Pilotwings Resort
In unserer Sportler-vernarrten Zeit sind dicke Klempner wohl nicht mehr das richtige Zugpferd. Prestigeträchtige Lifestyle-Aktivitäten sind da schon attraktiver. Was der „Wii“ ihr „Wii Sports“ und der „Motion Plus“-Erweiterung ihr „Wii Sports Resort“, ist dem „Nintendo 3DS“ nun sein „Pilotwings Resort“. Ist der Launchtitel nun ein echter Höhenflieger oder doch nur ein wenig gehaltvoller Franchise-Absturz?
Gerade unter der eher jüngeren Zielgruppe des „3DS“ mögen sich viele Spieler finden, die zu dem Namen „Pilotwings“ keine Verbindung ziehen können. Doch die Reihe um friedlichen Spaß in allerlei zivilen Fluggeräten gehört zu „Nintendos“ älteren Marken (mal außer acht gelassen das sich seit den 90ern nicht mehr viele dazu gesellt haben), erschien das Original doch bereits für das SNES, um dort eindrucksvoll dessen Mode 7-Fähigkeiten zu demonstrieren. Später veröffentlichten die Japaner den Nachfolger als Launchtitel des „Nintendo 64“, der dort den klugen Einsatz des innovativen Analogsticks vorführte. Nun steht „Pilotwings Resort“ am Release-Tag des „DS“-Erben in den Läden und soll das Selbe mit dessen vielgepriesener 3D-Technik machen und ist damit nur die erste von hoffentlich weiteren unerwarteten Fortsetzungen („WAAAVE RAAACE“!!!), die das neue Handheld beehren, wovon mit „Kid Icarus: Uprising“ bereits eine in den Startlöchern steht.
Anders als Flügeljunge Pit bleibt „Pilotwings Resort“ seinem ursprünglichen Gameplay nahezu unverändert treu. Ihr steigt in verschiedene Fluggeräte und erfüllt auf einem idyllischen Eiland allerhand Übungen. Die luftigen Höhen durchstreift ihr in einem Flugzeug, mit einem Raketenrucksack oder per Hängegleiter. Das wars! Kein Helikopter, kein Fallschirm, keine Pogo-Stiefel, kein sonstwas. Zwar spielt ihr später noch alternative Versionen der Luft-Boliden frei, die teils durchaus andere Ansprüche stellen, dennoch ist die Auswahl spärlich. Hier stellt sich bereits zum ersten Mal der Eindruck ein, man würde nur die halbe Packung bekommen. Gefordert werden eure Flugkünste in – auch nicht gerade unzählbaren – zwei Spiel-Modi: Der Missionsmodus lässt euch in fünf Klassen, von Anfänger bis Platin, in freier Reihenfolge jeweils drei Aufgaben für jedes der drei Fluggeräte erfüllen. Vom simplen Ringedurchfliegen, über Lagerfeuerlöschen, inklusive Tank im Meer aufladen oder Tricks nachahmen mit dem Flugzeug, über Paketzustellung durch Ballonsanschubsen oder Plattform-Hopping mit dem Raketenrucksack, bis zum Fotos-Schießen oder – ziemlich knackig – dem Erreichen einer bestimmten Höhe mit dem Hängegleiter zeigen sich die Missionen durchaus vielfältig. Dabei gilt es mit den Eigenheiten der Maschinen klarzukommen.
Das Flugzeug fliegt von Haus aus in einem höheren Tempo, sodass hier stets schnelle Reaktionen gefragt sind. Der Raketenrucksack verliert kontinuierlich Treibstoff, der aufgeladen werden muss. Und der Hängegleiter ist auf Luftströmungen und das richtige Gefühl für Auf- und Abflug angewiesen, um nicht extrem an Geschwindigkeit einzubüßen. Überdies erfordern alle ihre individuelle Landung. Zum Abschluss einer Mission werden die Punkte aus erfüllten Zielen, Zeit, idealer Fluglinie, Landung und während des Fluges eingesammelten Extras zusammengezählt und mit bis zu drei Sternen bewertet, von denen ihr eine bestimmte Gesamtanzahl braucht, um in die nächste Stufe aufzusteigen. Im Freiflugmodus dürft ihr hingegen zwanglos, jedoch innerhalb eines Zeitlimits die Insel erkunden und – abhängig vom Untersatz – mit dem Durchfliegen von Trick- oder Goldringen oder dem Einsammeln von Mii-Trophäen Dioramen freischalten, was ebenfalls gar nicht so leicht ist, aber nicht unbedingt spektakulär entlohnt wird.
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Kommentare (13)
Claudandus
Gerade das die Steuerung nicht immer so locker von der Hand geht stört etwas arg. Die Grafik ist bis auf paar Effekte selten über N64 Standard. Aber das 3D kann ganz gut überzeugen.
7/10 ist schon ok...
Gut geschriebener Test übrigens :)
IceOnly2
Mercuric
Schade, dass es hier keine Heli-/Gyrokopter gibt.
Max @ home
Fagballs
RoOhZilla
Ich müsste mich schon sehr irren wenn Nintendo bis spätestens zum Weihnachtsgeschäft nicht mit eben diesem Bundle werben würde.
PipBoy95
Ich finde aber auch ,dass Pilotwings als Bundle wesentlich wohlwollendere Kritiken bekommen hätten
und so auch echt gut funktioniert hätte
Zocker 3000
Das liegt daran, dass es auf derselben Insel spielt ;)