Dishonored

Donnerstag, 11. August 2011 Oskar Krause 
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Ein Bodyguard, der die Kaiserin tot in den Armen hält, welche er eigentlich beschützen soll, erzeugt wenig Vertrauen. Noch unangenehmer wird es, wenn er daraufhin als Opfer einer Intrige für ihren Tod verantwortlich gemacht wird. In Bethesdas neuem Stealth-Titel Dishonored, der im 17. Jahrhundert eines fiktiven Londons spielt, rächt ihr euch als Assassine mit übernatürlichen Fähigkeiten an denen, die euch für den Mord am blaublütigen Geschlecht beschuldigen.

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Das Dishonored-Universum befindet sich in einer Parallel-Realität und spielt im fiktiven London des Jahres 1666, das in dieser Form nie existierte. Trotz alledem sollen die Elemente im Spiel, wie Maschinen und Fahrzeuge, vorstellbar und glaubwürdig sein. Handlungsort des Stealth-Titels ist die Walfang-Stadt Dunwall, die Teil eines Landes ist, dass aus vier Inseln besteht und von einem Ozean umgeben wird. Optisch ist das Setting durch viktorianische Architektur und die industrielle Entwicklung geprägt. Strom gibt es nicht - die gesamte Technologie basiert auf Walöl als Betriebsstoff. In diesem retro-futuristischen industriellen Setting befindet sich der Protagonist namens Corvo, der als Bodyguard die Kaiserin beschützt. Als er mit der sterbenden Adligen in seinen Armen entdeckt wird, beschuldigt man ihn des Mordes. Sein Ziel: Die Personen zu finden, die ihn trotz seiner Unschuld zur Rechenschaft ziehen wollen.


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Über den Charakter namens Corvo aus Bethesdas neuem Spiel ist kaum etwas bekannt. Dafür umso mehr über seine Bewaffnung und Fähigkeiten. In der rechten Hand trägt er eine Macheten-ähnliche Klinge für den Nahkampf, mit der linken Hand lässt der Assassine die übernatürlichen Kräfte wirken, welche zugleich einen Kontrast zur industriell geprägten Welt bilden, in der er sich bewegt. Kern des Stealth-Titels sollen die Kombination der verschiedenen Waffen und Fähigkeiten sein. Allerdings ist die Verknüpfung aus Angriffen seit Bioshock nichts Neues. Gegner unter Strom setzen, um sie dann mit der Schrotflinte endgültig zu beseitigen, das kennt man schon. Doch die Kombination der Fähigkeiten soll bei Dishonored komplexer ausfallen. Zu den bekannten Kräften gehören beispielsweise die Beeinflussung der Zeit, für extreme Mobilität gibt es Supersprünge und eine Teleportfähigkeit, mit der man sekundenschnell das Dach des Nachbargebäudes erreichen kann. Explosionsartige Luftstöße verschaffen euch Raum zum Durchatmen - oder ihr ergreift Besitz von Menschen und Tieren, um als Ratte durch die Kanalisation huschen. Man kann sogar einen Fisch übernehmen. Auf das Warum antwortete Co-Creative Director Raphael Colantonio: „Es würde doch keinen Sinn ergeben, wenn man es nicht könnte.“ Eine Beispielsituation zeigt, wie eine Kombination in Dishonored aussehen kann: Kurz nachdem ein Feind das Feuer auf Corvo eröffnet hat, stoppt man die Zeit, ergreift Besitz vom Körper des Feindes und bewegt ihn vor seine eigenen Kugeln, die er eben abgeschossen hat. - Und überlässt ihn sich selbst. Auf dem GameInfromer Cover, dass die Existenz von Dishonored vor kurzem bekannt gab, sieht man in der Hand des Protagonisten eine Maske. Auf ihr soll ein besonderes Augenmerk liegen, denn sie scheint von einem anderen Ort außerhalb dieses Landes zu stammen, wo Magie existiert. Ihr verdankt man auch die speziellen Fähigkeiten im Spiel. Die Fähigkeiten lassen sich im Laufe des Spiels durch gesammelte Runen, die in der Welt verstreut sind, zusätzlich verbessern. 


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Was die Bewältigung der Missionen angeht, soll der Spieler sämtliche Freiheiten genießen. Egal wie man eine Aufgabe löst, es existiert jederzeit ein alternativer Weg. Es wird einem überlassen, ob man aggressiv durch die Eingangstür ins Gebäude prescht, im Dunklen von Schatten zu Schatten huscht oder als Ratte durch Löcher in ein Haus gelangt. Das Spiel registriert dabei wie ungeschickt, brutal oder vorsichtig man vorgeht und reflektiert euer Handeln in der Entwicklung der Story. Dabei werden die wichtigsten Daten eurer Aktionen in das „Chaos-System“ eingespeist. Seid ihr äußert blutrünstig vorgegangen, erwartet euch ein düsteres Ende. Das soll aber keinesfalls eine Bestrafung sein, denn es geht nicht darum die Handlung als gut oder böse zu bewerten – das Spiel passt sich einfach der Spielweise an. Man soll das Gefühl bekommen, mit seiner Handlung auch einen Einfluss auf die Welt und ihr Geschehen zu haben. Dies wird mit unterschiedlichen Enden noch einmal deutlich unterstrichen. Euer Vorgehen wirkt sich auch auf das Umfeld aus. Einige schätzen das brutale Vorgehen, andere verurteilen dies. Umso mehr Chaos man anrichtet, desto stärker verändern sich die Optionen im Spiel. Daneben legen die Entwickler vom Arkane Studio viel Wert darauf, dass Dishonored ein Assassinen-Spiel ist, bei dem man jederzeit die Option hat nicht zu töten. Während man alle möglichen Vorgehensweisen durchgeht, wird man unmittelbar darauf stoßen, dass ein Ziel auch ohne Blutvergießen erreichbar ist. Interessanterweise vermuten die Entwickler, dass nur ein Prozent der Spieler diesen Weg gehen wird. Das hält sie allerdings nicht davon ab, das Spiel mit dieser Option auszustatten.


Mit einem fiktiven London im Jahr 1666 als Setting und einer Gesellschaft, deren Technologie auf Walöl basiert, erschaffen die Arkane Studios eine ansprechende und neuartige Welt. Besonders interessant wird es beim Gameplay, wenn man die Kombination der verschiedenen Fähigkeiten ausreizt, um Inception-artig Aktions-Ebenen zu staplen, die sich nacheinander wieder auflösen. Die Entwickler sind dabei sehr ambitioniert, was die Glaubwürdigkeit dieser Welt betrifft, wenn sie sogar die Möglichkeit bieten, Besitz von einem Fisch zu ergreifen. Da zu diesem Zeitpunkt nur ein einziger Ingame-Screenshot veröffentlicht wurde, lässt sich nicht viel über die grafische Qualität und die Präsentation sagen. Mehr als einen ersten oberflächlichen Eindruck lässt dies nicht zu, der ist aber solide und zeigt eine zeitgemäße Optik im industriell geprägten Setting. Allerdings darf man Vertrauen in das Entwicklerstudio Arkane haben, denn im Team befinden sich unter anderem der ehemalige Deus Ex-Lead Designer Harvey Smith und Half-Life 2 Art Director Viktor Antonov. Dishonored soll dann 2012 für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 erscheinen.

 

Kommentare (4)

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11.08.2011 14:52 -

Sieht sehr geil aus und vorallem das sie für 1%der Spieler diese Unbrutale Sache einbauen finde ich auch sehr gut. ENDLICH! Mal ein Spiel wo sich dein verhalten auf die Story auswirkt =)

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11.08.2011 20:13 - klingt vielversprechend!
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12.08.2011 06:56 -

1666 war das 'große Feuer' in London. Da haben die das Datum, auch wenn es ein fiktives London ist, doch sicherlich nicht zufällig genommen.

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25.08.2011 23:59 - Wird geil!
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