Ferrari Challenge
14:30 Uhr - Ihr habt keine Lust mit Schildkröten-Panzern um euch zu werfen oder Monster-Trucks per Nitro-Boost über verwegene Berg-und-Tal-Strecken zu schleudern? Ihr wollt endlich mal wieder in einem realistischen Rennspiel mit rasend schnellen Edel-Karossen über asphaltierte Rennbahnen heizen? Das gelungene Ferrari Challenge schafft Abhilfe.
Im Arcade-Modus bestreitet ihr typische Rennen um die Erst-, Zweit- oder Drittplatzierung auf vier Schwierigkeitsgraden à vier Strecken. Am anspruchsvollen Fahrverhalten ändert sich aber nichts. Wer also erwartet hat auch mal ein paar unkompliziert actionlastigere Runden einlegen zu können, wird wohl auf andere Alternativen zurückgreifen müssen. Herzstück des Spiels ist der Herausforderungsmodus. Hier bestreitet ihr je fünf bis sechs Rennwochenenden – optional mit Qualifikationsrunde – in drei offiziellen Ferrari Challenge-Saisons in Italien, ganz Europa und Amerika. In der Herausforderung wird ausschließlich mit dem F430 Challenge gefahren. Es ist auch der einzige Modus in dem vor den Rennen noch Einstellungen an dem Wagen vorgenommen werden können. In fünf Kategorien, wie Bodenfreiheit, Stabilisatoren oder Ausrichtung könnt ihr die Beschaffenheit eures Gefährts in groben Abstufungen konfigurieren. Die Möglichkeiten sind wesentlich eingeschränkter, als bei vergleichbaren Genre-Konkurrenten, doch immerhin sind die Auswirkungen der jeweiligen Änderungen deutlich spürbar. Blieben noch Zeitrennen, dessen Inhalt klar sein sollte und der Trophäenmodus, in dem ihr mit einem frei wählbaren Ferrari-Boliden eine, für jeden Wagen individuell festgelegte Gruppe von drei Strecken aus allen Saisons, in jeweils zehn Minuten dauernden Rennen abfahrt. Zu gewinnen gibt’s – Überraschung – eine Trophäe.
Die wahrscheinlich wichtigsten Punkte für ein Rennspiel sind Steuerung und Fahrverhalten. Ferrari Challenge bietet drei vorgegebene Möglichkeiten der Kontrolle an: Mit Wiimote und Nunchuck, wobei mit dem Analog-Stick gelenkt wird oder nur über die Wiimote, wobei ihr entweder durch Kippbewegungen der Fernbedienung oder mit dem Digi-Kreuz steuert. Alle drei Arten funktionieren (teils mit Eingewöhnung) gut, keine ist optimal. Wiimote und Nunchuck bieten das beste Gesamtergebnis, die manuelle Schaltung ist aber in jedem Fall für die Katz. Nutz ihr lediglich die Wiimote werden die Gänge durch Auf- und Abbewegungen gewechselt. So geht zumindest die Legende. Im Test hat das nicht mal ansatzweise funktioniert (!), egal wie wir die Fuchteleinheit auch gehalten haben. In Kombination mit dem Nunchuck schaltet ihr über die Buttons eins und zwei, was wohl nur Leute mit ohnehin schon gebrochenen Fingern schaffen und deshalb ebenso nutzlos ist. In der Menüführung hat man die Möglichkeiten der Bewegungserkennung schließlich wieder ganz vergessen: Buchstaben für die Namenseingabe oder die Position der Vinyls umständlich durchzuschalten, anstatt mit der Fernbedienung einfach auf den Bildschirm zu zeigen, zeugt nicht gerade von einem Höchstmaß an Durchdachtheit. Egal, die Rennen fahren sich trotzdem sehr sauber und Fahrphysik und Geschwindigkeitsgefühl stimmen. Gespart hat man abermals bei der grafischen Umsetzung. Zeigen Packungsrückseite und Anleitung noch hochaufgelöste Autos auf detaillierten Strecken, die ganz offensichtlich aus der Xbox 360/PS3-Version stammen, so sieht die Wiialität mal wieder nicht ganz so rosig aus: Aufploppende Objekte, starkes Kantenflimmern und eine insgesamt etwas triste Darstellung hätten nicht mal den GameCube Kraft abverlangt. Das Spiel ist aber auch entfernt davon unerträglich hässlich zu sein und läuft immerhin schön flüssig. Beim Sound gibt’s hingegen nicht viel zu kriteln. Die authentischen Motorengeräusche und die eingängige Musik sorgen für eine passende, akustische Kulisse.
Bewertung
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Kommentare (4)
Grimnirsson
RaPe
Johannes Krohn
P.S.:*erhobenenzeigefingerzeig* Drogen machen dumm! Und natürlich nimmt kein AreaGames-Redakteur irgendwelche bewusstseinerweiternde Stoffe zu sich! Außer Drogen!
Good God