Mario Party 7
15:06 Uhr - Mit Mario Party 7 erscheint bereits der vierte Teil der Serie für den GameCube. In der neusten Episode zieht es Mario und seine Freunde in den wohlverdienten Urlaub, um sich von der anstregenden Weltenretterei ordentlich zu entspannen. Mit einem Kreuzfahrtschiff steuert ihr deshalb unterschiedliche Reiseziele an, die charakteristisch für die sechs brandneuen Spielbretter sind, auf denen ihr zur traditionellen Sternenjagd antritt. Mal zieht es euren pilzigen Hofstaat in ein von Venedig inspiriertes Brückenstädtchen namens Canale Grande, ein anderer Urlaubsort erinnert an eine steil bergauf führende, japanische Tempelanlage. Ausserdem steht euch auch Ägypten und Holland als Reiseziel zur Auswahl, sowie ein Abstecher in ein skurriles Filmstudio. Das obligatorische Bowser-Spielbrett ist natürlich auf wieder dabei, muss allerdings erst freigespielt werden.
Neueinsteiger anwesend?
Wie schon im sechsten Teil geht es auf einigen Brettern nicht mehr nur darum, so schnell wie möglich auf dem Spielett den begehrten Stern zu erreichen und ihn für 20 Münzen zu kaufen. Auf dem ägyptischen Brett Phinx-o-Hara geht's zum Beispiel genau andersrum zu. Ihr startet mit fünf Sternen und müsst nun versuchen den anderen Spielern ihre Sterne abzuluchsen. Um an die zu gelangen, hetzt ihr die berühmt-berüchtigten Kettenhunde auf eure Mitspieler, die an strategischen Plätzen darauf warten, von euch aktiviert zu werden. Auf dem überraschend gradlinigen Tempelett Pagodia müsst ihr dagegen den Gipfel des Berges erklimmen, um an die begehrten Sterne zu gelangen. Deren Preis steigt und fällt allerdings ständig (genauso wie der Inhalt eures Geldbeutels) und überhaupt seit ihr schwer damit beschäftigt den Gipfel zu erreichen, da der Weg dorthin mit allerlei fiesen Spielfeldern gespickt ist, die euch immer wieder zurückwerfen.Hämisches Gelächter und beleidigte Gesichter sind auf allen Brettern garantiert, denn nicht selten wechseln Münzen und Sterne mehrfach den Besitzer, oder ihr springt in eine der vielen Fallen, die eure Mitspieler auf dem Spielfeld verteilen.
Minispiele bis zum Abwinken
Einige der Minispiele werden komplett gegeneinander ausgefochten, bei anderen werden zufällige Teams gebildetet, die dann gemeinsam siegen müssen. Die Bandeite an Minispielen ist wie gewohnt sehr abwechslungsreich ausgefallen. Von Geschicklichkeiteinlagen, über Reaktionstest bis hin zu kleineren Denksportaufgaben ist die Mischung äusserst kurzweilig, auch wenn natürlich viele Spiele von der Grundidee her schon aus den Vorgängern bekannt sind. Gerade im Mehrspielermodus macht es unheimlich viel Spass, gemeinsam alle Minispiele kennenzulernen und auszutesten.
3...2...1..Test...Test...Test
Wie schon im sechsten Teil gehört auch diesmal ein einfaches Mikrofon zum Lieferumfang des Spiels, das über den zweiten Memorycard-Schacht angeschlossen wird. Spezielle Minispiele können damit sprachgesteuert werden. Auf diese Weise müsst ihr beispielsweise mit einer Armust auf bewegliche Zielscheiben schiessen, indem ihr - zur Belustigung eurer Mitspieler - , immer wieder "Schiessen" ins Mikro ruft. In einem anderen Spiel müsst ihr eure Spielgegner von einer rotierenden Plattform stossen, indem ihr ihnen abwechselnd mit einem "Kettenhund", einem "Kugelwilli" oder einem "Shyguy" auf die Pelle rückt. Ein Ruf ins Mikro genügt und der ensprechende Bösewicht springt aus seinem Versteck und stürzt sich auf die anderen Spieler.Die Spracherkennung funktioniert, bis auf seltene Aussetzer, ziemlich gut. Insgesamt ist die Einbindung zwar ein kleines, aber durchaus spassiges Feature, mit dem die Minispiele abwechslungsreich aufgelockert werden.Acht Freunde müsst ihr sein
Im Hauptspiel bilden die acht Spieler auf diese Weise vier Teams. Natürlich funktioniert das nur mit speziell dafür entwickelten Minispielen, die ihren ganz eigenen Reiz haben. Beispielsweise schmeisst ihr euch dort eine zündelnde Bombe zu, in der Hoffnung, dass sie nicht bei euch explodiert. Auf diese Weise lichtet sich euer Partykreis immer mehr, bis sich nur noch zwei Spieler bombenwerfend gegenüberstehen. In den Donkey Kong- und Bowserspielen tritt allerdings, wie gewohnt, nur ein Teammitglied an, das zuvor ausgewählt wird.Wem die Sternenjagd zu acht zu langwierig ist, kann die Achtspieler-Minispiele auch seperat im "Spezial-Kreuzfahrt"-Modus spielen.Grundsätzlich eine nette Idee, dieser Achtspieler-Modus - mehr aber auch nicht. Zu mal es sicherlich nicht oft vorkommt, dass sechs bis acht Menschen aufeinandertreffen und nichts besseres zutun haben, als vor der Glotze abzuhängen. Mit acht Personen kann man ja fast schon 'ne echte Party veranstalten. Bei Teenagern könnte sich dieser Modus möglicherweise als kuschelige Fummel-Alternative zum altbewährten Flaschendrehen entpuppen, denn die gemeinsame Spielweise fördert ein enges Zusammenrücken und zwangsläufige Umarmungen der Teamspieler.Jegliche Erfolge werden üigens mit Bonusmeilen vergütet, mit denen man sich anschliessend im Dutyfree-Shop vergnügen kann. Dort kann man sich ein paar neue Charaktere freikaufen, oder auch ein paar neue Modis erspielen.
Technisch gesehen...
Mario Party 7 kommt im gewohnt kunterbunten Knuddeloptik-Look daher und weiss zu gefallen, obwohl es alles andere als ein Feuerwerk an Grafikeffekten abennt. Einfache Texturen sind an der Tagesordnung, doch dafür läuft das Spielgeschehen stets flüssig über den Bildschirm. Immerhin kann Mario Party mit einem klaren und übersichtlichen Spielaufbau überzeugen und schmeichelt auch Gelegenheitsspielern mit einer eingängigen und sehr leicht beherrschbaren Steuerung.Auch musikalisch bleibt sich die Serie konservativ treu und dudelt, zu den Schauplätzen passende Themen ab, die mit ihrer kirmesartigen Fröhlichkeit allerdings auch schnell nerven können. Das aber immerhin in Dolby Pro Logic II.Alles in allem bleibt, sich die Serie treu
Vielleicht erscheinen sie ja für die nächste Generation der Videospielkonsolen, denn schliesslich wollen ja alle Hersteller neue Kundschaft ansprechen und sich nicht nur auf den Hardcore-Gamer fixieren. Harmlose, spassige Familienspiele im vertrauten Brettspielambiente sind sicherlich ein guter Weg, um die Herzen der Casual Gamer zu erreichen. Man darf deswegen auch gespannt sein, wie sich das nächste Mario Party in Fusion mit den Fähigkeiten des Revolution-Controllers entwickeln wird. Vielleicht wird dann, im achten oder neunten Anlauf, aus dem stillen Phänomen ein strahlender, unübersehbarer Stern.
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