The Thing (Das Ding)

19.01.2007 10:29
The Thing (Das Ding)


Ob der Titel dank fehlender Einfälle oder Sprachlosigkeit zustande kam, als John Carpenter 1982 mit "The Thing" einen der vielleicht furchteinflößendsten Filme aller Zeiten in die Kinos achte, weiß man auf den ersten Blick nicht so genau. Die Erklärung ist zwar letztlich recht einfach, da sich Carpenter nur an der Vorlage eines Schwarzweißfilms aus dem Jahre 1951 von Howard Hawks orientierte, doch die Faszination bleibt. Die Gefahr dieses Horrorfilms ist dieses Mal kein großer Dinosaurier, sie ist kein kettensägenschwingender Massenmörder und sie ist auch kein menschenfressender Hai, die Gefahr ist Das Ding. Zugegeben, eigentlich ist das Ding nichts anderes als eine außerirdische Lebensform.

"Nichts anderes?" Diese leicht dahingesagten Worte sollte man einmal Captain Blake und seinen Mannen des militärischen Spezialkommandos erzählen, die nach dem mysteriösen Verschwinden einiger amerikanischer Wissenschaftler zu einem Außenposten in die Antarktis geschickt werden, um das Verschwinden der Laborgrößen aufzudecken. Aufgedeckt werden jedoch leider nur noch einige Leichen, deren äußere Form schreckliches Geschehen der vergangenen Tage und Stunden dokumentiert. Der Stützpunkt liegt in Schutt und Asche und zurück bleibt nur ein einziges Trümmerfeld und natürlich - das Ding. Die Ausgeburten des Dings - mal größer, mal kleiner - offenbaren sich als Lebewesen, die nicht nur unsympathisch aussehen, sondern sich auch noch so verhalten. Und so ist der Ausweg des Spezialkommandos nur im überzeugenden Argument einer Maschinenpistole, Schrotflinte, Flammenwerfer oder Handgranate zu suchen.

Noch wäre das Ganze überschaubar, wenn das Ding sich nicht in andere Lebewesen hineinversetzen und dessen Körper kontrollieren könnte und schließlich durch diese Wirte auch noch mutiert. Und so weiß Captain Blake schon bald nicht mehr, wem er noch vertrauen kann und wem nicht. Scheinbar vertrauenswürdige Kollegen entpuppen sich als längst tote Hülle, die nur noch von einem Virus kontrolliert werden und auch er selber steht unter strengster Beobachtung seiner Einheit. Bloß kein falscher Schritt, kein falscher Befehl und keine falsche Entscheidung, sonst eröffnen die Kollegen das Feuer.

Auch wenn es sich auf den ersten Blick so anhören mag, "Das Ding" ist weit davon entfernt, ein stumpfsinniger Hack'n'Slay-Titel zu sein und nutzt vielmehr die Gunst der Stunde, einige innovative Spielelemente auf den Zocker loszulassen. Dabei gelingt die Gratwanderung zwischen Survival-Horror à la Resident Evil und Teamaction im Stil von Counterstrike. Da man nicht nur verantwortlich für seine eigenen Schritte ist, sondern auch für die der Teamkollegen, muss jede Aktion genaustens geplant werden. Wer glaubt, er könne sich mal eben schnell durch Horden von Monstern schießen, der ist hier sicherlich falsch. Das soll zwar nicht heißen, dass man nicht auch kräftig Munition in der Gegend verteilt, der Einsatz der grauen Zellen sollte allerdings vor (fast) jedem Schuss stehen.

So muss man nicht nur dem Techniker befehlen, dass er mit seinem KnowHow solange am Stromkasten herumwerkelt, bis die daneben stehende Tür aufgeht, auch komplexere Strategien sparen oft einige Medipacks oder Munition. So kann man beispielsweise gezielt Türen schließen und öffnen, um den anstürmenden Strom der Gegner zu kontrollieren und zu dosieren oder aber mit dem Flammenwerfer Feuerwände errichten, um die Monster kurzzeitig auf Distanz zu halten. Das wirklich innovative Element des Spiels ist jedoch das Interface, das euch nach einfachem Knopfdruck auf einen Blick über den Zustand eurer Teamkollegen informiert. Dabei stehen neben der Gesundheitsanzeige vor allem die beiden Werte Vertrauen und Angst im Mittelpunkt - und beide Zustandsbekundungen haben wirklich große Auswirkungen auf den Spielverlauf.

Dass das Vertrauen der Teamkollegen zunichte gemacht wird, wenn man auf einen Mitstreiter schießt, ist ja noch recht üblich und das anschließende Ableben durch Rache der anderen war schon in manchem Shooter integriert, doch dieses Mal geht die KI einen Schritt weiter. So sollte man seine Kollegen nicht entwaffen und bei medizinischer Verletzung sofort mit Rat und Medipack zur Seite stehen. Auch wenn man ihnen Munition vorenthält oder sie im Kampf alleine lässt, das Vertrauen ist schnell geochen. Zwar bedeutet das nicht sofort, dass man als Feind eingestuft wird (wir denken noch einmal daran: jeder könnte infiziert sein), auf Kooperation darf bei Misstrauen aber nur noch im Glücksfall gehofft werden. Und so werden Befehle gewissenlos ignoriert (der Mitstreiter folgt euch beispielsweise nicht mehr im Kampf) und der Kamerad wartet ungeniert ab, bis das Vertrauen wieder steigt. Am besten drückt man ihm eine Waffe in die Hand, versüßt ihm das Leben mit einem Medipack oder Munition - schon kann er sich nicht mehr vorstellen, jemals von eurer Seite zu weichen.

Der zweite Faktor, den man immer im Auge behalten muss, ist der Angstzustand des Kollegen. Während im Befehlsmenü ein alles kontrollierender Blick eures Partners zeigt, dass dieser die Situation fest im Griff hat, wird das Hin- und Herdrehen des Kopfes mit zunehmender Angst immer hektischer und panischer. Anders als bei fehlendem Vertrauen endet zu hohe Angst dann oft in planlosen Aktionen und wenn euer Partner beispielsweise gerade einen Flammenwerfer in der Hand hat, dann heißt es in Deckung gehen, will man nicht selbst zum Röstsoldaten werden. Doch damit hat sich das Repertoire von Angstreaktionen noch nicht erschöpft: Ein panischer Soldat übergibt sich schon einmal und auch die Idee, dass er sich vor Aufregung in die Hose pinkelt, wurde umgesetzt. Das Entstehen von Angst kann dabei unterschiedliche Gründe haben: Entweder euer Kollege sieht sich beispielsweise einer großen gegnerischen Übermacht gegenüber oder aber in die Story wurde eine Zwischensequenz eines entstellten Soldaten eingebaut, dessen Entdecken ebenfalls Schrecken vereitet.

Damit sind die innovativen Spielelemente aber noch nicht einmal erschöpft. Als sehr spannend erweist sich beispielsweise die Idee, dass man an manchen Stellen im Spiel mit Hilfe eines Videoüberwachungssystems die Gegend absuchen muss, um für den weiteren Spielverlauf elementare Hinweise zu erhalten. Da man diese Kamera nicht nur in alle Richtungen bewegen kann, sondern auch ins Bild hinein- und herauszoomen darf, findet sich an einem Schwarzen Brett schon einmal eine Zahlenkombination für ein Sicherheitsschloss oder eine Karte liegt einfach so in der Gegend herum.

In insgesamt 20 Missionen, die fast alle relativ ausgiebig ausfallen, muss der Spieler sich gegen die etwas anderen Gefahren der Antarktis behaupten. Als leicht ist das Spiel dabei nicht zu bezeichnen, wer sich allerdings kontinuierlich an Problemstellungen herantastet und auch mal über etwas andere Strategien als eintönige Ballerorgien nachdenkt, der bekommt seine faire Chance. Gespeichert werden kann zwar leider nicht immer, aber an fest installierten Tonbändern in jeder Mission, deren Speichermöglichkeit nicht auf eine bestimmte Anzahl beschränkt ist. So lohnt es sich oft, ein paar Gegner auszuschalten und dann noch einmal ein Stück zurück zu laufen, um den Fortschritt auf der Xbox-Festplatte erneut festzuhalten. Die drei verschiedenen Schwierigkeitsgrade beeinflussen leider nur den Bereich, in dem die eigene Waffe per Auto-Aim-Funktion auf den Gegner fokussiert und kann man im Easy-Modus sogar noch leicht neben den Gegner halten, sollte man im harten Gefecht seine Zielsicherheit und eine ruhige Hand bewahren.

Die eigene Steuerung ist eingänglich und schnell erlernt, bis man allerdings genau herausgefunden hat, wie sich die Teamkollegen (im Konflikt) verhalten, welche Befehle man zu welcher Zeit geben sollte und wann es ratsam ist, selber vorzustürmen bzw. die Partner vorstürmen zu lassen, das dauert einige Zeit. Auch das Emotionssystem bedarf einer kurzen Eingewöhnungsphase, entfaltet sich dann aber als gut umgesetztes Prinzip.

Bei allen positiven Worten zu Innovationsfreude und spielerischem Tiefgang gibt es leider bei der Steuerung und bei den dadurch entstehenden Situationen etwas zu bemängeln. So kann man in seiner Rolle als Captain Blake beispielsweise in eine First-Person-Ansicht wechseln, diese erweist sich allerdings nur als unzureichend und dürfte von vielen der Spieler gemieden werden. Dabei fehlt nämlich leider die nötige Übersicht, um dem Kampfgetümmel auf dem Bildschirm noch effektiv zu begegnen und so kümmert man sich oft gerade intensiv um den Gegner, der direkt vor der Spielfigur aufgetaucht ist und nimmt Gegner von hinten erst dann wahr, wenn es zu spät ist. Zwar ist dies durchaus realistisch, wenn dann aber das Umdrehen zum anderen Geschöpf recht träge ist, dann kassiert man einige Treffer, die man dank gerade einmal ausreichender Medizin-Rationen sich nicht wirklich leisten kann. Zwar kann ein Arzt, der Captain Blake an vielerlei Stellen im Spiel begleitet, seine Kollegen heilen, wenn dieser allerdings selbst verletzt wird, hilft nur noch ein Medipack aus den Händen des Captains. Die normale Third-Person-Kameraperspektive erweist sich da als wesentlich effektiver.

Grafisch überzeugt das Spiel durch seine sehr dichte Atmosphäre und die gelungene Präsentation des Spiels, was für die teilweise nur leicht überdurchschnittlichen Texturen entschädigt. Das düstere Geschehen wird dabei immer wieder durch Zwischensequenzen vorangetrieben, die durch geschickte Kameraeinstellungen einen Hauch von Kinoatmosphäre auf den heimischen Fernseher zaubern. Auch wenn der Titel nicht als reines Horror-Survival beim Spieler punkten will, darf man sich außerdem über einige Schockeffekte freuen, die jedoch weitaus feinfühliger gesetzt wurden als dies bei Spielen ist, deren Hauptaugenmerk auf wohligen Schauern liegt.

Über nahezu permanente Gänsehaut darf man sich trotzdem freuen. Das Gefühl beispielsweise, die Gegner durch eine Glasscheibe zu sehen und genau zu wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese durch eine verschlossene Tür hereinechen, ist sehr überzeugend und wenn man gerade darin vertieft ist, seinen Leuten Befehle zu geben und man im Nebenzimmer eine Scheibe zerbersten hört, dann ist der Puls schnell auf 180 und Herzrasen garantiert.

Während außerhalb der antarktischen Basen dank eines nicht enden wollenden Schneegestöbers die Sicht stark eingeschränkt ist und Farben höchstens von Leuchtfeuern geworfen werden, darf man sich innerhalb der Gebäude über zahlreiche grafische Details freuen. Kritikpunkt bei anderen Spielen waren oft die leicht steril wirkenden Szenarien, worüber man sich in diesem Fall keine Sorgen machen muss. Dass hier meist das Chaos mitten im Gang ist, ist dank Verwüstungen in zahlreichen Räumen nicht zu übersehen.

Zwar bewegen sich die eigenen Mannen oft etwas steif (was angesichts der Kälte wohl auch kein Wunder ist), bei den Animationen der bestialischen Gegner hat man sich allerdings große Mühe gegeben. So tauchen sie auch in immer neuen Variationen auf und während man schon lange glaubt, schlimmer kann es nicht mehr werden, überraschen die Programmierer immer wieder mit neuen Kreaturen.

Auch in Sachen Sound wurde nicht geschlampt. Pluspunkte beginnen bei der deutschen Sprachausgabe, deren Höhepunkt in der Verpflichtung der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis liegt, und enden bei der dezenten und doch spannungsgeladenen Musik, die sich nicht penetrant in den Vordergrund schiebt und auch einmal der eisigen Stille der Antarktis den Vortritt lässt. Für den eigentlichen Thrill sorgen wie so oft in einem derartigen Spiel die Soundeffekte. Von Nebengeräuschen wie zerberstenden Fensterscheiben und aus den Angeln echenden Türen bis hin zur Geräuschkulisse der "Dinger" - der Sound ist gelungen und passt sich den Anforderungen eines düsteren Spiels an.

So tauchen die Monster auch nicht immer mit dem gleichen Kampfesschrei hinter den tapferen und hochgefährdeten Einheiten auf, sondern attackieren schon einmal mit einem hohen, quiekenden Schrei, der dann auf die kleinere Art der Gegner rückschließen lässt. Ihre großen Freunde kündigen sich dagegen mit einem Röhren und Brummen an, was entsprechend dem Resonanzkörper in deutlich tieferen Stimmlagen erfolgt.

Die Langzeitmotivation des Spiels dürfte sich beim Großteil unserer Leser mit dem einmaligen Durchspielen auch schon erschöpft haben. Da die 20 Missionen aber weder kurz noch leicht sind, dürften viele damit eine Weile beschäftigt sein. "Das Ding" wäre zwar ein heißer Kandidat für Frustmomente, da man einige Stellen oft wiederholen muss, um aus dem Kampf als Sieger hervor zu gehen, dank intelligent platzierter Speicherpunkte muss man aber meist nicht lange laufen, bis man sich wieder im erwünschten Kampfgetümmel befindet.

Schnittbericht - die deutsche PAL-Version im Vergleich zur englischen PAL-Fassung

In Anbetracht des recht hohen Gewaltfaktors von Das Ding (das gleichnamige Filmvorbild befindet sich in Deutschland auf dem Index) war eine "Anpassung des Spiels an den deutschen Markt" eigentlich selbstredend. So fehlen in der deutschen Fassung während sämtlicher Spielszenen alle Gore-Effekte, die Cut-Scenes blieben im Vergleich zum englischen The Thing allerdings unverändert.

Dabei sind es gerade die heftigen Zwischensequenzen, die für den notwendigen Schrecken sorgen und definitiv nicht für Kinderaugen geeignet sind - das Ingame-Blut ist zwar quantitativ recht großzügig verteilt, wirkt aber ob der zum Teil riesigen Gegnermutationen eher übertrieben als realistisch.

Wer zudem die englische Sprache nicht fließend beherrscht, aber der (durchwegs gesprochenen) textlastigen Story trotzdem folgen will, der sollte daher zur erstklassig synchronisierten deutschen PAL-Fassung greifen - denn auf zuschaltbare Untertitel müsst Ihr bei Das Ding generell verzichten.

„Das Ding ist im Weg" gewinnt neue Bedeutung...“

(Eigene Meinung » Sebastian Philipp)

"Das Ding" konnte mich bereits nach wenigen Minuten überzeugen. Nachdem man erst einmal herausgefunden hat, dass die Eigenverantwortlichkeit seiner Teamkollegen der einer entmündigten Person ähnelt, war ich eifrig damit beschäftigt, den Teammitgliedern Waffen in die Hand zu geben, sie ihnen wieder weg zu nehmen und dabei teilweise schon etwas überfordert, das Vertrauen der Kollegen aufrecht- und deren Angstzustand im Keller zu halten.

Besonders die Atmosphäre ist gut gelungen und auch wenn die Geschichte eigentlich nur einen erneuten Schleudergang der Alienthematik liefert, hat sich die Idee, dass jeder ein infizierter Feind sein könnte, richtig gewaschen. Spätestens nachdem man das erste Mal getäuscht wurde, beginnt man, jedes Verhalten der Soldaten genauestens unter die Lupe zu nehmen und so manches Mal schießt der Gedanke durch den Kopf, ob diese Bewegung nicht eben gerade etwas zu auffällig für einen gesunden Menschen war.

Auch wenn man mit solchen Gedanken die KI etwas zu hoch in den Himmel lobt, insgesamt ist sie wirklich gut gelungen. Wünschenswert wäre jedoch, dass mir meine Untergebenen nicht nur ständig gegen den Kopf schmeißen, wie ätzend sie die Mission finden und wie schweinekalt es gerade ist, sondern dass auch mal der ein oder andere Ratschlag zur Missionserleichterung kommt. Die sich häufig wiederholende Aussage "Das Gebiet scheint sauber" ist teilweise schon sehr fragwürdig, wenn hinter die nächsten Ecke bereits eine ganze spinnenähnliche Alien-Herde darauf wartet, mich zu beißen.

Letztendlich gibt es neben leichten Mängeln in der Steuerung nur noch ein Defizit. Wo ist der Multiplayer-Modus? Was wäre es schön, im CoOp-Modus durch die verschneite und eiskalte Landschaft zu ziehen und im Doppelpack dem Ding klarmachen, wer hier das Sagen im Haus hat. Dass das Spiel kein Xbox Live unterstützt, kann man ihm zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorwerfen, aber beim nächsten Mal sollte Computer Artworks daran denken, dass vier Controller-Anschlüsse an der Xbox nicht nur eine optische Komponente haben.

„Carpenter on Xbox“

(Eigene Meinung » Matthias Loges)

Als Fan des Carpenter-Remakes von 1982 bin ich mit großer Vorfreude und Erwartungshaltung an die vielversprechende Versoftung herangetreten und wurde letztendlich nicht enttäuscht. Das beklemmende, klaustrophobische Flair des Films wird wunderbar umgesetzt, und auch die Locations sehen dem Leinwandvorbild teilweise zum Verwechseln ähnlich. Kenner der Zelluloid-Variante haben zudem den Vorteil, direkt ins Geschehen einsteigen zu können, da das Spiel unmittelbar an das Ende des Films anschließt.

Ursprünglich hatte ich mit einer mehr oder weniger klassischen Variante des Survival-Horrors gerechnet, doch die Team- und Vertrauenskomponenten verleihen dem vielversprechenden Filmstoff eine individuelle Note. Leider verkommen die Psycho-Spielchen mit den Teamkameraden mit zunehmender Spieldauer zum etwas monotonen Dejà-Vu und verlieren immer mehr an Bedeutung.

Je länger Ihr spielt, desto mehr wird Das Ding zum reinrassigen und sehr linearen Shooter, der, gepaart mit dem stellenweise erfreulich unkontrollierbaren Verhalten der Teamkollegen, des öfteren in reinem Chaos endet. Doch genau diese Entwicklung zeichnet Das Ding im Vergleich zum Filmvorbild aus - wer dessen Ende kennt, weiß was ihm blüht...

Leider gibt es grafisch wieder einmal Grund zur Kritik, denn die sehr stimmige (aber technisch nicht überragende) Optik wird durch immer wieder auftauchende Slowdowns getrübt. Warum die Entwickler die Framerate bei dieser Art von Spiel nicht auf 25 respektive 30 fps einfrieren, um dafür einen permanent flüssigen Spielablauf zu erhalten, kann ich nicht nachvollziehen. Genausowenig Sinn ergeben für mich die regelmäßigen, halbsekündigen Hänger in den (in Spielgrafik gehaltenen) Cut-Scenes, die sich mit zunehmender Spieldauer als extrem nervig erweisen.

Insgesamt haben die Jungs und Mädels von Computer Artworks aber eine würdige Versoftung des Horror-Klassikers inszeniert, die nur durch leichte Mängel in Spieldesign und Grafik getrübt wird. Freunde des gepflegten Horrors dürfen beruhigt zugreifen, alle anderen wagen ein Probespiel. Carpenter- und Filmfans schlagen sowieso blind zu.

Bewertung

The Thing (Das Ding)xbox

0/10

Alexander Laschewski-Voigt

Der gelernte Industriekaufmann probierte sich im BWL-Studium aus, um dieses dann allerdings zugunsten einer Xbox-Website namens AreaXbox vorzeitig zu beenden. Seitdem steht er als Chefredakteur auf der Kommandobrücke der MS AreaGames. Der bekennende US-Serienfan legt am liebsten Renn- oder Rollenspiele in seine Xbox 360. Zu den Alltime-Hits seiner mit dem C64 begonnenen Spieleleidenschaft gehören Deus Ex, System Shock 2 und die Wing Commander-Reihe.