Sid Meier's Pirates!
Sid Meier hat viele beliebte und ebenso erfolgreiche Videospiele-Reihen erfunden. Pirates! hat nun 23 Jahre auf dem Buckel und versucht sich nun erneut auf der Wii als Vorzeige-Piraten Spiel zu etablieren. Dass es sich hierbei um die sechste Neu-Veröffentlichung des Titels handelt, sollte nicht unerwähnt bleiben. Bei diesem sechs Jahre alten Spiel, welches nun auf die Wii portiert wurde, ist die größte Neuerung die Zugabe zweier Mini-Games. Ob es lohnt wegen dieser sagenhaften Neuerung sich dieses altbackene Spiel als Bewegungs-Variante ins Wohnzimmer zu holen, lest ihr im Test.
"Alle Mann an Bord! In Sid Meier's Pirates!, dem Hochseeabenteuer exklusiv für Wii, nehmen junge Freibeuter das Ruder eines von 27 komplett gestaltbaren Schiffen in die Hand und fallen in nichtsahnende Hafenstädte ein, um eine Besatzung seefahrender Ganoven zusammenzustellen. Als furchtloseer Piratenkapitän sammelt der Spieler dabei verborgene Schatzkarten, unternimmt waghalsige Missionen und mutige Rettungen und lässt mit flinker Hand Gerechtigkeit nach Piratenart an den Prahlern in jedem Hafen walten. Der Ruf des Ozeans zieht ihn jedoch immer wieder aufs Meer hinaus, wo er feindlichen Piraten begegnet und in atemberaubende Seeschlachten verwickelt wird, wie es sie nie zuvor auf Wii gegeben hat.[...]"
So zu lesen auf der offiziellen Seite. Nicht nur das sich das vorallem für Nichtkenner der Serie verlockend anhört, nein, es stimmt nur grob mit dem tatsächlichen Spiel überein.
Aber eins nach dem anderen.
Worum geht's?
Als kleines Jungchen wird der Spieler Zeuge eines Überfalls auf die eigene Familie. Ein fieser Baron bedroht die ganze Sippschaft, da er deren Schulden einholen will. Infolge der Zahlungsunfähigkeit werden die Liebsten entführt. Einzig und allein der Bub kann entkommen. Zehn Jahre später schlüpft ihr in dessen Haut und durstet nach Rache an dem Mann der euch alles genommen hat. Im Spiel selbst kann nun gemacht werden wonach es einen gelüstet. So kann man eine 15 Missionen lange Hauptstory verfolgen, in der es die verschollenen Familienmitglieder zu suchen und zu finden gilt. Bei deren Neubeginn jedesmal die Abfolge der Aufgaben wechselt. Darunter fallen solche Aufträge wie eine Gouverneurstochter zu heiraten.
Oder man handelt eben ganz nach eigenem Ermessen. Als erstes steht jedoch die Namenswahl an. Danach entscheidet man sich für das Aussehen, dass sich jedoch nicht stark variieren lässt. Eine Spezialfähigkeit muss man auch noch anwählen unter denen sich beispielsweise der Schwertkampf befindet. Mit dieser Spezialisierung kann man folglich den Säbel besser schwingen.
Nach der Personalisierung des Charakters folgt die Wahl einer Nation, unter deren Flagge ihr segeln wollt. Unter die Auswahl der Länder fallen Spanien, Holland, Frankreich und England. Großartige Gedanken darüber, welche Nation denn nun die Beste wäre, muss man sich nicht machen, da im Laufe des Spiels so oder so die Seiten gewechselt werden können. Untereinander wechseln die Mentalitäten der jeweiligen Nationen ebenso. Den einzigen Vorteil den diese Wahl mit sich zieht ist, dass anfangs die Schwierigkeit etwas genommen wird, da beispielsweise die Franzosen halbwegs viele Häfen zum anfahren besitzen, dennoch genug feindliche Städte die erobert werden können vorhanden sind.
Zuletzt muss das Aussehen des Wasserfahrzeugs noch verändert werden. Hierbei hat man schon etwas mehr Spielraum, jedoch erkennt man auf hoher See nicht mehr viel von den kreativen Gestaltungen. Im Laufe des Spiels kann das Piratenschiff aufgerüstet werden. Dies bringt immerhin spürbare Vorteile mit sich, zum Beispiel lassen sich die Segel verbessern, dass man sich schneller fortbewegt oder die Panzerung der Nussschale lässt sich stärken. Nun ist man der Kapitän eines Schiffes im 17. Jahrhundert und schippert durch die Karibik.
Mit der Startcrew kann man nun damit beginnen die Galleonen anderer Kapitäne zu entern und Städte zu überfallen. Natürlich bringt dies bei den jeweiligen Nationen entweder Vor- oder Nachteile. Außerdem kann das Ansehen gesteigert werden, indem man die zehn berüchtigsten Piraten der Karibik bezwingt. Irgendwann steht der eigene Name auf Platz 1 der rauesten Kerle auf den Meeren. Am Ende jedes Spiels bekommt man eine Punktzahl die die ganzen begangenen Taten bewertet, sowie eine kleine Geschichte aufgetischt wie euer Pirat sein Leben weiterhin gestaltet hat. Danach könnt ihr natürlich von Neuem beginnen.
Wie ist der Spieleinstieg? Gibt es eine Einführung in die Möglichkeiten?
Nein anfangs versteht man fast garnichts.
Was muss man machen? Welche Auswirkung haben meine Taten? Kann man die Franzosen angreifen, wenn man unter deren Flagge segelt?
Solche unbeantworteten Fragen trüben eindeutig den Spielfluss. Man wird gleich zu Beginn des Spiels ins kalte Wasser geschmissen ohne eine hilfreiche Erklärung zu erhalten. Das mag für Kenner der Serie kein Problem darstellen, für Neueinsteiger ist dies eine Hürde, um überhaupt weiter zu spielen, die es zu überwinden gilt. Wenn nämlich selbst langwierige Bildschirmtexte durchzuackern und die Pirat-o-Pedie (eine Ansammlung von Beschreibungen verschiedener Begriffe) zu durchforsten, nicht mal ansatzweise verhelfen irgendwie durchzublicken, wird das Spielgefühl stark getrübt. Sobald man sich etwas eingefunden hat, passieren neue unvorhergesehene Dinge die den Spieler wieder in seine Ratlosigkeit zurückwirft. Mit rebellierenden Piraten kann man nämlich erst einmal nichts anfangen.
Wie soll ich die Kollegen denn wieder freundlich stimmen? Was ist überhaupt der Grund für die Rebellion?
Durch den steigenden Spielfortschritt hebt sich die Schwierigkeit auch etwas an, was genau zu solchen Momenten führt. Hier wäre die Einführung eines Tutorials hilfreich gewesen, dass erst einmal hilft einen Einblick in das generelle Geschehen zu erhalten und nach jedem Voranschreiten in der Geschichte, das Hinuzugekommene erklärt.
Was ist anders als vor 23 Jahren? Oder vor 17 Jahren? Oder vor 6 Jahren? Oder vor 3 Jahren?
Am Anfang stehen die angeblich neuen Gestaltungsmöglichkeiten des Charakters. Die Auswahl der Optionen fällt sehr mau aus. Außerdem bieten diese auch kaum Abwechslung, sodass jeder neu begonnene Pirat im Prinzip der verschollene Bruder des Vorgängers hätte sein können. Grafisch hat sich die Wii-Version sogar noch verschlechtert. Hat man auf dem PC noch ein ansehnliches Meer befahren, so sieht man nun nur noch einen detailarm dahindesignten Pixel-Berg. Zwei neue Nebenpartien haben es noch in die Wii-Version geschafft Bombardement und Einbruch. Im übrigen gibt es nach wie vor keine Sprachausgabe. Die Laute die aus den Mündern der Polygon-Figuren entfleuchen weisen deutliche Ähnlichkeiten mit dem Gesumme der Sims auf.
Prinzipiell kann man sagen, dass sich ansonsten nichts geändert hat. Es ist nach wie vor dasselbe Spiel. Ein Minispielchen folgt auf das nächste, sich immer wiederholende Texte. So lässt sich Pirates! komplett abarbeiten. Dass die schon lange überholte Spielgestaltung immer noch zu fesseln vermag kann durch aus sein. Jedoch müsste dafür das Spiel eine komplette Rundumerneurung erhalten, um eben nicht nur Serienveteranen zu locken. Da man vor sechs Jahren für PC und Xbox und vor drei Jahren auf der PSP bereits dasselbe Spiel schon einmal bekommen hat, kann man sich den Griff zur grauslicheren Wii-Version verkneifen.
Ist Pirates! so abwechslungsreich wie versprochen wird?
Städte plündern und Schiffe entern steht unter anderem auf dem Plan. Das Erobern läuft in einer Art Rail-Gun-Shooter-Interpretation ab. Langsam fährt das eigene Schiff an den Stadträndern entlang und per Cursor schießt man auf Kanonen und Kriegsschiffe. Diese werden sobald das Visier dicht genug dran ist, automatisch anvisiert.
Da man die Auswahl zwischen 27 verschiedenen Transportmittel hat sollte man sich, um bessere Segler zu erhalten, auf den umliegenden Gewässern umschauen und vorbei tuckernde Schiffe kapern. Mit unterschiedlichen Munitions-Typen kann entweder die Anzahl der Besatzung minimiert, die feindlichen Segel zerstört, um sie an der Flucht zu hindern oder einfach die Schaluppe beschädigt und versenkt werden. Wenn sie stark genug geschwächt wurden, geben die Herren entweder auf und überlassen dem neuen Besitzer ihr ganzes Hab und Gut mitsamt dem Kutter. Oder man könnte das Schiff kapern und diese Auseinandersetzung mit einem Fechtduell abschließen. Hier sei zu erwähnen, dass nicht nur bei solchen Gefechten, sondern im ganzen Spiel die Bewegungssteuerung äußerst schlecht umgesetzt worden ist.
Nach erfolgreicher Übernahme kann es passieren dass ein Schiffsfachmann der Besatzung zu Gute kommen möchte. So sorgt unter anderem der Koch für bessere Laune bei den Seeräubern oder der Zimmermann repariert Beschädigungen. Falls der Angegriffene das Säbelgefecht gewinnt, landet man im Gefängnis und kann entweder ein Bestechungsgeld für die Freilassung bezahlen oder durch ein weiteres Minispiel wird ein Ausbruchsversuch gestartet, dessen Fehlschlag übrigens keine deutlichen Auswirkungen mit sich bringt, außer eine verkürzte Lebensdauer. Die Strafe lässt sich auch ganz einfach absitzen. In dem Falle, dass die eigene Seemacht zerstört oder übernommen wird, landet der ehemalige Käpt'n für ein paar Monate auf einer einsamen Insel. Nach einiger Zeit retten Piraten den Gestrandeten, die ohne zu zögern auch gleich wieder glauben einen guten Kapitän gefunden zu haben.
Die mögliche Schatzsuche benötigt folglich ein Stückchen Schatzkarte. An den eingezeichneten Details auf der Karte orientiert, findet man relativ zügig den Ort an dem die Kiste vergraben sein soll. Sobald die ungefähre Lokalität erreicht ist, kann per Tastendruck das Fernrohr das Land erblicken lassen. Wenn der 'Schatz' entdeckt ist, folgt mal wieder eine weitere automatische Sequenz bei der das Teil ausgehoben wird.
Die Landgänge die es anscheinend in den Vorgängern gab, blieben mir in meinem bisherigen Spielverlauf verwehrt. Genauso die strategischen Angriffe auf Städte, die in der Xbox-, PC- sowie der PSP-Version über das Land in die städtische Festungen führen blieben auch noch unentdeckt. Warum diese entfernt worden sind, ist äußerst unerklärlich.
Zur weiteren Abwechslung des Spieletrotts gehört auch das Umwerben der Gouvernourstöchter. Ein hohes Ansehen bei der jeweiligen Nation ist Vorraussetzung um die mehr oder weniger hübschen Adelstöchter überhaupt kennen zu lernen. Sobald dies geschehen ist gilt es das Tanzen zu bewältigen, das dank der bereits erwähnten schlechten Kontrollierbarkeit schnell Verzweiflung aufkommen lässt.
Dies waren im Großen und Ganzen die herausragendsten Unterschiede in Pirates!. Denn nachdem man alles gesehen und absolviert hat folgt ein sich immer und immer wiederholender Prozess. So sieht jedes Dorf, jede Siedlung und jede Stadt identisch aus. Des Weiteren ähneln sich die Angestellten der Schenke, der Gouvernour und deren Töchter alle wie ein Keks dem anderen. Ein kleines Detail darf jedoch nicht vergessen werden: drei von fünf Charaktermodellen sind immerhin andersfarbig gekleidet. Die erwartete lebendige, tiefgründige Piratenwelt bleibt einem hier eindeutig verwehrt. Die endlosen Ladebildschirme verhindern flüssige Übergange im Ablauf und sorgen für ein unkomfortables Spielgefühl. Ein zusammenhangloses abrappeln von unterschiedlichen, jedoch sich bald wiederholenden Bildschirmen mit regelmäßigen, langen, nervigen Ladezeiten beschreibt leider am besten was den Spieler hier erwartet. Wirklich spürbare Auswirkungen hat keine der ausgeführten Handlungen. Man hat einfach nur das Gefühl in einer sterilen und lieblos gestalteteen Umgebung nach und nach die Zeit vergehen zu lassen. Ein richtiges eintauchen in die Spielwelt ist bedingt der altbackenen Gestaltung einfach nicht möglich
Bekomme ich als Fan das was ich wollte und mehr? Soll ich als Neuling zugreifen?
Je nach dem was der Fan denn wollte. Will er einen weiteren lauwarmen Aufguss eines extrem ausgelutschten Spielprinzips? Oder wollte er ein richtige Neuauflage, eventuell mit frei begehbarer Welt und flüssigen Übergängen? Ich vermute jetzt mal das ein echter Pirates!-Fanatiker, das Spiel sowieso bereits besitzt und einen echten Nachfolger erwartet. Mit dieser Portierung jedoch bekommt er überhaupt nichts neues geboten. Die zwei hinzugekommenen Minispiele rechtfertigen keine Anschaffung des Spiels für die Wii, da ebenso die Steuerung ziemlich unschmeichelhaft ausgefallen ist. Doch nicht nur Fans sollten lieber beim PC-Remake von 2004 bleiben. Auch Neueinsteiger in die Serie sollten, wenn sie denn Interesse haben, lieber auf das technisch ausgefeiltere Gegenstück zurückgreifen. Auf dem PC hat man eine wohligere Steuerung, schönere Grafik und ein zwar schon damals technisch veraltetes Produkt, aber dennoch ein halbwegs gelungenes Piratenspiel, dass mit viel Geduld Spaß bringen kann.
Das derzeitige Jahr in dem wir uns befinden zeichnet sich für vielerlei Dinge aus. Auch für innovative Spiele. Da ist es logisch das ein 23 Jahre, bzw. sechs Jahre altes Spiel die heutige Zockerbrut nicht mehr so stark begeistern kann wie das damalige Erstlingswerk. In Zeiten solch schöner Remakes wie die 'Monkey Island Special Edition', welche komplett überarbeitet und sogar synchronisiert wurde, bei der sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben, wie man den Spieler erneut in das Geschehen fesseln kann, ist dies hier nur ein bröckeliger ausgedorrter Brotkrutzen den einfach keiner mehr essen will.
Sid Meier's Pirates! Wii-Trailer
Pro und Contra
- + Anfangs noch das Gefühl von Abwechslung...
- + Kann über längere Zeit hinweg beschäftigen
- + Musik ist passend zu den Gegebenheiten...
- - ... nach kurzer Dauer jedoch sich ständig wiederholende Abschnitte
- - ...dafür auf dem Meer plötzlich totenstille
- - Altbackene Technik
- - Spielprinzip ebenso veraltet
- - Endlose lange, sowie unverschämt häufig auftretende Ladebildschrime
- - Keine Neuerungen oder Verbesserungen
Bitte nicht noch einmal servieren!
Ich warte nach wie vor auf ein mitreißendes und atemberaubendes Piraten-Spiel. Eine Freibeuter-Simulation in der man brandschatzen und fiese Raubüberfälle auf stinkreiche Städte verüben kann. So dass ich das Gefühl habe bis auf meine raubeinige Crew Mutterseelen-alleine auf dem Meer herumzusegeln. Tagelang, fast am verhungern. Stürme mich Schiffsbruch erleiden lassen und ich infolgedessen an eine einsame Insel gespült werde. Ein Spiel in dem meine Meute an Bord Skorbut bekommt, wenn ich nicht für genügend Nahrung sorge. In dem Ratten die sich in selbiger eingenistet haben, in anderen Städten für eine Pest-Epidemie sorgen. Mein Schiff sich vergolden lässt und ich stinkreich werden kann. Ein echter Pirat eben. Saufen, Prügeln, Frauen vergewaltigen... ähm halt. Jedenfalls bietet Pirates! all das nicht. Natürlich kann man Schätze suchen, natürlich muss man sich um die Verpflegung der Piraten-Truppe kümmern und natürlich segelt man mit einem Schiff ständig gegen den Wind. Aber die Form in der das Spiel präsentiert wird ist allzu sehr veraltet. Man bekommt nach jedem neuen Abschnitt einen Ladebildschirm präsentiert. Diese sind nicht nur unverschämt lang sondern unterbrechen den Spielverlauf spürbar. Man klappert eigentlich das ganze Piratenleben lang, abgesehen von den Seefahrten, nur ein Schrift-Fenster und Minispiel nach dem anderen ab. Dadurch bekommt man nicht wirklich das Gefühl im Geschehen zu sein. Die einzige Abwechslung die wirklich geboten wird ist das ab und an ein Duell statt zu Wasser, zu Lande ausgetragen wird. Allerdings wiederholt sich das auch ziemlich schnell. Denn in einer Bar andauernd Gefechte austragen zu müssen langweilt auf die Dauer genauso schnell wie das ständige Kapern von Schiffen. Ich denke Fans hätten sich über ein ECHTES Remake des Klassikers gefreut. Bei dem man sich Piratig fühlt, in einer frei begehbaren Welt. Eine Neuauflage die zwar die alten geliebten Spielelemente aufgreifen, jedoch einige Besserungen mit sich bringen sollte.
Die Versprechungen des Hersteller hören sich wie immer hervorragend an, aber anhand der katastrophalen Technik, der sich ständig wiederholenden Aneinanderreihung von Minispielchen und der miserablen Umsetzung, hat man sich mit Pirates! ins eigene Knie geschossen. Vor sechs Jahren wurde das Spiel in derselben Form wie wir es hier vorfinden bereits auf PC und ein Jahr darauf auf der Xbox geremaked, mit echten Neuerungen wie 3D-Darstellungen. Selbst auf der PSP vor drei Jahren sieht das Spiel verhältnismäßig besser aus als 2010 auf Nintendos Fuchtelkonsole. Sid Meiers Pirates! für Wii kann man sich somit getrost sparen, vorallem dann wenn man es eben schon auf PSP, Xbox, PC oder noch auf dem NES besitzt. Und wenn man es noch nicht besitzt, dann holt es euch bitte nicht für die Wii. Es handelt sich haargenau um denselben Titel, jedoch mit schlechterer Steuerung und zwei neuen Minispielen, die genauso langweilig sind wie die anderen, was wahrlich keine Meisterleistung für Publisher 2K und das Entwicklerstudio Firaxis Games ist. Hiermit wurde lediglich der Versuch gestartet, ein langsam ermüdendes Werk in miserabler Form auf einer Plattform wiederzubeleben, der ohnehin langsam die Spieler abgehen. Eins sollte noch erwähnt werden: Pirates! kann dank seiner unverwüstlichen Grundelemente immer noch Spaß machen, nur braucht es dazu nicht mehr diesen Wii-Port.
Sid Meier's Pirates! im Laufe der Zeit
Das Original erschien 1987 für PC (DOS Bootable/CGA), C64, Apple II, CPC, NES, Atari ST und den Amiga.
Darauf folgte 1993 die Pirates! Gold Variante mit 256 Farben für MS-DOS, Macintosh, Mega Drive/Genesis, Amiga CD32 and Windows 3 .
2004-2005 wurden die 3D Remakes für PC und Xbox veröffentlich, die auch einige Neuerungen enthielten, wie beispielsweise Landkämpfe, die merkwürdigerweise bei der Wii-Version komplett wegfallen.
Für die PSP kam 2007 eine weitere 1:1 Umsetzung heraus, die grafisch ziemlich nah an die heutige Wii-Fassung kommt.
Im Oktober 2010 schließlich erscheint Sid Meier's Pirates! für die Wii und ist nicht nur ein nahezu identischer lauwarmer Aufguss der alten Remakes, sondern ist ebenso schlechter und heutzutage überhaupt nicht mehr auf technischer Höhe.
Als erstes seht ihr die PC-Version (1987):
NES (1987):
Pirates! Gold für PC (1993):
PC Remake (2004):
Xbox-Variante des PC-Remake (2005):
PSP-Version des PC- und Xbox-Remake (2007):
Bewertung
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Kommentare (11)
Scrub
cHaOs667
Jace
Cuberde
Das wär so eine schöne Vorlage für ein abwechslungsreiches und großes Abenteuer.
Aber heutzutage würde man wahrscheinlich nur eine Art "God of War"-Klon mit einem Piraten statt einem Halbgott in der Hauptrolle serviert kriegen, wenn sich eine Spieleschmiede mal an dieser Vorlage versuchen wolle. Wenn überhaupt...
PipBoy95
In FAble3 soll ja zumindest so ne Art Seeschlacht drin sein
Saskia Thudium
Mugiwara
Ich wünsch mir immer noch ein "One Piece" - Action Adventure oder vergleichbares. Ich lese den Manga seit knapp 6 Jahren und das ist wirklich eine interessant erzählte Piraten-Story. Leider gibt's da nur Super Smash Bros. Kopien -.-"
Wenn man nur die Storyline spielen könnte, wäre es ein hervorragendes Singleplayer-Spiel! :D
Multiplayer wäre dann so wie bei Red Dead Redemption, nur halt auf dem Meer statt in der Wüste :D
Picknicker
hatte auch immer gehofft, das mal ein geiles piratenspiel rauskommt. aber pustekuchen...
König Leo der 2.
zig