Soul Calibur II
11:05 Uhr - Vier Jahre sind vergangen, seit das beseelte Schwert Soul Calibur das finstere Soul Edge bezwungen hat. Aufgrund des schicksalsträchtigen Kampfes verteilten sich die Bruchstücke von Soul Edge auf der gesamten Welt. Soul Calibur ging verloren und es war es nur eine Frage der Zeit, bis die dunklen Mächte des bösen Schwertes die Welt infizierten, da das Böse noch immer in den Überresten von Soul Edge enthalten ist. Nun verfolgt jeder, der ein solches Bruchstück von Soul Edge gefunden hat das Schwert, und jeder aufgrund seiner eigenen Überzeugung und aus seinen eigenen Gründen...
Ein langer Weg steht euch bevor
Modis bis zum Abwinken
Die Charaktervielfalt von Soul Calibur II lässt keine Wünsche üig. Neben vielen bekannten Gesichtern wie dem Samurai Mitsurugi, dem Axtkämpfer Astaroth, oder dem Stabkämpfer Kilik sind auch neue Charaktere, wie zum Beispiel Raphael, Sophitia, oder Necrid mit von der Partie. Ihr könnt aber auch exklusiv in der GameCube Version mit Link, bekannt aus The Legend of Zelda, in den Ring steigen. Insgesamt sind 23 verschiedene Figuren anzuwählen, 3 davon exklusiv nur in der amerikanischen und europäischen Version.
Die technische Seite von Soul Calibur II ist äußerst gelungen. Die Figuren wurden fantastisch designt und strotzen nur so vor Details. Die Animationen der Charaktere sind auch hervorragend gelungen. Doch auch die Arenen wissen zu überzeugen. Es ist nahezu jedes denkbare Setting im Spiel vertreten. So bestreitet ihr den einen Kampf in der Bibliothek, den anderen in der Kathedrale und den nächsten in der Hölle. Doch es wurde auch auf die kleinen Details geachtet. So wehen beispielsweise die Kleidungsstücke und Haare der Protagonisten im Wind. Die Ladezeiten im Spiel sind so gut wie gar nicht vorhanden. Nur in den Kerkern wird ca. 3 Sekunden lang geladen. Sehr löblich ist auch die PAL-Konvertierung von Soul Calibur II. Neben einer tadellosen deutschen Übersetzung läuft das Spiel sowohl im 50 Hz- als auch 60 Hz-Modus absolut flüssig ohne irgendwelche Ruckler und PAL-Balken über den Bildschirm ab.Die Sounduntermalung des Spiels ist auf einem Niveau mit der Optik passt perfekt zum Spiel-Geschehen, dass gerade in der Arena abläuft. Eine Dolby Pro Logic II Unterstützung lässt die fulminanten Soundeffekte aus dem Boxen krachen. Zwar ist die Sprachausgabe auf Englisch, bietet aber Deutsche Untertitel. Jeder Kämpfer hat rund 80 Sprüche auf Lager, die im richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen.Soul Calibur II ist ein klasse Beat'em Up. Der sehr umfangreiche Einzelspieler-Modus, das einfache, dafür aber klasse Gameplay, die sehr gute Grafik, der gelungene Sound und der Multiplayer Modus lassen Soul Calibur II die Referenz im Genre Beat' em Up auf dem GameCube werden. Der Schwierigkeitsgrad wurde auch perfekt ausbalanciert. Lediglich Kritikpunkte sind die lieblosen Endsequenzen, die etwas zähen Kerker im Waffenmeister-Modus, sowie Ansätze eines Button-Smashers. Denn es kann oft vorkommen, dass Anfänger durch wirres Drücken der Knöpfe Fortgeschrittene spielend leicht besiegen. Doch das Spiel ist keinesfalls ein reinrassiger "Button Smasher", denn ein Anfänger wird gegen einen geübten Profi keine Chance haben. Im Vergleich zu Soul Calibur für die Dreamcast, könnte man Soul Calibur II auch als Update bezeichnen, denn es hat sich außer einer besseren Grafik, neuen Charakteren, mehr Modi, sowie einem umfangreicheren Waffenmeister-Modus zum Dreamcast-Pendant nichts geändert. Doch trotzdem ist Soul Calibur II nicht nur für Beat 'em Up Fans zu empfehlen.Als Kenner des Dreamcast-Vorgängers kam ich relativ schnell ins Soul Calibur Gameplay und wurde nicht enttäuscht. Der insgesamt dritte Teil der Soul-Reihe überzeugt wie sein Vorgänger durch eine fantastische technische Präsentation, sowie ein schnelles und gelungenes Gameplay. Vor allem der Waffenmeister-Modus konnte mich richtig fordern und hat mir richtig viel Spaß bereitet....bis ein Kerker kam. Denn dann sank schnell meine Lust, denn ich empfand diese einfach nur als störend und nervig.Für Kenner des Vorgängers gibt es meiner Meinung nach einfach zu wenige Neuerungen. Da hätte ich mir vielleicht eine Tag- oder Online Variante in Soul Calibur II gewünscht. Gehörte die Grafik auf der Dreamcast noch zum Mass aller Dinge, so kann Soul Calibur II leider nicht mit dem Genre-Primus Dead or Alive 3 aus dem Hause Tecmo mithalten. Dazu worden zwar einige neue Kämpfer kreiert, die aber meist bekannte Kampfstile darstellten. Einzig Necrid und Link waren relativ neue Arten von Fightern, wobei Necrid eher eine Kombination aller Charaktere ist.Wurde man anfangs noch vom dem superben Intro in wunderschön gerendeter Optik begeistert, versteht man noch weniger, was Namco sich dabei gedacht hat, den Anspann so spartanisch darzustellen. Doch trotzdem gehört jetzt Soul Calibur II (aufgrund mangelnder Alternativen) zur Beat'em Up Referenz auf dem GameCube. Ein Konkurent, der Soul Calibur II diesen Platz an der Sonne streitig machen könnte ist in nächster Zeit leider nicht in sicht.
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