Fussball Manager 12
Jedes Jahr beglückt Electronic Arts die Spieler von Manager Titeln mit dem neuesten Ableger des Fussball Managers. Wir haben für euch auf der Trainer-Bank Platz genommen und mit Sponsor-Partnern Verträge abgeschlossen. Selbst vor dem Elfmeterschießen haben wir uns nicht gedrückt und verraten euch im Test, ob EA mit dem neuesten Teil ein Tor geschossen hat, oder ob der Ball ins Aus gekullert ist.
Der Vorgänger, Fussball Manager 11, war trotz zahlreicher Bugs zu Beginn ein gelungener Titel, der Freunden des Genres viel Spaß bereitet hat. Wir klären für euch, ob sich EA für Verbesserungen im Detail oder ein komplett neues Konzept entschieden hat. Der Einstieg in das Spiel ist unnötig kompliziert, da die Eingabe der Seriennummer lediglich zu einem Systemfehler geführt hat. Mittlerweile hat sich EA dafür entschuldigt und auf der offiziellen Homepage eine Hilfestellung eingerichtet. Im Hauptmenü des Spiels angekommen, gibt es auf den ersten Blick kaum Veränderungen. Selbst bei der Auswahl eures Clubs und der ersten Willkommens-Mail könnte man noch davon ausgehen, versehentlich das falsche Spiel ins Laufwerk gelegt zu haben. Diesen Eindruck wird man während des gesamten Spiels nicht los, da nur Feinheiten im Detail verändert wurden. Dafür sind diese wohl überlegt und an den entsprechenden Stellen sehr gelungen umgesetzt.
Für den 3D Modus waren beim Vorgänger noch mehrere Patches notwendig, bevor dieser akzeptabel lief. Mehr als Einmal liefen die Spieler orientierungslos wie aufgescheuchte Hühner über den Platz. Einwürfe gingen direkt zu Spielern des gegnerischen Teams oder landeten gar erneut im Aus. Das Passspiel war auf dem Niveau einer Schülermannschaft und Tore sind nach Schema F abgelaufen. Die Torhüter haben ihrem Namen keine Ehre gemacht und würden in der Realität an einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko leiden. Doch oh Wunder, diese Schwachstellen wurden ausgemerzt. Gleich zu Beginn fallen die ersten Veränderungen auf, da sich die Spieler nun glaubhaft und flüssig über den Rasen bewegen. Die Sportler laufen sich frei und scheinen mitzudenken, da auch die Pässe endlich ankommen und nicht ständig beim Gegner landen. Sogar kontern ist jetzt möglich und die Tore fallen ebenfalls unterschiedlich. Auch ein Abwehrspieler kann nun Tore schießen und die Torhüter lassen nicht mehr jeden Ball ins Netz.
Die zahlreichen Statistiken wirken insgesamt etwas runder als beim Vorgänger. Jeder einzelne Spieler verfügt über eine individuelle Tagesform und unsereins kann entsprechend darauf reagieren, sogar wenn sich der Spieler bereits auf dem Platz befindet. Die Zwischenrufe als Trainer sind unverändert, dafür wirken sich diese nun auf das Geschehen aus. Die künstliche Intelligenz hat dazugelernt und wirkt durch Entscheidungen und Handlungen glaubhafter, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Unterm Strich macht der 3D Modus von Anfang an einen guten und spielbaren Eindruck.
Wem der 3D Modus trotzdem nicht zusagt, für den gibt es noch den Textmodus. Auch hier hat EA an den Einstellungen geschraubt. Dabei hat man freie Wahl, wie man sich den Text anzeigen lassen möchte. Entscheidet euch für die Darstellung in ganzen Textblöcken oder einzelnen Sätzen. Wer es richtig spannend mag, kann sich auf Wunsch sogar Wort für Wort anzeigen lassen. Dadurch fiebert man richtig mit, da nicht vorhersehbar ist, ob gleich ein Tor fallen wird oder der Ball daneben geht.
Das Training im Vorgänger wurde von vielen Spielern als unnötig kompliziert empfunden, da man sich um jede noch so kleine Einstellung selber kümmern musste. Zum Glück konnte man die Drecksarbeit vom Co-Trainer erledigen lassen, der auf Wunsch sogar Trainingspläne erstellt hat. EA hat sich auf alte Tugenden zurück besonnen und diese Punkte wieder etwas vereinfacht. Endlich findet sich eine Einstellmöglichkeit um eine Woche in einzelne Tage zu unterteilen. Pro Tag lassen sich so bis zu vier Trainingseinheiten ansetzen. Das Training ist in die Punkte Fähigkeiten, Fitness, Taktik und Sonstiges unterteilt. Sämtliche Einstellungen diesbezüglich gehen wesentlich schneller von der Hand und bieten ausreichend Spaß um sich stundenlang damit zu beschäftigen.
Das Vereinsgelände wurde vollständig überarbeitet. Bisher konnte man in Sim City Manier alles im Alleingang bestimmen. Selbst kleinste Details, wie zum Beispiel den Standort von Bäumen und Pflanzen, ließen sich festlegen. Das wurde abgeschafft, denn manchmal ist weniger mehr. Die Zeiten, in denen ihr den Bob der Baumeister Trieb ausleben konntet, sind vorbei. Nun existieren dafür vorgefertigte Plätze, an denen ihr zum Beispiel eure Plakat-Werbung platziert. Auch wurden die Ausbaumöglichkeiten der Gebäude deutlich erhöht. Die 25 Komplexe verfügen über ganze 289 Ausbaustufen. Somit fallen die Veränderungen wesentlich einsteigerfreundlicher aus.
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Kommentare (1)
Pappkarton
Ich fand die Tests bei AreaGames meist sehr gelungen aber das hier ist ein Witz. Ich höre sehr gerne euren Podcast und meine mich erinnern zu können dass ihr das ein oder andres Mal gesagt habt dass ihr von Fußball keine Ahnung habt. Es ist ja sehr löblich dass ihr dennoch einen Test zu Fußball Manager 12 veröffentlicht habt, aber damit habt ihr euch wirklich keinen Gefallen getan. Ich habe noch NIE einen so oberflächlichen und miesen Test auf eurer Seite gelesen. Also tut euch einen Gefallen und arbeitet weiter nach eurem Motto "AreaGames - Heimat der Heimkonsolen - ohne Sportspiele".
PS: Das ist nicht böse gemeint, sondern mehr als guter Rat.