Modern Warfare 2: Twitter half bei der Entwicklung
16:20 Uhr - Robert Bowling ist für Infinity Ward seit Call of Duty 4 kontinuierlich zu einer Art Major Nelson geworden, der via Facebook und Twitter letztendlich einen bis dato nie erreichten, direkten Draht zur Spielergemeinschaft aufgebaut hat. Wie er jetzt in einem aktuellen Interview erklärt, hat diese neue Art der Kommunikation maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung von Modern Warfare 2 gehabt.
Robert Bowlings interessanteste Aussagen zum Thema gegenüber Develop:
- "Ich versuche bei Twitter sehr transparent Einblicke in die Spielentwicklung und Informationen darüber zu geben, was bei uns gerade vor sich geht. Ich kommuniziere mit unseren Twitter-Followern auf dieselbe Art, wie ich es mit meinen Bürokollegen tue. Wenn also irgendetwas passiert, posaune ich es einfach nach draußen, unterschiedliche Meinungen kommen zurück und wir unterhalten uns miteinander."
- "Sitzen wir gerade in einem Designmeeting und diskutieren über etwas, kann ich - ganz egal was es ist - mich einfach an aktuell 60 000 Leute wenden und ihnen dieselben Fragen stellen."
- "'Denken wir, dass die Spieler es mögen werden?' - Nun, warum nicht gleich 60 000 von ihnen fragen und eine ziemlich repräsentative Antwort darauf erhalten, was sie wohl mögen könnten? Twitter war während der Entwicklung einfach fantastisch und wir empfehlen, dass noch viel, viel mehr Leute es in ihren Designplan übernehmen."
- "Wir hören uns jedes Feedback an und filtern dann heraus, was in unsere Designphilosophie passt und was nicht."
- "Einige Vorschläge sind wirklich gut, sie passen aber nicht in unser Spiel. Doch einiges davon kann inspirierend wirken. Dieses spezielle Feature, welches uns vorgeschlagen wurde, klappt bei Call of Duty vielleicht nicht. Doch eventuell können wir den Grundgedanken dahinter verwenden, den der User dabei im Kopf hatte."
- "Typische Sprüche wie 'Wir wollen mehr Blut' sind gegen unsere Designphilosophie. Wir machen keine blutigen Spiele. Wobei es nicht so ist, dass wir es nicht könnten. Es ist bloß nicht das Spielerlebnis, welches wir bieten wollen. Manchmal heißt es auch 'Wir wollen diesen Panzer im Multiplayer', aber nein. Das machen wir auch nicht. Das würde die Art verändern, wie wir Levels designen und erneut nicht dem Erlebnis entsprechen, das unser Ziel ist. Es gibt also Dinge, bei denen wir sturr bleiben."
- "Der durchschnittliche Gamer ist nun viel näher als je zuvor an den Leuten dran, die Spiele machen. Als Resultat dessen sind sie sich der Entwickler auch viel mehr bewusst. Es ist nicht länger ein Activision-Game, sondern ein 'Infinity Ward'-Game oder ein Treyarch-Game oder ein Bungie-Game. Und die Spieler wissen, wo sie hinzugehen haben, um ihr Feedback vorzutragen."
- "Viel transparenter kann man nicht mehr werden. Letztendlich hätte ich es gerne, wenn wir an dem Punkt ankommen würden, an dem es keine Trennwand mehr gibt. An dem die Dinge auf sehr organische Weise mit der Community zusammen ihren Lauf nehmen. Es passiert also etwas und sie wissen darüber bescheid, geben ihr Feedback dazu. Als wären alle Teil eines großen Teams. Je mehr wir von der typischen PR wegkommen und uns auf etwas zubewegen, das real ist, umso besser."
- "Vergangenes Wochenende ist etwas lustiges passiert. Ich war auf dieser Reise und wir haben eine Menge Interviews abgehalten, uns noch schnell was zu Essen reingezogen und wollten dann schlafen gehen. Doch dann habe ich mich bei Twitter eingeloggt und all die Replies gesehen. Das hat mich wach gehalten. Alleine in Deutschland habe ich 200 Fragen bei Twitter beantwortet und um 03:00 Uhr morgends las ich ein Replie, das fragte: 'Zwingt Infinity Ward dich dazu, all diese Fragen zu beantworten?'. Und ich dachte: 'Wow, denken die Leute wirklich, es wäre mein Job, zu tweeten?' Ich schrieb also zurück: 'Nein! Ich mache das, weil ich immer gespannt auf eure Fragen bin und wirklich darüber reden möchte.' - Ich denke, es ist cool, denn wir kommen dem näher, was in Wahrheit hinter der Spiele-Entwicklung steckt und warum wir in erster Linie zu diesem Job gekommen sind. Es geht doch darum, spaßige Spiele zu machen und sie miteinander zu genießen."
[Die im Kontext relativ pikanten Verlinkungen stammen selbstverständlich von uns.]
Weitere News
Diese Artikel könnten dich auch interessieren:
Datenblatt - Spieletest - Trailer - Bilder - News ...
Bitte logge Dich ein, um Kommentare zu verfassen.
Coming Soon
Galerien
Call of Duty: Modern Warfare 2
Ein BoykottFAIL der übelsten SorteDie Neuesten User-Tests
Call of Duty: Modern Warfare 3 XBOX360
"Krieg ensteht aus Täuschung" - das sind die ersten Worte in MW3. Ist es Weisheit, Weitsicht oder Zufall das die gesamte Gaming-Welt sich auf MW ...
The Elder Scrolls V: Skyrim XBOX360
Nach, verhältnismäßig bescheidenen, 50 Stunden Spielzeit und nach Beendigung von Hauperquest nebst zweier Gilden wage ich mich an mein...






















Kommentare (18)
Jace
Rush
Woher ich das weiß?
Händlerquelle (und der Mann hat Ahnung) und ne andere deutsche Webseite hats schon online stehen. ;)
Original Cindy (II)
L1ghT
Rush
Ich werde hier nicht spoilern..... aber wie gesagt, der Schnitt oder besser die Änderung ist eigentlich völlig O.K. da es moralisch sowieso eine äußerst zweifelhafte Angelegenheit ist und für die hiesigen Politiker nur Wasser auf den schon viel zu schnell laufenden Mühlen darstellt.
Modern Warfare 2 wird meiner Einschätzung nach in ein paar Wochen indiziert sein.....
Ich habe dir aber auch eine PN geschickt, dann darfst selber entscheiden.
Lord Bongo
Lord Bongo
Ich glaube seit der letzten Veränderung des Jugendschutzgesetztes können Videospiele nicht mehr indiziert oder beschlagnahmt werden, nachdem sie eine Alterskennzeichnung von der USK bekommen haben. Es ist also schon etwas ziemlich folgenschweres, was die mit der 18er Freigabe von MW2 gemacht haben.
Thenomine
Timeo
und zwar soll die mission in der man als "Terroist" spielt in der deustche fassung nur zu schaffen sein wenn man keine zivilisten tötet......sobald man einen tötet gilt mission gescheitert!
wenn das stimmt hat activision wieder mal gelogen
Timeo