Irrational selbstkritisch: BioShock 1 hätte viel besser werden können
Ken Levine und seine Truppe von Irrational Games sind nach Release des gefeierten FPS-Hits BioShock offenbar den Weg des Peter Molyneux' bzw. BioWares gegangen: Heftige Selbstkritik am eigenen Produkt üben, egal wie sehr es von der Fachpresse in den Himmel gelobt wurde. So gab das Entwicklerteam nun in einem Interview anlässlich der Enthüllung von BioShock: Infinite zum Besten, dass man mit dem Serien-Erstling noch ein ordentliches Hühnchen zu rupfen hatte.
Irrationals Lead Artist, Shawn Robertson, gegenüber GamerZines:
- "Nachdem wir mehr als drei Jahre in das Spiel gesteckt hatten, haben wir es uns angesehen und dachten: 'Hätten wir dies und das schon früher gewusst, wäre es uns besser gelungen'."
- "Wir dachten uns einfach, dass wir das ganze Spiel hätten verbessern können. Ich habe ehrlich das Gefühl, dass wir unsere eigenen schlimmsten Kritiker sind. Wir haben das Spiel auseinandergenommen, nachdem es ausgeliefert wurde."
- "Es gibt eine Menge Dinge, die wir liebend gerne besser gemacht hätten. Aber wenn man ein Spiel entwickelt, geschieht dies nie in einer perfekten Welt. Man wird immer mit der aktuellen Hardware, dem Faktor Zeit und einem begrenzten Budget konfrontiert."
- "Nach jedem Spiel halten wir eine Art Obduktion ab und versuchen dabei wirklich, uns selbst gegenüber kritisch zu sein. 'Das hier ist schiefgelaufen, dies hier hat nicht funktioniert, wie können wir jenes ausbessern,...'. Beim Übergang zu BioShock: Infinite haben wir uns diese Sachen angesehen und z.B. gesagt: 'Nun, ok, die Kämpfe waren nicht so gut wie sie hätten sein können.'"
- "Ich kann euch ein spezielles Beispiel geben: BioShock spielte hauptsächlich in Unterwassergängen und jeder Menge enger Räume. Es gab nicht sonderlich viele Situationen, die man nicht mit einer Shotgun oder durch den Einsatz von Elektrizität lösen konnte. Wir haben die Leute nicht wirklich dazu ermutigt, all die Werkzeuge zu benutzen, welche sie zur Verfügung hatten."
- "Wir wurden uns darüber im Klaren, dass wir die Leute in BioShock: Infinite kreativ sein lassen wollen. Sie sollen sich über ihre Waffen und Fähigkeiten Gedanken machen und sie auf unterschiedlich variierte Weise einsetzen."
- "Wenn wir unseren Job gut machen, wird jeder Spieler auf die Frage hin eine andere Antwort bereithalten, wie er BioShock: Infinite durchgespielt habe."
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Kommentare (22)
Daniel Pook
toul81
Daniel Pook
Der Lead Designer hat selten die Rechte an seinem Spiel oder dem Franchise. Die liegen im Normalfall immer beim Publisher. Und da Irrational meines Wissens nach sowieso fest zu 2k gehört und eines von deren Studios ist, hat sich das wohl eh erübrigt.
Fenix Fontaine
Aber bei soviel Selbstkritik können wir wohl davon ausgehen, dass Bioshock Infinite großartig werden wird.
8bit
Rikibu
Ja es hat super Grafik geboten, die verschiedenen Waffen die man aufrüsten konnte usw. war alles toll, aber trotzdem war die Spielmechanik und der Ablauf ständig das selbe. Und wenn es dann mal spannend wurde und man dachte, hey jetzt kommt mal n Boss Fight, dann wurde das ganze wie ein Film abgespielt...
gähn.
ich musste mich ab der Mitte tierisch durch dieses Spiel quälen, da halfen auch die verschiedenen Modifikationen nix...
Ja das underwater Setting ist schon innovativ und war an sich gut in Szene gesetzt, aber grafik ist eben nicht alles, wenn man bedenkt, wie dröge sich das eigentliche Spiel gespielt hat.
L1ghT
Ich tue so als hätte ich dein Kommentar nicht gelesen ...
retroman