Gears of War 3
Mit Gears of War 3 schließt Epic Games endgültig die Trilogie und den Kampf gegen die Locust ab. In fünf Akten bringt der muskelbepackte Protagonist Marcus Fenix zu Ende, was vor Jahren mit dem E-Day begann. Und das alles - auch in Deutschland - zu 100 % uncut. Wir haben die Kampagne durchgespielt und sind begeistert. Wir wollen ja auch kein Ärger mit Cliffy.
Das Spiel startet ruhig, geht aber zügig in die Vollen und prescht mitten in die fulminante Schlacht. Natürlich wird man erst einmal mit der Steuerung vertraut gemacht, die wie in den Vorgängern wunderbar funktioniert. Elegant sprintet man von Mauer zu Mauer, wobei man von einer hinterher hastenden Kamera verfolgt wird, geht sofort in Deckung, schießt, lädt nach und ballert sich konsequent durch die Locust-Massen. Die Tastenbelegung ist sinnvoll gewählt und ermöglicht so die geschmeidige und intuitive Steuerung, an der es keinen Makel gibt. Eine Gesundheitsanzeige gibt es nicht: In der Mitte des Bildschirm erscheint das rote Totenkopf-Logo, welches euch erst dezent und dann immer aufdringlicher auf den Energie-Schwund hinweist. Sobald man sich in Deckung oder außerhalb der gegnerischen Salven begibt, erholt sich der Charakter wieder und es kann weitergehen. Überschätzt man seine Einstecker-Qualitäten, stürzt man zu Boden und krabbelt auf allen Vieren durch das Schlachtgetümmel. Hier seid ihr auf eure Kameraden angewiesen, die euch durch eine Aufhelf-Aktion wieder ins Spiel bringen.Glücklicherweise reagieren eure Partner prompt und sind eigentlich immer rechtzeitig zur Stelle. Und auch wenn es darum geht den widerwärtigen Locust mit Lancer-Salven einzuheizen, liefert die KI eine gute Leistung ab. Manchmal eilen eure Kameraden aber auch etwas rücksichtslos voraus und lassen euch mit den Gegnern allein zurück. Jederzeit bewegt man sich in einer kleinen Gruppe, die aus einer handvoll KOR-Soldaten besteht, über die Schlachtfelder. Somit habt ihr auch die Möglichkeit die Kampagne im Vier-Spieler-Coop zu bestehen, wobei der Schwierigkeitsgrad mit der Spielerzahl steigt.
Die Waffen bedienen das bekannte Repertoire (MG, Shotgun, Sniper), dabei ist der Lancer euer Standard-Werkzeug. Als neue schwere Waffe sticht besonders der Digger Launcher hervor, mit dem man die Munition unterirdisch verschießt, welche anschließend vor dem Ziel aus dem Boden fliegt und explodiert. Auch wenn das Waffenarsenal nicht durch Originalität glänzt, überzeugt es durch seine einwandfreie Funktionalität. Schafft ihr es nicht die Gegner endgültig durch Schüsse zu erledigen, versuchen auch sie sich in Richtung ihrer Kameraden zu schleifen, um sich vor dem nahenden Tod zu retten. Solltet ihr ihnen dabei zuvor kommen, gibt es die Option sie mit einem derben Finisher in die Locust-Hölle zu schicken. Hier variieren die Moves durch die Waffe, die ihr in diesem Moment bei euch tragt. Die unterschiedlichen Ergebnisse laden so zu blutigen Experimenten ein. Neben den neuen „Leuchtenden“, die durch groteske Mutationen verschiedenste Gegnerformen hervorgebracht haben, wie zum Beispiel einen überdiemensionalen Tausendfüßler, gibt es auch wieder die alten ungeliebte Feinde wie die Brumarks oder Corpser . Auch die Gegner-KI wurde angemessen mit Intelligenz ausgestattet und garantieren ausgeglichene Schusswechsel. Besonders fordernd wird es dann bei den respekteinflößenden und imposanten Bossen, die sich allerdings etwas zu rar machen. Ein oder zwei Brocken mehr hätten dem Spiel auf jeden Fall gut getan. (weiter...)
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Kommentare (38)
Burning
Guter Test :)
Dark198th
ich finde die hohen wertungen für dieses stupide geballer schon etwas unangemessen. der erste teil konnte ja noch mit nie dagewesener optik trumpfen, aber inzwischen wirkt die unreal engine schon ziemlich verbraucht.
keine frage, die gow games sind nette action games, aber die hohen wertungen halte ich persönlich für unangebracht, insbesondere für teil 3.
Schokotier
Endlich der Gears Test...! War ja zu erwarten das es genial wird! :)
Jacuzzi
Der Oskar hat irgendwie eine ganz eigene Art so einen Test zu schreiben; gefällt mir sehr gut :)
Aber kaufen werde ich mir Gears erst etwas später wenn es dann billiger geworde ist. So ein Spiel ist einfach zeitlos, das muss man nicht umbeding sofort spielen.
Herbststurm
Den Singleplayer fand ich zwar gut aber nicht so gut wie bei den beiden Vorgängern und man hat die 5 Akte relativ schnell durch was Schade ist, als Abschluß hätte man die Kampange auch etwas größer gestalten können.
Das Spiel ist aber trotzdem der Hammer vorallem der MP
toul81
eine frage habt ihr gerade auch probleme mit dem xbox live daschboard ?
Häuptling Little White Cock
ich hab mir nur die seite 3 durchgelesen. haste gut geschrieben, oskar. den "rest" les ich, wenn ich die kampagne durch habe. im moment komme ich aber vom mp nicht weg.
Obiwan-Kemario
@ Dark198th
Ich will nun wirklich niemanden bekehren, aber Gears hatt einfach einen entscheidenen Vorteil gegenüber vielen anderen Action Spielen und dieser ist ein sehr intuitives, flüssiges, dynamisches schlicht "Bock machendes" :P Gameplay.
Eines dieser Spiele die gerne noch mal in einem Jahr eingelegt werden um es ein weiteres mal durchzuzocken. Ging mir zumindest mit den Vorgängern so.
Und das finde mal heutzutage. Ein Grund weswegen ich Crysis 2 trotz unbestreitbarer Schwächen gedaddelt hab ohne Ende. Das Nano Suit Gameplay macht "mir" einfach Spaß.
Wie gesagt kein Bekehrungsversuch, wollt nur mal auf die spielerischen Qualitäten hinweisen. ;)
Grimnirsson
" Auch die Gegner-KI wurde angemessen mit Intelligenz ausgestattet und garantieren ausgeglichene Schusswechsel."
"Aber auch die Locust haben ihre Probleme, wenn sie auf der falschen Seite der Mauer in Deckung gehen oder paralysiert in der Gegend herumstehen."
Ja, was denn nun? Die Quali der KI hätte man sicher detailierter beschreiben können - und müssen.
Saibot