Japanische Medien vs. Vergewaltigungssimulation
12:10 Uhr - Als wir vor einem Monat von der „Vergewaltigungssimulation“ RapeLay berichteten, wurde in unserem Kommentarbereich zünftig über die Thematik, wie weit Computerspiele gehen dürfen diskutiert. Die Meisten taten „RapeLay“ als „typisch“ Japan ab. Doch jetzt stürzen sich selbst die japanischen Medien auf den Titel und stellen das Prinzip der „Eroges“ (Spiele mit erotischem Inhalt) in Frage.
Die japanischen Medien in Form von NHK, FujiTV und Yomiuri stellen RapeLay öffentlich an den Pranger. In Amerika hat die Organisation Equality Now eine Kampagne „gegen Vergewaltigungssimulationen und der Verharmlosung sexueller Gewalt in Japan“ gestartet. Sie richtet sich vor allem gegen die Entwickler des Spiels, Illusion und dem japanischen Premierminister.
Makoto Nakaoka, Sprecher, der betroffen Firma reagiert verwundert:
„Wir sind von der ganzen Sache ziemlich verblüfft. Wir machen Spiele für den heimischen Markt und brechen dabei kein Gesetz. Wir können diese Kampagne nicht kommentieren, weil wir unsere Spiele nicht außerhalb von Japan verkaufen.“
Die Verwunderung kann man ein wenig verstehen, immerhin wurde der Titel 2006 veröffentlicht, mittlerweile vom Markt genommen und wird laut Publisher Softmap nicht mehr produziert.
Trotzdem sieht sich der japanische Eroges-Markt einer großen Krise gegenüber.
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Kommentare (47)
toul81
Krebsverwertung
Early
Ich find's jetzt übrigens nicht sonderlich tragisch. auch in Filmen und Pornos werden zum Teil Vergewaltigungen nachgestellt. Warum also nicht auch bei Spielen?
Cuberde
Das abknallen/töten von zigtausenden Gegnern in Shootern ist auch nicht "normal".
Deshalb ebenfalls verbieten?
Blackburn7
Dazu muss ich noch sagen, dass ich weder das eine gut reden will, noch das andere schlecht reden will, aber rein objektiv betrachtet ist Töten sehr viel schlimmer, als Vergewaltigen
Kurisu
Meins isses nich, aber mein Gott. Lieber so die Fantasien ausleben, als es so lang "drinnen" zu behalten, bis die Bombe hochgeht und ein reales Opfer her muss.
Und es gibt so viele "kranke" Medien, da versteh' ich wirklich nich', warum bei Games immer gleich so'n Zirkus veranstaltet wird.
Das is' meiner Meinung nach alles eine Sache der künstlerischen Freiheit. Wer es geschmacklos findet, der soll dem einfach fern bleiben.
Der Papa
dormitzer
bei shootern tötet man halt (meistens) nur die "bösen". und dass ist dann halb so wild.
der mensch ist halt so "programmiert". bringt man den bösen um ist das etwas gutes und wird toleriert.
vergewaltigt man jemanden in einem spiel ist das etwas schlechtes und wird eben nicht toleriert.
es soll ja jeder spielen was er will, aber ich finde solche spiele ja höchst unnötig. und wer so etwas spielt hat meiner meinung nach schon ein kleines schräubchen locker.
aber wie gesagt es soll jeder spielen was er will!!! möchte nämlich nicht auch noch als "kommentar-nazi" abgestempelt werden.
Kurisu
Ständig hör'/les' ich von Aufschreien von Leuten, die einfach angewidert sind, wenn sie gezeichnete Kinder in irgendwelchen... ich nenne es mal "verwerflichen" Situationen sieht. Die, die sich sowas angucken, werden auf's Übelste beschimpft und es wird verlangt, sowas zu verbieten.
Aber warum?
Ich bin auch gegen Kinderpornographie, wenn es sich um eine reale Form handelt.
Schließlich kommen da reale, menschliche Wesen zu Schaden und das darf nicht tatenlos mit angesehen werden.
Aber ist man pädophil, kann man da auch nix für. Also wohin mit dem Drang?
Irgendwelche Kindersendungen schauen befriedigt die Triebe irgendwann nicht mehr, das gleiche gilt für's mit dem Fernglas irgendwo zu sitzen und Schulkinder zu beobachten.
Was dann?
Um nicht irgendwann an den Punkt zu kommen, wo man nicht mehr anders kann, als sich in irgendeiner Weise an Kindern zu vergreifen, muss eben ein Ersatz her. Und wenn Lolicon diesen Job tut, seh' ich das nur als positiv an.
Davon, dass nicht jeder, der auf sowas steht, auch in echt pädophil ist, mal ganz ab.
IMO müssen all solche Themen, ob es nun im Gewaltphantasien oder Sexuelles geht, mehr angesprochen werden und anstatt auf angewiderte und geschockte Gesichter und Verbannung aus der Gesellschaft auf Verständnis treffen.
Denn je offener darüber gesprochen wird, je mehr Ersatz man findet, umso weniger hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert.
Und bei manchen Dingen lässt es sich vielleicht sogar im Keim ersticken.
Und gewisse sexuelle Triebe lassen sich auch durch Akzeptanz und das Ausleben dieser Fantasien sogar komplett abstellen, weil sie irgendwann... ja... langweilig werden.
Kurisu
"ich finde solche spiele ja höchst unnötig."
Ja eben nicht.
Was, wenn du den Trieb hast, so etwas zu tun? Was, wenn du selbst weisst, wie schlecht das ist, dich selbst dafür hasst und dich selbst davon abhalten willst, aber dennoch den Trieb hast und in nichts Anderem mehr Befriedigung findest?
Wenn du nix Anderes findest, was diesen Trieb zumindest ein wenig befriedigt, platzt es irgendwann aus dir raus und du bist womöglich nicht mehr Herr über deine Taten und tust etwas, was du später bereust und womit du nicht nur dein Leben ruinierst.
Für solche Menschen finde ich solche Spiele wirklich gut.
Nicht bei jedem ist sowas ein Ersatz und ja, vielleicht kann es auch sein, dass bei manchen solche Triebe noch weiter angeschaukelt werden. Aber ich denke, bei den meisten ist der Effekt eher positiv.