The Darkness 2: Gewalt gegen Polizisten? Es sind gar keine Polizisten vorhanden!
Vor zwei Tagen habe ich meine The Darkness 2 Vorschau auf euch los gelassen, gestern gab es die eine skurrile Nachricht aus der Schweiz. Dort ist man nicht sonderlich begeistert von dem Titel, da in dem Spiel des Öfteren auf Polizisten geschossen wird. In Zusammenhang mit den Unruhen in England denkt man über ein generelles Verbot von "Gewaltspielen" nach. Update: Der Publisher hat uns aufgeklärt. In The Darkness 2 sind gar keine Polizisten vorhanden!
Eigentlich soll das Spiel am 10. Februar erscheinen, jedoch ist The Darkness 2 der Schweiz ein Dorn im Auge. Der Christliche Polizeiverband (CVP) würde dies gerne verhindern. Der CPV verfasste ein Erklärungsschreiben an Politiker, Produzenten und Verkäufer, um diese dazu aufzufordern, die Spiele "unverzüglich aus dem Geschäftsverkehr zu ziehen". Das beinhaltet auch Teil 1 des Spiels, welches bereits im Handel ist.
Felix Ceccato, Präsident des CPV:
- "Gerade jetzt, wo in England Polizisten zur Zielscheibe blindwütiger Gewalt werden, ist es wichtig, dass wir nicht als Feindbilder dargestellt werden, die der Spieler abschiessen darf."
Thomas Richter, Schweizer Institut für Gewaltprävention:
- "Es darf nicht sein, dass eine Menschengruppe zum Abschuss freigegeben wird."
SP-Politiker Roland Näf, Gründer der Vereinigung gegen mediale Gewalt:
- "Studien zu Gewaltspielen belegen, dass die Hemmschwelle zur Gewaltausübung auch im realen Leben sinkt."
Importeur Shawn Gutknecht ist da anderer Meinung:
- "Da solche Spiele für Erwachsene entwickelt werden und erst ab 18 Jahren erhältlich sind, sollte man meinen, dass die zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können."
[20min]
UPDATE:
Der Publisher hat uns aufgeklärt. In The Darkness 2 sind gar keine Polizisten vorhanden!
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Kommentare (25)
toul81
sag mal werden spiele für jeden scheiss verantworlich gemacht . dann sollen aber auch filme mit gewalt verboten werden. sollen sie halt nur noch mein ponyhof schauen die armen schweizer
salasar
Unglaublich! In England ballern Bullen leute über den haufen , die leute gehen auf die barrikaden, wer kriegt die schuld dafür? > Games!
in den staaten tretten die bullen einen obdachlosen zusammen, leute finden das scheiße und wer kriegt die schuld> Games.
Bullen spielen wilde sau, leute regen sich auf und die Schweizer denken allen ernstes das kommt von Games Oo
Wie Heilig scheinheilig :-) Mittlerweile gleuben das doch noch nichtmal mehr CDU wählende tatergreise oder?!
pornophonique
Oh man. Dazu fällt einem echt nichts mehr ein. Ich bin wirklich gespannt wo das alles hinführt. Ne positive Entwicklung sehe ich da nicht.
mr. rogers
Oh man, seid 100 Jahren wir in Film und Fernsehen auf Polizisten geschossen.
Wie bind und hoffnungslos hilflos muss Politik mittlerweile sein, um soziale Schieflagen, vernagelte Zukunftsperspektiven der abgehängten Generationen und Missstände in den Gesellschaften (post)modernen Kulturformen wie Film, Musik und Videospielen zuzuschreiben? Wo doch gerade diese den Menschen den verdammten Spiegeln vor das Gesicht halten, um sie ab und an daran zu erinnern, wie unglaublich hässlich sie sind!
Loopan
Für mich zeigt das vor allem eins, politische Dummheit kennt keine Grenzen!
Unsere Politiker, hier in der Schweiz, sind genau so kurzsichtig, manipulierend und auf Wahlpropaganda aus, wie sie es bei euch in Deutschland oder im Rest der Welt sind!
Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass es nie zu einem generellen Verbot kommen wird, wie es sich diese unsagbaren Individuen erhoffen!
Manchmal krieg ich Migräne ob der ganzen Intoleranz und Schwachsinnigkeit gewisser Politiker!
IM Carlos
Das sie den ersten Teil verbieten wollen fällt ihnen ja zeitig ein ... ist ja erst 4 Jahre auf dem Markt ...
Loopan
@salasar
Deine Pauschalaussage darüber was "Schweizer" denken find ich genau so schlimm wie die Aussagen dieser paar Politiker an sich!
Anhand von 3 Statements dreier schweizer Personen wirfst Du eine ganze Nation in den selben Topf und behauptest zu wissen, was alle Schweizer denken!
Newsflash, wir Schweizer denken bei weitem nicht mal annähernd alle so und genau deshalb gibt es bei uns bis dato noch keine verbotenen Spiele und für uns macht auch kein Spielehersteller grünes Blut in den Games damit sie hier erscheinen dürfen!
Sei doch bitte in Zukunft etwas vorsichtiger mit Deiner Wortwahl und vermeide solche Pauschalurteile.
thnx
Kampfwurst2
@Loopan
Gebe dir recht, aber es liegt nicht am deutschen Volk das Games verboten wurden. Denn so viele Freiheiten und teils noch demokratischen Rechte wie wir sie haben, haben die Deutschen halt leider nicht.
Und ihr solltet euch wieder beruhigen denn wenn Politiker die Fresse aufmachen, dann nur um Werbung für sich selbst zu machen. Deren Statemens fangen immer mir den Worten: "Es darf nicht sein" an. Genau es darf nicht sein das man Tatsächlich ein virtuellen polizisten in The Darkness erschiesst. Spielen wir lieber wieder GTA *Kopfschüttel*
Loopan
@Kampfwurst2
Du bist Dir schon bewusst, dass ich nie eine Aussage darüber gemacht habe weshalb in Deutschland dieses Gesetz besteht wonach gewisse Games ganz verboten werden dürfen!?
Dass daran nicht das Volk und somit auch nicht die Mehrheit schuld ist steht ja wohl ohne Zweifel fest!
Politiker lenken bei richtigen und wichtigen Problemen gerne etwas ab in dem sie auf so komische Ideen kommen! Wir haben aktuell ein riesiges Problem wegen unserem "starken" Schweizer Franken und da lässt sich nicht so einfach eine Lösung finden (vermutlich gibts noch nicht mal eine, welche wir selber anstreben könnten) und da lässt es sich halt einfacher politisieren wenn man auf so abwägige Gedanken kommt und plakativ Games verbieten will weil sie ja des Teufels sind ;-o
MachDichNass
Ach unsere Politiker...... wenigstens geht bei uns in der Schweiz alles so langsam das ein verbot vor 2020 unreal wäre, hehe
Hier nich die Redaktion von Gamervereinigung "Gamerights":
«Fehlinformation durch Game-Verbotsbefürworter»
20 Minuten Online publiziert eine Reaktion der Gamervereinigung Gamerights auf den Artikel «Polizisten laufen gegen Brutalo-Shooter Sturm».
«Es ist leider nichts Neues, dass einzelne Szenen in Videospielen aus dem Kontext gerissen und bewusst als komplettes Spielziel dargestellt werden», sagt Thomas Riediker, Co-Gründer und Präsident von GameRights, der Schweizer
Konsumentenvereinigung für erwachsene Computer- und Videospieler. Tatsächlich strahlte schon das Schweizer Fernsehen SF während einer Diskussionsrunde über Gewalt in Videospielen ausgesuchte Gewaltszenen aus dem Spiel «Grand Theft Auto IV» aus und unterlegte diese mit bedrohlicher Musik und einer düsteren Stimme, welche Gewaltfantasien von sich gab. «Verbotsbefürworter versuchen gezielt, heutige Spiele ihrer Komplexität und Tiefe zu berauben, um Aussenstehenden ein möglichst schockierendes und anstössiges Bild von Spielen zu geben. Das scheint leider teils immer noch zu funktionieren.»
Der Gamer kann sich überdies gut vorstellen, dass «bekanntere Organisationen, welche sich offen für Totalverbote von Videospielen einsetzen, nur darauf aus sind, drastische Inhalte in Spielen zu finden und politisch möglichst gewinnbringend zu verkaufen.» Dies sei schon bei der Gewalttat in Oslo der Fall gewesen.
«Um die Medienkompetenz in der Bevölkerung zu fördern und haltlosen Schreckgeschichten den Nährboden zu nehmen, lancieren wir in Kürze zwei grössere Informationsprojekte, welche gerade Nicht-Gamern schnell und einfach kritische, aber offene und ehrliche Informationen zu Spielen und ihren Inhalten bieten».