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Krieg gegen Israel und Amerika als Budget-Version

Dienstag, 17. Juli 2007
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10:35 Uhr - So jetzt kommt wieder eine News aus der Ecke: Brisant. Denn das folgende Thema sollte wirklich mit Fingerspitzengefühl behandelt werden. Es dreht sich nämlich um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran bzw. zwischen dem "westlichen Imperialismus und Zionismus und dem fundamentalistischen Islamismus", der mittlerweile auch auf virtueller Ebene ausgetragen wird. Die US-Firma Kuma Games machte im Oktober 2005 mit einer Shooter-Episode namens Angriff auf Iran auf sich aufmerksam. Jetzt gibt es die erste Reaktion seitens des Staates unter der Regierung von Ahmadinedschad. Nach dreijähriger Entwicklungszeit ist der anti-amerikanische Shooter Special Operation 85: Hostage Rescue fertig geworden und wurde im iranischen Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen vorgestellt...

"Entwickler-Studio" ist die Union of islamic Student Societies. Der Spielinhalt ist simpel, aber zweckmäßig: Ein iranisches Ehepaar, beide Nuklearforscher, werden auf ihrer Pilgerreise zum schiitischen Schrein von Kerbela entführt und in ein israelisches Gefängnis verschleppt. Der Spieler schlüpft in die Rolle des iranischen Elitesoldaten Bahman Nasseri und soll dieses Paar befreien. Da dieses Spiel ein Ego-Shooter ist, könnt ihr euch ja vorstellen wie diese Befreiung abläuft - mit Waffengewalt.In den 8 Missionen umfassende Spiel findet ihr neben dem vermissten Ehepaar auch noch weitere vier entführte Iraner. Diese Personen sollen üigens nicht aus der Luft gegriffen sein, denn die iranische Regierung glaubt bis heute, dass die im Jahr 1982 entführten Personen bis heute in der Gewalt Israels seien. Nebenbei deckt ihr noch einen Maulwurf in euren eigenen Reihen auf. Dieser verrät nämlich Geheimnisse des iranischen Atomprogramms an den Feind Israel."In diesem Spiel werben wir nicht für Terrorismus und Gewalt. Weil man darin iranische Geiseln befreit, werben wir für Selbstlosigkeit, Hingabe und die Verteidigung unseres Landes.", so das Zitat Generalsekretär der Studentenunion Mohammad Taghi Fakhrian. Um Missionen zu beenden muss man "nur" US- und israelische Soldaten töten, ihre Laptops mit geheimen Informationen stehlen und schließlich Wissenschaftler und Diplomaten befreien.Hinter der Story und dem Shooter-Konzept steckt natürlich eine beunruhigende Absicht. Denn Computerspiele sind besonders gut dafür geeignet "ideologische Werte wie Opferbereitschaft und Märtyrertum zu vermitteln und sich gleichzeitig auf das Nuklearthema zu konzentrieren", so FakhrianSpecial Operation 85: Hostage Rescue wird es quasi als eine Art "Budget"-Version geben, damit auch Jüngere die Gelegenheit bekommen, die oben genannten "Tugenden" zu verinnerlichen.Quelle: Spiegel.de
 

Kommentare (17) «  1 2 »

Commandant Che  
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17.07.2007 12:30 - Wenn so ein Spiel aus irgendeinem Hinterzimmer kommen würde, könnte man Mitleid mit den dämlichen Entwicklern haben. Aber wenn selbst ein Staat hinter so einem Spiel steht, dann fragt man sich wirklich ernsthaft, wie solche Menschen einen Staat überhaupt regieren können. Das ist "sich duellieren" auf dem niedrigst möglichen Niveau. Wo die hohe Kraft des Geistes aufhört, beginnt die rohe Kraft des Körpers. Aber hier hat der Geist sich ganz sicher nicht einmal im Ansatz irgendwo blocken lassen, so musste sie auch wohl nicht beendet werden. Wie kann man nur enrthaft annehmen, mit solch gefährlichem Müll irgendetwas in irgendeiner Weise irgendwie positives bewirken zu können? Das ist Müll der schlimmsten Sorte!
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Werner Stelzenpop  
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17.07.2007 12:58 - Natürlich ist das dumm und gefährlich! Aber letztendlich ist es im Kern nix anderes als das was wir in Form von Splinter Cell, Rainbow Six, Ghost Recon und Konsorten präsentiert bekommen, nur das Feindbild ist ein anderes. Bei den oben genannten Spielen macht der Spieler ja auch nix anderes als den Ruhm und die Ehre der USA zu verteidigen, bzw. in Form von Amerika die Welt zu retten. So gern ich auch Splinter Cell und Co. spiele - ich habe schon oft dabei gedacht wie propandistich und tendenziös das ist. Kommt eben immer auf den Standpunkt an. Getötet und infiltriert wird in allen Spielen dieser Art - egal wer der Hersteller ist. Ich spiele ohnehin lieber unpolitische Shooter wie Halo oder Half Life und so gut die Ubi-Soft Titel auch sind - ich würde mir da des öfteren einen weniger politischen Einschlag wünschen.
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Spanky  
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17.07.2007 13:31 - @Werner - sehe ich genauso wie du
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Dizzy  
17.07.2007 14:41 - jo ich auch
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Einherjer  
17.07.2007 16:17 - Werner hat es genau auf den Punkt gebracht. Aber die wenigsten würden von alleine darauf kommen...
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Commandant Che  
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17.07.2007 22:27 - Werner du hast es wirklich und sehr gut geschildert, da bin ich ungeteilt auch deiner Meinung. Ich bin sowieso jemand, für den Patriotismus mit das dämlichste ist, was es gibt! Von daher stört es mich sogar richtig, immer wieder auf Seiten der US-Amerikaner "kämpfen" zu müssen. Aber es gibt hier einen gravierenden Unterschied. Während die Spiele, die wir, aus Überzeugung der politischen Aussage (dies werden wohl die wenigsten sein) oder eben aus reinem Spass am Spiel, spielen, ganz andere Hintergründe haben. Vordergründig trifft deine Aussage den Punkt vorzüglich, aber hier darf man sicher sein, dass niemand Terrorismus als solches für ein Mittel zum Zweck akzeptieren oder gar wollen würde. Wenn eine Gesellschaft Selbstmordanschläge als eine legitime Handlung akzeptiert, bereitet mir so eine Gesellschaft ziemliche schlimme Bedenken.
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Werner Stelzenpop  
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18.07.2007 10:04 - @Commandant Che: Es kommt wie ich schon sagte, auf den Standpunkt an. Frag mal in zwei verfeindeten Lagern, wie man sich selbst und wie man die Gegenseite empfindet. Beide Seiten werden sich als die jeweils "Gute" und die anderen als die "Bösen" empfinden. Also bleibe ich dabei - im KERN ist es dasselbe. Es geht darum für etwas zu kämpfen, woran man glaubt und was sich von der Ideologie des anderen unterscheidet. Deshalb kommt es oft auch nicht zu einer Einigung. Wie man diese Gewalt dann in Worte kleidet und rechtfertigt um EIGENE Interessen durchzusetzen ist für mich erstmal egal - es bleibt Gewalt. Und wer sagt Dir, dass alle Iraner so denken, wie ihr Regime? Du sprichst von einer (ganzen) "Gesellschaft" und läufst Gefahr, auch nur das wiederzugeben, was Dir Medien vorgeben - hast also ein gewisses Bild schon im Kopf. Ich will mit dieser Aussage Länder wie den Iran nicht schönreden und verteidigen, aber Du sagst, wir spielen Spiele nicht aus politischer Überzeugnung.
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Werner Stelzenpop  
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18.07.2007 10:09 - >>Ups, da gehts weiter... ;-) : ... Die weltpolitischen Ereignisse sind so kompliziert und verschachtelt - vieles Bedingt sich gegenseitig. Man kann es letztendlich nicht so einfach herunterbrechen, wie in einem Spiel, wer gut und wer böse ist. Deshalb stossen mir politische Inhalte in Spielen des öfteren auf. Und weil sie helfen Unbewußt ein Weltbild oder FEINDBILD zu schaffen. Ich will mit dem ganzen Gelaber jetzt nix entschuldigen, keine Lanze für den Iran brechen, sondern nur mal sagen, dass man generell solche Spiele mal hinterfragen sollte. *Laber-Predigt-Modus aus!* :-)
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Werner Stelzenpop  
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18.07.2007 10:14 - Mist!!! Irgendwas ging schief!! Dieser Absatz muss zwischen meine beiden... ................................................................................................................... Ok, mag sein - aber wer sagt Dir, dass sie nicht nach und nach mithelfen eine zu bekommen. Duz hast ja auch mittlerweile eine Meinung über die Gesellschaft im Iran. ;-) Anders herum: Wer sagt Dir dass ALLE Iraner dieses Spiel aus politischer Überzeugung spielen? Vielleicht ist es so, dass viele Iraner das Spiel als Grütze empfinden und gar keinen Bock drauf haben? ;-) Und dass die Spiele die aus dem "Westen" kommen ganz andere Hintergründe haben, würde ich so auch nicht unterschreiben. Filme wie "Top Gun" wurden und werden von der Regierung bzw. dem Militär gefördert. Ich kann mir vorstellen, das auch Spiele wie "Full-Spectrum-Warrior"durchaus auf wohlwollen stoßen. Und das hat meiner Meinung nach denselben Hintergrund, wie die "Propagandaspiele" vom Iran oder anderen Ländern. Die politis
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Daniel Pook  
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18.07.2007 10:15 - Wieso muss ich bei der Diskussion hier an Uwe Bolls Aussagen über Postal denken...
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