MAG
12:20 Uhr - Mit MAG erwartet euch im wahrsten Sinne des Wortes ein Massiv Action Game. Vor knapp zwei Jahren wurde der reine Online-Ego-Shooter von den Spezialisten Zipper Interactive (SOCOM-Reihe) angekündigt. Vollmundig wurde versprochen, dass sich satte 256 Spieler zugleich ins brutale Kriegsgeschehen werfen können. Wenn man an andere Vertreter dieser Art denkt, die gerade mal die Möglichkeiten bieten mit bis zu 16 Spielern ins Feld zu ziehen, wirkt die Zahl 256 einfach unglaublich. Nun ist der Schattenkrieg auch in unseren Gefilden angelangt und muss unter Beweis stellen, dass Online-Schlachten mit 256 Spielern fehlerfrei funktionieren.
Ja, lernen die es denn nie
Wir schreiben das Jahr 2025, der dritte Weltkrieg liegt hinter der Menschheit und anscheinend haben wir aus den Fehlern der fiktiven MAG-Vergangenheit nichts gelernt. Anstatt Friede, Freude, Eierkuchen liefern sich private Söldnerarmeen wilde Auseinandersetzungen unter dem Deckmantel des Wiederaufbaus der zerstörten Weltordnung. Hauptakteure des sogenannten Schattenkriegs sind die drei Fraktionen S.V.E.R., Raven und Valor. Illegale Kampfeinsätze gehören zum Alltag. Um die gewinnträchtigsten Aufträge zu ergattern, liefern sich die drei Parteien einen unerbitterlichen Machtkampf.
Vorbereitung ist die halbe Miete
Zu Beginn müsst ihr euch entscheiden, welcher Fraktion ihr angehören wollt. Trefft eure Wahl wohlüberlegt, denn ein späterer Wechsel ist nicht möglich. Habt ihr euch für ein Alter Ego entschieden, gilt es noch die Stimme sowie das Gesicht festzulegen. Nachdem der Login auf den Privatserver eurer Söldnertruppe erfolgreich war, befindet ihr euch im etwas kahlen Hauptmenü von MAG. Im Arsenal passt ihr die Ausrüstung eures Kämpfers an. Dafür steht euch eine gewisse Menge an Punkten zu Verfügung. Jeder Gegenstand, wie die Primär- oder Reservewaffe, Granaten oder Erste-Hilfe-Kits sowie panzerverstärkte Kleidung brauchen eine bestimmte Anzahl an Punkten. Insgesamt könnt ihr fünf verschiedene Ausrüstungsvarianten festlegen, zwischen denen ihr vor der Schlacht sowie nach eurem Ableben frei wählen könnt. Somit kann die Ausrüstung der jeweiligen Situation angepasst werden. In der Kaserne betrachtet ihr euren Soldatenrang, kauft von erworbenen Fertigkeitspunkten Waffen- und Rüstungsupgrades und studiert in der umfangreichen Statistik eure Erfolge. Unter Community verwaltet ihr Freundschaften und erstellt Clans. Schließlich wählt ihr den Menüpunkt Einsatz, der den Kern von MAG bildet.
Welcher Modus darf es denn sein?
Nach einem kurzen Training, bei dem euch die Grundlagen der Steuerung näher gebracht werden, seit ihr bereit eure erste Schlacht zu schlagen. Insgesamt fünf Modi stehen zur Auswahl. „Unterdrückung“ ist ein reines Death-Match für 64 Spieler und dient dazu, erste Erfahrungspunkte zu sammeln. Diese bekommt ihr für Abschüsse, Vorlagen oder dem Ausführen bestimmter Befehle, wie das Reparieren von Fahrzeugen oder dem Verteidigen von Schlüsselpositionen. Habt ihr genügend Punkte gesammelt, steigt ihr einen Rang auf und bekommt als Belohnung Fertigkeitspunkte für neue Upgrades. In „Sabotage“, dass ebenfalls mit 64 Spielern gezockt wird, müsst ihr zuerst zwei Punkte des Gegners erobern und danach ein Ziel zerstören. Bei „Unterdrückung“ gilt es zwei Fahrzeuge zu stehlen und sicher an einen bestimmten Punkt auf der Karte abzuliefern. Dabei stehen sich 128 Spieler auf dem Schlachtfeld gegenüber. Um an dem Modus „Herrschaft“ mit 256 Spielern teilnehmen zu dürfen, müsst ihr erst Rang 8 erreichen. Ziel ist hier die Zerstörung von Treibstoffanlagen. Bei den Modi wird per Zufall entschieden, ob die Ziele eingenommen oder verteidigt werden müssen.
Mittendrin statt nur dabei
Nachdem eine bestimmte Anzahl an Spielern erreicht ist, startet der virtuelle Krieg. Um bei der riesigen Spielermenge die Übersicht zu behalten, seit ihr in Truppen von jeweils acht Soldaten eingeteilt. Vier davon bilden ein Platoon und vier Platoons ergeben eine Kompanie. Um sich als Truppenführer beweisen zu dürfen, müsst ihr mindestens Rang 15 innehaben. Auf dem Schlachtfeld angekommen fühlt ihr euch im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin statt nur dabei. Überall Rennen eure Kameraden umher, Befehle werden gebrüllt, – Headset vorausgesetzt – Granaten fliegen durch die Gegend und Fahrzeuge sausen an euch vorbei. Dabei wird schnell klar, ohne Teamplay funktioniert bei MAG nichts. Gerade Anfänger sollten auf die Befehle des Kommandanten hören. Für ein kurzes Spiel zwischendurch ist der Titel nämlich nicht geeignet. Wer gedankenlos in Richtung Feind stürmt, stirbt tausend Tode. Solltet ihr getroffen werden, könnt ihr auf die Hilfe eurer Kameraden hoffen. Innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens können diese euch per Erste-Hilfe-Kit das Leben retten und ihr müsst nicht an einem der Respawn-Punkte von vorne anfangen. Diese sind im übrigen etwas unglücklich gesetzt. Unter Umständen braucht ihr eine halbe Ewigkeit, bis ihr wieder zu euren Kameraden stoßt. Die Matches selbst funktionieren aber herrlich. Selbst mit 256 Spielern ruckelt der Titel nicht und Slowdowns kommen sehr selten vor. Zwar regiert manchmal das Chaos auf dem Schlachtfeld, doch gerade bei MAG passt der Spruch „Übung macht den Meister“ wie die Faust aufs Auge.
Die ganze Welt ist ein Schlachtfeld
Insgesamt bietet MAG 12 riesige Karten, die auf dem ganzen Globus verteilt sind. Ihr kämpft Euch durch Industrieanlagen, versteckt euch im Dickicht des Dschungels und macht die Straßen einer Stadt unsicher. Grafisch können die Maps nicht immer überzeugen. Viele matschige Texturen und die vorherrschenden Farben Braun und Grau lassen den Titel stellenweise etwas trist aussehen. Dazu kommen noch einige hölzerne Animationen. Nichtsdestotrotz stimmt der Gesamteindruck. Vor allem wenn man bedenkt, das sich 256 Spieler auf einmal bekriegen.
Pro und Contra
- + 256 Spieler gleichzeitig
- + Motivierendes Rang-System
- + Steuerung funktioniert herrlich
- + Kommandiert 128 Mitspieler übers Schlachtfeld
- + Kaum Slowdowns oder Lags
- + Teamplay
- - Grafik stellenweise trist
- - Wenig Modi
- - Respawnpunkte unglücklich gesetzt
- - Erfordert hohe Einarbeitungszeit
Erst das Training, dann das Vergnügen!
Ich kann Zipper Interactive ein großes Lob aussprechen. Das Versprechen mit 256 Spielern wilde Online-Schlachten bestreiten zu können, erfüllen die Jungs ohne Probleme. Auch wenn es hart klingt, ich fühlte mich wie in einem realen Kriegsgebiet. Überall explodieren Granaten, Flakgeschütze nehmen einen in die Mangel und an jeder Ecke kann der Feind lauern. Realistischer kann virtueller Krieg nicht sein. Bis auf die hohe Spieleranzahl bietet MAG zwar nichts außergewöhnliches, doch stellte sich bei mir sehr schnell das „Noch eine Runde-Gefühl“ ein. Ich merkte richtig, wie ich mit jedem Match besser wurde. Anfangs ist MAG nämlich ziemlich chaotisch. Ich fühlte mich auf den riesigen Karten stellenweise richtig verloren. Ohne Headset fällt zudem die Kommunikation schwer und die ist das A und O bei MAG. Nach ein paar Runden als Einzelkämpfer wurde mir klar, das wird so nichts. Also hörte ich brav auf meinen Kommandanten und schon sah die Sache anders aus. Schade ist auch, dass die Maps immer per Zufall gewählt werden. Warum kann ich nicht mitentscheiden, wo ich kämpfen will? Trotzdem kann ich MAG jedem Ego-Shooter-Fan, der sich vor einer längeren Einarbeitungszeit nicht abschrecken lässt, wärmstens ans Herz legen. Sollte es aber eine Fortsetzung des Schattenkriegs geben, wünsche ich mit mehr Spielmodi und Karten sowie besser platzierte Respawn-Punkte. Auch die Maps dürfen dann etwas abwechslungsreicher ausfallen.
Bewertung
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Kommentare (30) « 1 2 3 »
DIABLO X
Zudem muss ich sagen, wenn man es alleine spielt, also ohne Clan/Friens, ist man viel weniger motiviert...
Aber schöner Test!
DonkeyWong
11.02.2010 12:52 - 8/10? puh..... das ist hart.. manchmal hab ich das gefühl, ich hätte ein andres spiel gespielt.... aber wenns dem tester spaß gemacht hat bitte... für mich bleibts n nett gemeint spiel aber dennoch völlig überflüssig.pommesUNDwurst
11.02.2010 13:30 - Es ist in jedem Fall ein gutes Spiel... vorallem ist es allein eine technische Meisterleistung so viele Leute auf einem Server zocken zu lassen. Und das auch noch in flüssig!Aber der Begriff "überflüssig" triffts wohl ziemlich genau. Von der Anzahl der möglichen Spieler abgesehen, bietet es recht wenig Besonderes und hat noch dazu einige Macken, die die direkte Konkurrenz nicht hat... schade
DonMasakoni
11.02.2010 13:34 - endlich mal n spiel dass ich zusammen mit meinen 255 homies spielen kann ..jurista
11.02.2010 14:19 - Wer Counterstrike am Pc mochte wird auch hier Gefallen haben. Super Test, die Wertung passt perfekt.jiro
11.02.2010 15:04 - Auf Konsolen wird es nie ein Spiel geben, welches man mit Counterstrike vergleichen kann. Keine Competition ohne Maus.ludgrau
11.02.2010 15:38 - MAG ist eine ganz eigene erfahrung wenn man dem spiel die zeit widmet die es braucht, dann rockt es aber richtig.und btw, es ist nix für noobs und pseudorambos.
denen wirds wohl nicht gefallen.
auf alle fälle um längen besser als BC2 und AvP, diese beiden sind überflüssig (wenn ihr mich fragt:)
Kettenhund
11.02.2010 16:47 - ich will aber einem spiel keine zeit widmen, die es brauch um mich zu begeistern. du liest doch auch kein buch, dass erst ab seite 300 interessant wird oder nen film, der in den letzten 30 minuten spaß macht.Bitte logge Dich ein, um Kommentare zu verfassen.
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