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Junge begeht Selbstmord wegen Spieleverbots

Samstag, 23. Mai 2009
WütenderWutjunge.JPG

09:40 Uhr - Dem eigenen Kind seine Videogames wegzunehmen ist in den Augen vieler Eltern wohl die logischste Maßnahme, um gegen eine klar erkennbare Spielesucht des Sprösslings vorzugehen. Nach einem tragischen Selbstmordfall in Bangkok warnt das dortige Gesundheitsministerium jedoch genau vor diesem drastischen Vorgehen. Viel mehr wäre der richtige Schritt in solch einer Situation, die Spielzeit des Kindes vernünftig zu regulieren. Für die Eltern eines gerade mal 12-Jährigen Jungen kommt dieser Hinweis jedoch trauriger Weise zu spät.

Nachdem sie den Eindruck bekommen hatten, er sei regelrecht abhängig von Videospielen gewesen, haben sie ihm seine Sammlung nämlich kurzerhand weggenommen und ihm sein offensichtlich zur Sucht gewordenes Hobby strikt untersagt. Anschließend schickte der Junge Nachrichten an seine Freunde, in welchen er vorab ankündigte: "Morgen ist mein letzter Tag."

An eben jenem nächsten Tag erschien er dann zwar noch zur Schule, jedoch nur um seinen Rucksack auf den Tisch zu legen, sich in den sechsten Stock des Gebäudes zu begeben und in den Tod zu springen.

Der schreckliche Vorfall lässt tief in die Tatsache blicken, dass der Junge aller Vermutung nach tatsächlich unter starker Spielesucht litt und sollte gleichzeitig auch eine Mahnung an alle sein, in solchen Fällen nicht gleich radikale Restriktionsmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei Abhängigkeit jeder Art auch immer um eine Form psychischer Krankheit handelt, welche mit starkem emotionalen Stress verbunden ist, der klares Denken und realistisches Einschätzen der eigenen Situation nur schwerlich zulässt. Während in Extremfällen immer der Rat professioneller Ärzte aufzusuchen ist, hilft es oft auch schon sich im Dialog gemeinsam mit dem Betroffenen konstruktiv über das Thema zu unterhalten, ihn Schritt für Schritt von seinem Problem zu überzeugen und mit ihm zusammen faire Regelungen auszuarbeiten, welche seinen Konsum auf ein gesundes Level zurückbringen können.

(NintendoEverything)

 

Kommentare (29) «  1 2 3 »

DIABLO X  
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23.05.2009 10:22 - Krass. Erst 12 Jahre und schon so versessen...
Die Eltern tun mir Leid, die werden sich jetzt bestimmt Vorwürfe machen ihm gleich alles verboten zu haben...
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Darakiss  
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23.05.2009 10:28 - Ist auf jeden Fall krass und traurig, aber warum lassen Eltern sowas zu? Man muss doch die Kinder kontrollieren und nicht einfach stundenlang zocken lassen bis sie süchtig werden. Indirekt sind schon irgendwie die Eltern Schuld. Traurig ist es trotzdem allemal !!!!
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pb2007  
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23.05.2009 10:35 - naja, der wird schon vorher krank gewesen sein....
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toul81  
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23.05.2009 10:35 - ich glaub nicht das das was mit dem zocken zu tun hat der junge war einfach nicht ganz richtig im kopf meine eltern haben mir auch manches verboten oder mal die konsole weg gesperrt damals ist eigentlich normal
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Cuberde  
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23.05.2009 10:36 - @Darakiss:
Wenigstens haben sie es überhaupt gemerkt, das da etwas nicht mit ihrem Kind stimmte.
Ihres Lebens froh werden sie wohl nicht mehr.
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nephil  
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23.05.2009 10:36 - Wir wissen nicht, was für ein Leben die Eltern führen (müssen), vielleicht sind das auch so arme Schweine, die frühs um 5 aus dem Haus gehen und abends um 19 Uhr wieder heimkommen. Solche Bedingungen hat es selbst bei uns hier oft genug, wann willst Du Dich da noch richtig um den Nachwuchs kümmern?
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methi  
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23.05.2009 10:38 - boaahh des ist echt hart und traurig
also ich werde meinen Kindern( wenn ich mal welche hab) nicht gleich alles verbieten und so vorgehen wie im artikel empfohlen.

mir als kind wurde sozusagen nicht mal iwas verboten. Irgendwann denk man selber schon drüber nach das es sich um ne sucht handelt und kein hobbymäßiges Geschehen mehr ist.

und dann noch von den eltern alles in den arsch geschoben bekommen, und dieses dann noch verbieten ist echt arg.
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.krüse  
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23.05.2009 10:54 - naja jeder kopf tickt anders. als kleiner junge wurde mir auch regelmäßig die ps1 weggenommen und ich sollte doch mal an die frische luft. ... gesagt getan :)

aber trotzdem sehr schockierend wie versessen menschen auf polygon werden können.
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Detta45  
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23.05.2009 11:10 - ich muss zugeben dass auch ich früher wirklich stundenlang vorm rechner saß und das auch bei gutem wetter. aber irgendwann ändert sich das bei vielen auch von ganz alleine, wenn halt andere interessen auftauchen.
wenn man sich allerdings schon soweit von der realität entfernt hat wie dieser junge, wäre eine richtige therapie nötig gewesen und da fehlte den eltern wohl die ruhe das problem vorsichtig angehen. wahrscheinlich gab es eine streit und das alles ist aus einer kurzschlussreaktion entstanden.
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Strolch  
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23.05.2009 11:15 - "(...)welche mit starkem emotionalen Stress verbunden ist, der klares Denken und realistisches Einschätzen der eigenen Situation nur schwerlich möglich."

Da ist ein kleiner Fehler in dem Sonst sehr guten Text ;).

--> ermöglicht, zulässt oder so
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