Pokémon Weiße und Schwarze Edition
Die Pokémon existieren seit, sage und schreibe, 16 Jahren schon in unseren schönen Köpfen. Nach wie vor ist die Sucht nach den kleinen japanischen Sammelmonstern ungebrochen und wird wohl so schnell auch nicht gestoppt werden können. Leider blieb seit jeher das gesamte Spiel-Konzept ebenso unverändert wie der Siegeszug der witzigen Monster. Aufgrund dieser Tatsache versprach Nintendo im letzten Jahr, die Serie einer Generalüberholung zu unterziehen. Ob dieses Vorhaben tatsächlich geglückt ist, lest ihr in unserem Test.
Das immer wiederkehrende Team...
In jeder bisher erschienenen Pokemon-Edition gibt es die bösartigen Gegenspieler, welche die Story formen. In „Schwarz“ und „Weiss“ ergründet der Spieler die Hintergedanken von Team Plasma. Die Pokemon-gierigen Mitglieder des plasmatischen Teams sind unter der Flagge ihres sogenannten „N“ darauf Bedacht die kleinen japanischen Monster aus den Fängen ihrer menschlichen Trainer zu befreien. (Irgendwie weckt das Erinnerungen an eine bekannte, strikt vegane Tierrechtsorganisation. PeTA?). Eigentlich ein ritterlicher Gedanke, wollen die verrückten Uniformen-Träger doch eigentlich nur das Beste für Mensch und Pokemon. Schließlich sind sie der Auffassung, dass Trainer und Tierchen keine ausgewogene Beziehung führen. Sprich, alle Trainer nutzen, aus der Betrachtungsweise des Teams, ihre Pokemon nur aus. Ähnlich einer Milchkuh oder einer Legehenne. Natürlich hat selbst diese eigentlich halbwegs akzeptable Organisation seinen Haken, denn die Herren und Frauen gehen dermaßen korrupt und aggressiv vor, dass auch mal das ein oder andere, eigentlich zu beschützende Poketier zu Schaden kommt. Im Laufe der Geschichte holt man schließlich gestohlene Pokemon zurück und erforscht die Ursprünge und Hintergedanken des Team Plasma.
Auch das erste Treppchen der steilen Pokemon-Trainer-Karriere wird, wie in jeder Edition zuvor, in einem kleinen Städtchen betreten und lässt euch die Wahl zwischen Männlein und Weiblein. Die Benennung eures baldigen Meistertrainers ist natürlich wieder vollkommen der eigenen künstlerischen Gestaltung überlassen, ebenso wie die aller gesamten existierenden Kreaturen. Danach wählt man eines der Start-Pokemon bei Professorin Esche: Die Auswahl findet zwischen Feuer, Wasser oder Pflanze statt. Alles wie gehabt, also. Die übrig gebliebenen Wesen werden von „Freunden“ der Spielfigur übernommen, welche letztendlich die Rivalen aus den Vorgängern ersetzen. Und das mit positivem Grundgedanken, schließlich sind die zwei Wegbegleiter stets nett und verbünden sich mit dem eigenen Helden in bestimmten Story-relevanten Situationen.
Erstaunlicherweise fesseln die Geschichten hinter jeder Pokemon-Edition, trotz ihrer grundsätzlichen Ähnlichkeit, immer wieder. Man möchte immer wissen wie es weiter geht und den bösen Leutchen das Handwerk legen.
3D-Umgebungen und neue Kampfvarianten
Kenner der Serie fühlen sich gleich wie in heimischen Gefilden, auch wenn die gesamte Welt eine 3D-Umwandlung über sich ergehen lassen musste. Diese optischen Veränderungen zeigen sich stärker im späteren Spielverlauf. Kommt man beispielsweise in eine große Stadt, wechseln die Kamera-Perspektiven und flüßige Kamera-Flüge demonstrieren die doch recht ansehnliche Grafik. Nach wie vor wandert das eigene Püppchen über Routen in die nächstgelegenen Städte, durchquert dabei Höhlen, Wälder oder Gestrüpp. Und das alles vor sanfter und eingänglicher Hintergrund-Musik, die sowohl alte als auch neue Melodien zu bieten hat. Auch das altbekannte „hohe Gras“, die Behausung wilder Pokemon, hat einen Bruder bekommen. Folglich gibt es jetzt noch höheres Gras, das Doppelkämpfe mit wilden Pokemon ermöglicht, in deren Genuss man früher nur mit anderen Trainern kommen konnte. Um hierbei eines der beiden Kreaturen fangen zu können, muss eines erst einmal erlegt werden. Pokebälle können sich ausschließlich auf ein einziges Pokemon konzentrieren. Auch gibt es ab sofort Dreierkämpfe mit anderen Trainern. Taktischer und strategischer muss in diesen vorgegangen werden, da jeweils ein Pokemon der gegnerischen Mannschaft nicht in die Zielerfassung eures eigenen aktiven Viehs aufgenommen werden kann. Das bedeutet, dass das auf die rechte Position eingeteilte Tier nicht den links ansässigen Gegenspieler vernichten kann. Das Kampfmenü an sich, ist ein ganzes Stückchen komfortabler und schicker gestaltet, als noch im Vorgänger.
Rotationskämpfe kommen meist noch seltener vor, als das vorher genannte Kampfsystem. Vergleichbar sind diese mit dem „Rundlauf“ beim Tischtennis.
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Kommentare (16)
Kaimarkuske
Steffen261279
moink moink
BLaZin
PandaVegetto
Henky
Dr4g0nfir3
Wieso fühle ich mich schlagartig so alt? Ist doch noch gar nicht so lange her, als ich voller Vorfreude mit meinem gesparten am Release-Tag in den Elektroladen gelaufen bin und mit meiner roten Edition wieder nach Hause bin. Naja, die deutschen Versionen kamen ja drei Jahre später, aber das reißt es auch nicht mehr raus D:
Und wieso spiele ich das Zeug immernoch? D:
mojone
pokemon ist seit anfang an eins der wenigen handheld-spiele gewesen, bei denen ich den drang habe das spiel zu 100% zu komplettieren, deshalb muss ich game-freak wieder mal probs geben, wie der geneigte hiphopper sagt...
The Pud
Im letzten Jahr habe ich mit 'nem Kollegen die "Soul Silver" gekauft, und fühlte mich ein Jahrzehnt jünger.
Und nun stelle ich mir die Frage, kaufe ich mir die "White Edition"? :D
Saskia Thudium
Tu' es! Ich habe mir, um ganz ehrlich zu sein, jede Edition bisher geholt... Es ist einfach unfassbar, wie ausgefeilt das Ganze doch ist, ohne es zu merken. "Weiss" und "Schwarz" bringen frischen Wind in die Serie, wenn auch nur ein heißes Lüftchen, trotzdem nur zu empfehlen.