Enttäuschung. Die Grafik ist extrem trostlos und farbarm. Eintönig wäre geschmeichelt. In Innenleveln fehlt es an Details. Und was sollen die komischen Rauchschwaden überall? Zugegeben, das mag alles beabsichtig sein, um ein (post)apokalyptisches Szenario zu erschaffen, andererseits hat das „Gears of War“ auch geschafft und gleichzeitig eine deutlich bessere Grafik geboten. Überhaupt scheint „Gears of War“ sehr gut vergleichbar mit „Jericho“. In beiden Spielen habt ihr nur lineare, schlauchförmige Level zur Verfügung, die kaum Raum zur Erkundung zulassen und den Spieler streng auf actionreichem Kurs halten. Wo aber „Gears of War“ praktisch ohne Ladezeiten auskam, wird in „Jericho“ geladen, was das Laufwerk hergibt. Obwohl die Abschnitte kaum größer sind als in „Gears of War“, eher im Gegenteil, dauert es ewig lange, bis der nächste Abschnitt endlich geladen ist. Die unsäglichen Schreibmaschinentexte lassen die Ladezeiten gleich noch mal so lang wirken. Wenigstens sind die Charaktere und Feinde nett designt und auch recht detailliert dargestellt. Auch die Waffen sehen recht nett aus. Der Sound hat einige atmosphärische Klänge und die Waffen klingen hart, wenngleich hier das LastGen Spiel „Black“ nach wie vor die Referenz stellt. Das Klicken beim Nachladen ist höchst befriedigend. Bei der Synchronisation hat man leider Gottes zu sehr auf den „TaffGei-Militär“ Typus gesetzt. Leicht übertrieben, aber wenigstens kann man recht schnell alle Truppenmitglieder an der Stimme erkennen. Leader Ross klingt ein wenig wie Solid Snake, ein Blick ins Handbuch belegt allerdings, dass David Hayter nicht unter den Sprechern aufgeführt ist. Das Spiel ist wahlweise auf englisch oder auch komplett auf deutsch spielbar. Die deutsche Synchro ist minimal schlechter als die englische, da die englischen Stimmen etwas härter und militärischer klingen. Da diese aber wie gesagt ohnehin etwas übertrieben sind, kann das im Zweifel auch zum Vorteil werden. Die Sprecher an sich machen einen guten Job. In Sachen Lokalisierung sicher eines der besseren Spiele.Enttäuschend ist auch der mangelnde Umfang. Wie für das Genre üblich, schafft man den Singleplayer in sechs bis acht Stunden. Einen Mehrspielermodus gibt es gleich mal gar nicht. Wozu auch? In einem Spiel, in dem man zu 99% der Zeit im Team unterwegs ist, kann man sich auch keine sinnvolle Einbindung eines Mehrspielermodus vorstellen. So nett die Story an sich auch ist, der völlige Verzicht auf eine Endsequenz jeglicher Art ist nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht des Spielers, der sich durch diesen Horror gearbeitet hat. Denn wer bis hierhin gekommen ist, hat durchaus was dafür getan. Da hätte man genauso gut ein simples „Thank you for playing“ hinknallen können. Statt Xboxlive hat man sich was anderes ausgedacht. Unter Bonuscodes findet ihr einen Zugangscode. Ruft ihr nun (gegen Gebühr) eine Hotline an und gebt diesen Code ein, könnt ihr Cheatcodes freischalten. Während die Franzosen 34 Cent pro Minute zahlen, sind es in Deutschland schon 1,24. Nur die armen Iren zahlen noch einen Cent mehr. Vorausgesetzt, sie wären so blöd, da tatsächlich anzurufen, was schwer vorstellbar ist. Für eine solche Dreistigkeit gibt es gleich noch mal einen Punkt Abzug.
Bewertung
Datenblatt - Spieletest - Trailer - Bilder - News ...
Bitte logge Dich ein, um Kommentare zu verfassen.
Coming Soon
Galerien
Crimson Dragon
Drachenhafte Bilder mit echsigen Wesen.Lost Planet 3
Bilder zu Lost Planet 3.DmC
Weibliche Bilder zu DmC.Die Neuesten User-Tests
Kid Icarus: Uprising 3DS
Zur E3 2006 kündigte Nintendo mit einem kleinen Trailer einen neuen ''Smash Bros.'' Teil an. Die ganze Community war sehr erfreut und doch wunder...
Kid Icarus: Uprising 3DS
Pit ist wieder da. Beachtliche 21 Jahre liegt der letzte Auftritt des geflügelten Heldes zurück. Nun erwartet uns ein Reboot von \\\"Kid Ica...




















Kommentare (40)
Peace
Werner Stelzenpop
Erzengel
Peace
Ewoy
Werner Stelzenpop
Bart Wux
Werner Stelzenpop
sam.eos
Werner Stelzenpop