Montag, 12. November 2007
Wann sind sie nicht schwer bewaffnet?
Das neueste Abenteuer beginnt ohne Umschweife sofort furios. So schraubt der Letzte der Mohi…sorry, der Lombax friedlich an seinem Gefährt herum als er einen Hilferuf des verzweifelten Captain Qwark erhält. Im Spiel wird jemand an einem Punkt die Frage stellen, wie Qwark Captain von irgendwas werden konnte. Eine mehr als berechtigte Frage. Ratchet schnallt sich also seinen kleinen Roboter auf den Rücken und macht sich auf den Weg, dem Captain zu helfen als die Stadt von schwer bewaffneten Kampfrobotern angegriffen wird. Hinter der Invasion steckt der Cragmite Imperator Percival Tachyon, dem man einen leichten Anflug von Größenwahn nicht absprechen kann. Da er Ratchet in erster Linie seiner Herkunft wegen aus dem Weg räumen möchte, ist der Begriff Rassist wohl auch nicht ganz unangeacht. Nach einer kurzen, mehr oder weniger erfolgreichen Flucht sieht sich Ratchet vor der Aufgabe, Tachyon aufzuhalten, gleichzeitig seine Vergangenheit aufzuarbeiten und sich mit einer Weltraumabenteurerin namens Talwyn und ihren beiden Roboterkumpanen Cronk und Zephyr zu verbünden. Dazu besucht er verschiedene Planeten, die allesamt mit einem eigenen Stil beeindrucken können. Von der futurischen Metropole über Dschungel- und Vulkanwelten bis zu verlassenen Ruinen ist alles dabei. Die Story wird dabei in regelmäßigen Ingame Cutszenes erzählt, die Ratchet immer in seiner aktuell gewählten Uniform zeigen. Dabei macht sie im Grunde alles richtig, führt früh einen Bösewicht ein, der durchaus für den einen oder anderen Lacher gut ist, stellt den Spieler vor einige interessante Fragen und hat keine wirklichen Durchhänger. Leider beantwortet das Spiel nicht alle aufgeworfenen Fragen und das Ende hinterlässt dann doch eine kleine Lücke. Man kann nicht sagen, dass „RaC“ mitten in der Geschichte aufhört wie das manch anderer Titel getan hat, aber hundertprozentige Zufriedenheit wird sich beim Spieler, der es bis hierhin geschafft hat, leider nicht einstellen. Dafür aber unterhält das Game mit einigen witzigen Dialogen und skurilen Charakteren. Tachyon und Qwark können allein durch ihre Anwesenheit begeistern, die Nebencharaktere sind amüsant und die Dialoge zwischen dem rationalen Clank und Ratchet bieten auch immer Raum für Lacher. Nicht vergessen darf man dabei die Roboterpiraten, die durchaus ein SpringOff verdient hätten.
Abwechslung tut Not
Vielseitiger als in „Ratchet und Clank: Tools of Destruction“ kann Gameplay im Grunde nicht mehr sein. Hauptelement ist eine Mischung aus Jump’n’Run und Shooter, wobei das Hauptaugenmerk klar auf der Shooterseite liegt. Aus der Ansicht der dritten Person steuert ihr Ratchet durch meistens recht gradlinige Level, wobei der linke Stick den Lombax in alle vier Richtungen bewegt und der rechte die Kamera. Euren Blick fixieren könnt ihr mit L2, was sehr wichtig ist, um mehrere Gegner bearbeiten und gleichzeitig noch ausweichen zu können. Es gibt eine Option, mit der ihr einstellen könnt, dass sich Ratchet bei gezogener Waffe wie in einem Standard-Shooter bewegt. Der rechte Stick ist dann für das Zielen zuständig, während Ratchet bei gezogener Waffe immer in die Richtung des Fadenkreuzes blickt, sodass er ohne Halten der L2 Taste seitlich ausweichen kann (strafen). Beide Optionen funktionieren, nachdem man aber ohnehin häufig den Blick auf das Ziel halten muss, sollte man die zweite Option in jedem Fall ausprobieren. Mit R1 wird gefeuert während L1 (in der ThirdPersonShooter Option L2) eine manuelle Zielfunktion aktiviert. Meist aber reicht die automatische aus, um der Gegner Herr zu werden. Im Laufe des Spiels erhält Ratchet eine ganze Reihe an Fähigkeiten und Waffen, deren Variantenreichtum und Originalität eine der größten Stärken des Titels ausmachen. Nicht alle Waffen werden jedem gleich gefallen, aber die Auswahl ist groß genug, dass jeder seine Lieblingswaffe findet. Eine Waffe verschießt Sägeblätter, die von Wänden abprallen, eine andere Zielsuchraketen. Granaten sind im Angebot ebenso wie Fallen. Unterstützung könnt ihr erhalten von einem fliegenden Roboter namens Mr. Zurkon. Einsames Highlight aber ist wohl das Groovitron. Diese Discokugel zwingt alle Gegner zu fetziger Diskomusik zu tanzen. Theoretisch könnt ihr sie dann hilflos niederschießen, aber oft genug werdet ihr vor Lachen nicht dazu kommen, die Tänze zu unterechen. Schön ist, dass die Waffen gut ausbalanciert sind. Der Flammenwerfer ist extrem stark, hat aber eine kurze Reichweite, der Raketenwerfer ist ebenfalls stark und hat eine große Reichweite, aber nur wenig Munition. Dagegen sind die Sägeblätter eher moderat in der Durchschlagskraft, haben aber eine hohe Feuerrate und viel Munition. Etwas umständlich ist das Auswählen der Waffen. Hierzu muss die DreieckTaste gehalten, wodurch sich ein Ringmenü öffnet. Bis zu drei Seiten stehen zur Verfügung und die Waffen können mit dem Stick ausgewählt werden. Leider kann man sich nicht immer merken, welches Symbol zu welcher Waffe gehört oder wo man jetzt wieder welche Waffe abgelegt hat. Dann heißt es durchschalten, bis man den Feuerspucker gefunden hat, den man wollte. Zum Glück pausiert das Game während ihr die Waffen sucht. Ihr könnt diese Option ausschalten, aber davon muss ganz dringend abgeraten werden.
Waffeln! Wir brauchen mehr Waffeln!
Neue Waffen lassen sich an Automaten erkaufen durch die Bolts, die alle Gegner und Kisten im Spiel hinterlassen. Ebenso lassen sich neue Rüstungen für Ratchet erstehen. Durch Raritanium, das besondere Gegner fallen lassen oder in bestimmten Kisten gefunden wird, können alle Waffen aufgelevelt werden. Dadurch könnt ihr mehr Munition einpacken, die Reichweite erhöhen oder schlicht deren Durchschlagskraft. Außerdem leveln die Waffen auf, indem ihr sie benutzt. Wer also seinen Favoriten gefunden hat, kann ihn auch einfach dadurch stärker machen, dass er ihn oft genug einsetzt. Auch Ratchet selber levelt sich auf, wenn er Gegner besiegt. Ihr startet das Spiel mit gerade mal zehn Trefferpunkten (Hitpoints) und könnt gegen Ende locker über 200 haben. Hier kommt ein Problem ins Spiel: Das Aufleveln ist absolut irrelevant und überflüssig, denn die späteren Gegner werden im gleichen Zug stärker. Gut, anfangs habt ihr nur zehn HP, gegnerische Treffer ziehen euch einen Punkt, vielleicht zwei oder drei ab. Später habt ihr 200 HP, dafür nimmt euch ein Treffer gleich mal 30, 40 oder gar 50 Punkte weg. Die absoluten Zahlen mögen variieren, aber es kann fast gesagt werden, dass Ratchet immer nach der gleichen Anzahl Treffern den Löffel streckt und alle Viere abgibt. Das Gleiche gilt für die Waffen. Zwar werden sie stärker, aber eure Gegner vertragen halt auch mehr. Man fühlt sich zu keinem Zeitpunkt so, als würde man wirklich konstant stärker. Damit verliert das Auflevelsystem sowohl an Sinn wie auch an Befriedigung. Sicher, die Gegner in den ersten Missionen sind nun chancenlos, aber auf eurem aktuellen Planeten spürt ihr nie Unterschiede. In dem Zusammenhang ist der vielerorts als viel zu einfach kritisierte Schwierigkeitsgrad zu erwähnen. Egal, wie weit ihr im Spiel seid, wenn der richtige Gegner kommt, reichen zwei, drei Treffer aus und ihr müsst von vorne beginnen. Von vorne heißt unter Umständen wirklich von vorne, denn die Checkpoints liegen manchmal weit auseinander. Glücklicherweise behaltet ihr eure Erfahrungspunkte. Sicherlicht ist „RaC“ nicht unmenschlich schwer, aber so leicht, dass es sich mit einer Hand steuern lässt, ist dann eben doch nicht.
Abwechslung von den Schusswechseln mit Robotern bieten diverse Minispiele wie das Gleiten über Geländer, die über den Straßen der Städte thronen. Hier bewegt sich Ratchet automatisch und ihr müsst dafür sorgen, dass er Hindernisse überspringt oder rechtzeitig das Geländer wechselt, bevor er in einen Abgrund stürzt. Nicht fehlen dürfen natürlich die üblichen Plattformeinlagen, bei denen präzise Sprungkunst vonnöten ist, um von A nach B zu gelangen. Zum Glück ist die Steuerung direkt und genau genug, um hier keinen unnötigen Frust aufkommen zu lassen. Viele weitere Minispiele bedienen sich der SixAxis Steuerung des PS3 Controllers. So könnt ihr euch dank Clanks Flügel schwebend fortbewegen oder mit einem Laser Löcher in Wände schneiden, um weiter zu kommen. An einigen Stellen steuert ihr Ratchet im freien Fall und weicht so dem Verkehr oder Raketen aus. Im späteren Spielverlauf erhaltet ihr ein Gerät (Decryptor), mit dem ihr euch in elektronische Anlagen hacken könnt. Hier müsst ihr einen Stromkreis überücken, indem ihr die leitende Kugel an die richtigen Stellen plaziert. Eines haben alle diese Elemente gemeinsam: Sie steuern sich hundsmiserabel. Nach einem Dutzend vergeblicher Versuche, Ratchet durch eine bestimmte Anzahl Ringe fliegen zu lassen, wurde einmal auf Analogstick-Steuerung umgestellt und es funktionierte beim ersten Mal. Der Laser ist mit dem Controller nahezu unmöglich zu kontrollieren. Selbst wenn man sich an die SixAxis Steuerung gewöhnt hat und damit die eine oder andere dieser Sequenzen erfolgreich beenden kann, so bleibt doch festzuhalten, dass der Analogstick besser, einfacher, intuitiver und präziser ist. Ein Hoch auf das Optionsmenü, in dem die SixAxis Steuerung vollständig deaktiviert werden kann.
Clank, jetzt mit Fernsteuerung
An Schlüsselstellen schlüpft ihr in die Rolle von Clank. Dieser kann nicht um sich schießen, aber er kann die Zeit stoppen (Kugelzeit, Baby!) und bedient sich kleiner mysteriöser Wesen, die nur er sehen kann, die sogenannten Zoni. Diese kann er anweisen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, die ihm beim Weiterkommen helfen und natürlich sind Clanks Abschnitte gefüllt mit Hindernissen, die seine speziellen Fähigkeiten fordern, um weiter zu kommen. So nett sie als Abwechslung auch sind, im Vergleich zu Ratchets Actionfeuerwerk fallen Clanks rätsel- und hüpforientierte Sequenzen ein wenig ab. Zwischen den Planeten unternehmt ihr hin und wieder eine aktive Rolle in eurem Raumschiff und dürft in bester StarFox Art auf linearem Weg selbigen mit Waffengewalt räumen, um am Ende einem Boss gegenüber zu treten. Auch diese erinnern sofort an StarFox. Außerdem gibt es ein kugelförmiges Gefährt (genannt Kreiselrad), dass ihr geschickt durch enge Passagen manövrieren müsst. Einige wenige Schwimmeinlagen sind ebenfalls von der Partie, diese sind allerdings recht kurz und dank Ratchets Atemmaske besteht kein Zeitdruck. Witzig ist ein Minispiel, in dem ihr als Pirat verkleidet einen Tanz aufführen müsst, um eine Tür zu öffnen… beim ersten Mal. Die anderen hundert Mal (nach Gefühl geschätzt) sind dann eher monoton, da die Tänze immer gleich sind und selbst die Kommentare der Türwächter sich nicht groß unterscheiden. Auch wenn einige dieser Sequenzen mehr Spaß machen als andere, so fügen sie sich doch allesamt ins Spiel ein ohne als Fremdkörper oder Störfaktor zu wirken, vielleicht mit Ausnahme des Decryptors. Die Szenen sind auch nie lang genug, um euch vom Hauptgameplayelement abzulenken.
Des weiteren ist „RaC“ lange nicht so linear, wie oft behauptet wurde. Tatsächlich kann man der Story streng folgen und durch das Spiel durch rennen. Damit ging es tatsächlich nur geradeaus. Hierbei ist positiv zu vermerken, dass die Entwickler durch ihr Leveldesign das vielgefürchtete Backtracking, bei dem man den gegangenen Weg zurück zum Anfang laufen muss, nahezu komplett eliminiert haben. Am Ende eines Abschnittes habt ihr entweder eine Seilbahn oder eine Sprungschanze oder einfach einen Teleporter, mit der oder dem ihr direkt zurück zu eurem Raumschiff gelangt. Wer aber will, der kann sich in den Leveln auch noch weiter um sehen, diverse Extras finden, sein Glück in einer Arena versuchen oder Leviathan Seelen finden, um sie einem etwas kauzigen Weltenbummler mit klugschwätzendem Papagei zu verkaufen. Damit ist „RaC“ sowohl für abenteuerlustige Spieler geeignet wie auch für diejenigen, die streng einem roten Faden folgen wollen.Ein paar Worte kann man zur Künstlichen Intelligenz verlieren, welche nicht sonderlich hoch angesiedelt ist. Gegner folgen ihren Schemata und Angriffsmustern und fallen im Gegenzug immer auf dieselben Tricks herein. Natürlich ist „RaC“ kein Taktikshooter, aber ganz so roboterhaft müssen die Gegner doch auch nicht reagieren… auch wenn ein Großteil zugegebenermaßen Roboter sind. In den Cutszenes werden zwei Roboter, mit denen sich Ratchet verbündet, zwar ebenfalls als etwas unterbelichtet dargestellt, aber wie die sich dann im Spiel anstellen, ist dennoch etwas ärgerlich. Wenn die beiden mal falsch stehen, schießt der eine dem andere minutenlang seelenruhig in den Rücken während ihr versucht, euch alleine gegen die Horden von Angreifern zur Wehr zu setzen. Das ist dann schon nicht mehr witzig.
Wie ein Pixar-Film? Nein, so schlimm ist es nicht…
Wer seine Kollegen von der technischen Qualität seiner PS3 überzeugen will, der sollte bei nächster Gelegenheit mal den Psychiater wegen seiner Minderwertigkeitskomplexe aufsuchen, in der Zwischenzeit aber kann er „RaC“ vorführen. Der comichafte Stil ist konsequent durchgezogen, jeder Planet hat seinen eigenen Stil inklusiver einzelner Effekte wie Regen. Jede Waffe überzeugt mit eigenen coolen Effekten. Ebenfalls ist erstaunlich wieviel Action im Hintergrund abgeht. Das gilt insbesondere für die Großstädte. Da echen hinter euch ganze Gebäude zusammen. Durch Sprungschanzen oder die Geländerrutsch-Einlagen bietet das Spiel die Möglichkeit, euch in spektakulären Kamerafahrten die beeindruckende Umgebung zu zeigen. Teilweise sind dutzende Feinde gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen, die Waffen sorgen für ein Explosionsfeuerwerk sondersgleichen und bei all der Action bleibt das Spiel immer flüssig, weder Ruckler noch Tearingprobleme mussten während des Spiels ertragen werden. Wahrscheinlich hätte man ob dieser Pracht sogar den einen oder anderen technischen Schluckauf akzeptieren können. Ganz oben allerdings stehen die Animationen. Flüssig und extrem liebevoll bewegen sich Helden wie Feinde durch die Welten, aber insbesondere die Tänze durch das angesprochene Groovitron sind allein durch die fantastischen Animationen ein wahres Highlight. Der Sound ist gleichermaßen stark mit stimmungsvollen Hintergrundmusiken, die immer am Thema des jeweiligen Levels sind, knalligen Waffeneffekten und tollen Synchronsprechern. Letzteres gilt sowohl für die englische wie auch für die deutsche Version. Leider hinkt die Übersetzung den Sprechern etwas hinterher. Viele Gags und Sprüche sind im Original treffender und schärfer oder kurz: more to the point. Aber selbst damit bietet „RaC“ immer noch den seltenen Fall, in dem die Wahl der Sprache fast ausschließlich von der persönlichen Vorliebe abhängt.
Wie viele PS3 Games packt auch „RaC“ erstmal eine Reihe von Daten auf die Festplatte, üigens abhängig von der gewählten Sprache, wer also zunächst auf englisch gespielt hat und dann auf deutsch spielen will, darf noch mal ein paar Dateien installieren. Dafür werdet ihr aber im Spiel praktisch kaum von Ladezeiten belästigt. Lediglich die Landeanimationen eures Raumschiffes hindern den Spielfluss ein wenig. Angesichts der Größe der besuchbaren Areale aber ist das ein Tropfen auf den vielzitierten Stein mit erhöhter Temperatur. Das Spiel bietet eine ganze Reihe verschiedener Welten, die es zu erforschen gilt und alle laden erkundungsfreudige Spiele zu mehrmaligen Besuchen ein, um alle Geheimnisse zu erfahren. Wer das Spiel dann endlich durch hat, darf seine Waffen mitnehmen und das Spiel ein weiteres Mal in einem höheren Schwierigkeitsgrad in Angriff nehmen. Zudem gibt es einiges frei zu spielen, Bonusziele zu erfüllen und ihr könnt durch das Erfüllen bestimmter Aufgaben Stil-Punkte (Skillpoints) sammeln. So müsst ihr für zehn Punkte fünf Thwogs im Schlaf beseitigen. Mit diesen Punkten lassen sich dann auch diverse Cheats wie der „Riesenschädel-Modus“ aktivieren. Als weiteren Gag lassen sich unterschiedliche Skins erspielen, sodass ihr das Spiel mit dem Aussehen des Piraten Rusty Pete oder eines Schneemanns weiterspielen könnt. Das entschädigt dann ein wenig für das vollständige Fehlen einer Mehrspieleroption. „RaC“ bietet tatsächlich eine ganze Menge Spiel für sein Geld.
„Ratchet and Clank Future: Tools of Destruction“ ist nah am kompletten Paket. Negativ fallen nur wenige Sachen auf. Ein leicht umständliches Schnellauswahl-Menü, das allerdings dann kein Problem mehr darstellt, wenn man die Pausenoption aktiviert hat, eine etwas unbefriedigende Story und ein Auflevelsystem, das es nicht schafft, das Gefühl zu vermitteln, man würde wirklich stärker, können schlussendlich nicht die Qualitäten des Titels vergessen machen. Zum einen sieht „RaC“ einfach klasse aus und beeindruckt durch seine hohe Konzentration an Action auf dem Schirm. Die Vielzahl spektakulärer und absurder Waffen ist das Markenzeichen der Serie und Fans werden von den „Tools of Destruction“ nicht enttäuscht sein. Der Umfang des Spiels stimmt, die spielerische Vielfalt verhindert Ermüdungserscheinungen und es gibt mehr als genug Anreiz, um Planeten erneut aufzusuchen. Dabei steuert sich der Lombax immer direkt und präzise. PS3 Besitzer haben somit einen weiteren exklusiven Toptitel auf ihrer Habenseite und die, die noch mit der Anschaffung des dicken Schwarzen liebäugeln, haben nach der Preissenkung eine weitere große Verlockung vor sich.