Schweres Jahr für EA, dank später Preissenkungen
12:39 Uhr - Electronic Arts hat Anfang des Jahres ja bekanntlich schon umfangreiche Umstrukturierungspläne in die Wege geleitet, was gewiss auch vorsorglich in Hinblick auf die nun veröffentlichten Geschäftszahlen des dritten Finanzquartals geschehen ist. In den drei Monaten bis zum 31. Dezember 2009 gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr von $1,654 Milliarden auf $1,243 Milliarden zurück. Dafür konnten unterm Strich aber auch die Verluste im selben Zeitraum von $641 Millionen auf nur noch $82 Millionen zurückgeschraubt werden.
Dazu sei erwähnt, dass EA rund $103 Millionen Netto-Einkünfte aus dem digitalen Markt im aktuellen Bericht noch nicht verzeichnet hat. Dies soll innerhalb der kommenden Quartale nachgeholt werden. Außerdem hatte der Publisher im Weihnachtsgeschäft 2009 kaum große Kracher zu bieten, da vielversprechende AAA-Titel wie Mass Effect 2, Battlefield: Bad Company 2 und Dante's Inferno allesamt schon früh in die ersten Monate des Jahres 2010 verschoben wurden.
Überhaupt war das vergangene Jahr laut EAs CEO John Riccitiello kein leichtes. Wie er laut GamesIndustry erklärt hat, habe dies unter anderem auch an den zu spät erfolgten Preissenkungen der Konsolenhersteller gelegen:
- "Ich denke nicht, dass es fair gesprochen wäre, wenn man 2009 im Vergleich zu 2008 einzig anhand der Konsequenzen einer landesweit relativ schwachen Industrie charakterisieren würde. Ich denke, der zweite Faktor war das Fehlen einer aggressiven Preisgestaltung der Ersthersteller, wenn man es so ausdrücken möchte. Sie waren mit ihren Preissenkungen ein wenig zu spät dran."
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Kommentare (11) « 1 2 »
jurista
Picknicker
IM Carlos
Großes Geschäft = großes Risiko
Sollte dies mal anders sein ist man entweder in irgendeiner Bananenrepublik und hat die Schaltstellen ordentlich geschmiert, oder Monopolist (was dann meist nicht lange anhält). Auf EA trifft beides nicht zu und wenn man im Wettbewerb steht, dann muss man sich halt anstrengen.
Oben angesprochene AAA-Titel NACH Weihnachten zu legen mag zwar aus Qualitätssicht ein gangbarer Weg gewesen sein, ABER aus betriebswirtschaftlicher Sicht eher ein Schlag ins Wasser. Klar ist die Konkurrenz größer, aber wenn man sich hinter der verstecken muss, dann hat man die Vorreiterrolle auch nicht verdient.
Gefragt ist Kreativität und Mut. Und für beides steht nicht gerade EA. Also ändern und nächstes Jahr ein Lächeln.
Jägerfisch
Cuberde
EA geht es erst seitdem vergleichweise schlecht, seit sie eben nicht nur "Pseudogameupdates" rausbringen...
Jägerfisch
Aha, weil nun die Leute vorsichtiger sind und nicht allen Schrott kaufen ist also der Beste Weg für EA wieder ab zum alten Schema?
marmion
alp biker
Ich finde nicht, dass EA noch so ein Updateladen ist, wie es schon mal war.
Siehe DS und ME. Dazu dann noch die Battlefieldspiel(e).
Natürlich braucht es auch noch Cash Cows, die man dann melken kann: Siehe Sportspielserien. Wobei ich bei FIFA auch sage, dass es seit 2009 wirklich gut geworden ist. Also auch eine Qualitätssteigerung zu sehen ist.
Dann auch noch die ganzen Biowaretitel, wo sie anscheinend den Entwicklern genügend Freiraum geben und nicht sehr von außen das Vorgehen diktieren.
Für mich hat momentan Acitvision die rote Laterne der Gamesindurstie im Bezug zur Sympathie.
quadri
Wir sollten alle für diese armen Schlucker spenden......
Hab da schon ein bischen mühe wenn mann bei Solchen Summen von "es geht Ihnen schlechter" spricht!
naund