Sony über Motion-Control: Ohne Knöpfe geht's nicht
11:49 Uhr - Nintendos Erfolg mit der Wii mag immer noch die zu schlagende Messlatte sein, Pionier der "Motion Control"-Konzepte für ein breites Gamerpublikum ist trotzdem schon vorher Sony mit EyeToy gewesen. Dr. Richard Marks, unter anderem für PlayStation Move mitverantwortlich, erklärt nun in einem aktuellen Interview, man habe Kinect-ähnliche Ideen schon vor längerem aus technischen und auch rein praktischen Gründen abgelehnt. Dazu spricht er sich im Videospielebereich klar für Eingabemöglichkeiten aus, die zumindest noch ein paar Knöpfe zu bieten haben. So wie... genau, Move!
Marks laut GamesIndustry gegenüber Digital Foundry:
- "'Z-Kamera'-Systeme (wie Kinect oder EyeToy) können einem ein paar Erlebnisse liefern, die wirklich nett sind. Doch derer gibt es einfach nicht genug, um rechtfertigen zu können, daraus einen Controller für eine ganze Plattform zu machen."
- "Letztendlich kommt man an den Punkt zurück, an dem man für bestimmte Erlebnisse Knöpfe braucht. In anderen Momenten braucht man auch mehr Präzision, als man aus diesen Kameras herausholen könnte. Speziell für die eher als 'hardcore' bekannten Erlebnisse müssen wir exakt wissen, was ihr mit euren Händen macht." (Sind wir die Einzigen, für die das etwas doppeldeutig klingt...)
- "Das tastbare Feedback, zu wissen, dass ihr einen Klick gemacht habt, ist eine solch wichtige Sache. Macht man diese groberen Bewegungen, ist es einfach festzustellen, dass man sie auch im Spiel gemacht hat. Wenn man aber subtilere Dinge tut, ist es Schwierig zu wissen, ob das System auch 'gewusst' hat, was damit bewirkt werden sollte oder ob die Eingabe überhaupt akzeptiert wurde."
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass wir solche Worte über Kinect von Dr. Marks zu hören bekommen. Wobei... doch schon, denn damals ging es ja noch um "Project Natal".
So klang das übrigens, wenn sich Nintendos Miyamoto in der Vergangenheit über Kinect/Natal/Move geäußert hat:
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Kommentare (37)
KING_BAZONG
Mehr kann man dazu nicht sagen.
Steffen261279
Aber was willst erwarten, is doch klar das jeder SEIN Produkt als das optimalste ansieht, von MS würde die gleiche Grütze kommen nur eben das man keine Knöpfe braucht.
Jeder hat da seine eigenen Vorzüge von daher ganz gut das die Dinger nicht alle gleich sind ;)
jurista
Cuberde
Das steht nicht fest. Es sind schon oft Sachen zum Erfolg geworden, wo alteingesässene Anhänger gesagt haben, das es sowieso floppen würde. (Umgekehrt passiert es natürlich auch, das Sachen floppen, die eigentlich ziemlich Erfolgsversprechend aussahen.)
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Es stimmt schon irgendwie, dass das Feedback fehlt. Im "Real Life" gibt's ja auch kaum Tätigkeiten, die nicht irgendwie ein Feedback bieten. (Forza Kinect ist jawohl das Sinnloseste überhaupt. Autos steuert man mit Lenkredern/Pedalen... und sowas gibt's in form von Force-Feedback(!) Lenkrädern auch für Konsolen.)
salasar
Generell klingt das schon sehr logisch was der Sony mensch da sagt, anzunehmen MS wäre aber blöd, und das sie sowas nicht mit einkalkuliert haben, halte ich für ziemlich dämlich.... bloss nicht die "andere seite " unterschätzen.! Naja, das der DS von Nintendo auch "noch nicht reif genug " ist, kommt ja auch aus der Sony ecke! Weitsichtig? Marktkenntnisse? Ich tippe eher auf überheblich...
Dr_Janitor
Kinect ist technisch mit Sicherheit revolutionär und es lassen sich damit spannende Projekte umsetzen, ABER ich muss den Herrn von Sony völlig recht geben. Tasten und ähnliche Bedieninstrumente sind Elemente, auf die ein gutes Core-Game einfach nicht verzichten kann. Stellt euch doch mal Red Dead Redemption oder Arkham Asylum ohne Knöpfe und nur mit Handsteuerung vor. Vielleicht kann ich die revolutionären Neuerungen noch nicht ganz begreifen, aber ich bin mir sehr sicher, dass sich mit Kinect nur Casual-Titel umsetzen lassen.
Anders als Move: Sony hat hier den Vorteil, dass sie durch die Integrierung von Move in bestehende Titel direkt ein paar grundsolide Core-Titel anbieten kann.
Wäre von meiner Seite aus ein deutlicher Pluspunkt für Sony. Wenn ich schätzen müsste, würde ich vermuten, dass sich Kinect in den ersten Tagen wie "geschnitten Brot" verkauft, dann aber wieder in der Versenkung verschwindet.
LordLoki
Ich will ja nicht klugscheißen, aber ich würde soweit gehen, solche Eingabesysteme wie Move oder von der Wii als Multitasking zu bezeichnen. Und wie jeder weiß, wird die Leistung bzw das Ergebnis schlechter wenn man verschiedene Dinge gleichzeitig macht. Das soll nun kein Bahing gegen Sony bzw Move sein und Microsofts Kinect in den Himmel loben, ich finde nämlich beide Eingabegeräte (ebenso wie die Wii) schlecht.
Leader X