Peter Moore: Mein Job ist es, euch Gebrauchthandel auszutreiben
12:31 Uhr - Nicht jeder Gamer ist glücklich mit EAs "Projekt $10", das DLC-Nutzung und meist auch kostenlose Spielinhalte (darunter z.B. unzensiert nackte Frauen in Pandemics Saboteur oder neue Modi/Waffen für Bad Company 2) für Gebrauchtkäufer erst nach Zahlung einer entsprechenden Extragebühr zugänglich macht; Erstkäufern eines neuen Spiels dagegen nur die Eingabe eines Codes abverlangt. Zumal die Praktik künftig ausgeweitet werden soll, in den kommenden Sportspielen von Electronic Arts gar die Nutzung des Onlinemultiplayers umfassen wird. EA Sports' Boss Peter Moore verteidigt das Modell gegen den Gebrauchthandel nun mit den Worten, dass dessen Umsetzung nichts anderes als seine Pflicht sei.
Moore gegenüber Kotaku:
- "Ich bin mir nicht sicher, ob die Spieler wütend darüber sind. Aber sie haben absolut im Auge, was auf dem Markt passiert und sie wissen vollkommen darüber bescheid, was wir hier machen. Eine Sache, die ich tun muss und die Teil meines Jobs ist, ist es dafür zu sorgen, dass ihr eure Spiele nicht zum Gebrauchthandel freigeben wollt."
- "Aus unserer Sicht stellt es (das Projekt $10) die Bedingung dar, einen Code einzugeben, um an digitale Extra-Inhalte zu gelangen. Es vermittelt außerdem das Gefühl, DLC als zusätzlichen Mehrwert zum eigentlichen Spielerlebnis anzusehen."
(via GamesIndustry)
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Kommentare (79)
linktim
also so oder so schwachsinn. Sowas muss sich erst entwickeln.
Steffen261279
Sorry, bei allem Verständnis gegenüber den Entwicklern, Publishern usw. Ja, auch ihr müsst Geld verdienen, aber NEIN, die Spieler abzuzocken ist nicht produktiv und auch keine sinnvolle Weiterentwicklung.
Jägerfisch
TeeRiese
Dies tut es bei aber nicht. Ich denke doch nicht das ich dadurch mehr bekomme. Inhalt bleibt doch der gleiche.
jurista
P.S. zur Überschrift: Unser (aus Käufersicht gesehen) Job sollte es sein diesem Typen seinen Job wegzunehmen durch Kaufboykotte! bei jedem "Projekt $10"-Spiel.
Konsolero101170
MtD
Jan Smeets
Was kommt als nächstes, muss ich EULAs und AGB bestätigen?
Kurisu
Aber so große Firmen sind einfach nimmersatt. Sie wollen immer mehr und mehr, eine Yacht reicht ja nicht.
Sie sollten mal lieber einen größeren Fokus auf die Kunst selber legen, nicht den ungemeinen Profit.
Ja, eine Firma ist da, Geld zu machen. Doch Spaß und Leidenschaft bei der Sache plus genügend Geld für ein gutes Leben ist doch irgendwie besser.
Und zufriedene, sich sicher und ernstgenommene Kunden, die eben nicht über den Tisch gezogen werden, sichern einem doch eher die Zukunft, als Kunden, die sich ständig beschweren und wo die großen Chefs dann immer wieder mit Entschuldigungen und anderen Statements aufwarten müssen.
Ich finde, hier ist, wie bei so vielen anderen Dingen auch, Umdenken angesagt. Denn sonst geht das ganz schnell mal nach hinten los und immer mehr Leute, mir inkl., verlieren den Spaß am Zocken oder zumindest am Kaufen.
jurista