Super Mario 64 DS
15:00 Uhr - Mit dem Launch des neuen Handhelden Nintendo DS ist das japanische Traditionsunternehmen Nintendo wieder zu alten Tugenden zurückgekehrt. Denn anstatt wie beim GameCube-Start seinen Bruder Luigi auf Geisterjagd zu hetzen und erst einige Monate später den roten Klempner mit Super Mario Sunshine ins Rennen zu schicken, veröffentlicht man mit dem Start des innovativen Geräts den Nintendo 64-Klassiker Super Mario 64 aus dem Jahre 1997 in neuem Gewand für Nintendos Dual Screen. Das Spiel hat damals nicht nur das Jump and Run-Genre in eine neue Dimension befördert, sondern auch die Videospiele-Welt revolutioniert.
Mario ist nicht allein
All diese Elemente sind nötig um insgesamt 150 Power-Sterne zu finden. Somit wurden 30 neue Sterne mit ins Spiel eingefügt. Dennoch weichen die Aufgaben der 15 bekannten Welten nicht stark vom Original ab. Ihr müsst weiterhin den König der Bomb-Ombs besiegen, das versunkene Schiff auf dem Meeresgrund bergen und die mysteriöse Pyramide erforschen. Dafür wurde in jedes der 15 Areale noch eine zusätzliche, komplett neue Aufgabe eingebaut. In dieser müsst ihr – je nachdem in welcher Welt ihr euch befindet – entweder fünf silberne Sterne finden oder einen Schalter aktivieren, welcher einen Stern kurzzeitig sichtbar macht und ihr diesen unter Zeitdruck erreichen müsst. Des weiteren treten einige neue kleine Areale mit Aufgaben hinzu, welche vor allem für Kenner des N64-Titels interessant sein dürften.Steuern könnt ihr die Charaktere wahlweise mit dem digitalen Steuerkreuz oder samt Stylus/Daumenaufsatz auf dem Touch-Screen. Welche Steuerung euch hier zusagt, ist Geschmackssache. Denn die einen kommen mit dem Daumenaufsatz sehr gut klar, während andere lieber auf die etwas unpräzisere Digi-Pad Steuerung übergehen. Einen Sprung führt ihr mit B aus, während euer Charakter mit A zum Schlag ausholt. Mit R könnt ihr entweder kriechen oder in die Hocke gehen um weitere Aktionen wie den Weitsprung hinzulegen. Alle Steuerungsvarianten kommen aber dennoch nicht an den Spielfluss eines Super Mario 64 mit Analog-Stick heran. Neu ist auch, dass euch auf dem Touch-Screen von nun an eine Karte der Welt angezeigt wird, in welcher ihr euch gerade befindet. Auf dieser erhaltet ihr immer die nötigen Informationen, um sich auf die Suche des nächsten Sterns zu begeben.
36 Minispiele – Mehr als ein billiger Zusatz
Im Mehrspieler-Modus müsst ihr euch auf die Suche von Sternen begeben, welche euch auf der Karte des unteren Bildschirms dargestellt werden. Ziel ist es, am Ende die meisten Sterne ergattert zu haben. Denn wurde ein Stern von einem Spieler erreicht, erscheint an einem anderen Ort der nächste. Zwar verfügt das Spiel über den Single-Card-Multiplayer-Modus für bis zu vier Spielern, dennoch erreicht der Multiplayer-Modus längst nicht die Qualitäten der Einzelspieler-Episode, da er langweilig und nicht sehr spaßig daherkommt.Die grafische Leistung von Super Mario 64 DS ist auf alle Fälle mehr als erhaben. Die Charaktere sehen im Vergleich zum N64-Teil wesentlich detaillierter aus und die Levels werden etwas schöner dargestellt. Auch läuft das Spiel komplett flüssig und ohne Ruckler über die Bildschirme. Einzig leidet das Spiel am fehlenden Pixel-Shading. Denn dadurch wirken die Texturen des Spiels unscharf und hässlich.Beim Sound hat man alles beim alten gelassen. Die bekannten Mario-Klänge passen auch nach vielen Jahren zum spaßigen Spielgeschehen und untermalen das typische Mario-Feeling perfekt. Erfreulicherweise wird das Spiel sogar in – für Handhelden erstaunlich – schönem Surround-Sound wiedergegeben.Genauso wie beim Launch des Nintendo 64 hat Nintendo mit Super Mario 64 DS ein spitzen Jump and Run ins Rennen geschickt. Beim Spiel werden die technischen Qualiäten gut gezeigt und das Gameplay ist auch nach einigen Jahren sehr spaßig. Doch ist der Kauf für Leute, die das Kennen gerechtfertigt? Ja und Nein. Denn zum einen begeistern vor allem die 36 Minispiele mit kurzweiligem Spielspaß, welcher sogar die ganze Familie erreichen kann. Auch die neuen Sterne wissen im Abenteuer-Modus zu überzeugen.Doch die Steuerung ist diesmal das größere Problem. Denn ohne Analog-Stick kommt man nicht an die Präzision des N64-Teils heran. Ob man sich aber mit der Steuerung samt Daumenaufsatz oder Stylus anfreunden kann ist von Person zu Person unterschiedlich. Im Notfall kann man dann aber noch auf die Steuerungsvariante des Steuerkreuz zurückgreifen. Alle, die bisher um diesem Meilenstein einen Bogen gemacht haben, sollten dies schleunigst nachholen und beim Kauf des Spiels zuschlagen. Denn euch erwartet auch nach sieben Jahren ein fantastisches Jump and Run.
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