Kojima: Dominanz der Shooter hemmt die Umsetzung neuer Ideen
In einem Interview mit dem Official PlayStation Magazine äußerte sich Entwickler-Legende Hideo Kojima unter anderem zur Wettbewerbsfähigkeit von japanischen Entwicklerstudios auf dem Weltmarkt. Die Konkurrenz ist mittlerweile sehr viel stärker und er ist sich nicht sicher, ob Japan genügend Aufmerksamkeit auf sein Spieleangebot ziehen kann. Das läge aber nicht an der Qualität der Titel, sondern an der hohen Nachfrage nach Shootern.
Gegenüber dem OPM sagte Kojima:
- “Derzeit sind die Kunden mit dem zufrieden, was sie haben. First-Person-Shooter verkaufen sich wie verrückt, weshalb sich die Nachfrage nach neuen Ideen in Grenzen hält. Und das ist auch der Grund, warum originelle Konzepte gestoppt werden.“
- “Die Spieler sind mit kleinen Upgrades und Änderungen hier und da zufrieden. Und so lange dies der Fall ist, wird es so weitergehen. Ich sehe darin eigentlich kein Problem, aber zugleich wäre es schöne, auch einmal etwas Neues zu sehen.”
[CVG]
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Kommentare (16)
Dr4g0nfir3
Erzählt mir was neues...
Inzwischen wär ich schon froh, wenn es mal erfolgreiche originelle Konzepte in einem First Person Shooter gäbe. Aber selbst die floppen, wie Bulletstorm oder Brink gezeigt haben...
Cuberde
KING_BAZONG
Er hat zwar durchaus Recht, aber der Herr der MGS-Ableger könnte ja mal vorlegen in Sachen Innovation und damit meine ich nicht bloß eine Erweiterung um "Zerschnippel-Spiel-Mechanik" ;)
salasar
@cuberde
ganz genau! Nur weil Shooter dominant sind heißt das noch lange nicht das sich alle gleich gut verkaufen oder gleich gut sind. Da stechen auch nur ein paar aus der masse hinaus.
RoOhZilla
Der alte Schwarzmaler hat offensichtlich missverstanden worum es in der westlichen Spielkutur wirklich geht. Nämlich um Realismus und Freiheit, in sowohl Bewegung als auch Entscheidung. Und dies lässt sich nunmal sehr gut mit der Ego-perspektive vereinbaren.
Japaner hingegen lieben abstrakte Spielmechaniken welche ihr Geschick und ihre Reflexe auf die Probe stellen und zu denen passt eine distanzierte Third-Person perspektive eben ganz gut.
Na jedenfalls, wage ich zu behaupten, dass es sehr wohl Raum für Innovationen gibt, ob nun innerhalb oder außerhalb der Ego-Perspektive.
ps3hero
@RoOhZilla: genau so ist es. ich gehöre dann aber wohl spielgeschmackstechnisch zu den japanern. meine 10 lieblingsspiele of all time kommen alle aus japan bis auf metroid prime aber das hat immerhin japanische wurzeln. ich finde es zwar toll zu sehen wie eine welt in crysis 2 gemacht ist und wie doll das aussieht aber dafür reicht mir eine demo vollkommen aus.
Ragism
Kojima irrt sich gewaltig. Shooter sind natürlich unheimlich wichtig mittlerweile - keine Frage. Es liegt aber eben doch an der Qualität dessen, was japanische Entwickler mittlerweile abliefern. Natürlich gibt es immer noch zwischendurch künstlerische Meilensteine. Aber selbst große Namen und Marken leiden stark darunter, daß Nippon momentan ein absolutes Formtief hat. Vielleicht möchten sie es zu vielen recht machen und zielen zu stark auf den Weltmarkt, während die Spiele eigentlich mal dafür geschätzt wurden, daß sie eben nicht "westlich" sind.
Wenn es so weiter geht, ist Japan in der Spieleindustrie in den weltweiten Verkäufen und der kulturellen Relevanz in 5 Jahren am Boden.
salasar
@ragism
meiner meinung nach hat er seine relevanz schon verloren. Der großteil orientiert sich am westlichen Markt ( und mit westlich meint mann immer die Staaten!) Womit sich Zeigt was heute wirklich relevant ist. Ein paar vereinzelte "funktionieren " nur noch. ( machen abstruss komischen kram oder das ewig gleiche wie z.b. Dynastie Warriors. Und Alle 5 - 6 Jahre kommt dann mal doch ein Titel der auf Japanische Tugenden beruht und klasse ist (der nächste dürfte dann Last Guardian sein).
Rikibu
blödsinn, neue Konzepte sind gerne gesehen, ich kann mittlerweile keine shooter mehr sehen, daher bin ich so begeistert von kinect und der spiele...
man muss sich nur ma was trauen anstatt sich damit zu rechtfertigen sachen nicht zu tun, weil andere dominant sind.
man sollte sich fragen wie egoshooter so einen zulauf erleben können, nämlich immer dann wenn andere genres stiefmütterlich behandelt werden.
man muss schon auch mal was wagen.
aber selbst wenns nich so viele weltkriegsshooter gäbe, fände die branche gründe nichts auszuprobieren.
karatecat
Ich finde nicht das shooter zu dominant sind,es sind eher nur die beiden bestseller von ea und activision.In letzten jahr habe ich nur einen shooter gekauft (BF3) und ich kaufe mir nicht nur ein spiel jahrlich wie manche mw prestige suchtis.Also das genre zu dominant nennen nach einen Jahr mit Batman,Skyrim,Portal usw. na ja...