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Spielevorschau 2010: Beat`em`Ups

Dienstag, 19. Januar 2010
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12:53 Uhr - Für Handkantenposer war 2009 das ergiebigste Jahr seit langem und die Welle an Prügelsoftware reißt nicht ab. Grund genug für uns, euch in diesem Special die interessantesten Vollkontaktkandidaten der nächsten Monate vorzustellen.

Egal mit welchem aktuellen System Fans des Videospiel gewordenen Kampfsports ausgestattet waren, im zurückliegenden Jahr bekam jeder mindestens einen hochkarätigen Beat'em up-Titel, um virtuell Schnauzen zu polieren. Halt! Nein, die Wii nicht. Naja, lassen wir Turtles – Smash-up mal als ordentlichen Vertreter zählen. Doch sogar DS-Besitzer durften bereits im März das hervorragende Bleach – Dark Souls in den Cartridge-Slot schieben, während PSP-Spieler mit dem exklusiven und originellen Dissidia Final Fantasy, sowie gelungenen Soul Calibur- und Tekken-Umsetzungen geradezu überschüttet wurden. Auf den Heimsystemen wurde sogar ein echtes Gigantenduell ausgetragen, bei dem King of Fighters XII allgemein enttäuschte und die Street Fighter-Serie mit Teil vier, trotz Anabolika geschwängerten Fightern ein grandioses Revival erlebte, welches nach langer Zeit auch mal wieder die PC-Zocker genießen durften. Das etwas unter den Erwartungen gebliebene Tekken 6, die zahlreichen Simulationsklopper á la UFC Undisputed 2009, Fight Night Round 4 und Smackdown vs. Raw 2010, sowie zahlreiche, teilweise bei uns erstmals veröffentlichte Klassiker-Downloads, wie Garou – Mark of the Wolves komplettieren die Liste. Eine Menge Holz für ein Genre das seine Geburt in den Arcades feierte und nur noch unregelmäßig mit hochwertiger Software versorgt wird. Und es geht weiter: Die folgenden fünf Titel stellen unserer Meinung nach die spannendsten Genre-Vertreter der kommenden Wochen und Monate dar. Das sich noch weitere hinzugesellen ist nicht ausgeschlossen.

Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars

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Unser gewaltbereiter Reigen wird eingeführt vom der neuesten Versus-Kombi der Beat'em up-Experten von Capcom, die bereits am 29. Januar und überraschenderweise exklusiv für die Wii erscheint, womit Nintendos „Heimunterhaltungskonsole“ schon gleich zu Beginn des Jahres einen potentiellen Knaller bekommt, was die allgemeine Prügelspielflaute auf dem System wieder wett machen könnte. Diesmal treten allerhand Helden aus unterschiedlichsten Capcom-Titeln, wie X, Zero (beide aus Megaman X bzw. Zero, haha), die Fighting-Ikonen Morrigan (Darkstalkers), sowie Ryu und Chun Li (beide aus Street Fighter) und sogar Zombie-Schreck Frank West (Dead Rising) gegen Zeichentrick-Helden und -Schurken aus den hierzulande wohl fast gänzlich unbekannten Produktionen des Anime-Studios Tatsunoko an. Lediglich Casshan, eher bekannt durch die CGI-lastige Realverfilmung Casshern und Monsterschnetzler Karas aus der gleichnamigen OVA dürften hiesigen Anime-Fans ein Begriff sein.

Mit Arcade, Minispielen und Zwei-Spieler-Versus-Modus bietet der Titel die Standardauswahl, lässt euch aber – ebenfalls untypisch für die Wii – auch online andere menschliche Opfer malträtieren. Beim Kampfsystem hält es Capcom einsteigerfreundlich, ohne Profis die Möglichkeiten für ausgefeilte Finessen zu nehmen. Es gibt lediglich drei Knöpfe für die normalen Attacken. Die Special Moves variieren aber dezent bis deutlich, je nachdem welchen Button ihr zur Ausführung nutzt. So vollführt etwa Ken the Eagle einen Dash-Angriff nach vorne, schräg nach oben oder senkrecht in die Luft, abhängig vom gedrückten Knopf. Genug Spielraum also für Aktionen jenseits des verhassten Button-Mashings. Auch Luftkämpfe sollen leicht zu forcieren sein, da jeder Fighter mindestens einen Move besitzt, mit dem er seinen Kontrahenten in die Höhe schleudern und dann fix hinterherspringen kann, um ihn mit Schlägen einzudecken. Ein weiterer Knopf dient dazu den jeweiligen Team-Partner entweder kurz für einen Angriff in den Ring zu holen oder ihn komplett auszutauschen. Das Duo teilt sich auch stets die maximal fünf Charge-Balken, welche für die spektakulären Hyper-Combos verwendet werden. Von denen besitzt jeder Kämpfer zwei normale, die jeweils zwei Balken verbrauchen und eine Level 3-Hyper-Combo, die gleich drei Einheiten abzieht. 

Mit seinem rasanten Gameplay und der durchgestylten Comic-Optik steht Tatsunoko vs. Capcom ganz in der Tradition seiner Vorläufer und dürfte für Fans von Marvel vs. Capcom ein echter Segen sein. Was dem Titel einen größeren Zulauf in westlichen Gefilden verwehren könnte, ist sicherlich der mangelnde Bekanntheitsgrad des Tatsunoko-Kaders. Doch die Vielseitigkeit der einzelnen Charaktere wird sicher zum Ausprobieren einladen: Karas kann zum Beispiel mit einem Greifhaken seinen Gegner zu Boden holen, Gold Lightman ist gar so riesig das er keinen Partner haben darf (Jaja, mit den Fetten will keiner spielen. Gemein ist das. Kein Wunder das der gewalttätig wird. Sein Gegenpart ist übrigens ein Mech aus Lost Planet.), Zero kann einen Schuss aufladen und dabei weiterkämpfen und Frank West darf Zombies herbeirufen und sie mit dem Baseballschläger gen Feind schleudern. Allein für Capcom-Fans gibt es schon jede Menge Futter. Die Tatsunoko-Franchises könnt ihr ja dann als reichhaltigen Bonus ansehen. Und wer weiß, vielleicht gibt’s dadurch ja bald neue Fans von Yatterman, Jun the Swan, Polymar oder Japatsuman und wie sie alle heißen. 


Toshinden

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Zugegeben, die Grafik von Toshinden macht einen stark nostalgischen Eindruck und erinnert nicht schlecht an die Anfangszeiten der letzten Konsolengeneration, als solche Spiele auch schon hässlich waren. In einem Genre, das nicht allein vom Gameplay glücklich wird, sondern auch bei der Technik protzen darf, kein sehr gutes Zeichen. Toshinden ist aber in mehrfacher Hinsicht trotzdem erwähnenswert. Erstens: Der Klang des Titels mag einigen von euch das Hinterstübchen wachrütteln, denn der Waffenprügler, der bei uns unter dem Titel Battle Arena Toshinden erschien, war eine Beat'em up-Bombe für die PSone, mit der damals niemand gerechnet hat, die mit ihren drei stetig schlechter gewordenen Fortsetzungen dann aber wieder konsequent zu Grabe getragen wurde. Zweitens erscheint die, mit völlig neuen in einem neu gestalteten Universum spielende Wiedergeburt der Reihe ebenfalls ausschließlich für die Wii. Und drittens hat der Titel durchaus ein paar nette Ideen auf Lager, die ihn trotz seines unschönen Äußeren zu einem interessanten Vertreter machen.

Die Handlung dreht sich um Touji und Lilith. Letztere hat ihr Gedächtnis verloren und wird von einer zwielichtigen Gruppierung festgehalten. Für mehr Superpower bei der Befreiungsaktion überreicht sein Meister Touji eine „vollkommene Waffe“. Damit tritt er in einem Tunier gegen andere Träger eines solchen Argumentationsverstärkers an. Warum er das tut, anstatt das Mädel zu retten? Ich weiß es nicht. Wie auch bei Soul Calibur ist das Kampfsystem sehr offensiv ausgerichtet. Ihr könnt die Waffe – meist handelt es sich um Nahkampfinstrumente wie Schwerter, der erste Trailer zeigt aber auch einen Kämpfer mit Pistolen – in eine mächtigere Form verwandeln, mit der ihr dann doppelten Schaden austeilt oder ihr lasst euren Recken mit seinem Handwerkszeug verschmelzen, wodurch er sich in einen schnellen Supertyp, mit besseren Nehmerqualitäten transformiert. Als dritte Möglichkeit könnt ihr die Geistform der Waffe beschwören. Dann seid ihr stärker und könnt weitere Special-Moves anbringen, seid aber auch verletzlicher und könnt nicht mehr blocken. Apropos Abwehr: Um auch hier Gamepad-Vergewaltigern den Wind aus den Segeln zu nehmen, dürft ihr mit dem sogenannten Armbreaker-Move euren Peiniger entwaffnen, während ihr seine Einschläge blockt. Die Chancen auf einen Erfolg der Aktion stehen besser, je niedriger eure Lebensenergie bereits ist. Angriffe werden sich außerdem je nach Entfernung zum Gegner verändern. Mittels Dash-Bewegungen sollt ihr dafür schnell größere Distanzen überwinden können. Zu guter letzt haben die Entwickler noch ein Combo Maker System eingebaut, mit dem ihre eigene Schlagkombinationen entwerfen könnt.

Auch wenn Toshinden wohl kein Überhit wird, klingen die Elemente doch recht eigenständig und vielversprechend. Zumal zur Story und der Inszenierung bislang wenig bekannt ist. Vielleicht wird aus dem Revival eine kleine, sperrige, mit Mängeln behaftete, aber irgendwie doch reizvolle Japano-Perle, wie Drakengard oder Chaos Legion. Nun, sagen wir „wurde“, denn in Japan ist das Spiel bereits am 10. Dezember erschienen und ein Termin für den westlichen Markt noch nicht vorgesehen. Soviel zur mehr oder weniger traurigen Nachricht zum Schluss.


Super Street Fighter IV

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Wie der Titel es vermuten lässt, hat Super Street Fighter IV eher Add-on-Charakter, als das es ein vollwertiges Sequel darstellt und bildet damit den Auftakt einer möglichen Wiederholung von Capcoms Street Fighter II-Wahnsinn, welches bekanntlich in nicht mehr zu zählenden Umsetzungen und Sondereditionen erschien. Im großen und ganzen bleibt es also Street Fighter IV. Besitzer des letztjährigen Beat'em up-Knüllers dürften aber dennoch über einen Kauf nachdenken, denn zu den wichtigsten der recht spärlichen, aber feinen Neuerungen gehören die acht zusätzlichen Kämpfer, die sich aus altbekannten Serien-Veteranen, wie Dee Jay, T. Hawk (beide aus Super Street Fighter II) oder Cody aus Street Fighter Alpha 3, sowie komplett neu designten Fightern rekrutieren, von denen bis lang nur die schnuckelige Juri, eine flinke, aber anfällige Tae Kwon Do-Meisterin bekannt ist. Sie setzt vor allem auf Kicks, verfügt über eine ähnliche psychische Energie wie Rose oder M. Bison und beherrscht mindestens eine feuerballartige Projektilattacke.

Mit den Kämpfern dürft ihr euch vor fünf neuen Hintergründen gegenseitig die Knochen verteilen, die mal wieder kein ländertypisches Klischee auslassen. So trefft ihr im südlichen Asien auf Elefanten und Tänzer, während in Afrika Savannen-Tiere das Geschehen beobachten. Witzig: In dieser Stage ahmen Meerkatzen die Kampfaktionen der Fighter nach. Einige der alten Hintergründe werden überarbeitet und mit neuen Details und Lichteffekten versehen. Auch das gesamte Kämpferfeld wird nochmals auf Balance-Probleme geprüft und poliert. Dabei will Capcom sich auch das Feedback der Fans zu Herzen nehmen. Zusätzlich bekommt jeder Charakter einen weiteren Ultra-Move, sodass jeder jetzt zwei besitzt, von denen ihr euch aber einen aussuchen müsst. Alteingessene Fans wird besonders die Rückkehr der beliebten Minispiele, wie das Auto- und Fässerzertrümmern freuen. Der Multiplayer-Teil soll neben normalen One-on-One-Matches nun auch Team- und Endloskämpfe, sowie eine Replay-Funktion und einen Tournament-Modus bieten. Wie die Features genau aussehen ist aber noch unbekannt.

Trotz der überschaubaren Zusatzelemente wird Super Street Fighter IV nicht alternativ als Download-Content angeboten, sondern erscheint nur auf Disc in den Händlerregalen. Als Grund dafür nennt Capcom technische Kompatibilitätsprobleme mit den Inhalten in SFIV, weswegen es auch nicht möglich sein wird online gegen Besitzer der Standard-Version zu kämpfen, was aber allein aufgrund der Balance-Unterschiede kaum zu empfehlen wäre. Als kleiner Trost soll SSFIV nicht zum Vollpreis in die Läden wandern und Käufer von Street Fighter IV werden mit exklusivem Inhalt belohnt. Was beides genau bedeutet, liegt aber noch in eurer Phantasie. Der Titel erscheint vorraussichtlich im April für PS3 und Xbox 360. Eine PC-Fassung steht derzeit nicht auf dem Plan. Spannend bleibt die Frage, ob Capcom es schafft, die größte Schwäche des vierten Teils, nämlich die schwammige Digipad- bzw. Analogstickabfrage zu überarbeiten. Sonst bleibt nur der Umstieg auf's teure Arcade-Board.


BlazBlue: Calamity Trigger

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Damit die luxuriöse Perepherie aber nicht nur für die Eitelkeit des Prügelgroßmeisters herhalten muss, können Fighting-affine Xbox 360- und PS3-Zocker sich schon mal den 25. März dick im Kalender anstreichen. Dann nämlich erscheint endlich das – in der Auslandspresse bereits mit Top-Wertungen überhäufte – BlazBlue: Calamity Trigger auch hierzulande. Der 2D-Fighter mit dem ungewöhnlichen, aber wohlklingenden Titel ist das neueste Werk von ARC System Works, den Machern der Guilty Gear-Reihe, die bei uns, vermutlich aufgrund des abgedrehten Charakterdesigns, nur eine kleine Fan-Gemeinde hat, von Beat'em up-Kennern aber hoch geschätzt wird. Die freakige, tendenziell alberne Gestaltung der Kämpfer könnte auch BlazBlue die große Käufergunst verwehren. Dafür ist jeder Recke einzigartig, interessant und perfekt durchgestylt, was überhaupt auf die gesamte äußerst geschmackvolle Anime-Optik zuzutreffen scheint. Der gemalt wirkende Look ist dabei nur Fassade auf einem Polygongerüst, was für geschmeidige Animationen sorgen dürfte.

Wie im oben vorgestellten Tatsunoko vs. Capcom, den Bleach-Spielen oder natürlich Guilty Gear finden die Kämpfe nur auf einer Ebene statt, ohne Bewegungen in die Tiefe und sind ganz auf Dashes, Luftkämpfe und allgemein hohes Tempo ausgerichtet. Die beste Vorraussetzung dafür ist auch hier eine denkbar simple Steuerung. BlazBlue kommt mit drei Buttons für Angriffe unterschiedlicher Stärke und einem für eine charakterspezifische Attacke aus. Das Digi-Pad nutzt ihr für übliche Aktionen, wie Laufen, Springen, Ducken und Blocken. Klingt nicht nach viel, doch schon mit wenigen Kombinationen zieht ihr weitere wertvolle Techniken aus dem System. Drückt ihr zum Beispiel nach hinten und zwei der Knöpfe, baut euer Recke eine Barriere auf, mit der sich auch stärkere Angriffe abwehren lassen. Haut ihr gleichzeitig auf die drei Schlagbuttons, könnt ihr die gerade laufende Aktion sofort abbrechen und zu einem neuen Move ansetzen. Da liegt viel Potential, um auch nach Wochen noch an verheerenden Combos zu feilen. Allerdings saugen derartige Sperenzien an der Energie eurer Heat-Leiste, die ebenfalls den Treibstoff für Super Specials (hier Distortion Drives) und Instant Kills, sogenannte Astral Finishers liefert.

BlazBlue: Calamity Trigger bietet eine ordentliche Modi-Vielfalt, mit Story, Arcade, Score Attack, Training, Multiplayer (off- und online), Replay und einer Gallerie für freispielbare Inhalte, fährt aber ein deutlich kleineres Kämpferfeld auf, als die aktuelle Konkurrenz. Dafür verspricht dieses ein stark individuelles Spielgefühl für jeden Charakter. So kann etwa Carl eine Marionette kontrollieren und gleichzeitig selbst weiterkämpfen. Rachel kann den Wind manipulieren der übers Spielfeld weht, was durch einen weiteren Energiebalken limitiert wird. Außerdem sind ARC System Works meister ihres Fachs, die immer auch das Feedback der Fans miteinbeziehen, weswegen wir ein sauber ausbalanciertes Spiel erwarten dürfen. Obendrein bietet BlazBlue: Calamity Trigger – und das ist ein großer Vorteil gegenüber den, in diesem Bereich meist sehr zurückhaltenden Genre-Vertreter – einen umfangreichen Story-Modus, in dem sich die ganze Geschichte erst entfaltet, wenn ihr ihn auch mit den anderen Fightern durchspielt, wobei es für jeden drei mögliche Handlungsverzweigungen gibt. Das garantiert allein im Solo-Modus Beschäftigung für Wochen. Beat'em up-Freunde, die sich von skurrilen Figuren nicht abschrecken lassen oder gerne Animes sehen, sollten diesen Geheimtip unbedingt im Auge behalten. Das wir allerdings auch in den Genuss der Limited Edition, inklusive des 42 Tracks starken Soundtracks und einer Tutorial Blu-Ray in einer schmucken Schachtel kommen, wird wohl ein Wunschtraum bleiben. 


Yakuza 3

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Nach langem Betteln werden nun auch westliche Spieler im PS3-exklusiven und in Japan unverschämt erfolgreichen Yakuza 3 wieder ordentlich Backpfeifen ans kriminelle Pack verteilen dürfen, während in Fernost bereits Teil vier vor der Tür steht. Aber das ist seit jeher der Werdegang des asiatischen Gangsterepos', dass Uneingeweihte anhand der Screenshots leicht mit einem GTA im Yakuza-Milieu verwechseln können. Wenn ihr in Yakuza aber nicht gerade mit NPCs redet, an einem Minispiel teilnehmt oder eine der zahlreichen Zwischensequenzen bestaunt, seit ihr die meiste Zeit damit beschäftigt anderen Leuten das Fressbrett zu verbiegen – ganz ohne Autoklau, Verfolgungsjagden und wilde Schießereien, sondern Full-Contact-Style. Wer mehr wissen will, liest entweder Marios Preview zur neuesten Episode oder unseren Test des zweiten Teils. Ich gehe nämlich davon aus das sich das Spielerlebnis nicht sonderlich ändern wird und will deshalb nur die Neuerungen ansprechen. Dabei die Grafik zu erwähnen, wo die Vorgänger noch für die PS2 erschienen, wäre redundant. Ich tu's dennoch, denn Yakuza 3 macht optisch wirklich einen grandiosen Eindruck: Die phänomenalen Gesichter, die Farbgebung und der schiere Detailreichtum der Stadt sind wirklich beeindruckend. Lediglich bei den Animationen zeigt sich Verbesserungsbedarf. Hauptdarsteller Kazuma wirkt hier und da doch etwas hüftsteif.

Bei der Erkundung des altbekannten Stadtteils Kamurocho, welcher nicht wirklich existiert, aber dem echten tokioer Kabukicho nachempfunden ist, ähnlich New York in GTA IV, bleibt die Kamera neuerdings dynamisch hinter Kazzi, wie in einem typischen Third-Person-Actionspiel, im Gegensatz zu den festgelegten Schwenks und Fahrten der letzten Teile. Auf den Straßen tummeln sich nun wesentlich mehr Einwohner, die ihrem Tagewerk nachgehen. Höchst erfreulich: Kommt es zu Kampfhandlungen, wird nun nicht mehr ein abgegrenzter Bereich geladen. Stattdessen zoomt die Kamera einfach ein Stück raus und schon setzt es Schläge. Die häufigen Ladepausen gehörten zu den größten Nervfaktoren des Vorgängers. Das Kampfsystem ändert sich kaum: In den Prügelleien ladet ihre eure Heat-Leiste auf, mit der ihr wieder schmerzhafte Finisher vollführt, die meist darin Enden das Kazuma versucht das Gesicht seines Gegners mit Stahl- und Betonkonstruktionen zu paaren. Blessuren zeigen sich nach dem Kampf wieder schön auf den Visagen der Widersacher. Neu ist allerdings die Methode, mit der Kazzi zusätzliche Techniken erlernt. Die werden nämlich einfach bei den Schlägereien anderer Raufbolde abgeguckt. Dazu müsst ihr in der jeweiligen Situation ein Quick-Time-Event meistern und schon habt ihr den Move drauf. Simpel, aber originell. In den meisten Fällen könnt ihr herumliegende Gegenstände als Schmerzverstärker missbrauchen, die seltenen richtigen Waffen, wie Pistolen oder Nun-Chucks dürft ihr aber nun zum bequemen Abruf auf die vier Richtungstasten des Digi-Kreuz' legen.

Ansonsten wird Yakuza 3 wohl auch die altbekannten Qualitäten der Serie bieten, als da wären die zahlreichen Minispiele, diesmal zum Beispiel mit einem Karaoke-Rythmusspiel, grandios inszenierte Ingame-Cutscenes, eine komplexe, hochspannende Handlung, um das ganze coole Ehre-und-Verrat-Zeug und überhaupt jede Menge Japano-Flair. Wer mit letzterem allerdings wenig anfangen kann, wird wohl auch diesmal nicht bekehrt. Yakuza 3 erscheint am 12. März mit japanischer Sprachausgabe und englischen Untertiteln.

In diesem Sinne: Hadoken, Shoryuken und Tatslimakisenpukiyaku. Letzteren aber richtig!


 

Kommentare (20)

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19.01.2010 13:38 - Bitte das Ganze nochmal für RPG´s :P
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19.01.2010 13:40 - Beat`em`ups sind doch out
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19.01.2010 13:52 - hoffentlich kommt dead or alive noch dieses jahr!!!
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19.01.2010 13:57 - @DonkeyWong:
Meinst du das DoA das (gerüchteweise?) für die PSP kommt?

Und jetzt noch eine Vorschau für Action-Adventure und Platformer.
Was, lohnt sich nicht, da nichts vorhanden? Mist. ;_;
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19.01.2010 13:57 - blazblue wird der hammer :D gegen yakuza hab ich auch nix einzuwenden
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19.01.2010 14:12 - nice bild :-)
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19.01.2010 14:24 - Wie jetzt auch im März? Mann mann mann da werden einige Toptitel baden gehn wenn so viel gleichzeitig erscheint.
Auf das Spiel freu ich mich aber dennoch riesig.
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19.01.2010 14:34 - @ bericht über SF4

öhhmmm.... wie soll denn bitte Capcom das Spiel so programieren, dass sich was am Digi-pad ändert???
sie haben doch schon genug "shortcuts" eingebaut!

das sowieso ständig über das Spiel gemeckert wird, geht mir voll aufn sack!
es gibt SO VIELE änderungen und verbesserungen, dass sie es auch SF5 hätten nennen können!

den Preis haben sie auch noch reduziert!

bei FIFA, PES, NHL, NBA, MADDEN, Smackdown usw. beschwert sich doch auch niemand um viel maginalere jährliche ubdates zum VOLLPREIS!
SF4 ist schon mit ABSTAND das beste Multiplayer spiel zur Zeit und SSF4 wird das sogar noch toppen!

und bei Guitar Hero, Rockband, Dj Hero beschwert sich auch keiner, dass er ein neues eingabegerät kaufen muss!

also redet mir nich mein SF schlecht


@ Bericht über Blazblue

GEIL!!! endlich kommt es!!!
hoffe nur, dass nich 3 wochen nach dem release der Nachfolger angekündigt wird, den es ja schon in den Arcades gibt!


@ TvC und Toshinden
ach verdammt, nun werd ich mir wohl doch noch ne wii kaufen müssen!
hab eh bock auf die ganzen Light-gun shooter und Mario!


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19.01.2010 14:45 - Sorry, aber das ist eine News für die BILD Zeitung - Yakuza ein Beat'em'Up? Na ja, auf jedenfall zeigt das recht deutlich dass Innovation in diesem Bereich völlig fehlt, wenn die News von 2D Prüglern bestimmt wird!

Wenn ich daran denke dass das Beat em Up mit dem grössten Umfang, dem mesiten Spass, der grössten Innovation und den meisten Überraschungen "Mortal Kombat Armaggedon" auf der Wii ist, sagt das doch alles.

Alle anderen Prügler sind nur der X-te Aufguss eines Spielprinzips und Umfangs, das/der schon vor 15 Jahren genau gleich da war! Sicher, auch jedes Fifa ist nur ein Aufguss, aber vergelicht man Fifa10 mit Fifa 95, wird man zweifelsohne feststellen müssen, dass nicht nur die Grafik umfangreicher wurde! Bei den Prüglern scheint das anscheinend nicht gewünscht!

Bei Shootern wollen alle immer Hyper Realistische Grafik
Bei Racern wollen alle 1000 Autos
Bei Rollenspielen eine perfekte und riesiege Welt

Aber bei Prüglern reicht das alte X vs Y mit Energieleiste, Combos und 2 Runden, Hallo?????

Beat em Ups für Leute die keine Hardcore Prügle Fans sind, sind eindeutig Tot!
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19.01.2010 15:14 - @hagenNORKANOIA : Amen! Ich bin ja ein absoluter SFIV Fan und ich muss schon sagen, dass ich für die Verbesserungen durchaus bereit bin Geld auf den Tisch zu legen.

SSFIV und BlazBlue sind so gut wie gekauft.
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