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Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike

Donnerstag, 30. August 2007
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11:17 Uhr - Am 03.05.2002 brachte die deutsche Entwicklerschmiede Factor 5 den wahrscheinlich besten Launch-Titel des GameCubes auf den Markt, Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader. Der Titel wurde der meistverkaufteste Third-Party Titel des GameCubes. Ein Grund für Factor 5 einen Nachfolger zu produzieren. 1 ½ Jahre später ist es soweit, Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike trifft jetzt in den europäischen Laden ein. Doch Rebel Strike ist alles andere als eine Fortsetzung ohne jegliche Neuerungen, denn der Teil hat so einige Innovationen zu bieten.

Let the Disco started

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Legt ihr die Rebel Strike Disc in euren GameCube ein, werdet ihr erfreulicherweise nach dem Einstellen des 60 Hz-Modus gefragt. Danach folgt eins der verrücktesten, und genialsten Intros eines Entwicklerteam, dass je in einem Spiel zu bestaunen war. In Anlehnung an die 70er Jahre tanzen Luke Skywalker, Han Solo, Darth Vader und einige andere im Discostil in der Disco. Also Discokugel wird natürlich der Todesstern verwendet. Einfach klasse.

Der Todesstern wurde zerstört, und trotzdem ist es eine dunkle Zeit für die Rebellion. Luke Skywalker, Wedge Antilles und der Rest der Allianz befürchten eine große Invasion, da sich eine gewaltige imperiale Flotte für einen Angriff auf den Rebellenstützpunkt bei Yavin 4 vorbereitet. Der gesamte Himmel ist voll schwirrender TIE-Fighter und die gefürchteten imperialen Einheiten beabsichtigen das Stürmen des Stützpunktes und die Ergreifung der restlichen hochrangigen Offiziere der Allianz. Luke Skywalker konnte nur mit dem nötigen Willen oder Entschlossenheit, sowie der Macht als Verbündeten seine Truppen mobilisieren und die Eindringlinge zurückdrängen. Die Rebellion konnte einen großen Erfolg gegen Darth Vader und den Imperator erzielen, und einen neuen geheimen Stützpunkt errichten. Doch der Kampf gegen das böse galaktische Imperium nach lange nicht vorbei. Die schwierigste Zeit steht der Allianz nun bevor...

Mit X-Wing, AT-ST, Speedbike und zu Fuß auf imperialer Jagd

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Die Missionen aus Rebel Strike basieren teilweise auf den, der alten Trilogie, einige Elemente von Episode 1 und 2 wurden implementiert. In insgesamt 20 Missionen werdet ihr in die Rolle von zum Beispiel Luke Sykwalker, Wedge Antilles und Han Solo schlüpfen, und gegen das Imperium ankämpfen. Kämpfte man bisher nur in der Luft gegen das Imperium, so klettert ihr jetzt zum ersten Mal aus dem Cockpit und nehmt es zu Fuß, mit dem Speederbikes, oder einem AT-ST mit dem Imperium auf. Eine Mission besteht aus mehreren Missionszielen. Im Vergleich zum Vorgänger bietet Rebel Strike viel mehr Abwechslung, was schon alleine bei der Mission auf einem der wohl bekanntesten Orte im Star Wars Imperiums, dem Eisplaneten Hoth gezeigt wird. In einer original Zwischensequenz des Film werdet ihr sehr atmosphärisch auf Hoth eingeleitet. Luke Skywalker stürzt mit seinem Schneegleiter ab, und muss sich nun zu Fuß, mit einer magnetischen Harpune, einem Laserschwert, einer Waffe und Bomben bewaffnet, auf Hoth gegen AT-AT's schlagen. Zuerst müsst ihr eure magnetische Harpune rausholen, euch an einen AT-AT festklemmen, hochziehen, und mit euren Laserschwert ein Loch reinbohren. Als letztens legt ihr eine Bombe rein, und schon explodiert der AT-AT. Danach müsst ihr zu eurem Stützpunkt mit einem TaunTaun zurückkehren, und vor den imperialen Streitkräften flüchten. Seid ihr dort angekommen, übernehmt ihr die Kontrolle über eine Maschinen-Gewehr Station und müsst drei AT-STs in alle Einzelteile zerschießen. Als letztens werdet ihr König der Lüfte und müsst drei Transporter in eurem X-Wing gegen über mehr als 60 TIE-Fighter versuchen zu beschützen.

Doch ihr dürft auch so bekannte Orte, wie den Waldplaneten Endor, Yavin 4, oder Tatooine bereisen, und dort gegen imperiale Streitkräfte kämpfen. Pro Mission habt ihr drei Leben. So seid ihr einmal auf dem Waldplaneten Endor mit einem Speederbikes auf der Jagd nach dem Imperium, ein anderes mal müsst ihr in einem AT-ST eine ganze Basis infiltrieren und Professor von dort befreien. Die Missionsvielfalt ist einfach unglaublich. Zu Fuß steuert ihr euren Charakter mit dem Control-Stick, schießt mit A durch das automatische Zielsystem den Gegner an, der euch am Nähesten ist, und könnt diesen mit L anlocken. Auf dem B-Knopf wurde die Sekundärwaffe gelegt. Mit der R-Taste könnt ihr euch ducken, mit Y das Elektrofernglas rausholen, um euch einen Überblick zu verschaffen, und mit X einen Sprung ausführen. Später erlernt ihr noch bei Yoda einen Doppelsprung. Mit dem C-Stick lässt sich eine bestimmte Aktion, wie zum Beispiel Türen öffnen. Zu guter letzt hechtet euer Charakter mit Z und gibt mit dem digitalen Steuerkreuz Befehle. In der Luft oder mit einem Speederbike, sowie AT-ST zu Boden, steuert ihr mit dem Control-Stick euer Gefährt. Mit der A, sowie B-Taste feuert ihr ebenfalls eure Primärwaffe, sowie Sekundärwaffe ab. Die Kamera könnt ihr mit X ändern, den Zielcomputer mit Y aufrufen. Dabei wurde der Zielcomputer im Vergleich zum Vorgänger verbessert, und ist jetzt besser und genauer zu bedienen. Eine Rolle des Gefährts könnt ihr mit Z vollführen. Beschleunigen könnt ihr mit R, emsen mit L.

Zu zweit gegen das Imperium

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Eine weitere Neuerung ist der Multiplayer-Modus. Hier könnt ihr mit einem Freund zusammen den gesamten Vorgänger samt Bonus-Missionen spielen. Der Schwierigkeitsgrad im Mehrspieler-Modus wurde natürlich angepasst, und es passiert mehr auf dem Bildschirm, als es noch beim Vorgänger der fall war. Pro Mission habt ihr zusammen fünf Leben zur Verfügung. Sowohl in der Einzelspieler Variante, als auch im Kooperations-Modus gibt es Medaillen im Spiel zu ergattern. Für das Erfüllen bestimmter Missionsziele in einer vorgegeben Variante könnt ihr entweder eine Bronze, Silber, oder Gold-Medaille erspielen. Die Bronze Medaille gibt euch 3, die Silber 6 und die Gold-Medaille 10 Punkte. Für diese Punkte könnt ihr Bonus-Missionen im Spiel erkaufen. In bestimmten Missionen könnt ihr auch Upgrades finden. Findet ihr ein Bonusobjekt-Symbol irgendwo im Level, und fliegt durch diese, bekommt ihr diesen Bonus für euer Flotte. Nach Abschluss der Mission steht das Objekt für alle zukünftigen Missionen zur Verfügung. So kann beispielsweise der Laser, oder die Protonentorpedos durch solch ein Upgrade verbessert werden. Neben dem Coop Modus könnt ihr euch auch im Deathmatch-Modus gegeneinander bekämpfen, oder im Modus Schlacht so viel Schaden wie möglich anrichten. Zu guter letzt müsst ihr im Modus Eroberung Basen erobern und verteidigen. Doch ihr könnt auch mit Speederbikes ein Rennen zum Beispiel auf Endor stattfinden lassen, oder euch in AT-ST's bekriegen. In den Modi Deathmatch und Eroberung könnt ihr euren Game Boy Advance mit dem GameCube verbinden, und über den GBA Flügelbefehle erteilen. Vom Schwierigkeitsgrad lässt sich Rebel Strike ungefähr mit dem Vorgänger vergleichen. Natürlich wird es besonders schwer, die Goldmedaillen bei allen Missionen zu ergattern. Auch erneuert wurde der Radar im Spiel. Er zeigt jetzt immer an, wo ihr an nächstes hinlaufen/hinfliegen müsst.

Grafische (Explosions-) Wucht

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Grafisch hat sich Factor 5 wieder einmal selbst übertroffen. Sah der Vorgänger auf dem GameCube schon fantastisch aus, so sieht Rebel Strike noch illanter aus. Die bekannten Star Wars Umgebungen, wie der Eisplanet Hoth, oder das Waldareal Endor sehen superb aus, die Lichteffekte Explosionen und das Wasser sind grandios und die Anzahl an TIE Fightern, die dank neuer Grafik-Engine der Jungs um Julian Eggeecht entwickelt wurde, gleichzeitig über den Himmel schwirren, ist einfach sensationell. Die Innenlevels, sowie die Charakter-Modelle wie zum Beispiel von Han Solo und anderen Charakteren wissen auch zu überzeugen. Die Grafik kommt sowohl im 60-Hz, als auch im 50-Hz Modus nicht ins ruckeln. Im 50-Hz Modus läuft dafür das Spielgeschehen etwas langsamer über den Bildschirm ab. In den Kooperations-Leveln läuft das Spiel leider nicht so flüssig, wie die Einzelspieler-Variante, denn so einige Slowdowns schleichen sich in das Spiel ein. Dies ist nicht weiter tragisch, denn das Spiel wird nie unspielbar.

Soundtechnisch ist der Titel auch nicht mehr zu übertreffen. Durch den original Soundtrack von John Williams kommt direkt nach der ersten Sekunde richtiges Star Wars Flair auf, was noch durch die original Filmsequenzen verstärkt wird. Die Soundeffekte knallen dank Dolby Pro Logic II Unterstützung aus den Boxen. Einziger Wehrmutstropfen ist der, dass man nicht die original Synchronsprecher der Filme nicht für das Spiel gewinnen konnte und sich die Sprachausgabe im Vergleich zum Vorgänger nicht so gut anhört.Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike ist ein würdiger Nachfolger von Rogue Leader. Die noch bessere audiovisuelle Präsentation lässt Star Wars Herzen höher schlagen. Durch die neuen Gameplay-Elemente sind die Missionen im Spiel viel abwechslungsreicher und rasanter. Dies ist sehr lobenswert. Leider ist der Titel mit ca. 4-5 Stunden Spielzeit sehr kurz, das Medaillensystem, sowie der Mehrspieler-Modus motivieren viel länger. Auch nervig kann das Zeitlimit werden, dass in jeder Mission im Einzelspiel-Part vorhanden ist. So kann man leider keine Mission gemütlich angehen. Zu kritisieren ist dann eigentlich nur noch die Kamera der Bodenmissionen, die meinst unglücklich postiert worden ist.Als ich von der Möglichkeit gehört habe, dass man zum ersten Mal aus seinem Cockpit seines X-Wings aussteigt und sich in Rebel Strike zu Fuss auf die Jagd des Imperiums macht, kräuselten mir schon einige Haare. Nach der umfangreichen Testphase konnte sich meine Einstellung nicht so recht ändern. Denn irgendwie wirken die Bodenmissionen sehr aufgesetzt und machen nur bedingt Spaß. Die schlechte Kamera steuert da ihren großen Teil zu.Dafür haben mir die neuen AT-ST Missionen wirklich viel Spaß bereitet und die X-Wing Missionen sind klasse wie immer, auch wenn sie komischerweise etwas kürzer als normal ausfallen. Optisch gehört Factor 5 zu den besten Entwickler-Teams, die den GameCube im Griff haben. Mit Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike haben sie dies wieder unter beweis gestellt. Noch nie konnte man so illante Effekte, Flieger und Areale in einem GameCube-Titel bewundern. Auch die Mehrspieler Koop-Variante des Vorgängers hat mir eine Menge Spaß bereitet. Nicht nur Anhänger der Star Wars Saga sollten über die versauten Bodenmissionen hinwegkommen, denn in Rebel Strike werdet ihr für die Meiste Zeit der (relativ kurzen) Spielzeit-Phase sehr gut unterhalten.

Bewertung

Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike gcn

0/10

 

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