John Carmack: Gewalttätige Spiele machen friedlich
In den Medien wird immer wieder über die negative Auswirkung von Videospielen diskutiert, welche offensichtlich Gewalt darstellen. Entwickler-Legende John Carmack ist da anderer Meinung. Seiner Meinung nach geht von solchen Spielen keine Gefahr aus, ganz im Gegenteil.
In einem Interview mit industrygamers sprach Carmack über den Aggressionsabbau durch Videospiele:
- "Ich denke wirklich, dass gewalthaltige Spiele die Aggressionen eines Menschen reduzieren können. Es gab diesbezüglich bereits einige Studien, die besagen, dass derartige Spiele eher eine reinigende Wirkung haben. Das sieht man zum Beispiel auch auf der QuakeCon. Schaut man sich die Leute dort an und vergleicht sie mit einer zufälligen Gruppe auf einem Campus, dann hält man sie wahrscheinlich für friedlicher. Ich denke, die Auswirkungen gewalthaltiger Spiele sind im schlimmsten Fall neutral oder sogar positiv anzusehen."
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Kommentare (23)
Rush
Ich habe mit 12 Jahren meine erste Spielkonsole gehabt (VCS 2600) und spiele nun schon seit fast 30 Jahren Videospiele und müßte laut diverser Polit-Experten schon längst halb Europa im Amoklauf ausgelöscht haben aber als ungescholtener Familienvater passe ich so garnicht in deren Denkschemata.
Von daher stimme ich der "Expertise" von Mr. Carmack ohne jegliche Vorbehalte zu. ;-)
IM Carlos
Wie so oft: John Carmack hat recht ...
KING_BAZONG
Sehe das zwar ähnlich, aber ob man da pauschale Aussagen treffen kann, ist zu bezweifeln. "Der Zocker" ist nicht anders wie andere Menschen.
Ich persönlich kann sagen, dass besonders ältere Zocker (also so wie ich, um die 40) im Allgemeinen etwas mehr "open minded" eingestellt sind als derjenige, der überhaupt kein Hobby hat (ich kenne tatsächlich Leute, die außer ihrer Arbeit und ab und an einen saufen gehen nix im Sinn haben in ihrer Freizeit--DAS ist erst arm !).
Zocker sind oft sehr belesen, vielseitig interessiert, offen gegenüber Vielem.
Aber wie gesagt, pauschal kann man da nix behaupten. Müßte man großangelegte Untersuchungen machen.
Rude
glaube auch das man das nich pauschal sagen kann, jeder ist anders zu bewerten
öhm mal Off-Topic: ich weiß das is nich gern gesehen, aber was isn eigenltich mit dem Pook passiert, is der jetzt nimma bei Area-Games?
Freestyle27
Wo ich wieder so etwas (wohlgemerkt bei NTV) gehört habe wie: Breivik (der norwegische Attentäter) habe Call of Duty: Modern Warefare gespielt um sich auf sein blutiges Massaker vorzubereiten. Ein Spiel, dass simuliert wie man am besten möglichst viele Menschen in einer möglichst kurzen Zeit zu töten, dann kann man echt das Würgen bekommen.
Ich bin zwar kein Call of Duty Fan und dort muss man gewiss Leute umbringen und es gab auch gewisse Szenen, die provokativ daherkamen. (Auf dem Flughafen etc.) Aber Call of Duty eine Simulation zum Zwecke des Trainigs zu benutzen? Haha lustig. Wenn es so gut klappt dann würde ich vorschlagen, dass das US-Millitär doch mit dieser neuartigen Software trainieren sollte um ihre Zielfähigkeit und den Einsatz zu trainieren. Oh man.
yates
Zocken ist nix anderes als eine "Beschäftigung" wie Modellbau, Angeln, Sport usw. / wobei der Geschmack entscheidet, was man nun am besten findet. Die gesamte politische Diskussion um sog. "Killerspiele" ist dermaßen dämlich - daß man sich Berichte darüber in der Presse fast nicht geben sollte. Problematisch wird es, wenn solche Diskussionen dazu führen, daß plötzlich Ego-Shooter nur noch ab 18 Jahren erhältlich sind, oder nicht mehr ins Deutsche lokalisiert werden. M.E. müssen die Eltern besser informiert werden - wer sonst als die Eltern haben die Verpflichtung Ihren Kindern/Xbox- Kiddies den Umgang mit Spielen zeitlich in einem gesunden Rahmen zu halten.
Blacksun32
Bin auch seiner Meinung! Kenne auch einen der seit er 10 ist css zockt und er ist der friedlichste mit abstand zu anderen die ich kenne.
IM Carlos
Im Grunde hat er ja nix anderes gesagt, dass Zocker seine Aggressionen wunderbar kanalisieren kann und mit seinem Hobby abbauen kann. Das kann man nicht über jedes Hobby sagen und natürlich auch nicht über jeden Zocker.
equax
Ich habe ab im Alter von 6 Jahren Doom auf dem PC von meinem Vater gespielt, habe bis heute alles in der Videospielgeschichte mitgenommen, was mit Ballern zu tun hat und habe mich in meinem Leben nicht einmal mit jemandem Geprügelt.
Doppelaccount
Ich glaube nicht, dass es da Zusamenhänge gibt. Einige werden ruhig und können mit Spielen ihren Stress und die angestauten Aggressionen abbauen, andere werden dadurch aggressiv. Schenkt sich wahrscheinlich so gut wie nix :)