16.01.2007 14:55
Midtown Madness 3
Die Entstehungsgeschichte des ersten Autorennspiels für Xbox Live ingt sowohl einiges an Tragik als auch an Ironie mit sich. Während Microsoft und Bizarre Creations in einer unglaublichen Kraftanstrengung das exzellente Project Gotham Racing innerhalb weniger Monate und rechtzeitig zum Launch der Xbox fertigstellten, konnte MS einen ähnlichen Coup zum Start seines Xbox-Online-Service nicht wiederholen. Xbox Live musste in Folge dessen monatelang ohne ein Rennspiel mit den beliebten Vierrädern auskommen. In die Bresche springen sollte im letzten Frühjahr der englische Entwickler Rage mit seinem ambitionierten Lizenz-Racer Lamborghini, welcher in einer weit fortgeschrittenen Beta-Fassung einen ausgezeichneten Eindruck in der AXB-Redaktion hinterließ. Doch es kam, wie es kommen musste: Rage ging pleite und das nahezu fertiggestellte Spiel verschwand in der Versenkung. Gerüchten zufolge kaufte Branchengigant EA die Rechte an dem Spiel und an der Lamborghini-Lizenz, nur um das fast vollendete Produkt einzustampfen und stattdessen einen neuen Racer im Zeichen des Kampfstieres bei den eigenen Entwicklern in Auftrag zu geben.
Abseits der Gerüchteküche erschienen nach der langen Durststrecke von fast acht Monaten seit dem US-Start von Xbox Live dann erstaunlicherweise gleich zwei Racer innerhalb einer Woche, welche mit echter Online-Unterstützung glänzen. Nach zwei PC-Fassungen geht zum einen die Microsoft'sche Midtown Madness-Reihe in ihre dritte Runde, diesmal jedoch aus der Feder der schwedischen Software-Schmiede Digital Illusions (Dice), welche schon mit Rallisport Challenge einen Hit auf der Xbox landen konnten. Zum anderen treten Rockstar San Diego mit dem Racer-Sequel Midnight Club 2 zum Online-Duell an. Wer sich jetzt fragt, wo da die Ironie liegen soll, dem sei gesagt, dass Rockstar San Diego, bevor sie von Take-Two aufgekauft wurden, als Angel Studios firmierten und unter diesem Namen für Microsoft die ersten beiden Teile der Midtown Madness-Reihe programmierten...
Glücklicherweise orientierten sich die Entwickler von Dice an den sowohl spielerisch als auch kommerziell erfolgreichen PC-Vorgängern, so dass alte Midtown-Hasen viele Elemente des neuen Spiels wiedererkennen werden. Statt wie in den Vorgängern durch Chicago bzw. San Francisco und London zu ausen, dürft Ihr im neuesten Teil der Reihe die Hauptstädte der USA und Frankreichs unsicher machen. Dabei wurde sogar an so etwas wie eine Hintergrundstory gedacht: In Paris müsst ihr als Undercover-Agent den deutschen Rennfahrer-Star Michael Schu... ähm Dieter Kleinmann vor skandinavischen Erpressern beschützen, während es in Washington gilt den Erfolg des neuesten Projekts der beiden Filmemacher Michael und Stephano Tortellini sicherzustellen, welcher von einem rivalisierenden Filmproduzenten sabotiert zu werden droht.
Im Undercover-Modus kann man sich als Einzelspieler den entsprechenden Aufgaben stellen. Angefangen mit Pizza- oder Zeitungsauslieferjobs, kann man sich über Chauffeur- und Taxi-Dienste bis zum Stuntfahrer und Spezialagenten hocharbeiten. Das mag sich etwas langweilig anhören, doch selbstverständlich finden die entsprechenden Aufgaben immer mit Zeitlimits, nervigen Gegenspielern und in einem wahnwitzigen Tempo statt. Je anspruchsvoller eure Aufgaben, desto schneller werden auch die Gefährte mit denen ihr diese erledigen dürft. Anfangs flitzt man noch mit einem Smart-ähnlichen Gefährt als Pizza-Bote durch die Gegend, später darf man dann stilecht in einem Taxi oder einer Stretch-Limo Passagiere befördern, mit einem Polizeiwagen-Gefangene transportieren oder Verecher jagen und mit einem Krankenwagen Verletzte ins Hospital transportieren. Hat man diese Aufgaben bewältigt, darf man schließlich exotische Supersportwagen wie Lotus Esprit, Dodge Viper GTS und Koenigsegg CC besteigen, welche gleichzeitig auch in den anderen Einzelspieler-Modi freigeschaltet werden.
Weitere Einzelspieler-Modi sind Kontrollpunkt, Blitz und Tour. Dabei ist der Kontrollpunkt-Modus das, was einem klassischen Rennspiel noch am nächsten kommt: Innerhalb der beiden Städte sind anhand von Kontrollpunkten Rennstrecken abgesteckt. Wer als erster der insgesamt acht Fahrer, von denen sieben CPU-gesteuert sind, alle Kontrollpunkte abgefahren hat, hat das Rennen gewonnen. Dabei ist es egal, in welcher Reihenfolge man die Kontrollpunkte anfährt. Meist ist jedoch die vom Spiel vorgegebene Route auch die schnellste. Insgesamt gibt es 20 Kontrollpunktrennen - je zehn in Paris und zehn in Washington, nach deren erfolgreicher Absolvierung man weitere Fahrzeuge freischalten kann. Der sogenannte Blitz-Modus stellt ein Kontrollpunkt-Rennen gegen die Zeit dar. Auf den ebenfalls 20 Strecken, welche sich von denen des Kontrollpunkt-Modus unterscheiden, gilt es, eine vorgegebene Zeit zu unterbieten. Auch hier kommt es vor allem auf Streckenkenntnis an, so dass in der Regel zwei bis drei Anläufe erforderlich sind, um rechtzeitig im Ziel anzukommen. Sinnvollerweise wird die zu erreichende Zeit der Leistungsklasse eures Fahrzeugs angepasst, so dass beispielsweise einem LKW oder Bus wesentlich mehr wertvolle Sekunden zur Verfügung stehen als einer Corvette. Nach erfolgreichem Abschluss aller Blitz-Rennen in einer der beiden Städte, werden ebenfalls weitere Fahrzeuge freigeschaltet.
Mit diesen kann man dann schließlich noch im Tour-Modus die beiden Hauptstädte unsicher machen. Hier gilt es, sich ganz ohne Regeln in das Großstadt-Chaos zu stürzen. Im Gegensatz zu den drei anderen Einzelspieler-Modi kann man hier auch die Dichte des Stadtverkehrs und der Fußgänger einstellen oder diese gar ganz abstellen, um in einer menschenleeren Metropole ungestört dem Geschwindigkeitsrausch zu frönen oder verrückte Stunts auszuprobieren. Für letztere gibt es in den Städten zahlreiche Rampen, Sprungschanzen und sogar einen Looping, welche ungeahnte Höhenflüge ermöglichen. Um den Langzeitspielspaß zu erhöhen sind außerdem unzählige Lackierungen für die verschiedenen Fahrzeuge in Paris und Washington versteckt, welche durch Einsammeln freigeschaltet werden. Neben diesen Lackierung ist in beiden Städten noch je ein geheimes Bonusfahrzeug verborgen, welches an einer Farbdose mit der Beschriftung "???" zu erkennen ist.
Während der Splitscreen-Modus von Midtown Madness 3 eher rudimentär ausgefallen ist und lediglich Kontrollpunktrennen oder Tour-Cruisen mit zwei Fahrern und ohne computergesteuerte Gegenspieler ermöglicht, dürfen System-Link oder Xbox Live-Spieler in die Vollen gehen: Mit insgesamt bis zu acht Spielern absolviert man Kontrollpunkt-Rennen, Tour-Modus oder zahlreiche Variationen von Fangen bzw. Verstecken. Besonders letztere erfreuen sich bei den Live-Spielern großer Beliebtheit: Bei Stayaway ist ein Spieler der Hase und wird von allen anderen Spielern gejagt. Fängt ein Spieler den Hasen, so wird er zu selbigem und versucht seinerseits so lange wie möglich den Gegenspielern zu entgehen. Wer zuerst eine bestimmte Zeit lang Hase war, hat gewonnen. Fangen ist in etwa das Gegenstück zu Stayaway: Hier ist ein Spieler der Fänger und muß diesen Makel so schnell wie möglich an einen anderen Spieler abgeben. Schafft er es innerhalb einer bestimmten Zeit nicht, scheidet er aus und per Zufallsgenerator wird ein anderer Spieler zum Fänger. Das geht so lange weiter, bis nur noch der Sieger üig ist.
Der Modus Kampf ums Gold stellt eine Variation des vor allem aus First Person Shootern bekannten Capture the Flag dar. An einem zufällig ausgewählten Punkt auf der Karte taucht ein Stapel Goldbarren auf. Diesen müssen die Spieler einsammeln und in ein ebenso zufällig ausgewähltes Versteck ingen. Dabei versuchen die anderen Spieler dem Fahrzeug mit dem Gold selbiges abzunehmen, indem sie es rammen. Alle der drei letztgenannten Modi lassen sich auch im Team spielen, wobei es teilweise etwas schwer ist die Teamkameraden von Gegnern zu unterscheiden, da das Spiel auf eine einheitliche Lackierung der Teammitglieder verzichtet. So passiert es schonmal, das man dem eigenen Teamkollegen das Gold abnimmt und von diesem einige Beschimpfungen per Live-Headset hinterhergeschrien bekommt, während man in Richtung Versteck davoneilt. Der letzte Multiplayer-Modus ist der Jäger-Modus: Zu Beginn einer Spielrunde wird ein Spieler zum Cop und muss die anderen jagen. Fängt er einen anderen Spieler, so wird dieser ebenfalls zum Cop und sein Wagen verwandelt sich in ein Polizeiauto. Der letzte gejagte Spieler, der üig bleibt gewinnt die Runde. Aufgelockert wird dieser Modus durch die Tatsache, dass es in den beiden Städten zahlreiche Verstecke, wie beispielsweise U-Bahn-Schächte, Parkhäuser oder Häuserdächer gibt, in die man flüchten kann. Da man als Beute-Spieler die Cops jedoch nur alle paar Sekunden auf dem Radar sieht, während die Jäger stets über den Aufenthaltsort ihrer Beute Bescheid wissen, ist man allerdings auch im besten Versteck schnell von den Polizeikräften eingekreist und muss die Flucht ergreifen. Sind die Beutespieler mit schnellen Fahrzeugen ausgestattet, können die Jäger-Spielrunden etwas langatmig geraten, was sich durch die Eingrenzung des Spielareals verhindern lässt. In den Multiplayer-Modi von Midtown Madness sind bis auf die beiden Bonusfahrzeuge alle Wagen schon verfügbar. Statt langwieriges im Einzelspieler-Modus neue Boliden freizuschalten, darf man sich also sofort ins Online-Vergnügen stürzen.
Sowohl im Einzel- als auch im Mehrspielermodus von Midtown Madness 3 ist eine gute Orientierung mindestens genauso wichtig wie das Beherrschen des eigenen Fahrzeugs. Als Hilfen stehen euch hier der schon aus den Vorgängern bekannte 3D-Pfeil, zusätzliche Abbiegepfeile und ein Stadtplan zur Verfügung, welcher leider etwas fitzelig ausgefallen ist, sich aber durch einen Klick auf den linken Ministick vergrößern lässt. Das Fahrzeughandling ist allerdings trotzdem durchaus anspruchsvoll ausgefallen: So sind beispielsweise die Supersportwagen auf Rasenflächen nur mit extrem gefühlvollem Gasfuß (bzw. Finger) beherrschbar. Große Ansprüche an Realismus sollte man aber nicht stellen, so kann es schonmal passieren, dass der eigene Wagen auf zwei Rädern durch eine zu schnell angegangene Kurve fährt oder sich gar überschlägt. Die Fahrzeuge verfügen über ein realistisches Schadensmodell, verformen sich also nach einigen Crashs deutlich und verlieren auch Motorhauben, Stoßstangen oder andere Teile. Die Schäden wirken sich auch auf Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit der Boliden aus, welche mitunter deutlich nachlassen. Hat man gar einen Totalschaden erreicht, was sich fairerweise dank Schadensanzeige rechtzeitig vorausahnen lässt, muss man im Kontrollpunkt-Modus das Rennen aufgeben. In den anderen Modi erhält man nach einigen Sekunden wie von Geisterhand ein faikfrisches Auto. Auch bei der Kollisionsabfrage wurde der Realismus dem Spielspaß untergeordnet. Bäume lassen sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit einfach durchfahren, wodurch Frustmomente vermieden werden. Unverständlich ist in diesem Zusammenhang allerdings, warum mit Treppen an Hauseingängen und niedrigen Mauern nicht ähnlich verfahren wurde. Diese lassen sich jedoch nicht durchfahren oder heben das eigene Fahrzeug zu einem Sprung an: Stattdessen wird man, selbst wenn man zuvor mit 300 km/h angerauscht kam, buchstäblich auf null heruntergeemst. Glücklicherweise ist dies so ziemlich der einzige Kritikpunkt am Gameplay von Midtown Madness 3.
Auch bei der Grafik ergibt sich ein positives Bild. Entwickler Dice versprach im Vorfeld, dass die Städte in Midtown Madness wesentlich größer ausfallen würden als in den Vorgängern. Und dieses vollmundige Versprechen haben die talentierten Schweden gehalten, die schon bei Rallisport Challenge unter Beweis stellten, dass sie die Xbox-Hardware im Griff haben. Selbst bei ständiger Vollgasfahrt dauert es Minuten, um von einem Ende der jeweiligen Stadt ins andere zu gelangen. Trotz der Größe der Areale muss auf Detailreichtum nicht verzichtet werden: Tausende von Fahrzeugen und Fußgängern beleben die Szenerie, Schaufenster zersplittern, Ampeln, Straßenlaternen und Begrenzungspfosten fliegen dutzendweise durch die Gegend, wenn man vom rechten Weg abkommt, Vogelschwärme steigen aus Büschen und Bäumen auf, wenn man die Parklandschaften unsicher macht. Zudem passt sich die Szenerie und deren Ausleuchtung auf realistische Weise der jeweiligen Tages- bzw. Nachtzeit an. Auch sämtliche Jahreszeiten wurden implementiert und Verändern das Aussehen der Metropolen genau wie auch Wettereffekte wie Schnee und Regen. Washington und Paris sind einschließlich bekannter Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm, Triumphbogen, Notre Dame, Capitol und Weißem Haus so detailgetreu nachmodelliert, dass sich Ortskundige sofort zu Recht finden werden. Einzig die etwas zu geringe Sichtweite und für ein Xbox-Spiel ungewöhnlich starkes Kantenflimmern (Aliasing) stören etwas den ansonsten einwandfreien optischen Gesamteindruck. Denn angesichts der riesigen Areale, kann man über die nicht immer hochauflösenden Texturen hinwegsehen, welche wie auch die üige Grafik mit stets flüssigen 30 Frames am Spieler vorüberziehen. Die stabile Framerate wird auch in sämtlichen Multiplayer-Modi gehalten, welche aber leider aus Performance-Gründen ohne Straßenverkehr oder Fußgänger auskommen müssen.
Dass Midtown Madness sich selbst nicht allzu ernst nimmt, zeigt sich einmal mehr bei den völlig abgedrehten Kommentaren von Fahrgästen und Gegnern, die noch dazu je nach Nationalität mit überzogenen Akzenten versehen sind. Wenn man eine Gegnerin schlägt, die einen das ganze Rennen über mit arroganten Sprüchen mit französischem Akzent zugelabert hat, sorgt das für reichlich Genugtuung. Der sonstige Sound weiß durch 5.1-Surround sowie realistische Motoren- und Umgebungsgeräusche zu gefallen. Fast schon obligatorisch ist bei Xbox-Rennspielen das Soundtrack-Feature, welches auch bei MM3 die relative belanglose Standardmusik durch eigene Soundtracks ersetzen lässt. Leider hat sich dort ein Bug eingeschlichen, welcher dafür sorgt, dass teilweise ständig das gleiche Lied wiederholt wird. Hier hat die Qualitätssicherung von Microsoft geschlafen.
Im Gegensatz zu manch anderem Xbox Live-Spiel, war der Online-Modus bei Midtown Madness kein nachträglicher Einfall, sondern von Anfang an im Spiel vorgesehen. Demzufolge darf man sich über eine vorbildliche Online-Implementation des Fun-Racers freuen. Die Rennen mit bis zu acht Spielern laufen weitgehend lagfrei ab und auch in schon gestartete Spielrunden kann man jederzeit nachträglich einsteigen. Wer ausscheidet oder schon im Ziel angekommen ist, kann wie in den meisten Online-FPS den anderen Spielern aus deren Perspektive zuschauen.
Verzichten muss man bei Midtown Madness 3 leider auf die z.B. bei Moto GP sehr beliebten Statistiken. Über die Gründe, warum dieses motivationsfördernde Feature nicht eingebaut wurde kann man nur spekulieren. Denkbar wäre, dass Dice hiermit Cheatern den Anreiz nehmen wollte, mit unfairen Mitteln Fantasiezeiten zu erzielen. So wurde schon kurz nach Erscheinen ein erster Cheat für MM3 bekannt, welcher unverständlicherweise auch im Online-Modus funktioniert. Auf Anfrage von AreaXbox wollten jedoch weder Microsoft noch Digital Illusions offiziell dazu Stellung nehmen.
Für Langzeitmotivation sollen auch bei Midtown Madness die herunterladbaren Inhalte sorgen. Obwohl bis jetzt noch keine konkreten Inhalte angekündigt wurden, kann man davon ausgehen, dass sich Xbox Live-Besitzer u.a. auf neue Fahrzeuge und Kontrollpunktstrecken freuen dürfen.
„Midtown Madness macht mächtig Laune“
(Eigene Meinung » Wolfgang Ophagen)
Ähnlich wie ein hierzulande nicht erhältlicher First Person Shooter unterscheiden sich auch bei Midtown Madness der Einzel- und der Mehrspielermodus deutlich voneinander. Wer ohne menschliche Mitspieler an den Start geht, den erwartet ein durchaus spaßiger Funracer, der vor allem dank den realistisch nachmodellierten Städten samt Straßenverkehr zu überzeugen weiß. Bei den verschiedenen Rennen durch die belebten Metropolen ist vor allem guter Orientierungssinn und weniger fahrerisches Können gefragt. Zwar gibt es am Umfang kaum etwas zu meckern, jedoch hätte ich mir bei den verschiedenen Missionen etwas mehr Abwechslungsreichtum gewünscht.
An den Multiplayermodi via System Link oder Xbox Live hingegen gibt es kaum etwas auszusetzen. Im ersten Moment ist zwar die Tatsache enttäuschend, dass man hier auf Gegenverkehr und Fußgänger verzichten muss. Aber dieses Manko wird durch die Mitspieler mehr als wett gemacht. Besonders die Modi Kampf ums Gold und Jäger haben es mir angetan und schon für dutzende Stunden Spielspaß gesorgt. Seinem Gegner in der letzten Sekunde das Gold wegzuschnappen, um es daraufhin selbst ins Versteck zu ingen ist ebenso unbezahlbar, wie einer Meute von Polizeiwagen zu entwischen nachdem man aus dem höchsten Stock eines Parkhauses gesprungen ist. Über Xbox Live entfaltet Midtown Madness definitiv Suchtcharakter und ist zusammen mit dem o.g. FPS und den beiden Moto GP-Spielen einer der besten Titel für den Online-Service.