Junge begeht Selbstmord wegen Spieleverbots
09:40 Uhr - Dem eigenen Kind seine Videogames wegzunehmen ist in den Augen vieler Eltern wohl die logischste Maßnahme, um gegen eine klar erkennbare Spielesucht des Sprösslings vorzugehen. Nach einem tragischen Selbstmordfall in Bangkok warnt das dortige Gesundheitsministerium jedoch genau vor diesem drastischen Vorgehen. Viel mehr wäre der richtige Schritt in solch einer Situation, die Spielzeit des Kindes vernünftig zu regulieren. Für die Eltern eines gerade mal 12-Jährigen Jungen kommt dieser Hinweis jedoch trauriger Weise zu spät.
Nachdem sie den Eindruck bekommen hatten, er sei regelrecht abhängig von Videospielen gewesen, haben sie ihm seine Sammlung nämlich kurzerhand weggenommen und ihm sein offensichtlich zur Sucht gewordenes Hobby strikt untersagt. Anschließend schickte der Junge Nachrichten an seine Freunde, in welchen er vorab ankündigte: "Morgen ist mein letzter Tag."
An eben jenem nächsten Tag erschien er dann zwar noch zur Schule, jedoch nur um seinen Rucksack auf den Tisch zu legen, sich in den sechsten Stock des Gebäudes zu begeben und in den Tod zu springen.
Der schreckliche Vorfall lässt tief in die Tatsache blicken, dass der Junge aller Vermutung nach tatsächlich unter starker Spielesucht litt und sollte gleichzeitig auch eine Mahnung an alle sein, in solchen Fällen nicht gleich radikale Restriktionsmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei Abhängigkeit jeder Art auch immer um eine Form psychischer Krankheit handelt, welche mit starkem emotionalen Stress verbunden ist, der klares Denken und realistisches Einschätzen der eigenen Situation nur schwerlich zulässt. Während in Extremfällen immer der Rat professioneller Ärzte aufzusuchen ist, hilft es oft auch schon sich im Dialog gemeinsam mit dem Betroffenen konstruktiv über das Thema zu unterhalten, ihn Schritt für Schritt von seinem Problem zu überzeugen und mit ihm zusammen faire Regelungen auszuarbeiten, welche seinen Konsum auf ein gesundes Level zurückbringen können.
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Kommentare (29) « 1 2 3 »
DIABLO X
Die Eltern tun mir Leid, die werden sich jetzt bestimmt Vorwürfe machen ihm gleich alles verboten zu haben...
Darakiss
pb2007
toul81
Cuberde
Wenigstens haben sie es überhaupt gemerkt, das da etwas nicht mit ihrem Kind stimmte.
Ihres Lebens froh werden sie wohl nicht mehr.
nephil
methi
also ich werde meinen Kindern( wenn ich mal welche hab) nicht gleich alles verbieten und so vorgehen wie im artikel empfohlen.
mir als kind wurde sozusagen nicht mal iwas verboten. Irgendwann denk man selber schon drüber nach das es sich um ne sucht handelt und kein hobbymäßiges Geschehen mehr ist.
und dann noch von den eltern alles in den arsch geschoben bekommen, und dieses dann noch verbieten ist echt arg.
.krüse
aber trotzdem sehr schockierend wie versessen menschen auf polygon werden können.
Detta45
wenn man sich allerdings schon soweit von der realität entfernt hat wie dieser junge, wäre eine richtige therapie nötig gewesen und da fehlte den eltern wohl die ruhe das problem vorsichtig angehen. wahrscheinlich gab es eine streit und das alles ist aus einer kurzschlussreaktion entstanden.
Strolch
Da ist ein kleiner Fehler in dem Sonst sehr guten Text ;).
--> ermöglicht, zulässt oder so