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Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars

Montag, 15. Februar 2010

13:50 Uhr - Die diesjährige Offensive eines der puristischsten und von bösen Zungen totgesagten Videospiel-Genres beginnt ausgerechnet auf der Wii, wo Prügelfans sonst schnell kopfschüttelnd weiterziehen. Haben sie diesmal einen Grund stehen zu bleiben und mehr als nur einen Blick zu riskieren, vielleicht sich sogar für eine Weile niederzulassen?

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Wenn man sich mal kurz die Umstände durch den Kopf gehen lässt, ist Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All-Stars der vorprogrammierte, kommerzielle Flop, wie er sicherer kaum sein könnte: Das Beat 'em up-Genre, einst ein Videospiel-Aushängeschild, ist mit dem Untergang der Spielhallen weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Hier und da halten sich einige nahmhafte Serien wacker aufrecht, stagnieren aber auf hohem Niveau. Nicht mehr zu zählende Retro-Sammlungen halten den harten Kern Kampfsportbegeisterter Zocker halbwegs bei Laune. Echte Millionenseller oder neue Klassiker bleiben praktisch ganz aus. Street Fighter IV bildete im letzten, überraschend Prügelspiellastigem Jahr die Ausnahme. Auf der Wii ist das Genre aber, wie schon auf N64 und GameCube geradezu vollständig vergraben. Bis auf die Nintendo-Fan-Service-Volldröhnung Smash Bros. herrscht totale Dürre. Tatsunoko vs. Capcom bringt den belebenden Regen. Doch wer wird es kaufen? Den Beat 'em up-Cracks fällt natürlich sofort auf, dass es sich dabei um den neuesten Spross aus Capcoms beliebter, wenngleich nicht durchgehend guter „Versus“-Reihe handeln muss. Haben jene die Wii vorher in dieser Beziehung berechtigterweise mit Missachtung bedacht, greifen sie vielleicht aus purer Neugier zu und das Spiel wandert zehn Mal über die Ladentheke. Alle Normalsterblichen hingegen können vermutlich weder mit dem einen, noch dem anderen Namen im Titel etwas anfangen. Videospielveteranen verbinden mit Capcom natürlich viele grandiose Titel, doch die beschäftigen sich – machen wir uns nichts vor – sicher mehr mit Xbox 360 und PS3. Und Tatsunoko? Was klingt, wie das Geräusch beim Niesen, ist der Name eines traditionsreichen, japanischen Animationsstudios, welches bereits in den Sechszigern geründet wurde, von dessen Werken es aber nur wenige in unsere Gefilde geschafft haben, die hier gegen die Produktionen jüngerer Häuser obendrein nicht viel Land sehen und dementsprechend unbekannt sind. Nur Anime-Insidern dürfte es bei Titeln, wie Karas, Serial Experiments Lain oder The Soultaker im Hinterstübchen klingeln. Die Samurai Pizza Cats oder Robin Hood kennen dann wahrscheinlich nur noch Zocker über zwanzig. Doof nur, dass selbst von den wenigen bekannten Visagen kaum eine im Spiel auftaucht. In Japan scheint der Name aber größere öffentliche Resonanz zu finden. Mir fielen dagegen spontan mindestens drei, bei uns wesentlich populärere Studios ein, mit deren Charakter-Riege ich nur zu gern gegen die Capcom-Truppe angetreten wäre. Doch man kann wohl nicht alles haben und bei einem neuen Franchise kennt man die Helden ja auch noch nicht. Und wer „ähm“ sagt, muss auch BÄM sagen! Deswegen kann man es Capcom, abseits des Für und Wider der Kontrahentenwahl, gar nicht hoch genug anrechnen, dass sie diese Risikoveröffentlichung eingegangen sind. Denn abgesehen von einigen kleinen Ungereimtheiten, die Tatsunoko vs. Capcom den Sprung in höhere Wertungsregionen knapp (!) verwehren, ist das Spiel einfach 'ne Bombe, die sich kein Prügelspiel-Freund, der nur eine Wii besitzt (Ich weiß, die gibt es!) entgehen lassen darf! Ach, und alle anderen eigentlich auch nicht.


Die richtige Bewaffnung

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Wow, das war vermutlich die längste Test-Einleitung aller Zeiten. Hab' ich das Fazit vorweggenommen? Egal, zurück zum Anfang. Denn am Anfang steht die Controller-Wahl und die will wohlüberlegt sein. Zuvorkommenderweise bietet das Spiel Varianten für alle gängigen Wii-Gamepads, also Wiimote, Wiimote und Nunchuk, Classic- und GameCube-Controller an. Zwei davon sind zu gebrauchen. Japaner bekommen, wie schon bei Street Fighter IV, einen extra für Tatsunoko vs. Capcom angefertigten, seperaten Arcade Fight Stick, so sie denn kaufwillig sind. Die oben genannten Sachverhalte dürften aber verständlich gegen die Veröffentlichung teurer Zusatzperepherie außerhalb von Godzillas Heimat sprechen. Der GameCube-Controller war aufgrund seines ungenauen Digi-Kreuzes und der eigenwilligen Button-Gestaltung noch nie wirklich für Beat'em ups geeignet. Es fühlt sich einfach unkomfortabel an. Weg damit. Bei der Wiimote lässt es sich einfach nicht vermeiden im Laufe eines Duells versehentlich auf den A- oder B-Knopf zu kommen, was sie ebenfalls für kontrollierte Kampfaktionen disqualifiziert, da beide mit taktisch wichtigen Aktionen belegt sind. Blieben noch der Classic-Controller und Wiimote und Nunchuk. Wer sich bisher über die unterschiedliche Anzahl an Buttons Gedanken gemacht hat, ist auf dem richtigen Weg. Je nach gewähltem Controller verändern sich nämlich Bedienung, Anspruch und die spielerischen Möglichkeiten geradezu essentiell.

Auf dem Classic-Controller stehen euch drei Buttons, für je eine leichte, mittelstarke und harte Attacke zur Verfügung, ein weiterer ruft euren Partner zu Hilfe bzw. tauscht ihn mit dem gerade aktiven Kämpfer. Special-Moves führt ihr über die üblichen Steuerkreuzbewegungen plus Schlagknopf aus. Per Wiimote und Nunchuk reicht eine Richtungseingabe und der Druck auf den Special-Move-Button. Auch die Grundlegenden Angriffe werden hier auf einen einzigen Knopf reduziert, der bei mehrfacher Betätigung nah am Gegner automatisch ganze Combos auslöst. Diese Variante ist äußerst zugänglich und somit ideal für Beat'em up-unerfahrene Spieler, die dadurch auch ohne viel Übung schnell verheerende Schlag- und Trittfolgen, sowie bildschirmfüllende Super-Attacken hervorzaubern. Profis greifen aber auf jeden Fall zum Classic-Controller. Nicht nur das sich hier wesentlich mehr Möglichkeiten zur Gestaltung effektiver Angrifssketten bieten und sich bestimmte, bei härteren Matches wichtige Bewegungen, wie Dash oder Suppersprung mit dem Digi-Kreuz einfach flinker ausführen lassen, bei einigen Charakteren unterscheiden sich die Special-Moves, je nach gewählter Schlagtaste teils deutlich, was kampftaktisch natürlich von enormer Bedeutung sein kann. Die Idee unterschiedlich versierten Spielern, zwei auf ihre individuellen Fähigkeiten zugeschnittene Steuerungsoptionen anzubieten, von denen jede auf ihre eigene Weise perfekt funktioniert, ist äußerst löblich und beispielhaft. Trotzdem wäre es schön, wenn sie nicht von der Wahl des Gamepads abhängen würden. Zumal die Schultertasten des Classic-Controllers reichlich sinnfrei belegt sind und die Buttonzahl von Wiimote und Nunchuk somit auch für die anspruchsvollere Variante ausgereicht hätte. Vom umgekehrten Fall ganz zu schweigen.


Überlegen für die Überlegenheit

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Unabhängig von der Wahl des bevorzugten Eingabegerätes stehen euch Feinheiten, wie Mega-Crash, Advance-Guard oder Baroque-Combos zur Verfügung, die, immer mit dem Blick auf den Hyper-Combo-Zähler, die Partner-Anzeige und die eigene Lebensenergie, klug und geschickt eingesetzt werden wollen. Die Hyper-Combo-Balken laden sich auf, wenn ihr Treffer landet oder einsteckt. Maximal fünf davon könnt ihr sammeln und damit die infernalischen ... Hyper-Combos auslösen, die meist ein bis zwei Balken schlucken, in der stärksten Version oder bei Team-Angriffen sogar drei bis vier. Auch der Mega-Crash, eine Art Combo-Breaker, der dem Gegner schadet und ihn zurückwirft, subtrahiert maßloserweise gleich zwei Zähler und noch einen kleinen Teil der eigenen Lebensenergie, kann aber in brisanten Momenten die letzte Rettung sein. Stichwort Energie: Die nimmt bei erlittenem Schaden in zwei Stufen ab. Zum einen als gelbe Leiste. Ist sie leer, geht der Kämpfer k.o.. Es bleibt aber immer noch ein gewisser Rest roter Energie, welche sich langsam regeneriert, wenn sich der Raufbold in Reserve befindet. Da ihr stets in Zweier-Teams antretet, ist es also sinnvoll die Recken immer wieder zu wechseln, um sie so lange wie möglich einsatzfähig zu halten. Der Ersatztreibstoff wird außerdem abgesaugt, wenn ihr die durchschlagskräftigeren Baroque-Combos startet, sodass auch hier Prioritäten gesetzt werden müssen. Wermutstropfen: Derartige Tricks und Kniffe verrät euch zwar die Anleitung, nicht aber das eigentliche Spiel. Ein erklärendes Tutorial gibt es nämlich, wie viel zu oft in dem Genre, nirgends zu finden. Der Trainingsmodus beschränkt sich auf das übliche freie Zusammenstauchen eines, nur spärlich konfigurierbaren Dummies. Dafür dürft ihr euch die Tastenfolgen für die Special-Moves dauerhaft, während des Kampfes einblenden lassen – auch nicht selbstverständlich. Positiver Gegenpol: Auch ohne Expertentechniken könnt ihr enormen Spaß mit Tatsunoko vs. Capcom haben. Seinen Tiefgang versteckt der Titel unter einem beispiellos flüssigen Spielgefühl, welches selbst Einsteigern fix in Fleisch und Blut übergeht und jedem Spieler unheimlich dynamische und spektakuläre Fights bietet.


Für gesellige Auseinandersetzungen

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Bei den Spielmodi fällt TvC dünn aus. Im obligatorischen Arcade-Modus kämpft ihr euch bis zum uncoolsten Endgegner seit langem, einer bildschirmgroßen Kugel mit Armen, namens Yami, die von Fairness keine Ahnung hat. Nach dessen Niederlage erhaltet ihr für den siegreichen Charakter einen individuellen und oft humorvollen Abspann und Zeni, mit denen ihr im Shop weitere Kostümfarben, Artworks und ein paar Filme, wie das reizüberflutende Intro-Video, mit dem geradezu lächerlich geilen Titelsong, kaufen könnt. Ein wenig spärlich, wie ich finde. Ausführliche Infos und Historien zu der bunten Kämpfertruppe und ihren jeweiligen Ursprüngen wären eigentlich das Mindeste gewesen. Unter bestimmten Bedingungen spielt ihr auch noch weitere fünf Charaktere (u.a. Zero und Frank West), sowie ein erstaunlich unterhaltsames Shoot'em up, für bis zu vier Spieler frei. Was ihr dafür tun müsst, wird euch auch an keiner Stelle verraten und wahrscheinlich schnallt ihr es noch nicht mal, wenn es dann passiert ist. Wenn genügend Leute in den Kommentaren danach schreien, werde ich die notwendigen Vorraussetzungen nochmal niederschreiben. Einige werden es aber sicher auch selbst rausfinden wollen. Unverständlicherweise hat Capcom die Charakterspzifischen Minispiele der japanischen Version aus der westlichen Fassung gestrichen und uns damit um nicht zu verachtenden Extra-Content betrogen. Prügelspielpuristen wird’s nicht stören. Die dürfen sich außerdem noch im Survival- und Time Attack-Modus austoben und natürlich in der Königsdisziplin gegen einen menschlichen Mitspieler in den Ring steigen, wahlweise auch online. Im Multiplayer-Modus zwingt nur die Erschöpfung zum Aufhören. Bei mir verliefen die Online-Matches allerdings äußerst stockend, sodass genau getimte Aktionen praktisch unmöglich waren. Das mag aber auch am schwachen W-LAN-Anschluss liegen oder an der Entfernung der Verbindung. Im Free Battle sucht die Wii sich allerdings 'nen Wolf, um Kontrahenten zu finden. Ihr solltet direkt in die Ranked Battles einsteigen und auch weltweit Gegner zulassen, da ihr in Deutschland, nochmals aus oben genannten Gründen, kaum TvC-Spieler finden werdet.


Alte Bekannte: Ryu und Ken ... the Eagle?

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Auch wenn ihr, wie auch ich und wahrscheinlich alle anderen, noch nie was von Yatterman, Tekkaman, Ippatsuman oder Jun the Swan ... man gehört habt, ihr werdet sie lieben lernen. Die Größte Stärke des Spiels ist zweifellos sein unglaublich vielseitiger Helden-Kader. Egal ob ihr ein Faible für Kampfsportler, Schwertschwinger, Superhelden, niedliche Roboter oder erderschütternde Giganten habt, mit denen King Kong zum Sparring gehen könnte, Tatsunoko vs. Capcom hat sie im Angebot und versieht jede Figur mit individuellen Auftritten, die besonders bei den Special-Moves so genial ausgedacht sind, dass ihr des öfteren in schallendes Gelächter verfallen werdet, ob der bombastischen Irrsinnigkeit des Spielgeschehens. Für Capcom-Fans gibt es unter anderem mit Viewtiful Joe, Mega Man, Soki aus Onimusha 4, Ryu oder der schnuckeligen Morrigan genug Wiedersehensfreude. Doch selbst mit den unbekannten oder vermeintlich unccolsten Charakteren boxt man sich gern mal durch den Arcade-Modus, um deren Abspann zu sehen oder einfach ihre herzallerliebsten Animationen zu bestaunen. Hier steht der Titel ganz in der Tradition des vielgeliebten Marvel vs. Capcom und setzt bei der Präsentation aber eine gehörige Schippe drauf, um die „Versus“-Reihe, trotz Wii-Hardware, angemessen in die neue Generation zu hieven. So sind die Kämpfer diesmal aus Polygonen aufgebaut und begeistern dementsprechend mit göttlich weichen Bewegungsabläufen, vor aufwendigen Hintergründen, die mit witzigen Details locken, etwa wenn Space Marines auf einer Raumstation gegen ein außerirdisches Monster antreten, auf einer Kreuzung plötzlich Panzer anrollen oder ein und die selbe Stage bei strahlendem Sonnenschein oder düsterem Unwetter erscheint. Spektakuläre Spezialeffekte fegen den Bildschirm frei, die satte Geräuschkulisse macht zusätzlich Dampf. Der Look ist in kunterbunter, aber äußerst stilsicherer Zeichentrick-Optik gehalten. Die elektrolastige Musikauswahl ist vermutlich nicht jedermanns Sache, zeigt sich aber abwechslungsreich und unterstützt die Atmosphäre und den Rythmus der Kämpfe optimal. Darüber hinaus läuft das Spielgeschehen rasend schnell und absolut ruckelfrei. Ein intensives und energiegeladenes Erlebnis, wie man es nur selten hat.


Plötzlich war da dieser Mech im Weg ...

Den größten Kritikpunkt, welcher Tatsunoko vs. Capcom auch fast im Alleingang seine Neuner-Wertung verhagelt, hänge ich zum Schluss an und der betrifft die Balance. Wie schon bei Marvel vs. Capcom gibt es einfach einige Charaktere die selbst in der Hand von Anfängern geradezu übermächtig sind. Das betrifft vor allem die beiden Riesen Gold Lightan und PTX-40A (aus Lost Planet) und letzteren nochmal ganz besonders. Einfach nichts hält sie auf. Hyper-Combos ziehen zwar Energie ab und verlangsamen sie ein wenig, unterbrechen aber nicht ihre Bewegungen. Ihre enorme Reichweite, Geberqualitäten und die Schwierigkeit sie zu überspringen, machen sie zu echten Angstgegnern, denen selbst Könner oftmals nichts entgegenzusetzen haben. Auch andere Fighter, wie Saki oder Tekkaman lassen euch, richtig eingesetzt nicht mal die Chance auf eine Ohrfeige oder setzen euch mit Special-Moves zu, denen auszuweichen nahezu unmöglich ist. Spiel-Balance in Beat'em ups bedeutet das alle Kämpfer, trotz ihrer individuellen Fähigkeiten gleich stark sind und man jedem Charakter mit einer willkürlichen anderen Figur entgegentreten kann und immer eine faire Chance auf einen Sieg hat. Diese Vorraussetzung ist bei Tatsunoko vs. Capcom zum Teil nicht gegeben. Das nimmt kaum den Spaß an den wilden Auseinandersetzungen, ist für ein Genre, welches so stark vom Multiplayer lebt aber einer der wichtigsten Faktoren und kann in diesem Fall nicht zu einer höheren Wertung führen.


Pro und Contra

  • + Kampfsystem auch für Anfänger leicht zu erlernen ...
  • + ... bietet dennoch viel taktischen Raum für Profis
  • + äußerst vielseitiges Kämpferfeld ohne echte Langweiler
  • + aberwitziges Kampfgeschehen
  • + tolle Grafik
  • + suchterregender Multiplayer
  • - spielerische Möglichkeiten vom gewählten Controller abhängig
  • - einige Balance-Probleme
  • - Bedingungen für freizuspielende Charaktere werden nicht genannt
  • - nur Standard-Solo-Content
  •  
  •  

Nicht verpassen!

Ich mache es kurz: Tatsunoko vs. Capcom gehört zu den besten Beat em ups der aktuellen Generation. Fans von ultrarasanten, aber dennoch anspruchsvollen 2D-Prüglern, wie Guilty Gear oder eben Marvel vs. Capcom müssen einfach zugreifen. Sicher, der mangelnde Bekanntheitsgrad der Tatsunoko-Riege schmälert ein wenig den Insider-Gag-Faktor, nicht aber das Spaßpotential. Dafür sorgt einfach die offensive Gute-Laune-Ausstrahlung des Spiels. Wie Capcom den Titel für Anfänger und Könner gleichermaßen attraktiv gestaltet hat, sollte nicht nur in diesem Genre Schule machen. Profis freuen sich vor allem über die taktischen Möglichkeiten und polieren im ausreichend herausfordernden Solomodus ihre Fähigkeiten, um sich dann im Multiplayer um den Schlaf zu spielen. Eben jene werden sich aber wohl auch am meisten über die unausgeglichenen Kräfteverhältnisse einiger Charaktere ärgern. Auch das der Einzelspieler-Teil etwas arm und konventionell bestückt ist, drückt die Wertung. Abgesehen davon begeistert TvC aber mit einem phantastischen Kämpferfeld, schicker Präsentation, blitzsauberer Technik und extrem dynamischen Matches, von denen keins dem anderen gleicht. Eine 10.000 Volt-Ladung von einem Prügelspiel. Als nächstes bitte mein heißersehntes Mega-Duell Capcom vs. Konami. Frank West gegen Alucard? Fuck, yeah!

Bewertung

Tatsunoko vs. Capcom wii

8/10
 

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Kommentare (13) «  1 2 »

Germaniax  
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15.02.2010 14:07 - Wow, seit Wochen das Thema im Podcast und jetzt auch noch ein Monster Test!:-D Ich glaube die meisten werden das Spiel wohl trotzdem "verpassen".
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Saibot  
 Kommentar-Tippse 1000 User-Test Kritiker 50 Fragefreund Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 500 Liebling der Massen 500 Fable 2 Spieler Kommentarklicker 50
15.02.2010 14:36 - "+ suchterregender Multiplayer"
Haste wohl doch noch jemanden gefunden :D

Guter Test!
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C-Cube  
 Liebling der Massen 50 MyGames Liste 20 Kommentar-Tippse 50
15.02.2010 15:29 - Kann ich mich nur anschließen.
Schade, dass es nur für die Wii kommt. Will nicht schon wieder einen neuen Stick kaufen.
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killerspieler  
 Kommentar-Tippse 1000 Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 500 Jimmy Olsen Fragefreund Liebling der Massen 500 MyGames Liste 20 Kommentar-Tippse 50
15.02.2010 15:33 - Sauberer Test!
Ich frage mich, wie lange es bis zu den ersten "es wäre auf der PS3/360 viel besser als auf der Wii" Kommentaren dauert.
Ich für meinen Teil wünsche mir spätestens jetzt eine Wii.
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Mofobuster  
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15.02.2010 15:35 - lol killerspieler...dein post kommt 4 minuten zu spät ^^
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killerspieler  
 Kommentar-Tippse 1000 Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 500 Jimmy Olsen Fragefreund Liebling der Massen 500 MyGames Liste 20 Kommentar-Tippse 50
15.02.2010 15:39 - @Mofobuster
Ach wirklich? Vielleicht solltest du den Post meines Vorposters genauer lesen ;-) .
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Max @ home  
 Kommentarklicker 500 Kommentar-Tippse 50 Kommentarklicker 50 Liebling der Massen 50
15.02.2010 15:49 - Ich find's im Übrigen gut, dass es für Wii erscheint… ;-)

Leider segnete meiner vor einiger Zeit das Zeitliche, weshalb ich den Titel leider noch etwas aufschieben muss. Hab' aber bei den HD-Konsolen sowieso noch Einiges nachzuholen (auch im 2D Beat'em-Up Bereich) - insofern ist's für mich verschmerzbar. Ist aber sicher gekauft! =o)
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Mofobuster  
 Kommentar-Tippse 50 Liebling der Massen 50
15.02.2010 16:47 - @ killerspieler
haha...ok doppelt versagt
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Belphegor  
 Liebling der Massen 500 Kommentarklicker 500 Wishlist 20 Now Playing 20 Kommentar-Tippse 50 Liebling der Massen 50 Kommentarklicker 50 MyGames Liste 20
15.02.2010 18:53 - Habs gespielt...meiner Meinung nach viel zu anspruchslos. Man gewinnt zwangsläufig immer mit sinnlosen Buttonmash gegen jeden ernsthaften Spieler, online erprobt! Dazu noch das diese kleine mit der Riesenknarre unbesiegbar ist weil an sie kein rankommen ist, das Balancing ist ein Horror. Ich finde dieses Spiel hat den Vergleich mit Marvel vs Capcom oder BlazBlu nichteinmal verdient, bin ein großer Fan von eben diesen.
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hagenNORKANOIA  
 Liebling der Massen 500 Kommentar-Tippse 50 Liebling der Massen 50
15.02.2010 20:43 - @ belphegor

blödsinn!
öhhhmmm....kann gut sein, dass du nur gegen noobs gespielt hast!
mit button smashing hat man gegen nen erfahrenen spieler keine chance!
sind doch hier net bei Soul Calibur oder tekken!
das spiel gibs grad erst ein paar tage, da is klar, dass noch nich viele top-spieler da sind!

und "anspruchslos" geht ja mal gar nich!
kannst ja deine meinung haben, aber dein kommentar sagt mir, dass du anscheinend keine ahnung vom spiel hast!

die wertung geht übrigens okay! 8/10 passt
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Tatsunoko vs. Capcom WII

Tatsunoko vs. Capcom
8/10
5/10
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