Gearbox kritisiert Dead Space, BioShock & Co: "Multiplayermodes oft überflüssig!"
Was Dead Space 2, BioShock 2 und Assassin's Creed: Brotherhood miteinander gemeinsam haben? Sie alle sind Sequels mit neu in ihre Serien eingeführten Multiplayermodi. Gearbox CEO Randy Pitchford hat dafür in einem aktuellen Interview nur Worte der Kritik übrig.
Pitchford gegenüber Next-Gen.biz:
- “Oft heißt es: 'Lasst uns mal kurz vergessen, wofür unser Spiel eigentlich steht. Ob das nun der Fokus auf eine gut erzählte Story oder das kompetitive Erlebnis ist. Lasst uns das beiseite schieben und mal eben die Liste durchgehen. Hat das Spiel eine Kampagne? Koop? Wie viele Spieler werden unterstützt? Wie lang ist die Kampagne?...'."
- "Wenn man ein Spiel auf diese Dinge reduziert, beraubt man sich der Fähigkeit, wirklich gute Entscheidungen in Anbetracht des Gesamtbildes zu treffen. Trotzdem wird es oft so gemacht, weil die Verantwortlichen feststellen, dass die größten Spieleblockbuster für jede Art von Kunden ein klein wenig zu bieten haben."
- "Es gibt Leute, die sich Koop-Modi und kompetitiven Multiplayer wünschen. Es gibt auch Leute, die in tiefgehende Fiktion eintauchen wollen. Das Konzept dafür muss aber ganz von alleine zusammenkommen, man kann so etwas nicht erzwingen. Das ist das Problem."
- "Die Verkaufszahlen von Spielen wie Dead Space 2 haben einen gewissen Zenit. Das Beste was man sich davon erhoffen sollte ist ein Höchststand von vier oder fünf Millionen Einheiten, wenn alles perfekt läuft. Irgendwelche Erbsenzähler sagen trotzdem: 'Wie kann ich diese Höchstgrenze nach oben verschieben?' - Und dann fallen ihre Blicke auf Spiele mit Multiplayermodes."
- "Natürlich liegen sie damit falsch. Sie sollten sich stattdessen lieber mit dem gegebenen Maximalpotenzial anfreunden und versuchen, so nahe wie möglich da dran zu kommen. Setzt all eure Investitionen da rein, das eigentliche Versprechen eures Spiels einzulösen!"
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Kommentare (16)
Atlantas Finest
Ich würd mich als Entwickler fragen, macht er dass Spiel wirklich besser?
Denn oft fühlen sich in Spielen wie oben genannt die Mehrspieler Parts an wie:
Nachträglich eingefügt
Schnellschuss Ideen
Spiel streckend
Was bei mir dann das Gefühl bringt sie hätten sich mal lieber um den Solo Part ekümmert.
chiefrebelangel
tc@mper
RoOhZilla
L!nc0ln
IM Carlos
Aber als Publisher (aka Geldgeber) würde ich den Entwickler fragen: 'Wie kann man die Zielgruppe möglichst kostengünstig erweitern?' Und die Antwort darauf lautet nicht selten: 'Wir propfen einfach einen halbgaren Multiplayer-Part drauf.'
Das ganze funktioniert natürlich andersrum genau so und so bekommt jedes ausgewiesenes Multiplayer-Spiel mittlerweile eine meist eher kurze und mitunter mäßige Kampagne "spendiert" damit auch die Singleplayer ins Boot hüpfen.
In sofern find ich es nicht schlimm wenn großartige Singleplayer-Spiele "ein bisschen MP" bekommen, wenn das SP-Erlebnis darunter nicht leidet. Was es bei den oben genannten Titel ja offensichtlich nicht getan hat.
KeksDose
Das Spiel mit der Kampagne kommt für 2/3 des Vollpreises in die Läden und der Multiplayermode wird als DLC zur Verfügung gestellt. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er für das Game auch den MP nutzen möchte, anstatt ihn mit zu bezahlen aber nicht zu nutzen, wie es z.B. in meinem Fall bei 90% aller Spiele zutrifft, die ich kaufe.
Ragism
KING_BAZONG
Oft habe ich das Gefühl, dass dieser Multiplayer-Zusatz erzwungen wurde und eine bewußte Vorgabe "von Oben" war, nicht von denen, die mit einem Spiel eine bestimmte Vision erfüllen/einlösen wollten.
Kurz: Die Vorgabe der "Zielgruppenerweiterung" nimmt mir zuviel Raum ein. Das ist wie bei einem Maler, der, noch unbekannt, einfach seine Vorstellungen von Kunst auf die Leinwand bringt (egal, wer was gut findet oder eventuell kauft) und wenn er dann bekannt ist, für das Publikum malt. Das ist am Ende nicht mehr er selbst. Er hat sich verkauft und ist nicht mehr ursprünglich genug.
So sehe ich die vielen Spiele in letzter Zeit auch, mit ihren "gekünstelten" und nicht nachvollziehbaren Multiplayer-Anhängseln..
Pairikas