The Elder Scrolls V: Skyrim - Gegner-Level-System von Fallout 3, kein Multiplayer
Wird „The Elder Scrolls V: Skyrim“ seine Gegner wieder zusammen mit dem eigenen Charakter aufleveln lassen, so wie es in Oblivion nerviger Weise der Fall war? Und wird das Rollenspiel endlich einen offiziellen Multiplayermodus bieten? All das und einige weitere Dinge beantwortete Bethesdas Todd Howard jüngst in einem Interview.
Seine Antworten gegenüber IGN zusammengefasst übersetzt:
- The Elder Scrolls V: Skyrim baut zwar auf Oblivion auf, setzt aber das Hintergrundwissen über selbiges nicht voraus, da es letztendlich 200 Jahre nach dessen Ereignissen angesiedelt ist. Jedes Elder Scrolls soll auch weiterhin für sich alleine stehen.
- Insgesamt arbeiten über 100 Leute an Skyrim. Die Arbeiten begannen während der Entwicklung an Fallout 3, wurden jedoch erst richtig nach Beendigung des postapokalyptischen Rollenspiels aufgenommen, um die vollkommen neue Engine zu entwickeln.
- Solche Punkte wie Rendering, Licht/Schatteneffekte, Animationen, Gesichter, Blätter (?), Berge, Scripting, Interface und weitere Dinge wurden überbearbeitet und verbessert.
- „Skyrim“ wird von der Umgebungsgröße und dem gelieferten Inhalt her mindestens genau so umfangreich wie Oblivion.
- Das Schnellreisesystem ist wieder mit dabei. Auch wird es ein Kutschensystem geben, das den Spieler an noch unbekannte Orte bringen kann.
- Da sich das Mitlevel-System der Gegner aus Oblivion in der Praxis nicht bewähren konnte, entschied man sich dazu, es nun ähnlich wie in Fallout 3 zu handhaben. Will heißen, dass manche Gegenden den Spieler egal mit welchem Level fordern, andere hingegen das Gefühl von Macht und Überlegenheit vermitteln sollen. Beibehalten wurde das Ganze, damit keine künstlichen Grenzen geschaffen werden, sondern das Gefühl einer offenen, glaubhaften Welt entsteht.
- Die Drachen werden auf unterschiedliche Art und Weise auftauchen. Einige von ihnen erscheinen in gescripteden Events, andere wiederum begegnen dem Spieler zufällig in der Wildnis. Derzeit sei man damit beschäftigt, zu entscheiden, wie viele Zufalls-Drachen im endgültigen Spiel landen sollen. Außerdem wird es unterschiedliche Drachenarten geben, welche auch unterschiedliche Kampfarten aufweisen werden.Wenn man als Sieger aus einem Kampf mit einem Drachen hervorgeht, absorbiert man dessen Seele. Weitere Details zum „Seelenabsorbieren“ wollte Howard nicht preisgeben.
- Das Dialogsystem wird bekanntlich interaktiver, sprich das Gefühl plötzlich in einen separaten “Dialog-Modus“ zu wechseln wird nicht mehr aufkommen. Auch weiterhin gibt es für die Hauptquests weniger wichtige NPCs, die dennoch interessante Geschichten zu erzählen haben.
- Auch können wieder eigene Zaubersprüche hergestellt werden. Aber auch alle anderen Archetypen werden die Herstellung eigener Gegenstände ermöglichen.
- Jeder Skill hat einen eigenen „Perk-Baum“ der den Charakter spezialisieren und individualisieren soll. Außerdem werden die Skills wieder durch praktische Anwendung gesteigert. Desto öfter ein Skill angewandt wird, umso besser wird der Spieler in selbigem.
- „Dragon-Shouts“, Rufe in Drachensprache, können für den Spielverlauf wichtig sein, aber auch Spezialkräfte verleihen oder andere interessante Dinge auslösen. Man bekommt sie bei dafür ausgebildeten Lehrern, kann sie aber auch als Zeichnungen auf Mauern, als Schnitzereien usw. direkt in der Spielwelt entdecken, da sie einen wichtigen Teil der Kultur in „Skyrim“ ausmachen. Sie ermöglichen in Kombination starke magische Angriffe. Ein sogenannter „Schrei“ wird aus drei Drachenwörtern zusammengesetzt.
- Es wird mehr verschiedene Rüstungen als in „Oblivion“ geben. Manche entstammen den vorherigen Teilen der „Elder Scrolls“-Reihe, aber das grundlegende Rüstungsdesign wurden der neuen Kultur angepasst. Man soll klar erkennen können, welche Kleidungsstücke von Elfenhand geschmiedet wurde und welche von einem ursprünglichen Volk in Skyrimgefertigt wurden.
- Laut Todd Howard sind die meistgewünschten Dinge der Fans Drachen und ein Multiplayermodus gewesen. Koop- oder anderweitige Multiplayermodi wird es aber nicht geben. Bethesda haben ihr gesamtes Herzblut lieber in den Singleplayer gesteckt. Man möchte schließlich das bestmögliche Einzelspielerspiel abliefern. Multiplayermodi hätten nur wichtige Zeit geraubt, heißt es.
- Das Releasedatum am 11.11.11. könne, Todd Howard zufolge, mit Sicherheit eingehalten werden.
- Alle Versionen von The Elder Scrolls V: Skyrim werden (wie bereits bei Fallout 3 der Fall) intern bei Bethesda entwickelt.
- Todd behauptete abschließend scherzhaft (!), dass es Einhörner als "100 Dollar"-DLC geben werde, für weitere 300 Dollar dürfe man sogar schweben. - Da war doch mal was...
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Kommentare (17)
TOOL
.....
Skyhawk75
Dr4g0nfir3
Danke Bethesda! Das ist die schönste Aussage im ganzen Interview. Bei manchen Spielen, muss sowas wie Koop oder Versus auch einfach nicht sein.
Hoffentlich gibts bald neues Bildmaterial... gerne von der PC-Version, nachdem das 360-Material aus dem letzten Trailer schon überzeugt hat. ;)
toul81
SotY
Allerdings haben sie das Mitleveln angepasst. Mich persönlich störte es selbst nie, wobei ich aber den Punkt versteh und es auch gut finde, dass es so kommen wird.
PS: Ein Hurra auf die Edith Möglichkeit. :D
Steffen261279
Klar, es ist auch alleine super so ein Spiel zu genießen aber zu zweit macht es einfach mehr spaß.
Gibt halt leider gar keine gescheiten Koop-Rollenspiele bzw. welche wo der Koop gut umgesetzt ist. (Wenn ich da an Sacred 2 denke wird mir schlecht, kannst zwar zusammen zocken aber deine eigene Kampagne bleibt auf der Stelle stehen und du darfst alles nochmal machen, baut halt keine option ein das man immer beitreten kann sondern macht nen echten Koop draus, einmal so angefangen muss man ihn so beenden, ebenso SP)
Jacuzzi
keinen Multiplayer, Daumen hoch;
kein mitleveln, Daumen hoch...
Ich bin jetzt schon verliebt in das Spiel und bin auf weitere Spielszenen gespannt.
KeksDose
Das Game ist schon auf meiner Must have-Liste.
T3ll1nG
Die größe der Welt ist auch ein wenig fraglich, wird das alles wieder nur generiert oder hat es diesemal wirklich jemand entworfen?
Ich hoffe die Story ist diesemal besser erzählt und die Quests besser eingebunden.
Wenn es noch mehr Rüstungen und Spells und Spezialisierungen gibt, so hoffe ich dass man diesmal vorher sieht was man kauft (also die Wirkung) und die Klassen ausgeglichener sind.
Aerendil
Man hätte einen Coop-Modus ja durchaus intelligent integrieren können. Wenn Sie sagen es gibt angepasste Gebiets-spezifische-Schwierigkeitsgrade hätte man ja auch welche erschaffen können, die man evtl nur mindestens zu zweit bewältigen kann. Evtl auch als DLC oder aber dass man sich einen NPC für eben jene Gebiete anheuern muss.
Für mich ein kleines FAIL denn ich sehe es wie Steffen und guten Coop bei Rollenspielen gibt es definitiv zu selten.