John Carmack: "Indie-Entwickler sind hochnäsig."
John Carmack, Doom Erfinder und technischer Direktor bei id Software, plaudert in einem Interview mit industrygamers über das Shooter-Genre. Er ist zufrieden, dass sich Rage vom Einheitsbrei abhebt. Jedoch mag er es gar nicht, wenn man Shooter-Entwicklern einen Mangel an Innovation vorwirft.
Seiner Aussage nach unterscheidet sich Rage in Sachen Tonart und Gefühl von bisherigen id-Produktionen. Trotzdem ist es auf einem bewährtem Fundament aufgebaut. Generell ist er kein Fan von Leuten, die Shooter-Entwicklern einen Mangel an Kreativität vorwerfen.
- "Es ist immer noch eine bewährte Formel, die die Leute mögen. Es ist ein Fehler, das nicht zu berücksichtigen. Solange sie es kaufen, bedeutet es, dass sie ihren Spaß damit haben. Sie kaufen das nächste Call of Duty, weil sie das vorherige geliebt haben und noch mehr davon wollen."
- "Also habe ich ein Problem mit Leuten, die so wie kreative Autorenfilmer daherreden. So wie: "Oh, wir sind nicht kreativ." Aber wir erschaffen etwas von Wert für die Leute. Das ist unser Job! Es geht nicht darum etwas zu machen, was noch keiner zuvor gesehen hat. Es geht darum etwas zu machen, dass die Leute so sehr lieben, dass sie bereit sind ihr Geld dafür auszugeben."
- "Gerade im Indie Bereich gibt es einige Entwickler, die ihre Nase sehr hoch tragen. Die tun so, als ob etwas beliebtes nicht gut sein kann. Und das stimmt einfach nicht."
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Kommentare (15)
Saibot
Blackburn7
Recht hat er ja, aber viele Entwickler versuchen einfach, so beliebtes Zeug wie Call of Duty möglichst mühelos und ohne großen Aufwand zu kopieren und damit den dicken Fisch zu Angeln. So Sachen wie Homefront oder Blacklight wären bestimmt nicht entstanden, wenn sich Militärshooter nicht wie blöd verkaufen würden.
Gegen gute Spiele sagt ja niemand etwas. Battlefield 3 ist auch "nur" ein Shooter, hebt sich aber durch seine Qualität vom Rest ab, und solange das so ist, ist es ja auch in Ordnung. Das Problem sind einfach nur die Entwickler, die meinen, man schmeiße irgendwas CoD-Ähnliches auf den Markt und die Welt würde sich drauf stürzen (was manchmal leider auch der Fall ist).
Rikibu
Sorry aber...
das sagt jemand, der in seiner ganzen Karriere nur stupide Schlauchlevel Shooterspiele entwickelt hat.
Nun gut...
nehmen wir die Sätze mal auseinander
"Solange sie es kaufen, bedeutet es, dass sie ihren Spaß damit haben"
eben nicht zwangsläufig. wenn es keine Demo gibt, dann weiß ich auch nicht, was ich kaufe. die informelle Overdose und nicht objektive Berichterstattung, die sich in Lobeshymnen ergießt, solange das Produkt noch nicht beim Endkunden gelandet ist, um dort auf Herz und Nieren, Pro und Kontra geprüft zu werden, spricht doch eine deutliche Sprache.
Nur weil ich etwas kaufe, von dem ich - geblendet vom informellen Vorgeplenkel - glaube, dass es genau das ist was mir da suggeriert wird, heißt das noch lange nicht, dass es mir im Endeffekt Spass bringt.
Das sind 2 paar Schuhe...Dabei ist einem Entwickler die Kette der Ereignisse spätestens dann egal, wenn der Kaufimpuls getätigt ist. ob der Kunde das Spiel tatsächlich spielt oder auf den Müll wirft, dürfte ihn nur periphär kratzen... das Geld wurde ja schon verdient, und zwar noch ne Stufe davor, nämlich wenn die Zwischen- und Großhändler fleißig ordern weil sie auf das Werbeblabla mit einsteigen, um daraus einen Hype zu generieren, der wie eine Seuche auf die Käuferschaft übergreifen soll...
Natürlich ist es kreative Armut, wenn ich mein Leben lang auf Nummer sicher Nachfolger auf Nachfolger produziere und ich mich was die eigene Kreativität betrifft, nicht weiterentwickeln kann oder gar will, weil mir das sichere Geld wichtiger ist, als die eigene kreative Entwicklung selbst...
Ich bin mittlerweile gelähmt von den Call of Dutys, den Halos und den Fifas, ja sogar den Smackdowns dieser Welt...
Wenn die einzige Kreativität darin besteht, neue unter Vertrag genommene Figuren nachzubauen, sie ins Spiel zu stecken oder gar neue Level mit anderen Häusern hinzuklatschen, das ist für mich keine wirkliche Kreativität...
auch Herr "Doom" ist für mich kein wirklich kreativer Mensch. Er mag zwar einiges für diese Branche getan haben, aber mal ehrlich, der macht seit Jahren den selben Driss, dessen ich persönlich überdrüssig bin. Ich werde mir Rage sicher ansehen, bin aber auch noch nicht informell vorbelastet... diese ganzen blowouts die sich mittlerweile wie Schauermärchen durch die Nachrichtenlandschaft ziehen, blß damit man die Produkte im Dickicht des Angebotsdschungels nicht vergisst, verhageln oft die Spielerfahrung, weil eigentlich kaum noch etwas an Überraschung offen bleit. Und oft kann man sich dem ganzen informellen vorweggenehme nicht mal entziehen...
lass sie doch einfach im stillen ihr Werk ferti basteln und erst dann damit an die Leute rantreten, wenn es wirklich was darüber zu erzählen gibt.
IM Carlos
@Rikibu: Das Lebenswerk von Carmack war sicher nicht der epische Tiefagang seiner Spiele, sondern erher der technische Fortschritt, der mit jedem seiner Spiel einher ging.
Die meisten seiner WErke waren spielbare Tech-Demos, was insofern gut funktionierte, dass jede Engine die so released wurde in vielen anderen, z.T. deutlich besseren Titeln Verwendung gefunden hat.
Insofern ist er überaus kreativ, weil ein bei Mathe und Informatik Kreativität den Unterschied macht zwisschen efiizient und ineffizient. Ich als Ex-Informatiker ziehe jedenfalls meinen Hut vor dem Techniker Carmack.
Steffen261279
@IM Carlos: Besser hätte man es nicht sagen können
Rikibu
naja, natürlich bieten die Engines je nach Generation schon ordentlich Spielraum, sind aber dann oft zu beschränkt gewesen, zb. wenn ich die Doom 3 Engine sehe, die war ohne viel Handarbeit nicht für Außenlevel zu gebrauchen.
Und so bahnbrechend fand ich das alles ejtzt auch nicht.
Am Ende zählen nur die Spiele und weniger wie man zu dem Ergebnis kam...
SichSelbst
@Rikibu
"eben nicht zwangsläufig. wenn es keine Demo gibt, dann weiß ich auch nicht, was ich kaufe. die informelle Overdose und nicht objektive Berichterstattung, die sich in Lobeshymnen ergießt, solange das Produkt noch nicht beim Endkunden gelandet ist, um dort auf Herz und Nieren, Pro und Kontra geprüft zu werden, spricht doch eine deutliche Sprache.
Nur weil ich etwas kaufe, von dem ich - geblendet vom informellen Vorgeplenkel - glaube, dass es genau das ist was mir da suggeriert wird, heißt das noch lange nicht, dass es mir im Endeffekt Spass bringt.
Das sind 2 paar Schuhe...Dabei ist einem Entwickler die Kette der Ereignisse spätestens dann egal, wenn der Kaufimpuls getätigt ist. ob der Kunde das Spiel tatsächlich spielt oder auf den Müll wirft, dürfte ihn nur periphär kratzen... das Geld wurde ja schon verdient, und zwar noch ne Stufe davor, nämlich wenn die Zwischen- und Großhändler fleißig ordern weil sie auf das Werbeblabla mit einsteigen, um daraus einen Hype zu generieren, der wie eine Seuche auf die Käuferschaft übergreifen soll..."
Daspassiert dir ein mal. Danach wirst du die nachfolger nicht mehr kaufen.
Und wenn es einem grpsteil der Spieler nicht gefählt wird sich der nachfolger nicht mehr verkaufen.
WO ist also das Problem?
"Natürlich ist es kreative Armut, wenn ich mein Leben lang auf Nummer sicher Nachfolger auf Nachfolger produziere und ich mich was die eigene Kreativität betrifft, nicht weiterentwickeln kann oder gar will, weil mir das sichere Geld wichtiger ist, als die eigene kreative Entwicklung selbst..."
Welten zu erweitern und Geschichten vortzuführen aht ja auch nichts mit Kreativität zu tun :rolleyes:
"Ich bin mittlerweile gelähmt von den Call of Dutys, den Halos und den Fifas, ja sogar den Smackdowns dieser Welt..."
Ach du Armer. Es gibt auch keine anderen Spiele auf der Welt.
"Wenn die einzige Kreativität darin besteht, neue unter Vertrag genommene Figuren nachzubauen, sie ins Spiel zu stecken oder gar neue Level mit anderen Häusern hinzuklatschen, das ist für mich keine wirkliche Kreativität..."
Deswegen zählen auch Buchautoren als unkreativ ;)
z.B. die der Starwars Romane.
IM Carlos
Wolfenstein war der erste FPS ...
Doom perfektionierte das ...
Quake war das erste große Game, was richtig in 3D-funktionierte, mit Höhenstufen und allem was dazu gehört. Desweiteren war die Engine so skalierend angelegt, dass sie noch heute al Benchmark für die reine Prozessorpower genutzt wird.
Und ohne Quake 2 kein Half-Life kein Counterstrike ...
Ohne Quake 3 kein Call of Duty ...
Ohne Doom 3 kein Prey ...
Sicher Unreal hat bei der Engine die größeren Namen auf ihrer Seite, aberdafür hat die Engine auch in aktuellen Titeln immer noh mit den selben Problemen zu kämpfen wie schon vor Jahren (Texturen werden aufgepixelt).
Die Engine ist halt nur das Grundgerüst für ein Spiel. Nicht mehr und nicht weniger und da ist jede iDTech-engine immer wieder vorne mit dabei, wenn mit Cry und Gamebryo mittlerweile mehr Konkurrenz am Markt ist, als noch vor Jahren ...
Ragism
Wir wollen Millionen machen. Das ist unser Job!
Wow. Was für ein Held. Ein Quell übersprudelnder Inspiration. Er sollte ein Vorbild für uns alle sein.
ps3hero
BULLSHIT, ich finde NICHT das die spiele „tech-demos“ waren! das is doch nur geblubber.
nacht.