Remedy wollen digitalen Markt: Kein Mitleid mit Retail-Händlern, da sie Gebrauchthandel fördern
Wer sich Alan Wake für die Xbox 360 gekauft hat (was laut Verkaufszahlen auf fast niemanden hier zutreffen dürfte), hat bereits eine Kostprobe dessen bekommen, was sich Remedy so für die Zukunft der Spielebranche vorstellen. Die Kampagne ist vorbei, die Story bleibt offen und wird in nachträglich verkauften DLCs weitererzählt. Den Finnen schwebt allerdings eher ein Idealmodell vor, bei dem man gleich alle Inhalte über den digitalen Vertrieb geliefert bekommt.
Remedy CEO Matias Myllyrinne gegenüber EDGE:
- "Mit Sicherheit denken wir momentan darüber nach, wie wir digitale Inhalte stärker mit einbeziehen können."
- "Ich bin richtig begeistert von PlayStation Network, Xbox LIVE und Steam, da sie es einem wirklich erlauben, direkt auf sein Publikum einzugehen. Es öffnen sich all diese Möglichkeiten, die man vorher nicht hatte - es gab kein Modell, um das man herumarbeiten konnte."
- "Ich denke nicht, dass die ganz großen Spielerlebnisse so schnell auf rein digitalen Vertrieb umschalten werden. Je schneller wir aber als Industrie auf digitalen Verkauf umschalten, desto besser für uns alle. Es wäre besser für die Kunden, besser für die Entwickler und auch für die Publisher."
- "Für Retail ist es vielleicht nicht so gut. Andererseits habe ich nicht viel Mitleid mit den Händlern, da sie es ja auch sind, die gebrauchte Spiele weiterverkaufen und die Leute dazu animieren, am Gebrauchtmarkt teilzunehmen."
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Kommentare (40)
richard50
Naja, da gabs aber ganz andere Flops im Videospielbereich!
Wieder mal ein Statement, das gleich zum bashen provozieren soll?
Ach ja: Alan Wake habe ich übrigens tatsächlich gekauft, gespielt und gemocht.
toul81
GT-Fan
Ich sehe keine.
kowa
Aaron1979
Aber diesen Vorteil will ich nicht!
Ich bin Sammler will mein Spiel im Schrank stehen haben, neben all den Anderen.
Einen großen Vorteil haben nur die Publisher und auch die Entwickler da die Spannen größer werden.
Mir ist schon klar das der Gebrauchtmarkt ein Dorn im Auge der Industrie ist...
Aber so ist es eben...Was soll da die Automobilindustrie machen ?!?!
salasar
pb2007
Aldigator
Ich kann den Hass auf den Kommerziellen Gebrauchthandel (Gamestop betreibt das je wirklich exzessiv) schon irgendwie verstehe. Man bekommt von seinem eigenen Produkt beim weiterverkauf nichts ab, und der Zwischenhändler macht einen fetten Gewinn. Trotzdem kann die digital Distribution nicht der Weißheit letzter Schluss sein. Mir wären Boni für den Erstkäufer z.B. lieber. Bin ich der erste Besitzer, bekomm ich den ersten DLC z.B. für lau. Solange das ganze keine Verstümmelung des Games (wie z.B. der Onlinepass von EA) zur folge hat, könnt ich damit leben.
HamHamLunchbox
wenn aber zb ein spiel, das ich unbedingt will, erscheint und wochenlang "das psn wird derzeit gewartet" auf meinem fernseher erscheint, können die mich kreuzweise.
den einzigen wirklichen vorteil den ich bei digitalen inhalten sehe ist das sie nicht ausverkauft sein können und immer verfügbar sind/gekauft werden können