Sega entlässt 73 Mitarbeiter, zu Gunsten digitaler Geschäftsmodelle
14:26 Uhr - Sega hat bekannt gegeben, seine Firmenstruktur im Westen stärker auf digitale Geschäftsmodelle auslegen zu wollen und im Zuge der dazu nötigen Umstrukturierungen werden 73 Mitarbeiter ihren Hut nehmen müssen. 37 davon wird es allerdings auch in Segas Abteilung in London treffen, die weiterhin für eher traditionelle Spiele zuständig sein sollen. In San Francisco werden 36 Angestellte entlassen, dort soll der Fokus künftig komplett auf digitale Distribution umgestellt werden.
Erst im März wurde bestätigt, dass die für Segas Aliens vs. Predator verantwortlichen Rebellion Studios - trotz überraschender Verkaufserfolge mit dem Spiel - eine ihrer Zweigstellen schließen mussten. [GamesIndustry]
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Kommentare (12)
Jace
Schon traurig das sich die Publisher nicht beirren lassen werden und den eingeschlagenen Weg mit allen Mitteln durchboxen wollen. Ich fürchte langsam, dass es Ihnen auch gelingen wird.
Jägerfisch
Darakiss
Ich denke früher oder später werden alle Hersteller auf Online Games zurückgreifen, vorallem MS und Nintendo sind da stark betroffen !
Jace
Ich würds anders formulieren: Spiele kosten viel Geld.
Es ist ja nicht so, dass die Preise exorbitant gestiegen wären. Ich erinnere mich noch gut daran das ich damals für Grand Prix 2, muss so in den frühen neunzigern gewesen sein, 107 DM bezahlt habe. Das sind knapp 55 Euro. Viel mehr zahle ich für die meisten Spiele heute auch nicht (Onlinekauf vorausgesetzt).
Insofern es dabei bleibt finde ich es noch passabel.
Allerdings braucht man heute seine Kröten auch für andere Dinge weshalb ich meine Spiele schon wesentlich selektiver auswähle und auch mal Perlen wie Just Cause 2 liegen lasse. Geschadet hat es mir nicht, so freu ich mich wenigstens wieder auf jedes neue Spiel und sehe es nicht als Fastfood an.
Darakiss
Picknicker
Jace
Die Argumentation mit den Preisen halte ich für heuchelei. Wie gesagt, es kostet ne Stange Geld. Aber Spielepreise jenseits der 50 Euro / 100 DM gibt es schon länger als dieses Argument. Abgesehen davon klaue ich ja auch keinen Ferrari weil ich ihn mir nicht leisten kann.
Letztlich muss jeder selbst wissen was er tut und mich sich selbst vereinbaren kann. Auch ich gehöre auch zu den "älteren" Semestern und 50 Euro tun mir deshalb nicht weh. Da investiere ich diese Summe lieber als das ich mich als strafmündiger auf illegales Terrain begebe. Ich weiß dass das bei Schülern anders aussehen mag aber das liegt nunmal in der Natur der Sache.
PipBoy95
Cuberde
Bei der 100DM/50€-Rechnung müsstest du aber auch die Inflation berücksichtigen. (Sprich Geld ist knapper, weil für andere Sachen wie Strom, Müllentsorgung, Lebensmittel, etc. mehr ausgegeben werden muss.) Auch waren damals Spiele für über 100DM eher die Ausnahme denn die Regel. GameBoy-Spiele gab's neu für um die 50DM, PSX-Spiele kosteten um die 70DM oder N64-Titel etwa 80 bis 90DM. (Wobei es stimmt, das Videospiele seit Jahren recht stabile Preis haben.)
Was soll das eigentlich sein, diese "Digitale" Distribution? Videospiele sind immer digital, egal ob auf einer Disc oder über den Online-Vertrieb.
Stand den Online-Vertrieb auch steptisch gegenüber, bis ich dann Xbox Live Arcade kennen gelernt hatte. Das kriegt Microsoft ziemlich clever hin. Erst mit kleinen Titeln anfangen, dann immer größere auf den Service bringen, so das es einen fließenden übergang dazu gibt, das ehemalige dem Einzelhandel vorbehaltene Titel nun nur noch über den Online-Service zu haben sind. Darauf arbeiten die langsam aber konsequent drauf hin.
Im PC-Bereich wurde Steam anfangs auch keine Zukunft bescheinigt und das viele dem spielen absagen würden, sollte sich das durchsetzen... wir wissen ja wie es ausgegangen ist.
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