Mass Effect 2
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Abwrackprämie für den Mako. Und was sich sonst noch geändert hat.
Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dutzende Planeten, die von uns in Mass Effect mit dem Einsatzfahrzeug Mako abgegrast wurden. Doch was jetzt? Mass Effect 2 hat den Mako vorerst eingemottet. Das freie Erkunden von Planeten gibt es nicht mehr. Stattdessen suchen wir jeden Planeten schlicht vom Orbit (nein, nicht der Kaugummi) aus nach Mineralien und Anomalien ab, und stolpern vereinzelt über eine Nebenquest. Auch wenn niemand so richtig dem alten Mako mit seiner schwammigen Pseudo-Warthog Steuerung nachtrauert, so richtig Spaß macht das öde Scannen auf Dauer natürlich auch nicht, zumal es schnell zu einer recht langweiligen und eigentlich auch sinnlosen Routine verkommt: Denn bis auf sehr seltene Nebenmissionen findet man auf den Planeten nur Rohstoffe, die man zum Aufrüsten der Normandy braucht. Leider gibt es in Mass Effect 2 keinen Moment, in dem die Normandy irgendeinen Kampf bestehen müsste, bei der es auf gute Ausrüstung ankommt. Vielleicht bietet DLC in Zukunft hier Abhilfe. Was durch Downloadcontent wohl auf jeden Fall wieder kommen wird, sind Einsätze in Fahrzeugen. Zum einen sind die dafür notwendigen Optionen bereits im Spiel versteckt, zum anderen wurde ein Fahrzeug-Download bereits von Bioware angekündigt.
Wenn man schon nicht frei mit einem Mako über staubige Planetenoberflächen düsen darf, dann lässt sich jetzt doch zumindest die Normandy wie ein kleines Spielzeugraumschiff auf der Galaxiekarte bewegen. Auch das ist mehr eine Spielerei, die zudem durch nervige Auftankpausen unterbrochen wird. Ja richtig gehört, die Sonden zum Scannen der Planeten müssen genauso aufgefüllt werden wie der Treibstoff des Schiffes.
Action auf Warpgeschwindigkeit, Rollenspiel nur auf Impulskraft
Auch wenn eine der größten Stärken von Mass Effect 2 die Dialoge sind, die meisten Konflikte lassen sich natürlich am besten mit der richtigen Waffe lösen. An dieser Stelle wird vor allem das verbesserte Kampfsystem demonstriert. Im Kern hat sich diesbezüglich zwar nichts im Vergleich zum Vorgänger geändert, dafür sind die Echtzeit-Kämpfe nun aber noch intensiver und actionreicher. Die Figuren lassen sich direkter steuern, und auch das Deckungssystem funktioniert jetzt endlich genau so, wie man es von anderen Shootern gewohnt ist. Auch wenn sich fast jeder Konflikt im Grunde durch ausdauernde Waffengewalt lösen lässt, so ist der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe sanft angestiegen, so dass ein sinnvoller Einsatz der Teamkollegen oft überlebensnotwendig ist. Medpacks werden durch das automatsche Regenerationsprinzip ersetzt, taktische Befehle an Teammitglieder leichter zugänglich und körperbasierte Attacken einen größeren Fokus einnehmen. Neu ist auch die Einführung von Trefferzonen. So können Schüsse aufs Bein den Gegner an der Fortbewegung hindern, aber hey, natürlich zielt jeder sofort auf den Kopf, was auch mit dem entsprechenden Ergebnis belohnt wird. Neu im Waffenarsenal sind schwere Waffen wie Granaten- oder Raketenwerfer, für die aus Balancinggründen aber natürlich die Munition begrenzt ist. Mit Pistolen und Sturmgewehren lässt sich natürlich auch weiterhin endlos ballern, allerdings gibt es eine Pseudo-Nachladepause, in der die Wärme-Energie abgebaut wird. Damit man nicht mit einem Messer zu einem Pistolenduell kommt, wurde die Inventarverwaltung stark optimiert. Im Grunde braucht ihr euch um die Ausrüstung euer Kollegen nicht mehr zu kümmern, sie nehmen sich automatisch immer die beste Knarre und die stabilste Rüstung. Ihr selbst könnt in eurem Zimmer an Bord der Normandy natürlich an eurem Outfit basteln, aber genau wie bei stark zusammengeschrumpften Charakterwerten steht hier Bedienerkomfort vor Rollenspieltiefe. Wer also am liebsten Stunden im Inventaren herumstöbert, um zu prüfen ob ein +1 Kälteschutz besser ist als eine -1 Blitzresistenz ist bei der Hardcore-Fantasy von Dragon Age vermutlich besser aufgehoben. Egal für welche Waffe oder Rüstung ihr euch entschieden habt, sie sehen alle wieder wahnsinnig gut und detailliert aus, was vor allem in den Zwischensequenzen zur Geltung kommt.
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Kommentare (103)
Flaming BiFi
Alexander Laschewski-Voigt
[LeX] DirtyP2002
Hier übrigens Metacritic:
http://www.metacritic.com/games/platforms/xbox360/masseffect2
CommanderShepard
jobforacowboy
das fazit hört sich aber im ganzen sehr positiv an.
noch einmal schlafen, dann werde ich endlich erlöst.
Jace
@ALV: Blödsinn?
Spanky
Fenix Fontaine
Das mit der neuen Stimme für Shepard kann schon ärgerlich sein - zum Glück habe ich eine weibliche Shepard und lt. einem Vergleichsvideo, welches ich mir auf einer nicht näher genannten Seite gesehen habe, hat sie die gleiche Stimme wie in ME 1.
Slipknot666
DonniDonner