Donnerstag, 07. Februar 2008
Gestatten:Dante
Alles begann im Jahre 2001 mit dem ersten Teil der Serie. Die Hintergrundgeschichte ist zwar etwas verzwickt aber trotzdem oder gerade deswegen so interessant. Ein Dämon namens Sparda hat mit der Menschenfrau Eva zwei Kinder bekommen: Virgil und Dante. Demzufolge sind beide Halbdämonen. Da ihr Vater, der Sparda aber einer der wenigen guten Dämonen ist und die Menschheit vor den Bösen schützen wollte, hat er das Tor zwischen beiden Welten versiegelt. Bei dem Kampf um das Tor mit dem Teufelsdämonen Mundus ist leider auch seine Frau Eva ums Leben gekommen. Natürlich bleiben solche Tore meist nie endgültig verschlossen, sonst würde sich das Ganze ja schlecht als Serie mit mittlerweile vier Teilen herausingen lassen, wenn schon vor Beginn des ersten Teiles alles schön wäre. Und so müsst Ihr euch als der Halb-Dämon Dante in den Kampf gegen die Unterwelt stürzen.
Gestatten: Der coolste Halbdämon der Videospielgeschichte
Im ersten Teil müsst Ihr verhindern, dass das Tor zur Unterwelt, das sich auf Mallet Island befindet, geöffnet wird. Dantes Auftraggeberin Trish entpuppt sich im weiteren Spielverlauf als eine Verbündete des Teufelsdämonen Mundus und somit muss der weißhaarige Held verhindern, dass sich das Tor wieder öffnet. Dazu muss Dante auch gegen Mundus kämpfen, der schon damals Todfeind seines Vaters war. Zu seiner Zeit war Devil May Cry vor allem für die grandiose Grafik sowie die schnellen, actionlastigen Kämpfe bekannt und beliebt. Aber der wesentliche Faktor, der Devil May Cry so erfolgreich gemacht hat, ist der Hauptprotagonist Dante. Nonchalant gesagt war der Typ einfach mal eine bis dato selten coole Sau. Vor allem die die Möglichkeit, mit einem Schwert und einer Schusswaffe gleichzeitig zu metzeln verliehen Dante ein unglaublich lässige Art. Zu seinem Standardrepertoire gehörten auch die beiden Knarren Ebony und Ivory. Also wenn das mal nicht putzig ist, seinen Schießeisen Namen zu geben. Wichtiger Bestandteil von Devil May Cry waren auch die roten Orbs. Mit Hilfe dieser kleinen mutierten Gummibärchen-artigen Bälle, die die Gegner beim Ableben hinterließen, konnte Dante Türen öffnen oder zwischen den Missionen in speziellen Shops Upgrades erwerben. Zwar gab es beim ersten Teil noch an einigen Stellen Kameraführungs-Probleme, aber gestört hat das niemandem, denn die Resident Evil-Macher haben damals, im Gegensatz zu ihrem damaligen Main-Titel, hier komplett auf vorgerenderte Hintergründe verzichtet.
Leider ist die PAL-Umsetzung ein wenig schlampig ausgefallen und so mussten die Käufer Geschwindigkeitseinbußen und einem gestauchten Dante hinnehmen. Das hinderte Devil May Cry trotzdem nicht daran, ein Riesenerfolg zu werden. Und wie das dann immer bei erfolgreichen Games ist: Man bastelt an der Fortsetzung.
Gestatten: Dante und Lucia
2003 erschienen dann der Nachfolger, unter dem bezeichnenden Namen Devil May Cry 2. Dieser wurde jetzt mit 2 DVDs ausgeliefert. Zum einen gab es die Dante-Version, zum anderen die Lucia-Variante. Wieder einmal hat es ein als Mensch getarnter Dämon, in dem Fall ein Industrie-Schwerreicher, auf die Menschheit abgesehen. Ihr müsst ihn natürlich stoppen. Dazu benötigt Dante jedoch drei Reliquien, die in allen Herren Länder verstreut sind. Die mittlerweile riesige Fangemeinde war natürlich zu Recht der Meinung, dass sich die 2-jährige Wartezeit auf den zweiten Teil gelohnt hat. .. Hat es sich aber nicht. Denn der zweite Teil folgte offensichtlich klar dem Grundsatz: Ein Schritt vor, zwei zurück. Die Macher schienen bereits die Ideen ausgegangen zu sein, denn wirklich was Neues wurde dem Fan nicht geboten. Gut, die Grafik wurde punktuell verbessert und einige Animationen ergänzt und verfeinert, aber das größte Manko an Devil May Cry 2 war die Tatsache, dass gerade die Bewegungs- und Sprung-Animationen noch so elegant sein konnten: Man auchte sie eigentlich nicht! Es blieb zum größten Teil den Spieler überlassen, ob er ein wenig Show veranstalten möchte und die Kombos aus dem Ärmel schüttelt oder einfach nur stehen bleibt, um auf den Feuer- und Schlag-Button zu hämmern.
Das galt nicht nur für die Gegner, sondern auch für die Endbosse, die durch Anspruchslosigkeit glänzten. Auch die nett gemeinte automatische Zielfunktion hat den geduldigen Fan mit seinem wahllosen und völlig unpassenden Rumgeziele, mehr als einmal in den Wahnsinn getrieben Weiter Kritikpunkt war die Spielzeit, mit 6-8 Stunden ein wenig zu wünschen üig ließ. Dafür hat Capcom es in diesen Teil mit der PAL-Konvertierung einwandfrei hinbekommen, was aber auch schon als einzig positiver Aspekt für die bitter enttäuschten Fans zu betrachten ist.
Gestatten: Wiedergutmachung
Der dritte Teil, wieder 2 Jahre später, schien eine Wiedergutmachung seitens Capcom zu sein, denn nicht nur Fehlerausmerzung des letzten Teils stand auf deren To do-Liste, sondern auch der Versuch, durch eine ordentliche Prise Humor ein wenig frischen Wind in die Serie hineinzuingen. Und laut Meinung der Fans ist dies den Entwicklern wunderbar gelungen. Story-technisch setzt das Spiel vor dem ersten Teil an und zeigt Dante im jugendlichen Alter. Diesmal wird der Kampf aber unter Brüdern ausgetragen, nämlich zwischen ihm und seinem Halbuder Vergil aus der Dämonenwelt, der mit reichlich dämonischer Gefolgschaft in Dantes Heimatstadt einfällt. Diesen Umstand kann Dante natürlich nicht auf sich sitzen lassen, deswegen macht er sich auf, um Vergil seinen Halbdämonen-Hintern zu versohlen. Neu am dritten Teil ist das Kampfsystem. Vor den Missionen könnt Ihr jetzt nämlich zwischen vier verschiedenen Kampfstilen wählen. Mit dem „Royalguard“-Stil habt Ihr die Möglichkeit gegnerische Angriffe zu kontern während ihr im „Gunslinger“-Modus zwei Feinde gleichzeitig mit Blei vollpumpt! Aber nicht nur am, in diesem Teil, wirklich knackigen Schwierigkeitsgrad wurde gefeilt, sondern auch an der Grafik, die das Optimum an Performance aus der PS2-Hardware herausgekitzelt hat.
Gestatten: Nero
Mit dem dritten Teil hat Capcom es geschafft, die Fans wieder hinter sich zu scharen und nun, nach etwas mehr als 2 Jahren, steht endlich der 4. Teil vor der Tür. Und da nicht jeder PS2-Zocker von damals bei sich die PS 3 im Hause stehen hat, wird Devil May Cry nicht Playstation 3-exklusiv, sondern auch für die Xbox 360 erscheinen. In diesem Teil gibt es neben Dante auch wieder einen Neuen im Helden-Bunde, nämlich den fast schon eineiigen Zwilling Nero. Dieser ist, genauso wie Dante, im Orden des Schwertes. Auf einer Feier des Ordens taucht Dante aber wie aus heiterem Himmel auf und tötet alle bis auf Nero. Jeder Devil May Cry-Fan wird jetzt zutiefst überrascht und auch leicht wehmütig sein, wenn er zu Beginn schon weiß, dass er in der Haut Nero's Dante aufspüren muss, um sich zu rächen. Vielleicht steckt dort aber auch mehr als pure Mordlust dahinter, wer weiß das schon?
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