The Legend of Zelda - The Wind Waker
11:32 Uhr - Die Legende von Zelda zählt zur beliebtesten und somit wichtigsten Nintendo Spieleserie. Bisher wurden über 36 Millionen Exemplare von Nintendo Spielen verkauft, auf denen der Name Zelda zu lesen war. Zufall wird dies wohl nicht sein. Umso größer ist die Freude auf den neuen Zelda Titel, denn nach Meilensteinen der Videospielgeschichte mit Ocarina of Time und Majoras Mask erwartet uns der neunte Teil dieser Legende und somit der erste auf dem Nintendo GameCube. Doch fangen wir zwei Jahre vor dem Release am 02.05.2003 an. Wir schreiben das Jahr 2001 : Spaceworld . Einige Videos von Nintendo's neuem Flagschiff, dem Nintendo GameCube werden auf der Nintendo-eigenen Messe gezeigt. Darunter eine famose Grafik-Demo in dem ein Kampf zwischen Link und seinem Erzfeind Ganondorf zu sehen war.
Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön...
Nachdem Links erster Versuch, seine Schwester zu befreien misslungen ist, liegt ihr bewusstlos im Wasser. Plötzlich werdet ihr vom "Roten Leuenkönig" geweckt und lernt ihn kennen. Er schenkt Link nämlich den Wind Waker, den Taktstock des Windes. Ähnlich wie in Ocarina of Time die Okarina, fungiert hier der Taktstock des Windes als das Hauptelement in The Legend of Zelda: The Wind Waker. In Ocarina of Time konntet ihr durch die C-Tasten die verschiedenen Melodien spielen, in The Wind Waker ist dies durch den C-Stick möglich. Diese Lieder, die ihr mit dem Taktstock des Windes spielt, dienen in erster Linie dem Ändern der Windrichtung. So kann sich Link frei über den kompletten Ozean bewegen. Doch ihr lernt im Laufe des Spiels noch weitere Lieder, die von großem Nutzen sein können. Im späteren Verlauf könnt ihr durch das Teleportieren große Distanzen zurücklegen, oder auch zwischen Tag und Nacht wechseln. Vom allgemeinen Gameplay hat sich im Gegensatz zu den Vorgängern nicht viel verändert. Wie in jedem Zelda Titel müsst ihr euch durch zahlreiche Dungeons kämpfen. Fünf solcher Labyrinthe sind in diesem Zelda Teil zu erforschen und unterscheiden sich vom sehr gelungenen Leveldesign. Anfangs werdet ihr auf die Festung namens "Verwunschene Bastion" gelangen. Dort müsst ihr euch in Stealth-Manier durch den Abschnitt schleichen, ohne vom Licht bemerkt zu werden. Später folgen unter anderem noch ein Lava- und ein Wald-Dungeon. Das Leveldesign gestaltet sich also sehr abwechslungsreich und wird euch jedes Mal neu überraschen. In solchen Dungeons werden euch eine Menge von Rätseln erwarten. Die meisten Rätsel erfordern die Ausrüstung Links. So bekommt ihr ungefähr zur Hälfte jedes Dungeon ein neues Ausrüstungsteil, mit welchem euch weitere, noch zuvor unerreichte Wege offen stehen und euch in diesem Dungeon weiter voran ingen. Euch erwarten Utensilien wie der Greifhaken, Bumerang oder die Bomben. Mit dem Greifhaken könnt ihr euch zum Beispiel an Halterungen festmachen und über Abgründe schwingen. Eines der wenigen neuen Items ist das Deku-Blatt. Mit diesem Blatt könnt ihr mit Link durch die Lüfte gleiten und neue Gebiete erreichen. Auch der Bumerang wurde zu den Vorgängern erweitert. Nun ist es möglich, fünf gleiche Ziele anzuvisieren. Dies ist nicht nur in Kämpfen sehr auchbar, sondern auch für das Lösen einiger Rätsel notwendig. Sehr gelungen und innovativ ist das Partner-Feature im späteren Verlauf des Spiels. So steht Link in späteren Dungeons nicht immer alleine da. Als Unterstützung begleitet Euch ein zweiter Charakter. Aus diesem Feature resultieren auch einige besondere Rätsel. Ein simples Beispiel für ein Partner Rätsel: Ihr seht zwei Schalter. Auf einen Schalter steht ihr den Partner, ihr selber platziert euch auf dem anderen Schalter. Nun öffnet sich der Weg zu einer neuen Tür. Insgesamt sind alle Rätsel im Spiel logisch durchdacht. Leider sind die Rätsel der Dungeons im großen und ganzen zu leicht.Neben den Dungeons stehen euch eine Menge Side-Quests zur Auswahl, die auch erst einmal gelöst werden sollen. Denn die Menge an Side-Quests ist riesig und noch nie so umfangreich in einem Zelda-Teil gewesen. Side-Quests sind Aufgaben, die zum Lösen des Spiels nichts unbedingt erforderlich sind, jedoch das Spiel irgendwie erleichtert. So gibt es im Spiel Side-Quests, in dem ihr Fotos mit der Kamera machen und jemandem vorzeigen solltet, Goldfedern einer Person überingen, oder ein Liebespaar wieder zusammeningen müsst . Die Vielfalt und Abwechslung dieser Quests ist riesig. So könnt ihr durch das Lösen größere Rubin-Beutel erhalten, oder mehr Bomben, sowie Pfeile mit euch tragen. Eine größere Lebensanzeige ist auch ein Resultat vom Lösen vieler Side-Quests. Rubine sind die Währung auf dem Ozean. Durch Rubine könnt ihr euch verschiedene Sachen in Läden kaufen. Nützlich ist zum Beispiel eine Beutetasche und Futter, welches man geauchen kann, um neue Informationen für seine Karte und über den Ozean zu erhalten. Neben der Futtertasche gibt es auch eine Itemtasche, indem die wichtige Objekte, wie zum Beispiel Ritterwappen und Goldfedern verstaut sind. Als dritte Tasche gibt es die Posttasche. In dieser liegen hauptsächlich Briefe, die ihr von euch treffenden Personen erhaltet. In The Wind Waker werdet ihr nämlich viel Post erhalten und so einige Dinge mitgeschickt bekommen. Ein Briefkasten ist auf jeder Insel zu finden.
(Fast) alles beim Alten
Interessante GCN-GBA Verlinkung
Novum in The Wind Waker ist eine Verlinkung zwischen Nintendo GameCube und dem Game Boy Advance (SP) per Link Kabel. Habt ihr nämlich im Spiel Tingle befreit, schenkt er euch als Dankeschön den Tingleceiver. Verbindet ihr den GameCube mit dem GBA (SP) könnt ihr auf dem Game Boy Advance (SP) Tingle in einem Dungeon zu bewegen. Dieser kann Bomben auf Gegner werfen und sie somit ins Jenseits befördern.Umstritten: Die Cel-Shading Optik
Der Sound steht der Grafik in nichts nach. Die Melodien sich traumhaft und passen zu der Atmosphäre, die durch den Toon-Rendering Look erweckt worden ist. Die Musik ist situationsabhängig und lassen ein echtes Zelda-Feeling aufkommen. Außerdem wurden die Midi-Klänge alter Zelda Teile aus dem Vorgänger eins zu eins übernommen. Somit werdet ihr auf sehr viele Soundfiles treffen, die ihr schon einmal gehört habt. Zwar sind diese Midi-Files nicht mehr in bester Qualität, jedoch sie geben einen weiteren Teil zur sehr gelungenen Atmosphäre bei. Bei so einem Titel darf auch eine Dolby Surround Pro Logic II Unterstützung nicht fehlen. Eine Sprachausgabe wird leider vermisst, doch bisher kam noch kein Zelda Titel mit Sprachausgabe in den Handel. Somit ist dies eigentlich nicht zu kritisieren. Doch einige Samples wie Schreie, Stöhnen oder ein Lachen von Link werdet ihr dennoch zu Ohren bekommen.Letztendlich lässt sich sagen, dass der neue Zelda Teil das Genre nicht neu revolutioniert, aber die Stärken der Serie konsequent weiter ausbaut. Einige neue Features ingen frischen Wind (ein Wortspiel ;)) ins Zelda Gameplay. Im allgemeinen sind die Rätsel, die Dungeons und die Endgegner für eingefleischte Zelda-Spieler zu einfach. Ocarina of Time ist da um einiges schwerer. Anfänger werden sehr gut ins Spiel eingeführt und können sich schnell über große Erfolge erfreuen. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Bootsfahrten. Diese sind anfangs etwas nervig, da sie teilweise sehr lange sind. Erlernt ihr jedoch das Lied, womit ihr euch Teleportieren könnt, ist dieser Kritikpunkt auch schon wiederrufen. Die langen Bootsfahrten verstärken den Eindruck einer riesigen Welt und führen zu einer ganz eigenen, speziellen Atmosphäre, die man in dem Spiel erlebt. Der Umfang um das "normale" Spiel von The Wind Waker abzuschließen, beträgt 20-25 Stunden. Will man jedoch alle Side-Quests lösen, so verdoppelt sich die Spieldauer.Nintendo bietet treuen Fans und Käufern der Erstauslieferungsmenge einen besonderen Bonus. So ist in der limitierten Edition zu The Wind Waker eine zweite Disc enthalten. Auf dieser Bonus Disc ist das geniale Ocarina of Time, sowie die Modifizierung von Ocarina of Time, nämlich Master Quest enthalten. Bei diesem sind neue Rätsel dazugekommen, die Dungeons wurden modifiziert und die Gegenstände in den Dungeons sind anders platziert. Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad um einiges höher als das des Originals. Eine Fülle von GameCube-Videos, die auf der Disc enthalten sind, runden die Bonus Disc ab. Alles in allem ist der neue Zelda-Teil für Action-Adventure Fans zweifelsohne ein Pflichtkauf, egal ob man sich mit dem Grafik-Stil anfreunden kann, oder nicht. Trotzdem erreicht The Wind Waker nicht ganz die Klasse eines Ocarina of Time. Dennoch lässt der Titel sicher nicht nur die Herzen der Zelda-Fans höher schlagen. The Legend of Zelda: The Wind Waker ist ein sehr guter Titel und zählt zu einem der besten Spiele, die derzeit in den GameCube-Kaufregalen zu erwerben sind.The Legend of Zelda: The Wind Waker knüpft nahtlos an geniale Vorgänger wie Ocarina of Time an und bereitet viel Spielspaß. Einzig und allein hat mich jedoch die Tatsache gestört, dass irgendwie der letzte Feinschliff gefehlt hat, um die Klasse eines Ocarina of Time's zu erreichen. Denn die (End-)Gegner sind zu einfach und die Rätsel sind für Zelda-Veteranen ein Kinderspiel. Nervig können anfangs auch langen Bootsfahrten vorkommen, die zum Glück im Verlauf des Spiels wegfallen.Leider hat Nintendo außer der ausgefallenen Cel-Shading-Optik, die mich persönlich nicht gestört hat, nichts am Hauptprinzip von Zelda geändert. Ab in den Dungeon, ein Item finden, mit diesem im Dungeon vorankommen und letztendlich den Boss besiegen. Dies mag zwar negativ rüber kommen, jedoch ist das alte Spielprinzip trotzdem noch (fast) genauso fesselnd wie damals. Es bereitet schon einiges an Spaß, Dungeons zu erforschen und im Spiel voranzuschreiten.Für mich zählt Zelda zu einem der besten GameCube-Titel, die derzeit auf dem Markt sind und nicht nur bei Freunden sehr guter Action-Adventure Kost sollte das Spiel im Haushalt landen. Eigentlich sollte jeder mindestens einmal The Wind Waker anspielen, ihr werdet sehen: Man wird davon nicht loskommen!
Bewertung
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