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Dead to Rights: Retribution

Montag, 03. Mai 2010
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12:36 Uhr - Ein dunkelhaariger Mann will Rache für eine Familientragödie nehmen, die offenbar Teil einer großangelegten Verschwörung ist. Schnell steht er als Outlaw zwischen den Fronten, wird sowohl von seinen ehemaligen Verbündeten als auch seinen ewigen Feinden unter Beschuss genommen. "Slow-Motion"-Fähigkeiten sind sein Trumpf gegen gegnerische Übermächte in zumeist dunklen Kulissen. Sein Name ist jedoch weder Max Payne noch Sam Fisher. Es geht um Jack Slate, Hundebesitzer aus Grant City; Protagonist in einem spannungsarmen Durchschnitts-Shooter.

Jacks Schatten kratzt und beißt

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Ja, Fable II ist keinesfalls Pionier auf dem Gebiet vierbeiniger Weggefährten. Schon im "Last-Gen"-"Dead to Rights" war man in der fiktiven Stadt Grant City nicht alleine unterwegs, sondern hatte den treuen "Wolf/Alaskan Malamute"-Mischling mit Namen Shadow zur Seite. Ein gutes Gefühl, da die stark an eine gewisse Location aus einem populären Frank Miller Comic erinnernde Kulisse des Third-Person-Games von Gewalt und Verbrechen beherrscht wird. Wer könnte einem da nützlicher zur Hand gehen als ein Wolf im Hundspelz? Und das macht Shadow sowohl als K.I.-gesteuerter Partner als auch direkt vom Spieler kontrolliert ganz ordentlich. Steuert ihr Jack, könnt ihr eurem Tierfreund per D-Pad den sofortigen Angriff beziehungsweise Rückzug befehligen oder ihn Waffen für euch sammeln lassen. Tut ihr gar nichts, hält er sich so weit möglich aus heiklen Situationen raus und falls er doch mal niedergeschossen werden sollte, lässt er sich ohne Zeitlimit bliebig oft wiederbeleben. Katzen mögen neun Leben haben, dieser Hund hier hat unendlich. Angesichts der Stealthfähigkeiten von Shadow, die man in einzelnen Levels ohne das Herrchen per direkter Steuerung des Vierbeiners zum Einsatz bringen muss, kann selbst ein Sam Fisher eigentlich nur neidisch werden. So ein paar krallenbehaftete Extrapfoten und ein Fleischreißgebiss sind schon deutlich effektiver als sein Pfadfindermesser es jemals sein könnte (vielleicht greift er deswegen ja auch in Conviction viel lieber zum Gewehr). Im Hundekörper bildet man die schleichende Vorhut, späht dabei Feinde auf und räumt sie nach Möglichkeit ohne Mucks/Knurren per Exekutionsmove aus dem Weg. Meist um über Umwege Schlüssel für Türen oder Tore zu beschaffen, einmal aber auch um via Urinstrahl Kurzschlüsse zu erzeugen oder den angeschlagenen Jack vor wellenartig angreifenden Feindeshorden zu verteidigen. Mal abgesehen von den nervigen Beschützeraufgaben stellt Shadows Part in Dead to Rights: Retribution grundsolides "Old School"-Stealthgameplay ohne besondere Ideen oder grobe Fehler dar. Man guckt sich kurz die Laufwege der Feinde an, lockt sie einzeln per Bellen an eine günstige Position und beißt ihnen dann unerbittlich das Leben aus dem Körper. Die meiste Zeit über tut man das mit starkem Blauschleier im Sichtfeld, denn im Schleichmodus konzentriert sich Shadow so dolle auf seine Gegner, dass er... ja, wahrscheinlich dann wohl seine Augen schließt. Man weiß es nicht. Auf alle Fälle markiert eine Art achter Sinn dabei Freund (z.B. andere Polizisten) & Feind farblich durch Wände hindurch und in großer Entfernung (Wayne Enterprises lassen grüßen). Auch wenn in den Hunde-Abschnitten von Dead to Rights nicht zuletzt aufgrund des kompromisslos brutalen Abfertigens der Gegner durch Shadows Gebiss ein leichtes Predator-Feeling aufkommt, so ist man doch immer froh, wenn man sie endlich hinter sich gebracht hat. Grund dafür sind die fast gar nicht vorhandenen Speicherpunkte, wegen derer ihr meist schon bei kleinen Fehlern das komplette Level wiederholen müsst, da Shadow im Gegensatz zu Jack fast überhaupt nichts einstecken kann. Trotz des schwachen Widerstandes attestiere ich dem treuen Hund allerdings ein sehr gelungenes Äußeres, das auch abseits vorgefertigter Tötungs-Abläufe mit höchst geschmeidigen Animationen überzeugt.


Aktionssymbol als launenhafte Diva

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An Jack Slate kann man dieses Kompliment nicht wirklich weitergeben. Seien es seine recht seltsamen Laufanimationen, die geradezu lächerlichen Kletterbewegungen oder das hakelig aussehende Zuschlagen in Nahkämpfen, in der Hinsicht sieht er auch in der neusten Konsolengeneration kein Land gegenüber wahren Ikonen und offensichtlichen Vorbildern wie Max Payne oder Nathan Drake. Die meisten Features des amoklaufenden Cops (dazu später mehr) kommen allerdings nicht nur optisch sehr unfertig rüber. Manuell gesteuertes Ducken ist nicht drin, wodurch man öfters mal dem Kreuzfeuer der Gegner ausgesetzt ist, weil Jack Slate sich einfach weigert, in Deckung zu gehen. Das ist nämlich nur dann möglich, wenn das entsprechende Symbol auf dem Bildschirm eingeblendet wird. Und ob das erscheint oder nicht, scheint genau so nach dem Zufallsprinzip entschieden zu werden wie die Frage, bei welchen Objekten es überhaupt auftauchen kann und bei welchen nicht. Anhand einer nachvollziehbaren Logik lässt sich das jedenfalls nicht erschließen. Mit gleichem Problem warten Nahkampfaktionen wie das Entwaffnen von Feinden auf, das mal sofort funktioniert und dann wieder darin resultiert, dass Jack wie ein verwirrter so lange gegen den Widersacher laufen muss, bis der sehr kleine Winkel getroffen ist, der das Symbol für das Maneuver endlich einblenden lässt. Eine kamikaze-artige K.I. und zumeist enge Schlauchlevel lassen all diese Designschnitzer zwar weitesgehend ohne Folgen für das Gelingen oder Versagen von Jacks Missionen bleiben, in einzelnen Passagen muss man dann aber doch zeitweise mit großem Frust umgehen können. Im Speziellen fällt mir da ein Areal voller Bomben mit Zeitzünder ein, die ich entschärfen sollte, während ich sowohl von Snipern als auch von aus allen Richtungen respawnenden Gangstern aufs Korn genommen wurde. Eine Situation, die ich auf höchstem Schwierigkeitsgrad nach zahllosen Toden und verfassungswidrigen Flüchen zweifellos nur durch Glück bzw. eine Verkettung dämlichster FAIL-Momente der K.I. für mich entscheiden konnte. Warum ich das Spiel denn dann überhaupt auf höchstem Schwierigkeitsgrad durchgespielt habe? Ganz einfach: Wenn ich schon so ein halbgar designes, monotones Actiongame wie Dead to Rights: Retribution durchspiele, möchte ich auch so viele Gamerscore oder Trophies wie möglich damit absahnen. Eisern durchhalten muss ich während der rund zehn Stunden ja sowieso, ob nun nur wegen der Langeweile oder zusätzlich noch einzelner Frustmomente. Weite Strecken über arbeitet man in Dead to Rights graubraune Levels ab, die hier und da mit Polizeisirenen oder flackernden Lämpchen für Atmosphäre sorgen wollen, jedoch viel zu öde und beliebig designt wirken, um damit auch nur im Ansatz erfolgeich sein zu können. Im Designhandbuch der Levelbastler scheint ohnehin als erster und einziger Leitsatz gestanden zu haben: "Dunkel = Atmosphäre". Das Ende der Geschichte ist, dass ich die Bildhelligkeit im Spielmenü erheblich nach oben verstellen muss, um wenigstens meine Gegner lokalisieren und Türen von Wänden unterscheiden zu können. Da muss die ohnehin schon mittelprächtige Gesamt-Optik dann eben drunter leiden.


Mit den Fäusten zur Schießerei

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In all den Häfen, Fabrikhallen, sterilen Büros und Slumgebieten, mit sich ständig wiederholenden Levelabschnitten, durch die mich Dead to Rights: Retribution gegen seine stupiden Klongangster und Special-Unit-Armeen schreiten lässt, zieht sich ein Hauch von Lustlosigkeit am Spieledesignerjob. So lange ich ballern kann, beschert mir das aber immerhin noch solide Unterhaltung der Marke 08/15. Die Feinde laufen entweder blind und oft unbewaffnet bis zum Komplettversagen ihrer Aorta auf mich zu (selbst wenn ich ihnen auf dem Weg bereits mehrere Kugeln in die Gameten gehämmert habe) oder verweilen in ihrer Deckung als hätten sie im Horoskop einer Tageszeitung gelesen, dass heute ihr Tod bevorstünde und sie rein gar nichts mehr tun könnten, außer einfach nur darauf zu warten. Verteilt man als Jack Kopfschüsse, werden die mit kurzen "Slow-Motion"-Momenten belohnt, was 'ne nette optische Beglückwünschung für gelungenes Zielen darstellt. Stellt man sich häufiger so geschickt an, darf man auch manuell auf ein begrenztes Zeitlupekontingent zurückgreifen, wobei Jack allerdings auf elegantes Luftballett à la Stranglehold oder Sprünge jeglicher anderer Art verzichten muss. Genau so wie auf ein ungetrübtes Standardballervergnügen, denn Volatile Games haben dem Ganzen ja unbedingt eher unbeholfen hineingeschusterte Brawler-Elemente aufzwängen müssen. Die geringe Munitionskapazität der meisten Waffen und die hohe Kugelschluckfähigkeit der meisten Standardgegner sorgen in Kombination miteinander oft dafür, dass Dead to Rights: Retributions Kämpfe in Faustschlachten ausufern, in denen man sich durch rohes Buttonmashing mit unspektakulären, undynamisch wirkenden Standardschlägen aus Feindesknubbeln zu befreien versucht. Das Kontersystem habe ich dabei bis zum Schluss nicht intuitiv nutzen können, da ich überhaupt kein Gefühl für dessen Timing erlangen konnte. Musste ich aber auch nicht, da hohles Dauerkloppen und zwischenzeitliche Seitwärtsschritte das ganze Spiel über eine erfolgreiche Taktik darstellten.


Die letzte Hoffnung der Gerechtigkeit... läuft Amok

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Trumpf des Spielers ist dabei neben der erwähnten Bullet-Time auch die verschwenderisch angebotene Möglichkeit, das Gegenüber mit gewaltexzessiven Finishern hinzurichten. Blut ist in Dead to Rights: Retribution sowieso nicht seltener als Regen, die vorgefertigten Tötungs-Events ragen aus dem wahren Durchschnittsspiel jedoch auf seltsame Weise als besonders sinnlos wirkende Effekthascherei heraus. Da werden einfache Wachleute nicht nur von Shadow mit der Herzenslust eines Blutwurstfreundes in den Lendenbereich gebissen, Jack Slate exekutiert vor ihm kniende Soldaten auch noch mit einem Tritt in den Bauch sowie einem Shotgunschuss ins Gesicht, nachdem er ihnen bereits ins Bein geschossen hat und sie ihn aus letzter Kraft mit beiden Händen gestenreich um ihr Leben anflehen. Natürlich zersäge ich in Gears of War menschenähnlich aussehende Locust, ersteche in Call of Duty: World at War Japaner mit einem Bajonett und lobe an Ninja Gaiden II den irrwitzigen Gewaltgrad. In allen drei genannten Spielen geschieht dies jedoch in der Hitze des Gefechts, im adrenalintreibenden Kampf um Leben und Tod oder einfach im Kontext einer artentfremdeten Fantasywelt. In Dead to Rights habe ich dagegen das Gefühl, man hätte es gerade in der Rolle eines Polizisten auch einfach beim Bewusstlosschlagen der meisten Feinde belassen können. Jack Slate wirkt in den zahlreichen Hinrichtungsszenen wie ein Monster, das ohne Not abschlachtet und auf makabre Weise Spaß am Töten (zu diesem Zeitpunkt) wehrloser Opfer empfindet. Und das passt hier weder in die Geschichte des Spiels, noch zum Charakter des Jack Slate. Es soll einfach nur für Show in einem Spiel ohne sonstige Höhepunkte sorgen. Selbiger Gedanke ist übrigens auch beim Einsatz von Ragdoll-Physikeffekten für die handelsüblichen Sterbe-Animationen verfolgt worden, allerdings ähnlich glücklos. Mehr als nur einmal schien eine unsichtbare Macht während der Testzeit dafür zu sorgen, dass Körper so unnatürlich durch die Luft flogen, dass ich es fast schon beim Team von Galileo Mistery melden wollte. Das hätte bei der Gelegenheit sogar seinen Spaß an einigen "Sci-Fi"-Waffen gehabt, die im letzten Drittel von Dead to Rights auch noch ihre Auftritte feiern. Die hochvorhersehbare Story des von Grund auf neu entwickelten "Next-Gen"-Reboots der Serie rankt sich um typische Klischeefiguren, die typische Klischeedialoge führen und dabei selber so wenig über Klischees zu wissen scheinen, dass sie sich bis zuletzt vom Verlauf ihres Abenteuers und dessen Enthüllungen überraschen lassen, während der Spieler schon nach den ersten Levels alle Fäden erfolgreich zusammengeführt hat. Was als konstruierte B-Movie-Handlung schlüssig ist und Sinn ergibt, lässt auf emotionaler Ebene allerdings sehr zu wünschen übrig. Jack Slate muss am Anfang den waaaaahnsinnig überraschenden Tod seines Vaters (keine Spoilerwarnung, denn selbst wenn ihr Dead to Rights nach diesem Test hier noch eine Chance geben solltet, riecht ihr das doch schon vom ersten Auftritt des alten Haudegens an...) miterleben, sagt daraufhin so etwas wie "Scheiß doch auf die Scheiße, ich töte jetzt einfach alle in dieser Stadt und irgendwann treffe ich schon den richtigen" und rennt los. Ja, es ist wirklich so. Er rennt an Ort und Stelle los - auf einem Schrottplatz - und macht von da aus eine in Grau- und Bluttönen gehaltene Amokreise durch die langweiligsten Orte, die eine Großstadt nur zu bieten haben kann, während derer er wie gesagt keine Skrupel zeigt, aufs brutalste selbst entwaffnete und kampfunfähig geschossene Handlanger per eigenmächtigem Standgericht zu ermorden. So. Als er dann aber später herausfindet, was wir längst vermutet haben, nämlich dass ein Sonderpolizeileiter mit inszenierten Gangsterkriegen seine eigene Allmacht im Kampf gegen die übliche Kriminalität in Grant City durchsetzen möchte, sagt Jack so was wie: "Du Assi, das geht ja gar nicht, wo bleibt denn da die Gerechtigkeit, mein Vater stand für Moral und ehrliche Polizei und pfui und ich töte dich jetzt." - So bescheuert und platt ich das hier  im Schnelldurchlauf und ohne Rücksicht auf Spoiler geschildert habe, so egal war mir das Ganze dann am Ende von Dead to Rights: Retribution auch. Punkt.


Pro und Contra

  • + Wir lieben Hunde, auch mit scharfen Zähnen
  • + Hunde-Stealthszenen wecken Jagd-Instinkte
  • + Routinierte Action mit Jack
  • + Nahkampf- und Deckungsfeatures
  • + Grant City toll für Freunde düsterer Kulissen
  • + Slow-Motion à la Max Payne...
  • + Nicht zu lang, nicht zu kurz
  • + Spezialmoves schön voranimiert
  • + Keine wirklich groben Grafikfehler
  • - Shadow als K.I.-Begleiter nur Nebensache
  • - Shadow-Schleichlevels kommen zu kurz
  • - Einzelne Frust-Areale, da zu wenige Checkpoints
  • - Beides eher unbeholfen umgesetzt
  • - Oft ZU dunkel und monoton designed
  • - ... nie so spektakulär wie beim Vorbild
  • - Langweilige Klischeestory
  • - Herbe Brutalität der Finisher wirkt deplaziert
  • - Unausgereift wirkende Animationen & K.I.

Das perfekte Werbespiel für die 08/15-Bank

Hey, 08/15-Bank! Packt die Fähnchen wieder ein und lizenziert euch einfach Namco Bandais neusten Shooter, denn der steht mit jedem Polygon für euer großes Lebensmotto! - Ich war froh darüber, das Spiel an zwei Wochenendstagen (trotz vereinzelter Frust-Levels) routiniert auf höchstem Schwierigkeitsgrad abgefertigt zu haben, habe die 700+ Gamerscore gerne mitgenommen und komplett kacke war Dead to Rights: Retribution irgendwie ja auch nicht. Zu grau, zu monoton, zu unausgereift, zu uninspiriert, um wirklich Spaß gemacht zu haben, gleichzeitig aber zu solide, zu frei von Riesenmacken und zu viel besser als Titel wie Bolt: Ein Hund für alle Fälle oder Transformers: The Game, um nicht irgendwann mal zumindest als Budgetkauf oder Videothekenleih `nen anspruchslosen Zeitvertreib für Dauerzocker darzustellen. Man liest viel zu oft in Tests über Spiele mit `7 von 10`- oder auch `6 von 10`-Wertungen, sie seien durchschnittlich, nur weil der Geltungsbereich gelungener Spiele bei den meisten Leuten erst ab `8 von 10`beginnt. Meist handelt es sich dabei in meinen Augen aber immer noch um überdurchschnittliche Vertreter ihres Genres, die trotz merkbarer Schwächen auf ihre Art viel Spaß machen können und oft sogar mit ideenreichen Settings oder ganz individuellem Artdesign auftrumpfen, sich dadurch für wahre Hardcoregamer ebenfalls als kleine Perlen entpuppen können. Dead to Rights ist KEIN solches Spiel. Es IST exakt das, was ich als Durchschnitt bezeichnen würde. Der Gameplaymix wirkt unausgegoren, aber das Spiel lässt sich weitesgehend flüssig absolvieren, da es mit seinen Spiel-Elementen im Grunde auch keine großen Experimente eingeht. Die Kulissen sind einfallslos und farblich monoton, aber zweckmäßig und auch nicht richtig hässlich. Die Story ist hohl, keine Frage, aber das macht die simple Action ja auch nicht schlechter. Einfach alles an diesem Spiel wirkt ausgelutscht und ohne Spritzigkeit umgesetzt, als Standardshooter ohne jegliche Motivation zur Begeisterung macht Dead to Rights: Retribution aber trotz einzelner nicht richtig funktionierender Elemente insgesamt keinen kaputten Eindruck. Es hat im Vorfeld niemand nach einem neuen Dead to Rights geschriehen und jetzt, da es trotzdem gekommen ist, wird nichtsdestoweniger weiterhin kein Hahn mehr danach krähen. Aber es tut Hardcore-Actionfans gewiss auch nicht weh, wenn der Shooter für Lau, geschenkt oder geliehen doch mal in der heimischen Konsole landen sollte. Zumal mir die viel zu seltenen und mit viel zu wenigen Speicherpunkten ausgestatteten Shadow-Schleichlevels doch verhältnismäßig gut gefallen haben. Als stille Mörderbestie auf flinken Tatzen durch die Dunkelheit zu huschen und wie ein eiskalter Killer im Überraschungsmoment zuzubeißen hat während des Durchspielens immer mal wieder ganz kurz das Gefühl spannender Atmosphäre und enormer Genugtuung für all die durchgestandenen Dauerballerschlauchlevel aufblitzen lassen. Wenn auch nur für den kurzen Hundehauch eines Blut-aus-der-Kehle-triefenden Momentes.

Bewertung

Dead to Rights: Retribution ps3

5/10

Bewertung

Dead to Rights: Retribution xbox360

5/10

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Kommentare (16)

 Mitdenker Kommentar-Tippse 1000 Kommentar-Tippse 500 Kommentarklicker 500 Wishlist 20 Liebling der Massen 500 MyGames Liste 20 Kommentarklicker 50
03.05.2010 18:49 - Whoa, also da hat sich jemand die Seele aus dem Leib geschrieben.
Deine Eindrücke lesen sich vernichtend. (Ja, nicht durchschnittlich, sondern vernichtend.)

Hat's das Spiel denn mit seiner unmäßigen brutalität so wirklich an der USK vorbeigeschafft?
Zum Voten bitte einloggen! 9 von 9 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
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03.05.2010 19:09 - Irgendwie hast du Recht... wie ich nach nochmaliger Lektüre selber bemerken muss. :) Allerdings hat man halt den Vergleich zu den ganzen Topspielen und da schneidet ein Durchschnittsgame eben im textlichen Sinne so harsch ab. Wie gesagt, Dead to Rights ist besser als ein Bolt oder ein Transformers: The Game. Vom Spielspaßgefühl her ist es einfach 'ne glatte 5/10-Nummer. Man kann in 1000 Sätzen beschreiben, was nicht so toll ist. Aber nur in einem Satz, warum es nicht scheiße ist. Und zwar deswegen, weil man es an einem Rutsch routiniert runterspielen kann. :)
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03.05.2010 19:10 - ohh man 5/10 ist ein knall hartes urteil wie versprochen ;-)

Schluß mit den süß-holz-rasplern!!!
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03.05.2010 19:12 - Hätte eigtl. mit wesentlich weniger als einer noch mittelmäßigen 5/10 gerechnet o0

PS:

- Beides eher uneholfen umgesetzt
- Oft ZU dunkel und monoton designt

unbeholfen + designed

Das Wort Design gibt es zwar in der deutschen Sprache, ein Design designt man aber nicht, man gestaltet es.
Wenn man also schon dem Anglizismus verfällt -wie auch des Öfteren ich selbst-, dann bitte richtig.
Zum Voten bitte einloggen! 5 von 7 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
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03.05.2010 19:14 - Recht hast du, schreibe ich meistens auch beides anders. :)
Zum Voten bitte einloggen! 5 von 5 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Wishlist 20 Now Playing 20 MyGames Liste 20 Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 50 Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50 Fable 2 Spieler
03.05.2010 19:15 - Super Test! Hab seit dem ersten Video von DtR, wo die Laufanimationen und vor allem die belanglosen Kämpfe gezeigt wurden, mit der Wertung gerechnet (okay, vielleicht auch ne 6... ;-))

"Das Ende der Geschichte ist, dass ich die Bildhelligkeit im Spielmenü erheblich nach oben verstellen muss [...]"
Ist mir irgendwie in letzter Zeit öfter aufgefallen, dass ich die Helligkeit bei vielen Spielen hoch stellen muss um überhaupt zu sehen wo ich hinlaufe. Ist natürlich nicht die Welt, aber dann könnt man's auch direkt heller machen, scho recht ;-)
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03.05.2010 19:26 - @ Sou1Surfer:

Mal mit Burosch deinen HDTV eingestellt?
http://www.burosch.de/shop_content.php?coID=5

Wirkt Wunder!
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03.05.2010 19:56 - @Sellfish:
Besten Dank! Wird morgen in der Früh' direkt mal gemacht! (nachdem die Reach-Beta ausgeleiert ist)
Zum Voten bitte einloggen! 4 von 4 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentarklicker 500 Liebling der Massen 50 Kommentarklicker 50 Fragefreund
03.05.2010 19:59 - Emmm...du hast in der 31 Zeile (falls ich mich nicht verzählt habe) Dead To Rights Redemption geschrieben ;)
Zu viel an Red Dead Redemption gedacht ?
Zum Voten bitte einloggen! 4 von 4 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentarklicker 500 Jimmy Olsen Liebling der Massen 500 Kommentarklicker 50 Kommentar-Tippse 50 Liebling der Massen 50
03.05.2010 20:20 - Vielleicht profitiert das Spiel ja von der Namensähnlichkeit zu Red Dead Redemtion^^

Folgendes wäre denkbar: Sohn schickt Mutter "RED DEAD REDEMTION" kaufen, da Sohn noch keine 18 ist. Mutter fährt in den nächsten Media Markt. Sie will kein Aufsehen erwecken,da sie sich für den Kauf eines Killerspiels nicht unnötig rechtfertigen will. Auf die Frage des Verkäufers, ob er ihr weiterhelfen kann, schüttelt sie verlegen den Kopf. Verkäufer geht - Mutter handelt schnell - Sohn bekommt "DEAD TO RIGHTS: RETRIBUSEN"!
Zum Voten bitte einloggen! 5 von 6 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.

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Dead to Rights: Retribution PS3

Dead to Rights: Retribution
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