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Divinity 2: Ego Draconis

Mittwoch, 29. Juli 2009
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16:30 Uhr - Die Entwickler vom belgischen Studio Larian haben die Zeichen der Zeit erkannt: Ein Hack n' Slay aus der isometrischen Perspektive dürfte seit der Ankündigung von Diablo III keine Chance auf einen Markt haben, auf dem seit 10 Jahren die unterschiedlichsten Titel vergeblich um die Krone der Königsdisziplin auf dem PC ringen. Daher entschied man sich, den Nachfolger von Divine Divinity, Divinity 2: Ego Draconis in eine Gothic-Perspektive zu verfrachten, übernahm dabei noch ein paar Gameplay-Elemente des „Piranha Byte“-Spiels und mixt es mit ein wenig Overlord und Lair. Herausgekommen ist der perfekte Brückentitel, wenn man sich die Zeit bis „Risen“ oder „Arcania A Gothic Tale“ vertreiben will.

Herrschaft der Missverständnisse

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Die Handlung in Divinity 2 ist schnell erklärt: In Rivellon herrscht aufgrund eines Missverständnisses Krieg zwischen den Drachen und Menschen. Der läuft aber anders ab als in „Herrschaft des Feuers“, da den Schuppentieren irgendwie die Eier fehlen und sich vom Orden der Drachentöter mächtig abschlachten lassen. Zu diesem Orden gehört auch der Spieler, der sich seinen virtuellen Charakter in einem mäßig umfangreichen Editor zusammen basteln kann und kurz davor ist, als vollwertiges Mitglied aufgenommen zu werden. Natürlich muss er dazu eine Reihe von Prüfungen absolvieren, die gleichzeitig auch als Tutorial dienen, sprich den Spieler in die Gameplaymechanik einführen. In dem lieblichen Dörfchen Broken Valley beginnt man seine Ausbildung und kann sich hier schon für die Richtung seines Charakters entscheiden, dabei haben wir die typischen Klassen Magier, Bogenschütze und Mr. Haudrauf. Die Charakterentwicklung läuft dabei in fließenden Übergängen ab. Man braucht sich also nicht gänzlich für einen Weg entscheiden, sondern kann auch Hybridklassen erstellen, die von allem ein wenig können. Seien wir aber mal ehrlich, in jedem Rollenspiel hat es sich immer bezahlt gemacht, dass man sich spezialisiert hat und ist in Divinity 2 nicht anders. Wir lassen es trotzdem mal als „Feature“ stehen.


Es ist gut, böse zu sein!

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Bevor es überhaupt „richtig“ zur Sache geht, gilt es erst einmal triviale Quests zu erfüllen, die trotzdem recht dramatisch enden können, je nachdem wie sich der Spieler entscheidet. Hier ein Beispiel: Wir treffen auf einem Bauernhof ein Ehepaar, das seit Jahren mehr oder weniger glücklich miteinander verheiratet ist. Die Dame bittet uns, dem örtlichen Schmied einen Brief zu übermitteln, der klar eine Liebesbotschaft enthält. Jetzt haben wir die Wahl: Öffnen wir den Brief und geben ihn an den Schmied weiter, der das gebrochene Siegel natürlich sehen wird. Stellen wir die treulose Tomate sofort zur Rede, oder erzählen wir es gar ihren Mann, der noch ein weitaus finsteres Geheimnis verbirgt (die berühmte Leiche im Keller). Je nachdem wie wir uns entscheiden, dankt uns der Schmied mit besseren Preisen oder aber handelt nicht mehr mit dem Spieler. Der Betrogene schenkt uns nach dem Geständnis einen Ring, der ursprünglich für die Herzallerliebste bestimmt war und der sich prima verkaufen lässt. Die unterschiedlichen Ausgangsmöglichkeiten haben mich ziemlich beeindruckt, da sie nicht künstlich wirken und mich öfter mal den Spielstand haben laden lassen, nur um herauszufinden, was SONST passiert wäre. Leider passiert es aber auch, dass bestimmte Quests eine völlig unverhältnismäßige Belohnung abwerfen. Im „Turm der Moral“ gilt es auf mehren Ebenen moralische Entscheidungen zu treffen. Helfe ich dem sterbenden Vater, der seinen Sohn nur noch einmal sehen möchte, indem ich ihn wertvolle Attributpunkte gebe? Altruistisch, wie AreaGames-Redakteure nun mal sind, haben wir auf dem Weg zur Spitze mächtig Erfahrungs- und Attributpunkte verschenkt, nur um auf der Spitze mit einer besseren Waffe belohnt zu werden und es war definitiv nicht die „Ultimative“. Hätte ich das vorher gewusst, hätte der sterbende Vater seinen Sohn mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr gesehen. Schade, dass sich der bedingungslose Pfad der Tugend nicht ausgezahlt hat. Hier werden 99 Prozent aller Spieler einen alten Spielstand laden, um zwangsläufig, aber ungewollt „böse“ zu sein. Das KANN nicht gewollt sein. Wo wir gerade beim „laden“ sind. Komischerweise war die Taste für Quicksave und Quickload nicht zugewiesen. Das mussten wir im Menü für die Steuerung erst selber erledigen. Ob das gewollt ist?


Was Frauen wollen

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Widmen wir uns einem weiteren Quest, das eindrucksvoll die Wichtigkeit eines weiteren Features in Divinity 2 demonstrieren soll: die Fähigkeit Gedanken zu lesen. Was wollen die Frauen, das haben wir uns doch alle schon mal gefragt (Die Antwort ist so simpel ...) und hier darf man es endlich erfahren, denn unser Held darf gegen einen Obolus von Erfahrungspunkten im Hirn der NPCs wühlen. Nicht etwa, weil er wissen will, ob sie sich nach dem Geschäft die Hände gewaschen haben, sondern um sich einen Vorteil zu verschaffen. So finden wir nach dem Anwenden der Fähigkeit heraus, dass Goblin-Herzen eigentlich viel wertvoller sind, als es uns ein Auftraggeber, der ein paar von den Pumpen haben möchte, weiß machen will. Mit diesem Wissen behaftet können wir unsere Forderung bezüglich der Herzen deutlich erhöhen. Die Anwendung kostet mal mehr, mal weniger Erfahrungspunkte und hängt von der Wichtigkeit des Gegenübers ab. Keine Angst, ist man gerade im Level aufgestiegen und hat keine EXP, gewährt einem Divinity 2 einen Kredit (wenn das im wirklichen Leben auch so einfach wäre), der später ausgeglichen werden muss. Das Gedankenlesen hat jedoch nicht immer zur jeweiligen Situation gepasst. Als wir einen Bauern verraten haben, dass wir wissen, dass er einen Menschen umgebracht hat, denkt der nicht etwa „Sch*** jetzt bin ich im A****“, sondern „Heute ist ein guter Tag für eine Ernte.“ Aber gut, es wäre wohl auch zuviel verlangt gewesen, wenn die Entwickler jedes mögliche Szenario berücksichtigen müssten. Außerdem hat man auf diese Art immer etwas zu lachen.

Im Verlaufe von Divinity 2 wartet ein Mammut-Quest, das den Spieler mit einem neuen Feature belohnt. Wir müssen dazu erst den Turm eines Bösewichtes erobern und können ihn fortan als Eigenheim mit Meeresblick nutzen (da haben wir die angesprochenen Overlord-Features). Hier können wir Waffen lagern, Zaubertränke mixen und Kreaturen, die wir beschwören können, zusammenbasteln (die nötigen „Bestandteile“ finden wir, wenn wir Monsterleichen untersuchen). Die Stärke der Tränke und der Monster hängt vom jeweiligen Personal ab, das man in der Spielwelt von Rivellon finden und anheuern muss. Die kann man auch losschicken, um Rohstoffe zu suchen, die man für bestimmte Items benötigt. Will man die Herzen eines „Dämons der Ultrazerstörung (da haben wir ihn wieder), sollte man seinen Untergebenen auch dementsprechend ausrüsten und nicht mit einem Zahnstocher jagen gehen lassen. Bei der Zusammenstellung des Personals muss man übrigens moralisch ziemlich heftige Entscheidungen treffen. Von den acht Bewerbern kann man nämlich nur vier nehmen. Die Aussortierten werden nicht etwa zurück auf das Arbeitsamt von Rivellon geschickt, um dort der hart arbeitenden Dorfbevölkerung auf der Tasche zu liegen, sondern einfach umgebracht. Ob damit die Arbeitslosenquote in Deutschland senken könnte?


Der Feind in meinem Körper

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Das „Beste“ und aus unserer Sicht gewagteste Spielelement haben wir uns natürlich für den Schluss aufgehoben. Nach ca. drei Stunden Spieldauer ist Prüfung zum Drachentöter beinahe beendet, da begegnet unser Held dem letzten Drachenritter (in diesem Fall eine Frau). Dieser Orden beschützt die Schuppenwesen und versucht, wieder Frieden zwischen Mensch und Kaltblüter mit heißem Atem zu schließen. Ein Umstand, den Bösewicht Damian natürlich nicht gerne sieht. Der Drachenritter überträgt mit seinem letzten Atem dem Spieler seine Fähigkeiten. Das ist nicht etwa das besonders schnelle Abwaschen von eingetrockneten Milchresten in Müslischalen (einfach widerlich), sondern die Möglichkeit sich auf Knopfdruck (die Q-Taste, die in FIFA 98 für die unglaublich brutalen Fouls verantwortlich war) und bei genügend Platz in einen waschechten Drachen zu verwandeln – damit dürfte der Untertitel von Divinity 2: Ego Draconis erklärt sein. Mit diesem „Feature“ ist man bei den Kollegen Drachentöter natürlich nicht gerne gesehen und muss sich fortan eine andere Karriere suchen (Wie wäre es mit „Rivellon sucht den Drachenstar“?) Bis es so weit ist (in einer kleinen Sequenz darf man mal „ausprobieren“, wie es ist, ein Drache zu sein), muss man zahlreiche Prüfungen bestehen, die von kleinen Sprungeinlagen über „Halte deine Gier in Zaum“ bis hin zu „Entdecke den Fehler in einem spiegelverkehrten Raum“ reichen. In Drachengestalt kann unser Held durch die Gegend fliegen und Areale erreichen, die ihm sonst verwehrt blieben. Das klingt auf dem Papier verdammt cool und sieht auch so aus, nur wirkt das Ganze ein wenig befremdlich und passt nicht so richtig in das stimmige Gothic-Gameplay hinein. Plötzlich gilt es Luftkämpfe mit anderen Flugviechern zu absolvieren, Gebäude mit dem Atem zu zerstören und Geschützen auszuweichen. Zudem gibt es überall Drachenschutzschilder, die uns von einem weiteren Vordringen abhalten. Also muss man wieder in die menschliche Gestalt wechseln, um die Schilder in einer Bodenmission zu zerstören. Was mich gestört hat, war die Tatsache, dass man als Drache nicht gegen die bisherigen Gegner nicht antreten kann. Hat man sich also schon die ganze Zeit darauf gefreut, diese Ansammlung von Banditen, die einem bisher IMMER den Garaus gemacht hat, im Sturzflug mit einem gezielten Feuerball in einen jämmerlichen Aschehaufen zu verwandeln, muss man sich leider damit abfinden, dass dies aus Balancegründen nicht möglich ist. Diese Designentscheidung kann ich zwar nachvollziehen, dennoch zerstört sie dieses „Allmächtigkeitsgefühl“, dass man in der Haut eines Drachen nun mal haben sollte. Daher beschränken sich Drachenabschnitte auf „Dogfights“ mit anderen Luftviechern und dem Ausweichen von Geschütztürmen. Hier muss jeder selber für sich entscheiden, ob das homogen in die bisherige Gameplayformel passt – mir hat es nicht gefallen. Freunde von Lair (wenn es sich denn mal vernünftig hätte steuern lassen) werden dagegen ihre Freude haben, zumal sie die Attribute des Drachen an die eigene Spielweise andauern können. Gar so tiefgründig wie der Skill-Tree der menschlichen Gestalt ist er jedoch nicht. Man muss auch nicht übertreiben.


Was machen Minimap?

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Wie jedes epische Rollenspiel (oder die, die es sein wollen) hat auch Divinity 2 ein wenig mit Unzulänglichkeiten zu kämpfen, die den Spielspaß ein wenig trüben. Die Minimap ist nett gesagt ein Witz. Sie gibt einem genauso viel Hinweise wie eine magnetisierte Nadel in einer Teetasse. Super, wir wissen jetzt zwar, wo Norden ist, wo zur Hölle aber mein nächster Quest stattfindet, wird nicht angezeigt. Auch das Tagebuch, das zwar alle Gespräche minutiös aufzeichnet, geizt mit genauen Ortsangaben (Ich kann ein Quest immer noch nicht beenden, weil ich nicht weiß, wie ich zu diesem verfluchten Lovis komme). Wie man es richtig macht, zeigt Sacred 2 (es gibt auch Gutes an dem Spiel). Nächster Kritikpunkt dürfte Fernkämpfer interessieren: Man Ziele nicht manuell aufschalten. Das ist insofern ärgerlich, als dass es reine Glücksache ist, ob man jetzt den verfluchten Heiler, der im Hintergrund die ganze Zeit seine Kameraden am Leben hält, die gerade wild auf mich einprügeln, beschießt oder nicht. Genauso wie bei den Nekromanten, die ununterbrochen neue Kämpfer beschwören, die verdammt viel aushalten, mächtig austeilen und keine Erfahrungspunkte geben. Bitte nachpatchen! Als Fernkämpfer kann man aber auch noch die KI-Schwächen der Gegner ausnutzen. So rennt man einfach so lange weg, bis der Gegner an eine unsichtbare Barriere gelangt, stehen bleibt und wieder umkehrt. Dann können zwei Dinge passieren (das eine ist erfreulich, das andere definitiv nicht): Entweder der Gegner trottet zu seinem geskripteten Patrouillen-Punkt und lässt sich währenddessen bequem in den Rücken schießen, bis seine letzten Lebensgeister entweichen (gut), oder aber er rennt zurück und lädt sich dabei komplett auf (schlecht). Letzteres ist insofern nervig, als dass man als Fernkämpfer öfter „Hit & Run“-Taktiken nutzen MUSS, da man gegen die Nahkämpfer sonst kein Land sieht. Hat man einen besonders harten Brocken in einem langwierigen Rückzugsgefecht entscheidend geschwächt, die gewisse Barriere überschritten – nun, dann war das alles für die Katz'. Ärgerlich. Selbiges passiert übrigens auch, wenn man sich auf einen Baum rettet, (man kann verdammt hoch springen) und der Gegner einen nicht mehr erreichen kann. Man hat das Gefühl, die Entwickler haben Divinity 2 eher auf eine Nahkampfklasse ausgelegt. Dafür sprechen die zahlreichen Ausrüstungsgegenstände, die primär für Haudrauf-Charaktere geeignet sind.


Dungeons aus einem (Auf)Guss

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Technisch wird Ego Draconis von der Gamebryo-Engine befeuert, die auch Oblivion seinen Charme verlieh, zeigt jedoch, dass sie nicht mehr ganz zu den besten grafischen Darstellungen gehört – gegen ein Fallout 3 zieht Divinity 2 definitiv den Kürzeren. Hübsch sieht es zwar aus, dennoch lässt sich die Darstellungen höchstens als zweckmäßig bezeichnen – zumal die Qualität später abflacht. Das Trümmertal mit seinen saftigen Gräsern und den im Wind wogenden Bäumen überzeugt durch organisches Design und zeigt, dass sich die Entwickler durchaus länger mit diesem Abschnitt beschäftigt haben. Was man von der Wächterinsel nicht behaupten kann. Karg, texturarm und voller ideenloser Gegner, die nicht gerade vor Polygonen strotzen, kann man sie als Art Wüste bezeichnen, die den Spieler einiges an Durchhaltevermögen abverlangt. Übersteht man diese Durststrecke, wird man durch grafisch ansprechendere Abschnitte wieder belohnt. Die Dungeons (selbst der Lagerraum eines Händlers ist ein gewaltiges Höhlensystem voller Skelette) tragen eindeutig die Handschrift der Oblivion-Engine, denn ähnlich wie der Bethesda-Titel sind die Level in der Unterwelt ziemlich repetitiv ausgefallen. Vase, Sarg, Vase, Krug, Sarg, Kiste (Wow!) usw. Musikalisch gehört Divinity 2 sicherlich zu den besseren Titeln. Die Tracks passen sich dynamisch an die Situation an, sodass die heimelige Landschaftsmusik, die beim Flanieren durch das Trümmertal im Hintergrund dudelt, durch ein treibendes Stück abgelöst wird, wenn ein harter Kampf bevorsteht. Bei der Synchronisation merkt man deutlich Dtps Handschrift. Wie in den Adventures (Jack Keane, Ankh) glänzt auch Divinity 2 mit hervorragenden Sprechern. Wenn ein Wachmann wie Optimus Prime klingt, ist das cool. Wenn der andere wie Ben Affleck klingt, ist das ebenfalls cool. Und die Stimme im Kopf, die eigene Aktionen ständig kommentiert, klingt wie Angelina Jolie. Das ist ebenfalls cool. Uncool ist es nur, wenn der nächste Wachmann oder ein anderer NPC plötzlich ebenfalls wie Optimus Prime oder Ben Affleck klingt. Naja, bei den Kosten, die anfallen, solche Sprecher zu engagieren, darf ruhig mal recycelt werden.


Pro und Contra

  • + Tolle Queststruktur
  • + Gut erzählte Story
  • + Synchro ist gelungen
  • + Sehr athmosphärisch
  • + Gedankenlesen ist cool
  • - Minimap witzlos
  • - KI-Aussetzer
  • - Charakterabalance nicht stimmig
  • - Hardwareanforderungen hoch
  • - Drachenform fast überflüssig

Der perfekte Brückentitel

Leider hat Divinity 2: Ego Draconis mit kleinen Designmängeln zu kämpfen, die sich negativ auf die Spielerfahrung auswirken. Die Minimap ist komplett überflüssig, der Drachenmodus passt nicht so richtig zum restlichen Spielprinzip, die Steuerung ist zu hakelig und der Bogenschütze unausbalanciert. Technisch kommt Divinity 2 eher mittelmäßig daher, verwundert jedoch mit merkwürdig hohen Hardwareanforderungen. Trotzdem: Divinity 2 kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Bis Piranha Bytes Risen erscheint, ist es noch ein wenig hin, da darf man die wartenden Fans doch ruhig mal mit solider Zwischenkost erheitern. Ego Draconis ist dabei aber mehr also nur „solide“. Tatsächlich macht es wirklich Spaß, durch diese glaubwürdige Welt zu „questen“. Diese Glaubwürdigkeit entsteht vor allem durch die Art, wie mit Aufträgen umgegangen wird. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Entscheidet sich man gegen den Erpressungsversuch eines Händlers, wird der vielleicht mit höheren Preisen reagieren, dafür hat man jedoch bei einem anderen NPC ein Stein im Brett. Dadurch, dass die Entscheidungen sich nicht so gravierend auf den späteren Spielverlauf auswirken (das Schwert der ultimativen Zerstörung bleibt euch vorenthalten, weil er dem Müller nicht geholfen habt), darf man sich ruhig so entscheiden, wie man es für „richtig“ hält. Das Feature „Gedankenlesen“ sorgt immer wieder für lustige Momente und einen Turm als Hauptquartier zu wählen, von dem aus man seine weiteren Schritte planen kann, ist immer eine gute Wahl. Wir sind gespannt, wie gut die Entwickler Divinity 2 auf die Xbox 360 portieren können. Im September soll es ja so weit sein ...

 

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Bewertung

Divinity II: Ego Draconis pc

8/10

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Kommentare (9)

 Liebling der Massen 500 Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50 Kommentar-Tippse 50
29.07.2009 17:03 - Ich finds bisschen schade dass einem die Wertung oben rechts immer direkt ins Auge springt.

Bei den meisten Reviews spar ich mir da dann das Lesen...
Zum Voten bitte einloggen! 6 von 9 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Liebling der Massen 500 Fragefreund Kommentar-Tippse 50 Wishlist 100 Liebling der Massen 50 Now Playing 100 MyGames Liste 100 Wishlist 20
29.07.2009 17:26 - Bei den genannten Negativ-Punkten würde ich dem Ganzen eher eine 7 geben.
Zum Voten bitte einloggen! 2 von 5 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Fable 2 Spieler Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50 MyGames Liste 100 Wishlist 20 MyGames Liste 20 Kommentar-Tippse 50
29.07.2009 17:41 - Cool, das Spiel wollte ich so oder so haben, scheint ja echt nichts großartig schlimmes zu geben, was mich nun stören könnte. :D
Zum Voten bitte einloggen! 6 von 7 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 Kommentar-Tippse 50 Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50
29.07.2009 18:15 - hm wenn ich das so lese spar ich lieber das geld glaub nich das sich das lohnen würde...
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 Jimmy Olsen Liebling der Massen 500 User-Test Kritiker 50 Fable 2 Spieler Wishlist 20 MyGames Liste 20 Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 50
29.07.2009 20:44 - Es stimmt schon, dass der Titel so seine Unzulänglichkeiten hat. Vorallem im technischen und erzählerischen Bereich schmiert er ab und zu voll gegen die Wand...
Ein Beispiel zu Beginn des Spiels;
Drachenritter: "Nun hab ich dir die Macht eines Drachens, deines größten Feindes, auferlegt. Von heute an bist du der größte Feind deines eigenen Ordens!"
Drachentöter: "Achso... oki doki!"

Aber im Herzen steckt doch noch ein richtig gutes Rollenspiel. Zumindest sind die Quests klasse und die Story motiviert (auch wenn sie manchmal so ihre Schwächen hat). Man erinnere sich mal an die Erzählweise eines Oblivion, da ist Divinity wohl doch noch wesentlich besser.
Kurzum ich hab mich verliebt! Und bevor ich in Risen das Selbe vom Gleichen bekomme, vertreibe ich mir liebend gerne die Zeit mit frischem Neuen ;)
Zum Voten bitte einloggen! 3 von 3 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 
29.07.2009 21:47 - Wann kommt denn die Version für Xbox'ler auf den Weltmarkt? Mein PC macht den Spaß ja leider nicht mit :/
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 Liebling der Massen 50 Fable 2 Spieler Kommentar-Tippse 50 Kommentarklicker 50 MyGames Liste 20 Wishlist 20
29.07.2009 22:55 - (22.10.09) sagt grötte XD
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.
 
29.07.2009 23:04 - Uff, lange hin... sagt Sellfish o0
Da wollte ich doch mit meiner Examensarbeit beginnen *grml*
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 Kommentar-Tippse 1000 User-Test Kritiker 50 MyGames Liste 100 Wishlist 20 Liebling der Massen 500 Kommentar-Tippse 500 Now Playing 20 Kommentarklicker 50
30.07.2009 15:42 - Spiel ist echt klasse, kann das nur jedem der Spiele wie Gothic mag ans Herz legen. Bin seit über 30 Stunden dabei und nicht ein Bug oder Absturz, für so ein Umfangreiches RPG schon klasse, hier und da ein paar KI Aussetzer, aber nix gravierendes was jetzt eine Quest oder das weiterkommen behindern würde. Klasse find ich die Fähigkeit mit dem Gedankenlesen und vor allem die Atmosphäre ist erstklassig, man fühlt sich einfach wohl in der Welt!

Ich kann jedem nur empfehlen vor Spielstart den 1.01 Patch zu installieren, der bringt einige Änderungen mit sich die nicht wirksam werden sollte man schon ein Spiel gestartet haben. Wäre die Technik besser (höhere Weitsicht für Details, weniger Popups, bei den NPCs teils hakelige Animationen) und würden nicht komplette Animationsstufen fehlen (kommen ja angeblich mit dem nächsten Patch) und wäre das Kampfsystem fordernder (aktives Blocken, ausweichen etc.) würd ich glatt ne 9 geben, aber so ist es eine verdiente 8 mit hang zur 8,5 (wenns die hiere gäbe).

Kann man über diese technischen Mängel hinwegsehen bekommt man ein erstklassiges RPG vor die Nase gesetzt mit einer wirklichen klasse Questvielfalt weit weg von den üblichen Standardquests wie Sammle 10 Blumen oder Töte 15 Räuber etc etc....
Zum Voten bitte einloggen! 1 von 1 Lesern stimmen diesem Kommentar zu.

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