The Chronicles of Spellborn
Dienstag, 09. Dezember 2008
11:29 Uhr - In einer Zeit voller Paralleluniversen und virtueller Wirklichkeiten ist es schwierig, für sich selbst das Richtige zu finden. Die Welt ist übervölkert von Originalen und Kopien. Welchen Weg soll man in diesem Chaos voller Elfen und Zwerge einschlagen? Vielleicht einen anderen... Denn man merke: Es ist nicht alles WoW, was glänzt.
Zersplitterte Freiheit
Es ist überraschend, ein Spiel zu starten und nicht ein einziges Intro-Video zu sehen. Genauso verhält es sich nämlich mit dem neuen MMORPG The Chronicles of Spellborn. Das Spiel will mir also nicht zu viel verraten? Ok. Also auf die Windows-Taste gedrückt und die Story auf der Homepage nachgelesen. Dort heißt es, dass die versklavten Menschen sich mit ihren Sklavenmeistern, den Daevi, verbündet und ihre gemeinsamen Herren und Feinde, das Volk der Vhelgar, besiegt hätten. Durch die Zerstörung ihrer Energiequelle, des Altars der Unsterblichen, zerriss eine magische Entladung die bekannte Welt in viele Splitter. In ihren hohlen Felsreichen lebt seitdem, bestehend aus Menschen und Daevi, die Zivilisation der Enklave und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die anderen Splitter zu entdecken und zu erkunden. Dabei sollen Geheimnisse der Vergangenheit erforscht werden. Ich war also sehr gespannt, welche epischen Abenteuer auf mich warten.
Du bist Skill
Doch wie jedes andere MMOG versetzt mir auch Spellborn einen Dämpfer, denn von epischen Abenteuern fehlt am Anfang jede Spur. Und da Spellborn dem Spieler ja nichts erklären will, soll man nach einer kurzen Trainingsrunde im Hauen und Schießen gleich einem Bauernhof zur Hilfe eilen. Der Spieler ist also im Kampf auf sich allein gestellt und muss selbst herausfinden, dass es sich anders als in den meisten MMOs kämpfen lässt. Die anfängliche Verwirrung entwickelte sich bei mir jedoch zum Spielspaß. Dabei ist der Spieler gezwungen auf seine Ziele mit einer Art Fadenkreuz zu zielen, was eine Neuerung für das Online-Rollenspiel-Genre darstellt. Auch das aktive Ausweichen ist anders als bei den bekannten MMOG-Vertretern. Die KI der Gegner ist so gestaltet, dass man durch einen Seitenschritt oder einen Sprung nach hinten ihren Angriffen ausweichen kann. Dem eigenen Charakter fehlen dabei jegliche passive Fähigkeiten zur Verteidigung (Parieren, Blocken, Ausweichen), weswegen das Spiel mir im Kampf mehr „Skill“ abverlangt. So kann es schon mal passieren, dass ich aus „Noob“ness an einem Eber versage, weil er vor mir wegläuft und Verstärkung durch seine Kumpanen erhält. Erschwert wird der Kampf zudem durch die innovative Fähigkeiten-Rolle, eine Art Nudelholz. Ganz recht, ein Nudelholz. Beim benutzen einer Fähigkeit dreht sich dabei dieses Nudelholz weiter. Dann erst kann man eine Fähigkeit benutzen, die in der zweiten Reihe untergebracht ist. Anfangs verwirrend, entpuppt sich dieses System als spannend und bietet zudem eine individuelle Anordnung der eigenen Zauber und Angriffe. Sobald man das Meiste verstanden hat, macht es Spaß, mit den Gegnern zu spielen und die Verteilung der Fähigkeiten auf der Rolle zu optimieren.
Für modebewusste Epix-Ignoranten
Da Spellborn lediglich zwei Rassen zur Auswahl hat, ist es in dieser Hinsicht zugegeben ziemlich dünn. Auch die neun wählbaren Klassen bieten keine Highlights. Die Auswahl an Möglichkeiten, das äußere Erscheinungsbild zu verändern, könnte zwar darüber hinwegtrösten, tut sie aber nicht. Die Charaktermodelle sehen einfach zu schlecht aus. Zwar fehlt es ihnen nicht an Witz, da man gerne auch einen spargeldünnen Runenmagier oder eine sehr dicke Blutkriegerin spielen kann, doch verglichen mit dem Weltdesign und den teilweise sehr schön gestalteten Gegenden sind die Charaktere der Unreal-2.5-Engine unwürdig. Einen Trost gibt es jedoch schon: Man kann seinen Charakter von Anfang an individuell kleiden. Die Ausrüstung ist ohnehin für die Charakterwerte ziemlich egal. Es geht dabei also mehr um das Aussehen als um rare oder epische „Items“. Die Waffen und Rüstungen lassen sich zwar teilweise verbessern, diese Verbesserungen (Siegel genannt) können jedoch auf einen anderen Gegenstand übertragen werden. Es darf somit ruhig mehr aufs Äußere geachtet werden und der Spieler ist nicht mehr gezwungen, einen rosaroten Helm mit einer neongrünen Plattenrüstung zu tragen, nur weil diese Kombination ihm mehr kritische Treffer verleiht.
Ein rundes Dreieck?
Die Spielatmosphäre ist ambivalent. Einerseits gibt es wirklich schöne Eckchen zu entdecken, andererseits verschwimmen die Texturen in der Ferne und werden mehr oder weniger zum Einheitsbrei. Die Umgebungsgeräusche des Spiels sind reichhaltig und es fehlt nicht einmal an der eigenen Stimme des Charakters, die man zuvor wählen konnte, doch vermisse ich die übertrieben nervige Fantasy-Musik. Auch wenn ich diese bei den meisten Spielen nach einer Stunde ausstelle, will ich die Möglichkeit haben, die neue Welt mit Hintergrundmusik zu erleben. Die Quests sind teilweise erfrischend, meistens jedoch wie gewohnt: Töte dies. Hol mir das. Die Laufwege erweisen sich dabei als großes Manko und ich hoffe auf baldige Reittierverstärkung.
Das neue MMORPG The Chronicles of Spellborn will euch überraschen, will euch wegzerren von den stupiden Einheitskämpfen, von Zwergen und Orks und von der Jagd nach Epix. Es will anders sein und das schafft es auch. Wer genug davon hat, immer nur auf die Tasten 1 und 2 zu drücken, sollte einen Blick auf The Chronicles of Spellborn werfen. Action ist dabei garantiert, denn wer stehenbleibt, verliert. Während andere Titel Innovationen im PvP oder PvE suchen, findet sie Spellborn in der Kampfmechanik und schafft es auch teilweise die Unreal-Engine richtig umzusetzen. Der Titel geht dabei von den altbekannten, tolkienschen Fantasy-Mustern weg und versucht etwas Neues. Greift also zu, wenn ihr bei euren Reisen über eurem Kopf keinen Himmel, sondern die Reste einer zersplitterten Welt sehen wollt, euren Charakter eh nicht so oft auszieht und ihn anschaut und keinen Wert auf blaue und lilane Gegenstände legt.
Bewertung
The Chronicles of Spellborn pc
0/10
Kommentare (7)
chiefrebelangel
Stigma242
ich find das spiel absolut genial . das kampfsystem ist das beste was ich je in einem mmo erleben durfte . das ist action pur . in einer gruppe geht das sowas von ab , hammer, hier kist man richtig aktiv dabei , spielt sich wie ein gutes offline action rpg . anfangs fand ich es auch schlecht , jetzt kann ich mir nicht mehr vorstellen das mir je wieder ein anderes mmo mit dem langweiligen geklicke spass machen wird . auch positiv : da die ganzen wow kinder überfordert scheinen mit dem spiel und vieleicht auch diese itemgeilheit wollen , ist die comm im spiel sehr erwachsen und es ist einfach nur angenehm im chat!
MAN SOLLTE ABER AUCH MAL ERWÄHNEN DAS DAS SPIEL AN SICH NIX KOSTET !!!! im laden 15 euro mit einem monat oder 39 für 3 monate . also das spiel ansich kostet nichts!
die quests sind super geschrieben und haben einige schmunzler auf ihrer seite . auch schon das man sie mal wieder lesen muss da es keine questpfeile gibt!!!
das hier keine itemgeilheit vorhanden ist , ist für mich ein weiterer pluspunkt! man jagt am ende einfach nur schöneren waffen und rüstungen nach ! war vom prinzip her in guild was auch nicht anders . da hast du stunden instanzen gefarmt für ektos usw nur um ne prestige rüstung zu bekommen die sich ausser vom aussehen in nichts anderem unterscheidet . so wird keiner in der gruppe ausgegrenzt weil er kein imbaset alla wow hat ! klarer daumen nach oben!
zum crafting kann ich noch nix sagen , bin noch nicht so weit und wirtschaft wird noch ein wenig dauern bis die in schwung kommt . die wenigsten sind über level 10!
auch das leveln geht hier viel länger als in anderen spielen , glaub bis level 50 wird es ne ganze ecke dauern!
was ebenfalls im test fehlt isr der sogenannte pep rang ! nicht lang genug gespielt?
man hat einen pep rang : je höher diese stufe ist umso mehr schaden macht man und läuft auch etwas schneller . es dauert lange ihn zu leveln . max level ist 5 ich zb hab gerade mal 3,5 bei level 10 . bin aber auch schon einmal gestorben . das ist wieder ein pluspunkt . bei jedem tod verringert sich der peng rang um eine stufe . endlich mal wieder eine strafe fürs sterben und die leute passen mal ein wenig mehr aus , als naja was solls probieren wirs ,friedhof ist ja um die ecke!
zu grafik sag ich jetzt mal nix , geschmackssache . läuft dafür aber super auch auf alten kisten . wer aber fable style mag wird sich sicher wohl fühlen.
so nun mal die sahcne die mich bis jetzt stören . ist nicht viel aber vorhanden.
die laufwege sind teilweise echt ätzend und es gibt noch keine möglichkeit was abzukürzen alla mount/transportsystem und co . das kann schon teilweise ausarten mal über 3 maps zu laufen um nen brief zu bringen , den dann wieder zurück und von da aus wieder in eine andere richtung quer durchs land .
2. kritikpunkt sind die mobs : zum einen zu hohe respawnraten . es nützt mich manchmal nicht viel wenn ich taktisch alles richtig mach und den mob im schweistreibenden kampf lege und der mob den ich vor 3 min killte spawnt in meinem rücken . ausserdem ist die so genannte aggrorange zu hock und auch greifen dich noch level 1 mobs mit 10 an mit der gleichen range , das kann schon mal nerven . das sind aber sachen die man leicht patchen kann.
fazit: das game hat einfach nur richtig viel potenzial und macht jetzt schon verdammt viel laune . wer sich von der itemgeilheit loslösen kann . kämpfen will wie in einem action rps , eine erwachsene comm haben will , mal einloggn will ohne gleich zu wissen wie der hase läuft und sich mal wiweder mit einem spiel beschäftigen will sollte sich das auf jeden fall mal ansehen . man muss aber auch wirklich mal die kostenlose testfase richtig ausnutzen und nicht wie viele mit level 2 weil sie an einem eben scheitern aufhören . das spiel entfaltet sich erst so mit level 5 ca . da kann man seine subklasse auswählen , also in welche richtung man gehen will . man bekommt mit dem level auch die 3. rolle freigeschaltet , somit wird das kampfsystem interesannter usw usw .
für mich klare 8/10 mit tendenz zur 9/10.
so ich lese mir nicht noch mal alles durch , also bitte ich rechtschreibung zu entschuldigen.
Stigma242
Alexander Funk
Ich war einfach von der Einsteigerfreundlichkeit nicht überzeugt und von der Grafik teilweise sehr enttäuscht. Das waren meine ersten Eindrücke und diese habe ich bewertet. Würde ich das Spiel nochmal im späteren Spielverlauf testen, könnte der Test sicherlich anders ausfallen.
Das die wirklich sehr guten QuestTEXTE untergegangen sind liegt an der Eintönigkeit der Quests selbst, die keine Innovationen bieten. Das PeP und die Hintergrundmusikeinstellung hatte ich wirklich nicht beachtet, was mir leidtut.
Cabal2k
Ich würd dem Spiel nur 5/10 geben.
Dumah
Stigma242