Disney Th!nk - Das Schnelldenker-Quiz
16:13 Uhr - Ihr wisst, wie der Vater von Simba dem Löwen heißt? Wer der sympathische Sidekick von Arielle der Meerjungfrau ist? Oder welchen finsteren Plan der Bösewicht in 101 Dalmatiner verfolgt? Wenn ihr all diese Fragen beantworten könnt und obendrein noch Kinder habt, ist das Buzz-artige Disney-Quiz einen Blick wert.
In ihren großen Zeiten brachten die Zeichentrickfilme aus dem Hause Disney mit einer Mischung aus liebevollem Handwerk, witzigen Charakteren und ohrwurmverdächtigen Songs ganze Familien regelmäßig vor den Fernseher oder ins Kino. Doch dem König der Löwen oder den Kreaturen aus dem Dschungelbuch weht seit etwa 15 Jahren und dem Release von Toy Story ein steifer Wind ins Gesicht. Die Konkurrenz, die wie Pixar zum Teil (mittlerweile) sogar aus dem eigenen Haus stammt, trumpft mit ihren grandiosen Computer-Grafiken auf und räumt nicht nur an den Kinokassen ab.Wer noch an den alten Zeiten hängt und sein Wissen über Dalmatiner, Flaschengeister und Mäusepolizisten unter Beweis stellen will, hat jetzt die Gelegenheit dazu.
It's Buzz - nein, doch nicht
Wer nicht genau hinguckt, könnte bei Disney Th!nk auch der Meinung sein, ein neues Buzz vor sich zu haben. Die Ähnlichkeiten zu der beliebten Quiz-Reihe mit dem hyperaktiven Moderator sind frappierend. Allerdings hat sich hier der aus Aladin bekannte Dschinni die Fragekarten geschnappt.Die bis zu vier Mitspieler beginnen wie im Sony-Pendant damit, sich den Charakter auszuwählen, der für sie am Pult Platz nimmt (z.B. Mickey, Goofy oder Donald), sowie den bei einer Antwort ertönenden Signalton festzulegen. Auch der Hintergrund des Quiz' kann aus verschiedenen Disney-Szenarien wie der Savanne aus „Der König der Löwen“ oder dem Unterwasserreich von Arielle gewählt werden.Die Aufmachung ist natürlich noch eine Spur kindgerechter als bei Buzz. Erwachsenen werden z.B. die Sprüche des Moderators nur ein müdes Lächeln entlocken. Für die Fragen gilt dies in gewissem Maße auch. Oft sind sie für ältere Semester geradezu lächerlich einfach. Dabei dient die Disney-Thematik lediglich als Aufhänger, um nach allgemeineren Dingen zu fragen. So müsst ihr etwa die „kniffelige“ Frage beantworten, bei welchem der vier gezeigten Tiere es sich um einen Frosch/Hasen/Hund etc. handelt, oder welches Bauwerk in der genannten Stadt zu finden ist. Andere Fragen hingegen beziehen sich direkt auf die Filme und sind häufig nur von eingefleischten Disney-Nerds zu beantworten. Jeder, der selbst weniger populäre Werke wie „Bernhard und Bianca“ oder „Ein Königreich für ein Lama“ nicht gut kennt, wird sich mit wildem Gerate begnügen müssen. Vor dem Start könnt ihr aber immerhin ein Handicap festlegen, je nach dem wie groß euer Wissenstand über die Disney-Werke ist.
Hakuna Matata
Der Aufbau der Quizrunden hat ebenfalls deutliche Buzz-Einflüsse. Am Anfang steht eine Runde, in der ohne großen Zeitdruck Punkte gesammelt werden können. Später folgt ein Sortierungs-Spiel, die obligatorische Punkteklau-Runde und ein Abschnitt mit sich langsam aufbauenden Bildern. Die Punktevergabe macht dabei nicht immer Sinn. Wie beim Vorbild wird Raten in manchen Runden zu stark belohnt.Am Ende des Spiels schaltet ihr dann neue Charaktere und Kleidungsstücke frei. Spiel ihr als Solist, übernehmen ab und an andere Figuren die Rolle des Quizmasters, beispielsweise die Krabbe Sebastian oder ein Dalmatiner-Welpe. Die Fragen drehen sich dann auch ausschließlich um den entsprechenden Streifen.An wen richtet sich Th!nk – Das Schnelldenker-Quiz eigentlich? Man kann davon ausgehen, dass sich die Kids von heute, die früher die typische Disney-Zielgruppe gestellt hätten, eher für die modernen CGI-Werken von Pixar und Konsorten interessieren, die schneller, lauter und bunter sind. Im Vergleich zu Findet Nemo oder Ratatouille wirkt etwa ein Dschungelbuch richtig bieder. Diese Filme tauchen in dem Spiel aber nicht auf. Damit richtet sich Disneys fröhliche Fragerunde wohl in erster Linie an junge Eltern, die selber früher Fans der klassischen Zeichentrickkunst waren und die Filme auch heute noch gemeinsam mit ihren Kindern schauen.
Pro und Contra
- + authentische Disney-Aufmachung
- + abwechslungsreiche Fragerunden
- + zu viert spielbar
- - unausgegorene Fragenmischung
- - keine optimale Punktevergabe
- - Steuerung mit Wiimote zu unpräzise
- - keine Fragen zu moderneren Werken
Quiz für Disney-Nostalgiker
Wie oben bereits angerissen, ist Th!nk im Grunde nur für eine kleine Zielgruppe von Interesse. Für den Rest ist das Spiel zu infantil, langweilig oder schlicht uninteressant. Hinzu kommt, dass das Quiz auf der Nintendo-Konsole wie ein Buzz-Titel funktionieren will, allerdings ohne passende Buzzer auskommen muss. Die Wii-Lösung mit dem Digikreuz geht deutlich schwammiger von der Hand. Vor allem Leute mit größeren Fingern verdrücken sich häufig. Was bleibt, ist ein Titel, mit dem vor allem junge Fans mit reichhaltigem Disney-Erfahrungsschatz durchaus ein paar Abende Spaß haben können, der ansonsten aber niemanden vom Hocker haut.
Bewertung
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Kommentare (2)
JayLay
RazeLaserbolt
2. Fabius
3. Nen Mantel aus den Hundebabys machen
:)